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Unterzuckerung, was sind die Normwerte?

I'LoveQSunXshixne hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Ich hoffe, ihr könnt mir helfen. Seit zwei Jahren fällt bei mir immer wieder auf, dass ich gelegentlich unterzucker. Es gab bei mir bereits zwei Rettungsdiensteinsätze, die das belegten. Der erste war: BZ 136 und fünf Minuten später 64. Beim zweiten bin ich mit einem 40 BZ zusammengebrochen. In der Notaufnahme wurde mein Urin kontrolliert, o.B. Ein Sono im letzten Jahr war ohne Befund. Letzte Woche hatte ich während bzw. nach einer Kurznarkose eine Komplikation, weswegen ein Notarzt und Rettungswagen gerufen wurde. Vor dem Eintreffen bekam ich Traubenzucker. In der Notaufnahme wurde mir sofort Blut abgenommen, Glucose lag bei 68 mg/dl. Eigentlich sehe ich das nicht so eng, habe mich daran gewöhnt, bei zittern usw. Traubenzucker zu nehmen, auch an den plötzlichen Durst auf süße Getränke habe ich mich gewöhnt. Ich soll jetzt vor und eine Std nach dem Essen BZ messen. Wie sollen die Werte da sein? Hatte eben nach dem Frühstück (1Brötchen mit Margarine und Wurst und eine Tasse Kakao) 120 BZ. Was sagt ihr zum gesamten?

Antworten
Rla,ipnerx8


Hallo Sunshinelover,

das sieht sehr normal und gut aus. Eine alimentäre Hypoglykämie, die ich bei höheren 1-Stunde-Werten vermutet hätte, scheint nicht dahinter zu stecken.

Es könnte ein [[http://de.wikipedia.org/wiki/Insulinom Insulinom]] sein, genauer kann das mit einem Hungertest festgestellt werden. Ich denke, den solltest du einfordern. Miss mal den BZ besonders nach längerem Hungern und nach körperlicher Anstrengung. Wenn er dann jedes mal besonders niedrig wird, dann deutet das auf ein Insulinom hin.

Ein Insulinom besteht unabhängig von Diabetes. Den scheinst du nach deinem Messwert eher nicht zu haben.

LG Rainer

I!LoveNSunshine


Hallo Rainer, vielen Dank! Ich habe leider gerade das Problem, dass mein BZ nach 2 Std immer noch bei 154 (1h 177) ist.

myarion vausR wiexn


2 std nach dem essen?das ist DEUTLICH zu hoch

Ruain`exr8


Ich habe leider gerade das Problem, dass mein BZ nach 2 Std immer noch bei 154 (1h 177) ist.

Hallo Sunshinelover,

ist der BZ nach 2 Stunden immer so hoch oder nur manchmal nach einem Essen mit viel Ballaststoffen bzw. mit viel Eiweiß oder Fett? Diese Sachen verzögern nämlich die Aufnahme der Glukose ins Blut. Ansonsten hast du eine diabetische Störung, die aber noch leicht zu sein scheint.

Ein Insulinom ist trotzdem nicht ausgeschlossen und bei den BZ-Werten wahrscheinlicher als eine alimentäre Hypoglykämie. Mach dich mal schlau und gehe dann deinem Arzt auf die Nerven, dass er das untersuchen lässt.

LG Rainer

I-Lo_veSunsxhine


Da ich erst seit vorgestern messe, weiß ich das nicht. Ich habe allerdings um 22.30 Uhr noch einmal etwas gegessen (Salat) und 1h später war der auf 83 mg/dl. Das sind Werte, die ich 1h nach dem Essen eher kenne, auch von heute morgen, wo der Nüchternwert der selbe ist wie der Wert nach 1h (77mg/dl). Dazwischen gibt es wieder normale Werte. Müsste ein Insulinom nicht im Sono sichtbar sein? Montag bekomme ich beim Diabetologen Blut abgenommen und einen Zuckertest über 4 Std.

IILoveSsunshoine


Ich meinte 23.30 Uhr. Da habe ich erst gegessen.

RIainerx8


Na dann bist du ja schon mal richtig in Behandlung. Ich drück dir die Daumen, dass der Diabetologe etwas findet und dir langfristig helfen kann.

LG Rainer

I#LoaveSun~s5hine


Ich habe auch das Gefühl, gut aufgehoben zu sein. Die Ärztin hat mir ausführlich erklärt, welche Ursachen alles in Frage kommen könnten. Leider habe ich dabei vergessen zu fragen, ob es einen Wert gibt, der für eine Stunde nach dem Essen zu niedrig sein kann. Bis jetzt beobachte ich sehr unterschiedliche Werte. Danke erstmal, dass du/ ihr mir helft!

R(a'inerx8


Jetzt verstehe ich deine Frage erst richtig. Du wolltest wirklich nur wissen, ab was für einem BZ-Wert man von Unterzucker bzw. von Hypoglykämie spricht. Lies dir [[http://flexikon.doccheck.com/de/Hypoglyk%C3%A4mie das hier]] mal durch.

Von Unterzucker spricht man ab 60. Da passiert aber noch nichts schlimmes, außer dass du dich unwohl fühlst. Unter 50 kommen dann schon stärkere Störungen. Da bist du aber imme noch handlungsfähig und kannst dir Traubenzucker reinhaun. Besser ist übrigens, wenn du dir für solche Fälle eine Büchse Cola bereitstellst. Die kannst du auch mit Störungen noch leicht öffnen und trinken. Mit Traubenzucker kann es da schon Probleme geben.

Richtig schlimm wird es erst unter 40. Dann trittst du weg und bist auf fremde Hilfe und die Notaufnahme angewiesen. Bis dahin solltest du es nicht kommen lassen, besonders nicht beim Autofahren. Da du die Hypo bestimmt noch gut wahrnimmst, solltest du rechtzeitig etwas dagegen unternehmen: KH essen, BZ messen und beim Autofahren stehen bleiben.

pHrax<a


Richtig schlimm wird es erst unter 40. Dann trittst du weg und bist auf fremde Hilfe und die Notaufnahme angewiesen.

Das kann man nicht pauschal sagen. Bei 40 mg/dl geht es einem zwar sehr schlecht und es sollten schnell KH zugeführt werden, aber umkippen muss man bei 40 mg/dl noch nicht.

Soweit sollte man es natürlich trotzdem nicht kommen lassen, da "ungeübte" bei 40 mg/dl, mit großer Wahrscheinlichkeit, schon fremde Hilfe benötigen.

Erst bei Werten unter 30 mg/dl ist es so gut wie sicher, dass es einem umhaut. Scharf eingestellte Diabetiker, können sich sogar bei so niedrigen Werten noch auf den Beinen halten. Das sind aber wirklich extreme Ausnahmen.

NResTsiHaonsexn


Also mit 23mg/dl ging es mir noch prächtig. Und das habe ich auch schon von sehr vielen anderen Diabetikern gelesen. Andere kippen mit 40mg/dl schon um. Das ist also wirklich total individuell und wohl auch davon abhängig, ob die alpha-Zellen auch angegriffen sind. Meistens sind die Diabetiker, die durch Unterzuckerungen bewusstlos werden auch die, die mit posthypoglykämischen Resistenzen zu kämpfen haben (weil die Gegenregulation nicht mehr durch Glucagon geleistet werden kann, sondern das Cortisol "einspringen" muss).

I9LoveSFuDnsxhine


Hey, ich wollte euch mal die ersten Ergebnisse vom oGTT zukommen lassen, die recht gut aussehen.

Nüchtern: (letzte Mahlzeit gegen 19 Uhr) 90 mg/dl

nach 1 Stunde: 116 mg/dl

nach 2 Stunden: 122 mg/dl

nach 3 Stunden: 87 mg/dl

nach 4 Stunden: 70 mg/dl

Nach vier Stunden habe ich dann natürlich gemerkt, dass ich nichts mehr gegessen hatte (zittern, Kopfschmerzen, Übelkeit). Jetzt muss ich bis Freitag warten, damit ich meine Blutwerte weiß. Kann man von der Untersuchung Nebenwirkungen haben? Hab seitdem immer wieder Nasenbluten.

psraxxa


Also mit 23mg/dl ging es mir noch prächtig.

Ich hatte auch schon Werte unter 30 mg/dl, von prächtig gehen, konnte man da aber nicht mehr sprechen. %:|

Allerdings bin ich mir sicher, dass diese Messungen nicht ganz der Realität entsprechen und man etwas drauf rechnen muss, da das Messgerät natürlich nicht 100% misst.

"Echte" Werte um die 25 mg/dl führen immer dazu, dass man das Bewusstsein verliert. Das ist physiologisch einfach so, dass bei solch niedrigen Werten, dass Gehirn nicht mehr genügend versorgt wird.

Mit etwas Glück, ist der Zucker in den Zellen noch etwas höher als im Blut, so das man solch niedrige Werte, noch kurze Zeit "überstehen" kann, aber viel Zeit bleibt dann auch nicht.

NsessiHSansxen


Woher hast du die Info, dass Werte um die 25mg/dl immer zu Bewusstseinsverlust führen? Ich bin davon überzeugt, dass dem nicht so ist. Falls du eine wissenschaftliche Quelle dazu hast, würde sie mich aber interessieren.

Und warum gehst du davon aus, dass das Messgerät dann zu niedrig misst? Natürlich ist es nicht genau, aber es könnte ja genauso gut zu hoch messen? Da mein Messgerät tendentiell eher zu hoch misst als zu niedrig (nach mehreren Laborabgleichen) glaube ich nicht, dass es ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt einen zu niedrigen Wert angezeigt haben soll.

Es gibt einen Thread im Insulinclub ("Was war euer tiefster BZ-Wert?" oder so ähnlich), da sind einige Diabetiker, die sogar Werte unter 20mg/dl hatten und trotzdem noch bei Bewusstsein waren.

Und wie gesagt: Ich glaube, es gibt Diabetiker, die überhaupt nicht bewusstlos werden (es sein denn, das Insulin wird absichtlich viiiiiiieeeel zu hoch dosiert). Soweit ich weiß, stammt diese Theorie (die wie geschrieben mit dem Vorhandensein von alpha-Zellen zusammenhängt) von Teupe. Ich persönlich glaube das auch. Das zeigt sich schon allein an der Tatsache, dass Diabetiker, falls sie in den ersten 20 Jahren ihres Diabetes nicht bewusstlos geworden sind, dies meist auch danach nicht mehr werden. Das sind dann diejenigen, deren alpha-Zellen nicht durch ihre Immunsystem zerstört werden.

@ Ilovesunshine:

Also das sieht doch sehr gut aus. Dass du nach 4 Stunden ein bisschen zittrig geworden bist, ist ja ganz normal in so einem Fall.

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