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Blutzucker nüchtern morgens 123: Beginnt jetzt die Diabetes?

B|ärentaetze hat die Diskussion gestartet


Wie oben schon geschrieben, ist jetzt genau das eingetreten, wovor ich schon die ganze Zeit Angst hatte, habe ich wirklich Diabetes?

Antworten
c)rowwl


Das wird der Arzt deines Vertrauens herausbekommen mit der entsprechenden Diagnostik. ;-)

1nv5on5I0`0V0 PRoxbert


Hallo Bärentatze, Deine Befürchtung, neuer Dings an Diabetes zu leiden, kannst Du sicher nicht an einem einzigen Wert fest machen. Auch ist es wichtig anzugeben, welche Einheit Du angibst. Milligramm Zucker pro Deziliter Blut oder mMol. mg/dL ist die meistens bentuzte Einheit zum messen. Wenn es also 123 mg/dl ist, dann ist das mit größter Wahrscheinlichkeit kein Diabetes. Es bedarf einer ganzen Wertereihe, aus der sich ein Tagesprofil bestimmen lässt, und mehrere Tagesprofile ergeben dann ein aussagefähiges .Wochenprofil. Gemessen wird für ein Tagesprofil zu folgenden Uhr- bzw. Tageszeiten.

Morgens um 3 Uhr, Morgens vor dem Frühstück, dann etwa 1 Stunde nach dem Frühstück, Mittags vor und eine Stunde nach der Mahlzeit, das gleiche Abends, und zur Nacht gegen 22 Uhr eine Messung. Den sonstigen Tagesverlauf bitte nicht verndern.

Weitere, wichtige Angaben zu Deinem täglichen Lebenswandel und Deinem Allgemeinzustand sind ebenfalls von Bedeutung. Alter, Gewicht, Größe, akute Erkrankungen sind dabei wohl die wichtigsten Angaben. Fühlst Du Dich während des gantzen Tages irgendwie müde oder antriebslos und war das früher anders?

Diese Fragen gilt es zu beantworten. Ich selbst habe Diabetes und das wurde bei mir in 2005 festgestellt, nach dem eine einzelne Messung 436 mg/dl ergeben hatte, wurden bei mir die oben aufgeführten Profile erstellt. Dann stand erst fest, ich habe Diabetes Typ 2. Das bedeutet, ich produziere noch eigenes Insulin, es reicht aber nicht aus und wird nach dem Versuch einer Tablettentherapie nun mit Insulin erfolg- reich behandelt. Zum Vergleich, Typ 1 Diabetiker haben kein eigenes Insulin mehr und sind daher zwingend auf Insulingaben angewiesen. Insulin benötigt der Körper für den Stoffwechsel des im Blut befindlichen Zuckers.

Da mich nun auch interessiert, ob Dir meine Infos weiter helfen konnten, kannst Du ja in ein paar Tagen ein Feed back schreiben.

MfG:

CrheGvylaxdy


Also ich würde damit zum Doc gehen. Ich habe vor kurzem selber das durchgemacht. Ich hatte einen Nüchternwert von 113. Bei mir wurde dann ein Glucosetoleranztest gemacht. Nach 1 Stunde waren es dann 235 und eine weitere Stunde 195. Ergebnis: Diabetes Typ 2. Jedoch lag mein Langzeitwert bei 5,5. Somit benötige ich noch keine Medikamente etc. Habe aber einen Diabetikerausweis bekommen. Ich muß jetzt alle 3 Monate zur Kontrolle. Soll mich halt anders ernähren. Das mache ich auch seitdem. Abgenommen habe ich dadurch schon 4,5 kg (auch wenn ich vorher kein Übergewicht hatte). Aber schlimm finde ich es jetzt nicht. ;-)

B~ärentxatze


Hallo Robert,

Dein Beitrag ist sehr Informativ und hilf mir auch durchsus, die weitere vorgehensweise zu planen. Welche Einheit mir genannt wurde, kann ich leider nicht sagen, aber es hies, normal wäre ein Wert unter 100.

Ich bekomme jetzt ca. eine Stunde nach dem Frühstück noch mal gemessen und nach dem Mittagessen noch mal.

Da bei der letzten Blutabnahme der erhöhte Wert aber auch schon auffiel, wurde auch die Ladung der Blutkörper gemessen und da wäre wohl alles ok wesen und man sagte mir, das dies viel wichtiger von der Aussage her wäre.

E6bbuschxka


die Ladung der Blutkörper? Was soll das sein?

RqainSer8


Hallo Bärentatze,

[[http://www.diabetes.org/diabetes-basics/diagnosis/?loc=DropDownDB-diagnosis hier]] hast du mal die Diagnosekriterien für Diabetes schön aufgemalt. Dabei reicht es aus, wenn einer der Grenzwerte überschritten ist. Insofern hast du mit einem NBZ (FBG) von 123 mg/dl gerade so noch keinen Diabetes, wobei die 123 auch im Labor und nicht nur mit dem ungenauen Handmessgerät ermittelt werden müssten. Entweder du gehst zu deinem Doc und lässt den Laborwert ermitteln, oder du misst noch ein paar mal den Nüchternwert, um eine einmalige Falschmessung sicher ausschließen zu können.

Verabschiede dich mal schnell von der Vorstellung, dass der Diabetes beginnt, wenn eines der Diagnosekriterien überschritten wird. Du darfst dich lediglich erst dann Diabetiker nennen und wirst von deinem Doc behandelt. Die Entwicklung des Diabetes setzt schon sehr viel früher ein und du kannst auch schon sehr viel früher gegensteuern. Beachte bei deiner Ernährung die Menge und Qualität der KH (z.B. mit [[http://forum.logi-methode.de/ LOGI]]) und bewege dich möglichst viel. Dann hast du eine gute Chance, die Diabetesentwicklung zu stoppen oder wenigstens ganz stark zu verlangsamen.

Dass man für die Diagnose Diabetes deinen Lebenswandel und Allgemeinzustand mit berücksichtigen muss, so wie Robert es schreibt, ist falsch. Bei der Annahme, dass nur dicke und faule Leute Diabetes bekommen können und es bei den schlanken und sportlichen Typen nicht zu Diabetes kommen kann, handelt es sich lediglich um ein Märchen. Auch die von Robert beschriebenen Anzeichen treten erst auf, nachdem der Diabetes schon ziemlich weit fortgeschritten ist. So weit solltest du es nicht erst kommen lassen.

LG Rainer

C`hevylaxdy


Weitere, wichtige Angaben zu Deinem täglichen Lebenswandel und Deinem Allgemeinzustand sind ebenfalls von Bedeutung. Alter, Gewicht, Größe, akute Erkrankungen sind dabei wohl die wichtigsten Angaben.

Dann dürfte ich ja auch kein Diabetes haben. Ich liege mit dem Gewicht im absoluten Normbereich und Erkrankungen habe ich ansonsten auch keine. ":/

Beachte bei deiner Ernährung die Menge und Qualität der KH

:)z So hat man mir das auch gesagt. Ich verzichte jetzt z.B. am Abend komplett auf KH und esse morgens nur einen geringen Teil. Eher KH in Form von Obst. Mittags esse ich am Wochenende ganz normal. Obwohl ich sagen muß, dass wir eh noch nie besonders gerne zu Nudeln oder Reis gegriffen haben, dann eher Kartoffeln. Wenn Reis – dann halt mit reichlich Balaststoffen oder ebn Vollkornnudeln.

RXai4nerx8


Da bei der letzten Blutabnahme der erhöhte Wert (beim NBZ) aber auch schon auffiel, wurde auch die Ladung der Blutkörper gemessen und da wäre wohl alles ok gewesen und man sagte mir, das dies viel wichtiger von der Aussage her wäre.

Es ist nicht richtig, dass der Langzeitwert HbA1c (den meintest du bestimmt mit der Ladung der Blutkörper) aussagefähiger ist, als der NBZ. Beide Werte sind nur begrenzt aussagefähig. Deshalb sollte dein Doc bei Verdacht auf Diabetes aus einem der beiden Werte oder auch aus einem zufällig gemessenen hohen Wert den Zuckerbelastungstest oGTT veranlassen. Mit diesem Test kann der Diabetes am sichersten erfasst oder ausgeschlossen werden. Wenn dein Hausarzt sich damit nicht richtig auskennt und den oGTT verweigert, dann gehe am besten gleich zum Spezialisten, zu einem Diabeologen. Von dem wirst du umfassend auf Diabetes untersucht und gleich richtig behandelt.

Die Ernährungsumstellung und mehr Bewegung solltst du unabhängig davon in Angriff nehmen. Du kannst damit dein Risiko für Diabetes erheblich reduzieren.

LG Rainer

SBma?ragd&auge


Da der TE nach eigenen Angaben derzeit sein Höchstgewicht erreicht hat, seit Jahren schwer übergewichtig ist (über 100kg), und derzeit einfach nur unkontrolliert am Fressen ist (Zitat), kann ich mir vorstellen, dass er durch das ganz Körperfett eine Insulinresistenz aufgebaut hat.

Auch wenn man einen DM nicht an einem einzelnen Wert festmachen kann, so ist ein Nüchternzucker von 123 defintiv zu hoch. Den habe nicht mal ich, und ich gehöre zum Club der Typ2er.

Ein Arzt wird ihm raten, auf jeden Fall Gewicht zu reduzieren.

B$äre}ntatzxe


Das wird auch mein Ziel sein.

Ich arbeite schon seit Jahren an der Gewichtsreduzierung, leider ohne Erfolg, Ich habe momentan ein Übergewicht von 36 Kilo.

Ich habe jetzt ne Stunde nach dem Frühstück einen Wert von 162.

B=ären`ta^tze


Die Frage wäre natürlich, ob ich durch ein normales Fewicht wieder normalwert erreichen würde?

M$ei1stHer_ GlaBnz


Die Einheit wird zu 100% mg/dl sein. Mit 123 mmol/l würdest du nicht mehr schreiben. ;-) Nur am Rande.

Ich find den Wert ziemlich oben, wenn nicht sogar über der Grenze. Aber Genaueres sollte wirklich seriös mit mehreren Messungen und im Labor abgeklärt werden. Wichtig ist, dass du damit nicht zu lange wartest. Heisst nicht, dass du jetzt mit Blaulicht ins Krankenhaus musst. Aber sicher nicht mehr monatelang abwarten. Je früher du mit einer allfälligen Therapie beginnst, desto kleiner ist das Risiko, Spätfolgen davonzutragen. Alles Gute damit!

b'e.e'tle:juuice21


das kann sein, muss aber nicht, kommt drauf an wie gut sich deine Bauchspeicheldrüse erholt, ne Kristallkugel hat hier keiner ;-)

Ein einzelner Wert sagt echt nicht viel-... auch ne std nach dem Frühstück ist schon interessant zu wissen was an gegessen hat.

Oder auch warst du wirklich nüchtern? Nicht morgens schon irgendwas oder nachts statt wasser irgendwie saft etc... schon ist man nicht mehr nüchtern.

den OgTT würde ich dir aber auch ans Herz legen.. der ist einfach aussagekräftig, auch wenn der Graubereich davon (Insulinresistenz) dann wieder nur sagt, pass mit den KH auf und nimm ab wenns geht...

PS: für ne echte Insulinresistenz müsste man auch die Insulinwerte bestimmen beim OgTT das tun aber scheinbar ganz viele Ärzte gar nicht, sie nennen es dann nur so

Scmarag}daugKe


Ich arbeite schon seit Jahren an der Gewichtsreduzierung, leider ohne Erfolg

Wenn Du weiter unkontrolliert frisst, wirst Du neben Tabletteneinnahme irgendwann auch Insulin spritzen müssen, wenn das Gewicht dann weiter steigt (und mit Insulin geht das noch viel schneller, weil es anabol wirkt, wurde früher zur Schweinemast eingesetzt), wirst Du noch ein paar weitere gesundheitliche Probleme bekommen, so kommt eins zum anderen.

Wenn man einmal den Diabetes hat, wird man ihn nicht mehr los. Mit Diät und einem kontrollierten Gewicht kann man ihn beherrschen. Lässt man sich gehen, nimmt man weiter Schaden.

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