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Diabetes bei Freundin, was muss ich beachten?

S!iem_ensx07 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich hoffe das sich hier erfahrene Leute melden, weil das Thema für mich sehr wichtig ist.

Es geht darum, das meine Freundin schon seit einiger Zeit immer mal tiefe Werte hat und dann auch mal hohe Werte... also es gab mal nie eine Zeit wo es mal 1 Woche lang im normal Bereich war... sondern immer nur wenn dann für 3-4 Tage dann wieder up and down.

Sie hat sich ihr Insulin öfters beim Diabetologen einstellen lassen, dennoch ist es immer ein up and down dann wieder normal.

Ich muss hinzufügen das wir manchmal bisschen Fast Food essen, manchmal auch gesund... manchmal isst sie auch öfters mal Süßigkeiten... halt immer mal so im Wechsel... je nach Situation und wo wir gerade sind, Feste usw. wo man sich auch mal was gönnt oder Zuhause ein Eis.

Naja was mich gestern besorgt hat war das ihr Wert wieder richtig gesunken war auf 45 und es ihr sehr schlecht ging und ich hab ihr Traubenzucker und Cola gegeben, nach einer Weile ging es ihr wieder besser, nach 3 std hat sie dann korrigiert.

Naja so ein niedrigen Wert hat sie schon öfters gehabt und ich lebe halt mit der Angst, das wenn ich mal nicht da bin... das ihr dann was passiert und sie nichts mehr machen kann.

Es gibt viele Fragen die ich habe, weil ich mich mit Diabetis sehr wenig auskenne und vllt. Leute gibt die auch solche Probleme haben und es irgendwie in den Griff bekommen haben.

Was mir aber erstmal wichtig ist... wie ich vorgehen soll fals sie mal wieder einen niedrigen Wert hat. Also ich gebe ihr immer 4 Traubenzucker und sie misst dann immer nach 2std ob der Zuckerspiegel wieder steigt. Gestern war es so das der Zuckerspiegel nach 4 Traubenzucker von 45 nur auf 66 gestiegen ist... sie sagte zu mir sie muss noch mehr nehmen, ist das so richtig?

Ist es denn nicht so das der Blutzuckerspiegel langsam stunde für stunde immer höher geht? Oder ist es so das wenn der Blutzuckerspiegel langsam hochgeht, man noch mehr TZ nehmen sollte?

Ich mein dann gibt es doch die Gefahr wenn man zuviel nimmt, das man dann einen zu hochen BZ hat oder nicht? Das wiederrum muss ja korrigiert werden, aber man kann ja nicht immer da stehen und alle zwei std. nachschauen welchen BZ man hat.

Deswegen wollt ich mal wissen, das wenn man 2-4 Traubenzucker nimmt, man einfach erstmal abwarten soll, auch wenn der BZ langsam ansteigt oder man dann mehr geben sollte?

Und ich glaube das dieses up and down ihr ja mit der Zeit dann auch nicht wirklich gut tut oder?

Sie sagt zu mir immer, sie weiß selber nicht wovon das kommt, sie meint der Körper macht was es will. Ich habe aber manchmal das Gefühl, das sie irgendwas falsch macht... ich mein es gibt viele Diabetiker und bei denen ist es nicht so.

Was könnte sie denn tun? Gibt es vllt. bestimmte Test die sie machen kann um herauszufinden warum der Körper so reagiert?

Liegt es vllt. auch an der Ernährung? Sie sagt man kann eigentlich essen was man will, man muss halt nur immer richtig spritzen.

Wäre dankbar für hilfreiche Tipps.

Antworten
Sachnar~cThnäschvexn


Seit wann hat Deine Freundin Diabetes?

p5ra%xxa


Vor allen Dingen, müssten wir wissen, ob sie Typ 1 oder Typ 2 ist.

S;ieYmenxs07


achso hatte ich vergessen zu erwähnen... seit ihrer Jugend Typ 1

LSiveLrpxool


Gibt ihr zum Traubenzucker zusätzlich Brot mit Butter und Marmelade (langsam wirkende Kohlenhydrate). Der Traubenzucker hilft zwar schnell, ist aber auch schnell wieder weg. Die "langsamen" Kohlenhydrate halten länger, sodass die Werte nicht nach kurzer Zeit wieder absinken.

Ich kenne mich allerdings nur mit Hypoglyämiepatienten aus. Zum längerfristigen Umgang und den schwankenden Werte kann ich leider nichts beitragen.

S[maragRda5u1ge


Hm, auch wenn es jetzt etwas doof klingt - aber Deine Freundin ist doch sicherlich erwachsen und kennt sich mit "ihrem" Diabetes doch auch aus, oder?

Ich meine, es ist schön, wenn Du Dich dafür interessierst, und es ist sicherlich auch gut, wenn Du, wenn sie sich mal richtig "abschießt", ihr helfen kannst, aber im Endeffekt ist sie in allererster Linie für ihren DM zuständig. Sie kennt ihren Körper, sie kennt die Signale, die bei jedem etwas anders ist. Vielleicht machst Du Dir ja auch mehr Sorgen als sie selbst.

Hat sie auch eine Spritze für Glucagon? Ich hab das nie gebraucht, auch nie besessen, ich war auch noch bei ziemlich weit unter 50 voll "Herrin meiner Sinne" und konnte mich noch orientieren und aufrecht gehen, gezuckerten Saft trinken und so.

Aber ich weiß, dass Typ 1er sehr häufig (oder fast immer?) neben dem Insulin auch Glucagon bei sich haben. Wenn ja - hat sie Dir die Anwendung schon mal gezeigt? Soweit ich weiß (aus früheren Schulungen), gibt man das, wenn jemand so unterzuckert ist, dass er/sie sich nicht mehr selber helfen kann.

Sie sagt man kann eigentlich essen was man will, man muss halt nur immer richtig spritzen.

Das ist richtig. Wenn man das Insulin korrekt spritzt, kann man alles essen. Wichtig ist zu wissen, wie der Körper funktioniert und wie sich das Essen zusammensetzt (es geht nicht nur um KH sondern auch um Fette, die verzögern etc.)

eynigmaztic16x06


Wie alt ist sie denn ? Wenn sie zB noch mitten im Wachstum steckt, kann es ganz normal sein, dass es noch sehr schwer einzustellen ist. Und spritzt sie selbst oder trägt sie ne Pumpe ?

Gibt ihr zum Traubenzucker zusätzlich Brot mit Butter und Marmelade (langsam wirkende Kohlenhydrate). Der Traubenzucker hilft zwar schnell, ist aber auch schnell wieder weg. Die "langsamen" Kohlenhydrate halten länger, sodass die Werte nicht nach kurzer Zeit wieder absinken.

Seh ich auch so :)^ TZ ist gut, um relativ schnell wieder auf Touren zu kommen. Aber wenn ich in den UZ komme, bevorzuge ich persönlich eher die langsam wirkenden KH und nehme TZ zB nur dann, wenn mein BZ wirklich niedrig ist.

Was könnte sie denn tun? Gibt es vllt. bestimmte Test die sie machen kann um herauszufinden warum der Körper so reagiert?

Hm, ich hab ein paar mal sogennante Langzeit-BZ-Messungen mitgemacht. Das ist aber im Grunde nichts anders gewesen, als das über einen Zeitraum von ein paar Tagen stündlich BZ gemessen wurde. Teilweise auch mit Tagen, an denen ich gefastet habe, um zu sehen, wie sich das auswirkt.

Liegt es vllt. auch an der Ernährung? Sie sagt man kann eigentlich essen was man will, man muss halt nur immer richtig spritzen.

Ist auch größtenteils so. Nur muss man dann eben sehr gewissenhaft dahinter sein. Da gibts dann kein Stück Schokolade zwischendurch, bei dem man ohne spritzen auskommt.

Ich mein dann gibt es doch die Gefahr wenn man zuviel nimmt, das man dann einen zu hochen BZ hat oder nicht? Das wiederrum muss ja korrigiert werden, aber man kann ja nicht immer da stehen und alle zwei std. nachschauen welchen BZ man hat.

Ich befürchte doch. Bei mir ist momentan alles recht gut eingestellt (hat auch lange genug gedauert, aber daran war ich selber Schuld) und ich komm im Normalfall damit aus, vor den Mahlzeiten zu messen und vielleicht noch vorm Betgehen nochmal. Aber wenn es eben auf und ab geht, kommt man nicht drum rum, öfter zu messen. Nach Unterzuckerungen sowieso.

e<nigmaWtic160x6


@ Smaragdauge

Hat sie auch eine Spritze für Glucagon? Ich hab das nie gebraucht, auch nie besessen, ich war auch noch bei ziemlich weit unter 50 voll "Herrin meiner Sinne" und konnte mich noch orientieren und aufrecht gehen, gezuckerten Saft trinken und so.

Kenn ich von mir selbst. Als das mit dem Diabetes bei mir noch relativ frisch war ich mal bie knappen 25 :-o Hab ich kaum bemerkt und konnte selber noch gut gegensteuern. Dann kam ne Zeit, in der ich meine Krankheit sehr lange sehr sträflich ignoriert habe und mein BZ quasi dauerhaft zu hoch war (viel zu hoch). Da hatte ich dann teilweise schon bei Werten knapp unter 90 erste Anzeichen einer Unterzuckerung. Heute läuft es relativ gut und ich merke auch schon frühzeitig, wenn der Bz zu hoch oder nieder ist.

Aber ich weiß, dass Typ 1er sehr häufig (oder fast immer?) neben dem Insulin auch Glucagon bei sich haben. Wenn ja – hat sie Dir die Anwendung schon mal gezeigt? Soweit ich weiß (aus früheren Schulungen), gibt man das, wenn jemand so unterzuckert ist, dass er/sie sich nicht mehr selber helfen kann.

"Sollten" wir zumindest, ja :=o

S^marag|dauge


war ich mal bie knappen 25

:-o :-X

Ich wußte gar net, dass man da noch bei Besinnung ist.....

f$räulMein4 flaus_chig


Kommt glaube ich drauf an. Bei mir macht ein rasanter Abfall des BZ weniger Probleme, als wenn ich längere Zeit zB auf einem Wert von 50 bin. So war ich tlw noch bei Besinnung, als mein Messgerät "LO" angezeigt hat (meines misst bis 20), weil ich einfach viel zuviel gespritzt hatte. An anderen Tagen musste mein Freund mir Essen reinstopfen, als ich 50 hatte – weil ich das aber über längere Zeit habe hat irgendwann wohl mein Hirn ausgesetzt. Denke, man kann nicht so pauschal sagen bis zu welchem Wert man sich noch selbst helfen kann.

e-nigmgatijc16x06


:-o :-X

Ich wußte gar net, dass man da noch bei Besinnung ist.....

Mein Hausarzt war damals auch sehr verwundert ;-) (Meine Mutter hat mich damals zur Kontrolle gleich zum Arzt gefahren, war ja erst 10 und war meine erste, größere UZ)

Ich glaub wie fräulein flauschig aber auch, dass es da keinen Pauschalwert gibt.

Niaidxee


Einerseits finde ich es nett, dass du dich so kümmerst. Aber auch ganz schön befremdlich. Wieso musst Du was beachten, wenn sie krank ist? Wenn der Zucker so weit runter ist, dass sie nicht mehr handeln kann und Hilfe braucht, musst Du wissen, was zu tun ist. Aber ansonsten ist es doch ihr Problem, das sie lösen muss.

pzra xxa


achso hatte ich vergessen zu erwähnen... seit ihrer Jugend Typ 1

Dann läuft doch aber einiges schief. Wenn sie so lange Diabetiker ist, sollte sie doch vernünftig eingestellt sein.

Naja was mich gestern besorgt hat war das ihr Wert wieder richtig gesunken war auf 45 und es ihr sehr schlecht ging

Klar, 45 mg/dl sind schon niedrig, aber nicht so, dass es einem dabei sehr schlecht geht. Das sieht so aus, als ob deine Freundin, schlecht eingestellt wäre und sie dadurch schon bei solchen Werten, große Probleme bekommt.

Weißt du, in welchen Bereichen, sich ihr Blutzuckerspiegel bewegt?

Ich habe aber manchmal das Gefühl, das sie irgendwas falsch macht...

Das kann schon sein. Gerade Diabetiker, die Diabetes sehr früh bekommen haben, haben ein Schema, von dem sie nur schwer abweichen können oder wollen.

Es ist auch möglich, dass sie ein anderes Insulin braucht. Das kann manchmal Wunder bewirken.

Meiner Meinung nach, sollte sich deine Freundin, mal stationär einstellen lassen. Das dauert meist zwei Wochen und wird von den Krankenkassen übernommen.

M3eis7tgeyr_Gl:anxz


Schwankende Werte sind nicht gut, das stimmt. Wohl sogar schlechter als konstant ein wenig zu hohe Werte. Daran sollte sie arbeiten.

Zur Hypobekämpfung wurde ja auch schon das Wichtigste geschrieben. Die Kombination aus schnellen KH (zuckerhaltige Getränke, Saft, Traubenzucker, Gummibärchen) und langsamen KH (Schokolade, dunkles Brot) heben den Blutzucker und halten ihn oben. Hebt das den Zucker nicht wie gewünscht, muss man halt nachlegen. Ist der Zucker zu hoch, muss korrigiert werden. Allerdings würd ich nach einer Hypo moderat korrigieren.

Abschliessend schon auch noch die Bemerkung, dass das Ganze eigentlich ihr Job wäre. Wenn du sie unterstützt, ist das schön und nett. Aber klarkommen muss sie damit. Eine stationäre Neueinstellung wäre vielleicht wirklich sinnvoll.

egni-gmnatidc1606


@ praxa

Das kann schon sein. Gerade Diabetiker, die Diabetes sehr früh bekommen haben, haben ein Schema, von dem sie nur schwer abweichen können oder wollen.

Es ist auch möglich, dass sie ein anderes Insulin braucht. Das kann manchmal Wunder bewirken.

Das stimmt allerdings. Schwer beeinflusst auch noch von der Tatsache, wie sie generell mit ihrer Krankheit umgeht/klarkommt.

Wegen der Sache mit dem Insulin ja unter anderem auch meine Frage an den TE, ob sie spritzt oder ne Pumpe trägt. Ich hatte lange Zeit ne Pumpe und bin jetzt seit einem Jahr wieder auf das Spritzen per Hand umgestiegen und komme damit zB persönlich viel besser klar.

Dann läuft doch aber einiges schief. Wenn sie so lange Diabetiker ist, sollte sie doch vernünftig eingestellt sein.

Kann man so pauschal nicht sagen. Bzw klar, sie sollte eingentlich gut eingestellt sein, aber je nachdem, wie sie mit ihrer Krankheit umgeht, kann ihr auch die beste Einstellung eventuell nichts nützen.

Klar, 45 mg/dl sind schon niedrig, aber nicht so, dass es einem dabei sehr schlecht geht. Das sieht so aus, als ob deine Freundin, schlecht eingestellt wäre und sie dadurch schon bei solchen Werten, große Probleme bekommt.

Das kann man aber auch so pauschal nicht sagen – da reagiert jeder anders. Es gibt die, ddenen es mit nem Wert von 50 schon extrem dreckig geht. Aber auch solche, die mit 40 oder sogar noch weniger noch klarkommen und sich eventuell nur leicht zittrig fühlen.

Was mir aber hier abseits vom Thema noch irgendwie am Herzen liegt:

Abschliessend schon auch noch die Bemerkung, dass das Ganze eigentlich ihr Job wäre. Wenn du sie unterstützt, ist das schön und nett. Aber klarkommen muss sie damit. Eine stationäre Neueinstellung wäre vielleicht wirklich sinnvoll.

(Ich hab jetzt einfch mal Meister_Glanz Beitrag als Beispiel genommen, könnte naürlich auch genausogut einer der anderen sein). Natürlich sollte die Freundin ihren Diabetes auch allein im Griff haben, aber ich habe den Beitrag des TE's jetzt extra noch ein paar mal durchgelesen und finde da nirgendwo Anzeichen darauf, dass sie die Verantwortung für ihre Krankheit auf ihn ablädt. Er macht sich eben Sorgen um seine Freundin. Muss ihn da wirklich jeder für drauf hinweisen und sie ihn Abwesenheit kritisieren, dass das doch eigentlich bitte ihr "Job" ist ??? ":/ %-|

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