» »

Ich mache mir Sorgen um meinen Vater

_xParvAaxti_ hat die Diskussion gestartet


Mein Vater (63) hat schon ein paar Jahre Diabetes Typ 2 und hatte diesen mit Tabletten gut im Griff. Jetzt reichen aber die Tabletten nicht mehr aus und er muss seit 3 Wochen Insulin spritzen. Jedoch macht seitdem sein Zucker eine totale Achterbahnfahrt. Er spritzt sich immer direkt vor dem Essen. Macht er danach z.B. leichte Gartenarbeit dann geht der Zucker total in den Keller. Das Problem dabei: Er merkt es einfach nicht, wenn er unterzuckert ist. Dann kann es sein, dass sein Zucker dann auch einfach mal zu hoch ist, ohne, dass er sich das so wirklich erklären kann. Sein Langszeitzucker ist wohl auch zu hoch. Jetzt muss er laut Arzt mit Broteinheiten rechnen und das kotzt ihn an, weil das für ihn zuviel Aufwand ist. Meine Mutter ist übrigens auch schon total genervt, denn sie muss ja letztendlich das Essen kochen und auch das essen, was mein Vater ist, obwohl sie gerne mal was anderes essen würde. Meine Eltern sich eigentlich fast nur noch dauergereizt und lassen ihre Launen dann auch gerne mal an anderen aus.

Ein großes Problem bei meinem Vater ist auch die mangelnde Disziplin, was das Essen und bestimmte Genussmittel betrifft. Er muss ja letztendlich auf nichts verzichten, aber er schafft es einfach nicht, bestimmte Lebens- und Genussmittel, die für einen Diabetiker nicht gut sind, nur in Maßen zu sich zu nehmen. Beispiel: Er isst gerne Brot. Da meine Mutter aufpasst, dass er da nicht zu viel davon zu sich nimmt, isst er es gerne auch mal am Abend heimlich. Oder: Wenn ich mal bei meinen Eltern zu Besuch bin und meine Mutter hat einen Kuchen gebacken, dann haut er auch oft (nicht immer) voll rein. Da kommts dann manchmal vor, dass er mehr isst als ein Nicht-Diabetiker. Gerne schlägt er zu, wenn die anderen am Tisch durch Gespräche abgelenkt sind und nicht mitbekommen, was er zu sich genommen hat. Belehrt man ihn, doch bitte nicht zu viel Süßes zu essen, dann lacht er nur und isst trotzdem oder er schmollt dann rum wie so ein kleines Kind.

Ein weiteres Problem ist sein Alkoholkonsum. Vor ein paar Jahren waren es gerne mal 1 Liter Wein und 3 Flaschen Bier jeden Tag. Als er dann sogar noch eine weitere Flasche Bier dazu nehmen wollte, hat meine Mutter ein ernstes Wort mit ihm geredet. Er hat dann den Alkoholkonsum reduziert. Meiner Meinung nach aber nicht genug. Heute sind es immerhin noch 3 Flaschen Bier am Abend und das jeden Tag. Ich habe jetzt erst wieder gelesen, dass man als Diabetiker mit Alkohol vorsichtig umgehen soll und eigentlich nicht mehr als 0,2 L am Tag zu sich nehmen sollte. Davon abgesehen, dass Bier ja auch nicht gerade wenige Kilokalorien hat. Und da mein Vater auch noch etwas Übergewichtig ist, ist das sicherlich auch nicht gerade gut.

Immerhin hat er sich durchringen können etwas Sport zu machen, aber 2x die Woche ist ja auch nicht gerade viel.

Aber ich verstehe einfach nicht, warum er das mit der Ernährung nicht gebacken bekommt. Ist das denn so schwer? Wie war das bei euch? Und wieso kann mein Vater nicht einfach mal auf den Alkohol verzichten oder noch mehr reduzieren? Kann man da schon von Abhängigkeit sprechen?

Vielleicht hat ja noch jemand den ein oder anderen Tipp...

Antworten
w%eiß[eblüxte


Hallo parvati,

mein Dad hat seit einigen Jahren auch Diabetes 2 und es war am Anfang recht schwer ihm beizubringen, dass er an seinem Lebensstil was ändern muss. Er fühlte sich nicht wirklich krank, nur ein wenig schlapp... die Zuckerkrankheit wurde eher zufällig entdeckt. Gerade dadurch war es sehr schwer ihn davon zu überzeugen, dass er nicht mehr alles essen darf. Auch er war anfangs sehr trotzig, reagierte genervt und wie ein Kleinkind. Was bei uns damals geholfen hat: Ich hab meinem Dad ne schöne Folienpräsentation gemacht und bin vor allem auf die Folgen von Diabetes eingegangen, habe ihm erklärt was genau bei ihm nicht funktioniert, wo seine Medis ansetzen, welche Rolle Insulin, Glucose, Glucagon usw spielen (bin vom Fach deshalb hatte ich das schnell, aber wenn dich ein wenig einliest hast die slides schnell beieinander).... ich habe ihm versucht auf einfache und anschauliche Art und Weise zu erklären was passiert, wenn er diesen einen Krapfen isst, den er so gerne mag. Mein Dad war damals ziemlich geschockt und seitdem er sich besser auskennt geht er mit seiner Krankheit ganz anders und vor allem verantwortungsbewusster um.

Spezielle Tipps kann ich dir nicht geben, da es vor allem mal dein Vater einsehen muss, dass er was ändern muss. Aber ich würde zB. auch deine Mam bitte keine Süßigkeiten mehr einzukaufen, die tun eh niemanden gut..und wenn sie sich mal ne Tafel Schoki genehmigen will, dann am besten nicht gerade vor den Augen deines Vaters. Auch Kuchen backen würde ich erstmal aufs weitere einstellen... klar doof, dass ihr alle da mitleiden müsst. Aber ich würde das erstmal so beibehalten, bis auch dein Dad ein wenig Einsicht zeigt. Auch beim Brot darauf achten, dass keine Weißmehlprodukte Zuhause sind, nur Vollkorn.

Darf ich fragen was deine Mam denn normalerweise so kocht, dass sie nun so genervt ist anders zu kochen? Bei uns Zuhause musste bei den normalen Hauptmahlzeiten jetzt nicht wirklich viel geändert werden, da meine Mam immer schon darauf geachtet hat gesund zu kochen. Klar weniger Kohlenhydrate, aber das sollte nicht so schwer sein. Es gibt mittlerweile tolle Kochbücher zum Thema, da kommt bestimmt auch deine Mam auf den Genuss. Vielleicht könntest da mal nachhelfen. Auf die Dauer für zwei verschiedene Dinge zu kochen halte ich für keine Dauerlösung.

Dann zum Übergewicht: das ist natürlich sehr kontraproduktiv bei Diabetes, auch da würd ich nochmal auf den oberen Absatz verweisen, ohne die Hilfe deiner Mutter sind die Herren alter Generationen leider schwer fähig da raus zu kommen. (ich gehe mal von meinem Dad aus, der kann gerade mal Nudeln kochen). 2x die Woche Sport ist sehr wenig. Wie alt ist denn dein Vater? Meine Eltern haben sich ein Heimrad angeschafft und die Tradition eingeführt, dass zu den Abendnachrichten mal 20 Minuten brav getreten wird. Samstag gehen die zwei nun immer fix ins Schwimmbad, das macht den beiden richtig Spaß. Sonntags geht mein Dad eigentlich fast immer wandern oder skifahren, je nach Jahreszeit. Gibt es vielleicht irgend einen Altherrenverein bei euch in der Nähe? Mein Dad geht 2x wöchentlich noch zum kegeln mit seinen Kumpels. Klar ist jetzt nicht DER Ausdauersport, aber immerhin etwas.

Was ich an deinem Beitrag aber wirklich als sehr sehr schlimm aufgefallen ist, ist der Alkoholkonsum deines Vaters. Diese Menge ist keinesfalls mehr normal. 1l Wein und 3 Dosen Bier pro Tag? Wie viele Promille hatte er denn da tagtäglich?? War er da nicht jeden Tag besoffen ??? Also wäre er mein Vater hätte er da null Chance das weiter durchzuziehen. Glaube mir ich hatte mit meinem Dad genug Diskussionen zum Thema Alkohol, ich glaube er hat mich tlw gehasst ;-D Wir haben uns darauf geeinigt, dass er am We und zu gegebenen Anlass ein Glas Rotwein trinken darf, aber kein Bier! Bier ist echt das Schlimmste was du als Diabetiker trinken könntest. Wie schauen denn die Triglyceridwerte deines Dads aus? Ich wills mir mal nicht ausmalen. Ich würde deinem Vater den Alk echt mal komplett verbieten und wenn er das nicht schafft, hat er da echt schon eine Abhängigkeit entwickelt (wobei ich daran gerade keineswegs zweifel). Was hat er denn für einen HbA1c?

Das wichtigste ist, dass er diese Umstellungen zu gut wie möglich in den Alltag integriert, die Lebensqualitt sollte nicht komplett eingeschränkt werden. Vielleicht anfangs die Dinge reduzieren und nach und nach komplett weglassen. Ahja was mir gerade einfällt: ich habe ein Backbuch mit Stevia Zuhause. Die Rezepte gelingen super. Zwar hast da immer noch viel fett drinnen, aber der Zucker ist schon mal nie in dem Maße vorhanden wie in einem herkömlichen Kuchen.

Ich wünsche euch viel Geduld, aber das wird schon. Alte Herren ändern nun mal ungern ihre Gewohnheiten, machen wir doch auch nicht gerne.

_MParMvatix_


Erst einmal vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag @:)

Was bei uns damals geholfen hat: Ich hab meinem Dad ne schöne Folienpräsentation gemacht und bin vor allem auf die Folgen von Diabetes eingegangen, habe ihm erklärt was genau bei ihm nicht funktioniert, wo seine Medis ansetzen, welche Rolle Insulin, Glucose, Glucagon usw spielen (bin vom Fach deshalb hatte ich das schnell, aber wenn dich ein wenig einliest hast die slides schnell beieinander).... ich habe ihm versucht auf einfache und anschauliche Art und Weise zu erklären was passiert, wenn er diesen einen Krapfen isst, den er so gerne mag. Mein Dad war damals ziemlich geschockt und seitdem er sich besser auskennt geht er mit seiner Krankheit ganz anders und vor allem verantwortungsbewusster um.

Ich muss sagen, ich habe mich auch schon sehr in das Thema rein gekniet und etliche Informationen an meine Eltern zukommen lassen, auch, was Ernährung etc. betrifft. Vieles wurde aber ignoriert. Auch mein Rat, mal eine Ernährungsberatung aufzusuchen wurde einfach nur belächelt. Meine Mutter wisse ja schließlich schon, was sie kochen müsse und außerdem reicht natürlich ein Tag Ernährungsberatung völlig aus. Dabei war das noch nicht mal eine richtige Diabetiker-Beratung, die da mein Vater mal mitgemacht hat.

Tja, und jetzt: Seit er Insulin bekommt muss er regelmäßig zum Arzt und zur Ernährungs- und Diabetiker Beratung und bekommt jetzt das gesagt, was ich schon längst wusste und ihn schon vor Jahren hab zukommen lassen %-|

Mein Vater und meine Mutter wissen natürlich auch schon lange, was Diabetes anrichten kann. Sie haben auch beide Angst vor Folgeschäden, dennoch hat es bei meinem Vater noch nicht so wirklich klick gemacht obwohl meine Mutter ständig das Gegenteil behauptet. Im Grunde hat mein Vater schon seinen Lebensstil geändert, aber es ist halt noch nicht genug und das habe ich auch heute erst wieder meiner Mutter am Telefon gesagt. Aber da wird dann halt rumgejammert, dass er doch eh schon auf so vieles verzichten müsste und man könne von ihm doch nicht noch verlangen sein täglich Bier am Abend zu nehmen oder seine geliebten Bratkartoffeln und und und.

Aber ich würde zB. auch deine Mam bitte keine Süßigkeiten mehr einzukaufen, die tun eh niemanden gut..und wenn sie sich mal ne Tafel Schoki genehmigen will, dann am besten nicht gerade vor den Augen deines Vaters.

Schokolade ist eigentlich das einzige, was mein Vater eh nicht isst. Aber meine Mutter achtet schon darauf, dass sie Süßes nicht unbedingt vor seinen Augen zu sich nimmt.

Auch Kuchen backen würde ich erstmal aufs weitere einstellen... klar doof, dass ihr alle da mitleiden müsst. Aber ich würde das erstmal so beibehalten, bis auch dein Dad ein wenig Einsicht zeigt.

Na gut, das wäre noch eine Idee.

Auch beim Brot darauf achten, dass keine Weißmehlprodukte Zuhause sind, nur Vollkorn.

Weißmehl kommt bei meinen Eltern nicht ins Haus. Aber Brot ist halt generell ein Problem beim Zucker. Egal, ob nun Weißbrot, Mischbrot oder Vollkorn. Da reagiert mein Vater sehr sensibel darauf. Da meine auch der Arzt, dass mein Vater eher selten Brot essen sollte.

Darf ich fragen was deine Mam denn normalerweise so kocht, dass sie nun so genervt ist anders zu kochen?

Wenn ich so an die Zeit zurück denke, als ich noch bei meinen Eltern wohnte, da wurde halt viel mit Kohlenhydraten gekocht. Kartoffen, Nudeln oder Reis war immer dabei. Gern auch Bratkartoffeln oder Bauernfrühstück, weils halt schnell geht. Am Wochenende war dann halt auch mal der ein oder andere deftige Braten dabei. Es wurde auch hin und wieder was mit diesen Maggi-Fix Zeug gekocht. Meine Mutter hat auch oft die selben Sachen gekocht und kaum was neues gewagt.

Als ich ausgezogen bin, bin ich von dieser Arzt der Ernährung ganz schnell weg gekommen. Ich habe dann das Kochen für mich entdeckt. Ebenso mein Mann, der sich vorher auch nich gerade gesund ernährte. Er hat am meisten davon profitiert indem er über 20 kg nur durch die Ernährung abnahm.

Ich habe meiner Mutter schon viele Rezepte zukommen lassen. Aber das wurde halt oft ignoriert. Jetzt scheint sie dafür etwas offener zu sein, da sie seit März in Altersteilzeit ist und genügend Zeit hat. Aber als sie noch arbeiten war, hatte sie halt ständig irgendwelche Ausreden. Sie hätte keine Zeit zum kochen und auch keinen Nerv neues auszuprobieren. Dabei habe ich ihr aus dem Grund nicht so aufwendige Rezepte zugeschickt.

Mein Vater ist leider auch etwas mäkelig. Er isst halt gerne deftig. Von Gemüse hielt er noch nie viel. Obstesser ist er auch nicht so wirklich. Kurioser weise hat er da am meisten Angst. Obst sei ja sooo schädlich bei Zucker. Was eigentlich totaler Quatsch ist. Sicher, kann er auch Obst essen, wenn auch nicht gerade viel.

2x die Woche Sport ist sehr wenig. Wie alt ist denn dein Vater?

Mein Vater ist 63. Gut, zurzeit hat er etwas mehr Bewegung (viel Gartenarbeit), weil er wegen der Zuckereinstellung krank geschrieben ist. Aber sonst ist die Bewegung eher dürftig. Das Problem ist auch, wenn er arbeiten ist fährt er früh um 6 Uhr los und kommt am abend gegen 17/18 Uhr wieder heim. Er hat immer eine sehr lange Wegstrecke. Er hat dann am Abend eben nicht mehr so den Nerv Sport zu treiben. Er geht auch nur ins Fitnesstudio oder mal am Wochenende etwas wandern oder macht Gartenarbeit. Aber mal zu Hause etwas machen z.B. Gymnastik, Hanteltraining u.ä., dazu kann er sich einfach nicht durchringen. Er kommt sich dabei einfach blöd vor. Frag mich nicht warum %-|

Gibt es vielleicht irgend einen Altherrenverein bei euch in der Nähe?

Keine Ahnung. Wäre aber sicher auch mal eine Idee.

Was ich an deinem Beitrag aber wirklich als sehr sehr schlimm aufgefallen ist, ist der Alkoholkonsum deines Vaters. Diese Menge ist keinesfalls mehr normal. 1l Wein und 3 Dosen Bier pro Tag?

Wie gesagt, das war vor wenigen Jahren so. Aber jetzt ist er bei 3 Flaschen Bier am Abend, was meines erachtens aber auch noch zu viel ist. Erst recht in seinem Zustand.

Wie viele Promille hatte er denn da tagtäglich?? War er da nicht jeden Tag besoffen ???

Über die Jahre gewöhnt sich der Körper an diese Mengen. Da wirkt man nicht mal mehr besoffen. Es gab Zeiten, da habe ich ihm regelrecht die Bierflasche aus der Hand gerissen. Dann ist er richtig verbal aggressiv geworden. Aber wie gesagt, nur verbal. Geschlagen hat er seine Kinder und meine Mutter nie. Das wäre ja dann auch noch der Gipfel des Eisberges gewesen.

Wie damals ist es aber heute auch noch so, dass er Alkohol zum Stressabbau verwendet. Er braucht es einfach. Er kann einfach nicht darauf verzichten. Klar, es gibt Abhägige die trinken wesentlich mehr. Aber ich denke nicht, dass eine Abhängigkeit zwingend etwas mit der Menge an Alk zu tun hat. Bei ihm ist es wohl eher eine psychische Abhängigkeit. Ohne etwas Alkohol fühlt er sich einfach nicht gut. Im Grunde weiß auch meine Mutter, dass er ein Problem hat, aber sie verschließt die Augen. Würde ich jetzt zu ihr sagen, er wäre abhängig, dann würde sie mir nur den Vogel zeigen.

Bier ist echt das Schlimmste was du als Diabetiker trinken könntest.

Meine Rede. Aber sag das mal seiner Ernährungsberaterin. Sie hält Bier für nicht so schlimm. Aber, wenn sie wüsste, wie oft und wieviel Bier mein Vater trinkt...

Wie schauen denn die Triglyceridwerte deines Dads aus?

Was hat er denn für einen HbA1c?

Zu den Werten kann ich nichts sagen. Die weiß ich nicht.

Ahja was mir gerade einfällt: ich habe ein Backbuch mit Stevia Zuhause. Die Rezepte gelingen super. Zwar hast da immer noch viel fett drinnen, aber der Zucker ist schon mal nie in dem Maße vorhanden wie in einem herkömlichen Kuchen.

Ich habe selbst Stevia zu Hause. Aber selbst, wenn man damit bäckt, bei Teigwaren ist halt auch immer Weißmehl dabei. Zwar bleibt hier der Haushaltszucker weg, aber trotzdem.

Ich habe meinen Eltern auch schon den Vorschlag unterbreitet mal mit Buchweizen zu backen oder zu kochen. Das soll ja für Diabetiker unbedenklich sein.

RraiDnexr8


Hallo Parvati,

gehe ganz kleine Schritte, zu mehr hast du sowieso keine Chance. Ich würde spontan bei den zwei größten KH-Posten: Brot und Bier ansetzen. Empfehle ihm Eiweißbrot und Diätbier. Nicht dass ich das Eiweißbrot mag, aber wenn man von Brot nicht wegkommt, dann ist es das kleinere Übel. Das selbe gilt für Diätbier, das mit seinem geringeren KH-Gehalt den BZ weniger ansteigen lässt. Der Alkohol muss dann eben bei seiner Einstellung berücksichtigt werden, dann dürfte er keine Probleme machen.

Wenn dein Vater gerne deftig isst, dann wäre vielleicht das Kochen und Braten mit mehr Fett sinnvoll. Dazu must du ihm dann aber unbedingt beibringen, dass er im Gegenzug nur wenig Kartoffeln, Nudeln, ... essen darf. Ich kann mir vorsellen, dass er so eine Änderung gerne mitmacht.

Hat er denn schon diabetische Folgeschäden? Wie sieht es mit seinen Füßen aus?

m,ariQon baus( wixen


ich versteh deine sorge-ist schlimm,mit anzusehen,wenn sich wer zugrunde richtet-überspitzt ausgedrückt.dein vater ist ja aber durch doc+durch dich informiert,wie er es angehen sollte.wenn er es dann doch nicht tut,ist das seine entscheidung.

ich habe auch DM2,bin ein spürchen jünger wie dein papa-hab allerdings gute werte,lebe KH-reduziert,und habe abgenommen,mache nochmehr bewegung als früher.

aber wenn dem nicht so wäre,würde ich mich heftigst wehren,wenn mein sohn sich da einmischen würde.

du kannst nicht mehr machen als informieren,ihm wege aufzeigen,die besser wären.

ob er es annimmt,das muss er entscheiden.

-auch wenns für dich schwer ist+oft sein verhalten nicht nachvollziehbar.

_wPa<rQva1ti_


@ Rainer

Dass mit dem Diätbier ist sicher eine gute Idee. Was das Eiweißbrot betrifft... na gut, mag gut für den Zucker sein, aber es enthält eben auch viel Fett und hat auch wesentlich mehr Kilokalorien als normales Brot. Außerdem muss man ja auch vorsichtig sein mit Eiweß. Zuviel ist da auch nicht gut, vor allem für Diabetiker und erst recht für die, die schon Nierenschäden haben. Hat mein Vater aber zum Glück nicht. Dann doch lieber mit Buchweizen selbst was backen. Das hat aber auch so seine Tücken auf Grund des fehlenden Klebeeiweißes. Buchweizen hat zwar auch Kolenhydrate, so wie normales Brot, aber Buchweizen soll eher Blutzuckerregulierend wirken, also nicht zu einem Anstieg führen. Müsste man mal austesten.

Hat er denn schon diabetische Folgeschäden? Wie sieht es mit seinen Füßen aus?

Ich weiß nicht, ob man das Folgeschaden nennen kann, aber er hatte die letzten Monate immer wieder mal Ausschlag am Körper. Der Arzt meinte, das käme vom Zucker. In letzter Zeit muss er auch sehr oft aufs Klo Wasser lassen. Und seine Füße... na ja, da weiß man nicht so wirklich, obs vom Zucker kommt... Mein Vater hat rund um den Knöchel ganz viele blaue, sichtbare, kleine Äderchen. Auf die Entfernung sieht es aus wie ein Bluterguss und wirkt auch leicht geschwollen die Stelle.

@ marion aus wien

Im Grunde mische ich mich da auch nicht so arg ein. Oft hat mich ja meine Mutter dazu beauftragt mich mal über das ein oder andere zu Informieren und ihr zukommen zu lassen. Aber da halt meine Mühen oft für die Katz waren, habe ich das dann auch sein lassen.

Direkt etwas meinem Vater sagen tu ich dann letztendlich nur, wenn mein Vater mal wieder ein Stück Kuchen zu viel isst oder wieder mit dem Alk über die Strenge schlägt. Sonst rede ich mit ihm kaum über die Krankheit, wenn dann eher mit meiner Mutter. Weil ich weiß, dass mein Vater noch eher auf sie hört.

m7arioin auHs wien


es geht beim diabetes in erster linie um die KH,weder ums fett noch um die kalorien

eiweiss ist wichtig

die fett+eiweiss-"phobie"die noch in vielen köpfen rumgeistert ist nicht mehr aktuell

und dick wird man von den KH nicht vom fett

wenn dein vater gern was lesen mag,da vielleicht offener ist,als vom kind was anzunehmen,würd ich folgende bücher empfehlen

Stopp-Diabetes-Raus-Insulinfalle-LOGI-Methode

Stopp-Diabetes-Das-Praxisbuch-Bewegungsplänen

Mehr-Fett-brauchen-gesund-schlank

sichtbare kleine äderchen am fuss haben nix mit dem diabetes zu tun,das haben viele ältere leute,ohne krank zusein

das oftmalige wasserlassen zeigt aber,dass er nicht gut eingestellt ist,und sein BZ-haushalt durcheinander ist

schäden am fuss,an den beinen zeigen sich durch offene stellen,die durch mangeldurchblutung entstehen+nicht verheilen.das kann wirklich bis zur amputation führen

buchweizen wird die lage nicht verbessern,es hat sicher ähnliche menge an KH wie andere körndln-

bzeetlejxuice21


Vor allem sollte man nicht versuchen nen Menschen von 0 auf 100 umzupolen in so kurzer Zeit.

Mein Vater ist in gleicher Situation mit 73... ok der muss noch nicht spritzen, mal sehen wann... und da werden auch Werte toleriert die sonst wohl nicht ok wären...

Man muss das alles auch etwas im verhältnis sehen.

Klar wäre gar kein bier besser, aber besser KH reduziert als normales... ihm jetzt jegliches Brot zu streichen, sowas ist doch viel zu krass... auch Diabetiker dürfen KHs essen erst recht wenn sie schon spritzen...

Vielleicht hilft ihm das BE rechnen ja dann auch, wenn er merkt, dass er weniger eingeschränkt ist, stattdessen eben eine IE mehr spritzt.

Und wenn man überlegt ab nem gewissen Alter sind langzeitschäden von Diabetes eben kaum mehr relevant weil dann die normalen Alterserscheinungen eh da wären.

Bei nem Kind mit Typ 1 natürlich was anderes, oder wenn man erst 50 ist...

Ich hab z.b. akzeptiert das mein Vater sagt lieber 10 schöne Jahre als 20 unter ständiger Diät. Seine Entscheidung.

_=P%arvaTtix_


und dick wird man von den KH nicht vom fett

Das ist nicht ganz richtig. Man wird dick, indem man mehr Kalorien aufnimmt, als man verbraucht. Da ist es erst mal egal, ob die Kalorien vom Fett oder von den Kolenhydraten kommen. Und da mein Vater nun mal auch Gewichtsprobleme hat, muss er da schon aufpassen.

wenn dein vater gern was lesen mag,da vielleicht offener ist,als vom kind was anzunehmen,würd ich folgende bücher empfehlen

Danke für den Tipp. Werde ich mal weiter leiten.

buchweizen wird die lage nicht verbessern,es hat sicher ähnliche menge an KH wie andere körndln-

Ja, Buchweizen hat ähnlich viel Kohlenhydrate wie normales Getreide. Man muss aber auch bedenken, dass Buchweizen nur ein Pseudogetreide ist und daher auch kein Korn sondern eine Frucht! Und es gibt Studien, die besagen, dass sich Buchweizen günstig auf den Blutzuckerspiegel auswirkt, aufgrund des hohen Anteils an Chiro-Inositol. Allerdings muss man es dann auch erst mal über mehrere Tage essen, damit überhaupt ein Effekt erkenbar wird.

Es wird sogar vermutet, dass Buchweizen sogar den Ausbruch von Diabetes verhindern könnte, wenn man regelmäßig Buchweizen verzehrt. Allerdings weiß man noch nicht, wieviel man überhaupt davon essen muss, damit ein positiver Effekt eintritt. Die Forschung steckt da noch in den Kinderschuhen.

bnee=tlej9uice2x1


Und das mein ich, käme ich meinem Vater nun mit stricktem Kartoffel und Brot Verbot und zusätzlich noch mit Buchweizen (das fressen doch nur Tiere... grins *o Ton*) der würde mir nen Vogel zeigen.

Da kann man nicht mit der brechstange heran, egal wie gut man es meint...

Und klar ist die Kalorienbilanz im Endeffekt wichtig für ne Zu oder Abnahme, aber für den BZ ja nicht.

Wenn dein Vater soviele Baustellen hat, dann muss man erst recht ganz langsam da ran.

h)iGkl<e?inexs


Aus eigener Erfahrung: Wenn ein kranker Mensch informiert ist und dennoch nicht nach "Regel" lebt, dann kann und darf man ihn nicht dazu zwingen. Außerdem stellt sich (bei Älteren) die Frage, ob sie nicht das Recht haben, sich selbstmächtig für Brot (Beispiel) und gegen eine viel längere Lebenszeit zu entscheiden.

Ich denke, die Folgen werden ihm doch klar sein. So hart es klingt: er ist erwachsen und hat das Recht dazu, sich unvernünftig zu verhalten.

Und falls es von Interesse ist: Ich bin als Kind eines Typ1-Diabetikers aufgewachsen. Ich weiß aus Anschauung, wie amputierte Beinstümpfe und zerstörte Finger aussehen.

_oParvvatix_


@ beetlejuice21

Vor allem sollte man nicht versuchen nen Menschen von 0 auf 100 umzupolen in so kurzer Zeit.

Das ist natürlich klar. Aber wie bereits erwähnt: Mein Vater hat schon mehrere Jahre Diabetes. Wann genau es anfing, weiß ich jetzt allerdings auch nicht mehr. Jedoch hatte er schon genug Zeit sich umzustellen.

Klar wäre gar kein bier besser, aber besser KH reduziert als normales... ihm jetzt jegliches Brot zu streichen, sowas ist doch viel zu krass... auch Diabetiker dürfen KHs essen erst recht wenn sie schon spritzen...

Wie gesagt, es verlangt ja auch keiner von ihm, dass er auf all die Dinge verzichtet. Ihm fällt es nur schwer, ein gesundes Maß zu finden. Das ist das Problem. Und gerade, wenn er auf Arbeit war, hat er viel Schnitten gegessen – Früh und Mittags. Am Abend gabs dann immer was warmes zu Hause und vor dem zu Bett gehen dann gerne noch mal eine Schnitte. Dass das einfach zu viel Brot ist, ist ja offensichtlich.

Und wenn man überlegt ab nem gewissen Alter sind langzeitschäden von Diabetes eben kaum mehr relevant weil dann die normalen Alterserscheinungen eh da wären.

Bei nem Kind mit Typ 1 natürlich was anderes, oder wenn man erst 50 ist...

Ich hab z.b. akzeptiert das mein Vater sagt lieber 10 schöne Jahre als 20 unter ständiger Diät. Seine Entscheidung.

Gut, mein Vater ist jetzt auch noch keine 70 oder 80 und er hängt auch sehr am Leben. Ebenso hat er auch Angst vor Krankheiten, vor allem vor Zuckerfolgeschäden. Er will ja auch was an seinem Lebensstil änden, aber andererseits kann er es rigendwie nicht so richtig.

bneetlsejuicOe21


Aber er kennt ja die Folgen? Und er versteht sie? dann ists halt wirklich seine Sache... da schadet zureden oft mehr als es nutzt.

Das er nicht beides haben kann wird er schon merken.

b[eetl?ejuiBc'e21


vor allem wenn er spritzt ists doch wirklich fast egal was er isst.... er muss nur wissen was er isst, oder ist er so eingestellt das er täglich das gleiche spritzt? das ist eigentlich sehr veraltet. Um BE rechnen wird er daher nicht herum kommen, wenn er essen will was ihm schmeckt.

_8Pa*rva}txi_


@ beetlejuice21

Und das mein ich, käme ich meinem Vater nun mit stricktem Kartoffel und Brot Verbot und zusätzlich noch mit Buchweizen (das fressen doch nur Tiere... grins *o Ton*) der würde mir nen Vogel zeigen.

Da kann man nicht mit der brechstange heran, egal wie gut man es meint...

Nochmal: Von einem Verbot redet doch niemand. es geht nur darum, den Konsum bestimmter Lebensmittel zu reduzieren und eventuell Alternativen zu finden.

Buchweizen hat mein Vater übrigens schon mal gegessen, als Brot und auch als Pfannkuchen. Ihm hat das sehr gut geschmeckt. Bei Brot ist dann eben das Problem, dass man halt auch die Zeit braucht, um es zu backen.

Und klar ist die Kalorienbilanz im Endeffekt wichtig für ne Zu oder Abnahme, aber für den BZ ja nicht.

Doch, das Gewicht ist auch für den Blutzucker wichtig. Sagen auch seine Äzte immer wieder.

Wenn dein Vater soviele Baustellen hat, dann muss man erst recht ganz langsam da ran.

Er hatte mehr als genug Zeit ;-)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Diabetes oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Stoffwechsel und Hormone · Übergewicht


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH