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Hoher Nüchternblutzucker, Angst vor Diabetes

CEhiYll;y9x3 hat die Diskussion gestartet


Hallo :-)

Schon seit meiner Kindheit plagt mich die Angst, an Diabetes erkranken zu können. Am besten erzähle ich mal meine Geschichte, denn aus den Ärzten werde ich einfach nicht schlau :=o

Also, meine Mutter entwickelte in der Schwangerschaft Schwangerschaftsdiabetes, der jedoch nicht mit Insulin behandelt wurde. Nach der Geburt ging sie eine Zeit lang regelmäßig zur Kontrolle und die Werte waren immer grenzwertig. Mittlerweile geht sie nicht mehr zum Arzt und ich gehe davon aus, dass sie mittlerweile Diabetes hat, aber das ist eine andere Geschichte %-|

Ich kam mit acht Jahren mit Diabetesverdacht ins Krankenhaus, da meine Blutzuckerwerte bei über 300 lagen. Allerdings litt ich unter einem starken Magen-Darm-Infekt und war völlig dehydriert. Ich bekam Insulin und eine Infusion und mir ging es besser. Außerdem gingen die Werte zurück. Nach drei Tagen waren die Werte fast normal. Allerdings lag mein Nüchternblutzucker wohl über der Norm. Es wurde ein oGTT (nennt man diesen Langzeittest so?) gemacht und dieser war total in der Norm, nur lag der NBZ wieder etwas über der Norm, bei 110.

Daraufhin hieß es, ich hätte keinen Diabetes, der Wert müsse aber regelmäßig geprüft werden. Eine Zeit lang war ich dann alle halbe Jahr beim oGGT, immer mit dem selben Ergebnis: Werte total in Ordnung, nur der Nüchternzucker etwas zu hoch. Der schwankte zwischen 100 und 110mg/dl.

Als ich älter wurde, hab ich zu Hause auch immer mal wieder gemessen und es kamen immer die selben Ergebnisse raus. Nüchtern etwas zu hoch, der Rest ist top. Meine neue Hausärztin versteht das überhaupt nicht, sagt aber, ich würde wohl mal richtigen Diabetes entwickelt :-( . Ein anderer Arzt meinte, ich hätte schon Diabetes %:|

Was ist denn nun los mit meinem Körper? Ich fühle mich pudelwohl, trinke eher deutlich zu wenig (Durst ist ein Fremdwort für mich^^) und gehe in 24 Stunden 4-5 mal auf die Toilette und produziere dabei nicht übermäßig viel Urin ]:D . Zudem bin ich absolut nicht übergewichtig.

Ich habe eigentlich immer die Angst im Hinterkopf, dass Diabetes ausbricht. Daher würde ich irgendwie gerne diesen blöden Nüchternblutzucker in den Griff kriegen.

Antworten
m_ari7on ausm wiexn


geh zu deinem doc und lass dir nen HBa1C wert abnehmen,wenn du besorgt bist.

der zeigt dir den durchschnittlichen blutzuckerverlauf der letzten ca 8 wochen an

es gibt auch die

Abnorme

Nüchternglukose (IFG) ≥110–<126 mg/dl

RAainaexr8


Hallo Chilly,

solange die BZ-Werte nach den Mahlzeiten bzw. nach 1 und 2 Stunden beim oGTT vollkommen in Ordnung sind und der Nüchternwert nicht laufend weiter ansteigt, kannst du mit den Werten gut leben. Vollkommen in Ordnung bedeutet allerdings, dass der BZ beim oGTT auch nach 1 Stunde unter 140mg/dl bleibt. Such mal die oGTT-Werte raus und schreib sie uns.

Um einer Diabetesentwicklung vorzubeugen solltest du dich Diabetesgerecht ernähren und möglichst viel Sport treiben. Für die passende Ernährung kann ich dir das Buch "Stopp Diabetes" wärmstens empfehlen. Besorg dir das am besten mal und lies es durch.

LG Rainer

R&ainKer8


Noch was, Chilly

das sieht bei dir sehr nach MODY-Diabetes aus, eventuell MODY-2. Mach dich darüber mal schlau und besprich es mit deiner Ärztin. Die Krankenhausepisode würde sich damit auch voll erklären lassen. Eindeutig feststellen lässt sich MODY nur mit entsprechenden Gentests. Die sind sehr teuer und bringen dir am Ende nicht viel Erkenntnisse für die Praxis.

Die meisten MODY-Typen verschärfen sich nur langsam. Wenn du deine Ernährung wie oben empfohlen umstellst, dann hast du gute Chancen, dass sich nie ein richtiger Diabetes daraus entwickelt. Das Risiko für SS-Diabetes (falls du weiblich bist) ist bei MODY allerdings sehr groß, der geht aber meistens nach der SS auch wieder zurück.

Du solltest wachsam bleiben, aber für große Angst besteht aus meiner Sicht kein Anlass.

LG Rainer

S:chljitzauxge67


Kann ich nur unterstützen mit dem Ratschlag, sich dann anders zu ernähren. Ich bin Diabetikerin und laufe mit einem Langzeitwert eines Gesunden daher, einfach nur durch eine strikte KH reduzierte Ernährung.

Meine Nüchternblutzucker sind auch immer bei 110, darunter kriege ich sie nicht, aber die höchsten Blutzucker gehen auch nicht höher als 135.

Komplett stabil. Man hat es selbst in der Hand, Ängste dazu muß man nicht haben. Ich finde es eher sehr beruhigend, dass ich es in der Hand habe, ob sich das weiterentwickelt oder ob ich mir Werte eines Gesunden schaffen kann, einzig über die Ernährung.

LOGI, LFHC sind meine Option und der Erfolg gibt mir persönlich Recht.

c~ra!zyanLgelxs


Hallo,

da mein Anliegen gerade zum Thema passt, schreibe ich mal hier rein.

Mein Vater hat Diabetes, somit liegt bei mir eine erbliche Veranlagung vor. Bei einer Blutuntersuchung wurde nun der Verdacht einer Diabetes bzw. Prädiabetes geäußert. Nach Anraten meines Hausarztes habe ich über einen Zeitraum von mehreren Wochen täglich mehrmals Blutzucker gemessen, u.a. nüchtern und 2 Stunden nach dem Essen.

Mein morgentlicher Nüchternblutzucker liegt fast immer zwischen 100 und 110, seltener zwischen 90 und 100.

Mein Langzeitblutzucker ist mit 5,7 lt. Arzt ok. Auch alle anderen Blutwerte (z. B. alle Cholesterinwerte) sind richtig gut – etwa in der Mitte der Spanne. Meine Tagesblutzuckerwerte lagen mit 110 – 130 im Normalbereich.

Das ist sicherlich meiner Ernährungsumstellung auf Glyx/Logi mit schon ordentlicher Gewichtsabnahme zu verdanken. Glyx/Logi sind auch nach Ansicht meines Arztes perfekt um mein Problem in den Griff zu bekommen und ich fühle mich richtig gut damit :)z

Sündigen tue ich selten, weil ich das einfach nicht brauche. Neulich musste ich die eigentliche Mittagsmahlzeit auf den Abend verlegen und hab Nudeln mit Gemüse beim Italiener gegessen. Und siehe da, am nächsten Morgen war mein Blutzuckerwert bei 95. Wenn ich abends auf Kohlenhydrate weitestgehend verzichte, dann ist er morgens über 100. Ich finde das recht seltsam.

Gestern nun hab ich einen neuen Versuch gestartet und mir am Abend ein Glas Apfelschorle gegönnt. Heute morgen war mein Blutzucker bei 96.

Hat jemand dafür eine Erklärung, denn ich versteh das nicht – trotz Kohlehydrate am Abend, Nüchternblutzucker morgens (nahezu) normal.

Denn eigentlich erscheint mir das unlogisch. Ich wüsste einfach gerne Bescheid, denn wenn möglich, möchte ich dem ]:D noch mal von der Schippe springen und den Diabetes verhindern bzw. zumindest noch einige Zeit hinauszögern.

Bin schon gespannt auf eure Antworten.

c%razyKanHgels


Noch ein kleiner Nachtrag:

Unlogisch für mich ist, dass der morgenliche Nüchternblutzucker beim abendlichen Genuss von Kohlehydraten besser ist, als bei einer Eiweißmahlzeit.

mWarionu aus wixen


das kann man nicht so sagen-zwischen 96 und 110 ist nicht so viel um.das sind eigentlich recht normale schwankungen.bin selber diabetikerin,mein nü-bz ist auch oft höher als die nachessenswerte.und egal wann,ob und was ich abends esse,kann der nüchternwert von 95 und 125 schwanken.hab früher oft gemessen,auch aufgeschrieben wann ich was gegessen hab+keine zusammenhänge erkennen können.

R_eethxa


Hallo, meine Frage geht in eine ähnliche Richtung.

Bisher hatte ich immer einen normalen HbaC1-Wert. Bei der letzten Blutuntersuchung war dieser Wert grenzwertig und als ich öfter mal einen BZ-Test gemacht habe, stellte ich fest, dass mein Nüchternzucker häufiger über 100 mg/dl ist.

Ich weiß, dass ich ein "Risikopatient" bin, was einen erhöhnten Blutzucker angeht. Meine Mutter wurde aufgrund eines zu spät erkannten Diabets blind, ich bin übergewichtig und habe auch erhöhte Blutfettwerte.

Anfangs Mai bekam ich etwa 4 Wochen hoch dosiert Cortison - kann dies Auslöser für einen erhöhten HbaC1-Wert sein?

Momentan achte ich sehr auf eine kohlehydrat- und fettarme Kost - soweit das geht, denn ich bin auf eine Gemeinschaftsverpflegung angewiesen. Auch versuche ich mich mehr zu bewegen.

Was kann ich noch tun? Ab wann würdet Ihr einen Diabetologen befragen?

Gruß

M'eisterr_G>lanz


Ich würds im Auge behalten. Dein erhöhter HbA1c kann, wird vermutlich sogar mit der Cortisonbehandlung zusammenhängen.

Du kannst nun in einem Monat nochmals den HbA1c bestimmen lassen, um zu schauen, ob er wieder tiefer ist. Oder du gehst mal zum Arzt und machst einen OGTT. Je früher man einen Typ-2-Diabetes feststellt, desto früher kann man mit einer Therapie beginnen und desto kleiner sind die Risiken für Folgeerkrankungen.

Raai*ne,rx8


Hallo Retha,

das Cortison hat auf jeden Fall deinen BZ negativ beeinflusst und den HbA1c nach oben getrieben. Warte erst einmal den nächsten Wert ab, der könnte ohne Cortison wieder in Ordnung sein.

Eine KH-arme Ernährung ist vernünftig, um das Diabetesrisiko zu vermindern. Wenn du die KH reduzierst, brauchst du aber nicht auch noch das Fett zu reduzieren. Trau dich, die gesunden Fette zu dir zu nehmen, besonders auch gesunde Butter und sahne. Dann schmeckt dein Essen besser und du wirst besser satt. Deine Blutfette werden sich auch verbessern, insbesondere werden die Triglyceride und das LDL-/HDL-Verhältnis sinken.

LG Rainer

R;ee:tha


@ Meister_Glanz und @ Rainer8

Danke für Eure Antworten, das macht mir Mut! :)z

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