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Nochmal oGtt – Verunsicherung

A:nnama;riax29 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich habe schonmal in meiner Schwangerschaft wg. dem OGTT geschrieben, der negativ ausfiel, obwohl das Blutzuckermessgerät rel. hohe postprandiale Werte anzeigte (bis zu 150/160 mg/dl). Dies ist auch nach der Schwangerschaft so (1/2 Jahr her), sodass ein Kontroll-OGTT gemacht wurde, der mit den Werten 51-(163)-118 negativ ausfiel. Aus Interesse habe ich mit meinem Messgerät (Bayer Contour XT) mitgemessen und hatte VIEL höhere Werte (nämlich 82-188-151), die unterscheiden sich um 30 mg/dl zu den Laborwerten, was mich sehr verunsichert. Der Arzt sagte natürlich die Laborwerte seien verlässlicher, aber wie kann da so ein enormer Unterschied sein? Und ist 51 für einen Nüchternwert nicht ziemlich niedrig?

Der Test wurde in einer großen Klinik in einer großen Stadt gemacht, wo die Proben gleich verarbeitet wurden (kap. Vollblut und Hexokinase-Methode) und der Chefarzt schaute die Ergebnisse an und sagte ich habe weder Prä- noch Diabetes.

Mir kommt das alles dennoch komisch vor und ich frage mich, ob ich eine Kontrolluntersuchung bei einem anderen Spezialisten veranlassen sollte?

Zu m. Person: 33 J, w, 171 cm, 54 kg, habe das erste Mal durch oGTTs in den Schwangerschaften Bekanntschaft mit Blutzuckerwerten gemacht.

Ach ja, Langzeitwert war 5,6 %, sei i. O., aber ich finde ihn recht hoch...

Antworten
R]ainQerx8


Hallo Annamaria,

gehe einfach mal davon aus, dass deine selbst gemessenen Werte ungefähr stimmen. Auch mit diesen Werten bist du für deinen Arzt gesund oder wirst als ganz leichte Prädiabetikerin eingestuft. Kein Arzt, auch kein Spezialist wird dich mit diesen Werten irgendwie behandeln. Du wirst lediglich solche Schlagworte zu hören bekommen wie "gesund essen" und "Sport treiben".

Solche Sprüche brauchst du dir nicht anzuhören, das kannst du auch alleine tun. Sieh dir mit deinem Messgerät an, wie hoch der BZ bei den normalen Mahlzeiten ansteigt. Versuche so zu essen, dass er nach 1 Stunde nicht über 140 bzw. nach 2 Stunden nicht über 120 landet, dann verläuft dein BZ gesund genug. Die ganz strengen Werte von der SS brauchst du übrigens nicht einzuhalten, ohne dein Baby verträgst du mehr.

Wenn du für das Essen eine gute Anleitung haben willst, dann kann ich dir das Buch "Stopp Diabetes" sehr empfehlen. Es ist auch gut für Leute geeignet, die es gar nicht erst zum Diabetes kommen lassen wollen.

LG Rainer

A:nnaimar%ia2x9


Hallo!

Du meinst also, den selbst gemessenen Werten ist eher zu vertrauen als den Laborwerten ??? Das wäre doch aber fatal...!?

Wie auch immer, so einen Rat hatte ich "befürchtet". Das Problem dabei ist, dass ich mich grundsätzlich schon gesund ernähre und genug bewege. Sobald ich Süßes ganz weg lasse oder KHs reduziere, nehme ich ab und ich bin schon an der untersten Grenze des Idealgewichts...

Eine Zeitlang (einige Jahre her) habe ich mal LOGI-Ernährung gemacht, weil es "in" war und ich es probieren wollte, habe auch abgenommen, hatte immer weniger Haare auf dem Kopf und keinen richtigen Zyklus mehr...

t\he-mcavxer


Wenn die Proben gleich verarbeitet wurden, sind natürlich die Laborwerte weitaus verlässlicher – die Analyseautomaten werden schließlich täglich überprüft, was man von Deinem eigenen Gerät sicher nicht behaupten kann. Wenn Du Dir die Zuverlässigkeit Deines Gerätes ansehen willst, besorge Dir eine Testlösung (falls Du keine hast) und messe die mal.

I)sarxa


Hallo Zusammen,

Dazu möchte ich folgendes sagen:

Vor drei Jahren habe ich ein Blutzucker Gäret bekommen, nach 18 Monaten ein anderes Gäret. Die gemessenen Blutzuckerwerte waren sehr Unterschiedlich.

Mit dem ersten Gerät hatte ich im Durchschnitt um 20% höhere Werte, was mich sehr verunsichert hat. Den mit dem zweiten Gerät waren die Werte eigentlich normal.

Dann habe ich im Internet geforscht und da fand ich, dass solche Unterschiede ganz normal sind, deshalb wäre gut immer nur ein und dieselbe Gerät für die Messungen zu benutzen.

Wenn bei mir das Blut abgenommen wurde waren die Werte noch mal um 20% niedriger als mit dem zweiten Gerät zu Hause.

So lernte ich meine Angst zu überwinden.

Letztendlich was zählt ist der HbA1c Wert...

Liebe Grüße *:)

A5nnapmarixa29


Danke, ist interessant, dass andere auch diese Erfahrung gemacht haben. Bei mir sind die Unterschiede zum Labor ja ähnlich groß, wie du es beschreibst (20% weniger). Der Arzt sagte, das Gerät wird regelmäßig geeicht und ist zuverlässig. Komisch finde ich das trotzdem alles.

Wurde bei dir, Isara, Diabetes diagnostiziert?

Vielleicht werde ich nochmal zu einem anderen Labor gehen und den Wert abgleichen mit dem Gerät bzw. nochmal den HbA1c bestimmen lassen, dann kann man ja sehen, ob wieder so ein Unterschied ist. Dann muss ich nicht nochmal den ganzen Test machen...

Natürlich ist es richtig, sich ernährungstechnisch usw. entsprechend zu verhalten, was die Gesundheit generell angeht. Für mich wäre es psychologisch einfach wichtig zu wissen, ob ich nun was habe oder nicht...

tuhe-Ncaver


Messe mit einer Testlösung, dann weißt du's...

AGnn8amwariia29


Ja danke für den Tipp, muss sie ertmal besorgen. Aber, wenn die Testlösung zeigt, dass das Gerät richtig geht, bin ich immer noch nicht viel weiter, ob nun Labor oder Handmessgerät die echten Werte liefert...

Mseis)tepr_Glaxnz


Ich würd aufs Labor vertrauen. Die privaten Messgeräte geben halt nur Anhaltspunkte innerhalb der zugelassenen Toleranz. Das reicht für den Alltag idR. problemlos, aber für eine genaue Diagnose sollte man halt schon sicher sein.

t!he9-c1avexr


wenn die Testlösung zeigt, dass das Gerät richtig geht, bin ich immer noch nicht viel weiter, ob nun Labor oder Handmessgerät die echten Werte liefert...

Doch, bist Du: Die Glucosekonzentration in der Testlösung ist ja bekannt, also siehst Du, wie genau Dein Messgerät am wahren Wert dran ist.

R:ain%er8


Hallo Annmaria,

meine Standardantwort wäre auch gewesen, dass du dem Gerät von deinem Doc vertrauen kannst und dass dein Handgerät die Werte wahrscheinlich zu hoch anzeigt. Aber wenn dein Doc als Nüchternwert 51 gemessen hat, dann habe ich leichte Zweifel. Normal hält sich der NBZ bei Stoffwechselgesunden irgendwo zwischen 80 und 90 auf. Bei manchen ist auch generell niedriger, Werte bis 65 habe ich schon gesehen. Bei 60 hätte ich gerade noch so an die Korrektheit der Messung geglaubt, bei 51 aber nicht mehr. Warum dein Doc sich bei den niedrigen 51 nichts schlimmes gedacht hat, lässt sich wahrscheinlich damit erklären, dass bei seinem Gerät öfter mal so ein Wert rauskommt. Wegen dem Nüchternwert von 51 traue ich dem Ergebnis von deinem Doc nicht ganz, die richtigen Werte liegen vielleicht irgendwo dazwischen.

Du brauchst jetzt aber keinen neuen oGTT bei einem anderen Arzt zu machen, weil du daraus nichts wesentlich neues erkennen kannst. Dein BZ schießt bei der besonders hohen Belastung von der oGTT-Lösung ein kleines bisschen weiter hoch als normal und geht ein kleines bisschen langsamer wieder nach unten. Das siehst du an beiden Messreihen. Von einem Diabetes bist du ganz weit etnfernt. Wenn du dich gesund ernährst, dann wird er bei deinem normalen Essen nicht so hoch ansteigen und gesund verlaufen. Wahrscheinlich reicht bei dir schon aus, wenn du auf schnelle KH weitgehend verzichtest und häufig Vollkornsachen isst. Wenn nicht, dann kannst du ja moderat die KH ein wenig reduzieren. Wenn du anstelle der KH dann etwas mehr gutes Fett isst, dann dürftest du auch nicht zu viel abnehmen. Milchfett und insbesondere die Butter gehört übrigens definitiv zu den guten und wertvollen Fetten, daran brauchst du nicht zu sparen. Eine Ernährung mit viel Gemüse, das man sehr gut mit Butter verfeinern kann, ist schmackhaft und bestens geeignet, einer Diabetesentwicklung entgegenzuwirken. Das Sparen bei Brötchen und Kartoffeln wird bei dir definitiv keine gesundheitlichen Probleme hervorrufen - probiere es ruhig mal aus.

LG Rainer

A[nnamyar ia2x9


Rainer, danke für die Empfehlungen.

Das mit dem Nüchternwert kam mir ebenso wie dir spanisch vor. Ich werde auf jeden Fall eine 2. Meinung einholen.

Ich kenne die LOGI-Ernährung, dennoch ist sie schwierig für mich, da ich Milchprodukte nur in nicht allzu großen Mengen vertrage und Vegetarierin bin. Da bleibt nicht viel zu essen und ich weiß schon so manchmal nicht mehr, was ich noch essen soll...

Sobald ich KHs reduziere, werde ich überhaupt nicht satt, ich hab dann ständig einen flauen Magen und nachts (mein Baby weckt mich noch 1-3 x pro Nacht...) knurrt mir einfach nur der Magen, sobald ich ein paar Minuten wach bin.

Ich versuche schon mit mehr Olivenöl & co. zu kochen, aber wenn ich davon wieder zu viel esse, wird mir schlecht...

Ich habe leider auch oft das Gefühl "unterzuckert" zu sein, v. a. in der Stillzeit und ich stille meinen Sohn noch recht viel, Brei mag er noch nicht so/isst noch nicht so viel davon. Dann hilft nur, was "Richtiges" zu essen (nicht nur n Joghurt oder einen Apfel). Das habe ich immer dann, wenn ich wenig/schlecht geschlafen habe, wenn ich abgenommen habe (und das habe ich seit der Geburt definitiv) oder wenn ich stille (hatte ich beim 1. Kind auch). Daher fällt mir das zur Zeit besonders schwer!

RSainier8


Hallo Annamaria,

wenn dir die Umstellung der Ernährung zur Zeit besonders schwer fällt, dann lass es jetzt lieber sein und nimm es dir für später noch mal vor. Deine oGTT-Werte sind fast die einer Stoffwechselgesunden, auch wenn du deine selbstgemessenen Werte nimmst. Deshalb ist die Empfehlung, besonders auf die KH zu achten, vorsorglich zu betrachten. Ob du damit heute anfängst oder erst in ein oder zwei Jahren, das spielt dabei keine große Rolle. Ernähre dich erst einmal so, dass du und dein Kind sich damit wohlfühlen und starte den nächsten Versuch, wenn du nicht mehr stillst. Etwas Schlimmes passieren wird dir in dieser Zeit bei deinen noch ziemlich guten Werten höchstwahrscheinlich nicht.

Noch einmal zum Fett: Ich habe die Butter absichtlich hervorgehoben, weil sie ein besonders wertvolles Fett ist. Mit einem hohen Anteil an kurz- und mittelkettigen Fettsäuren ist das Milchfett gut verdaulich. Bei der Butter und bei gereiftem Käse treten die Probleme wahrscheinlich nicht auf, die du mit der Milch hast. Wenn du bisher eher fettarm gegessen hast, dann musst du die Fettmenge allerdings langsam steigern. Auch Eier liefern gutes Fett und wertvolles Eiweiß, davon kannst du ruhig jeden Tag eins essen. Deinem Kind tust du auf jeden Fall was gutes, wenn du nicht zu fettarm isst, das wirkt sich nämlich unmittelbar auf deine Milch aus. Probiere am besten mal ein bisschen was in dieser Richtung aus.

LG Rainer

A,nnVa(maQria29


Danke, Rainer, für die wertvollen Tipps, dann kann ich mir die Ernährungsberatung ja glatt sparen ;-)

Meine Symptome haben nichts mit dem Zucker zu tun, habe ich herausgefunden, bin grad beim Internisten in Behandlung.

GAD-Antikörper wurden auch gemacht und waren negativ.

Ich habe einen Termin im Oktober für eine Zweitmeinung, dann bin ich vllt. schlauer.

R`ain;erx8


@ Annamaria

Ich habe einen Termin im Oktober für eine Zweitmeinung, dann bin ich vllt. schlauer.

... und bis dahin bleibe ganz entspannt was deinen BZ betrifft. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der mit seinem fast normalen Verlauf für irgendwelche Probleme verantwortlich ist.

LG Rainer

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