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Eisenspeicherkrankheit - extrem hohe Zuckerwerte

E{hemaluiger MNutRzer "(#4392x61) hat die Diskussion gestartet


Hallo,

es geht um meinen Mann, der leider heute mehr als geknickt vom Doc zurückgekommen ist.

Er ist 36 Jahre alt, 198cm, 130 kg (aber nicht fett, er ist Handwerker und "braucht" diese Masse, sind auch größtenteils Muskeln).

Bei ihm wurde vor ca. 2 Jahren die Eisenspeicherkrankheit gefunden, daraus resultiert auch sein ständig erhöhter Zuckerwert und Eisenwert sowieso.

Er hat vor 1 Jahr den Zucker absolut unter Kontrolle gehabt, sich nur noch mehr als gesund ernährt (metabolisch) und dann mit der Zeit halt wieder "normal" zu essen angefangen, was bei uns jedoch nicht heißt, dass wir ungesund essen. Ich koche viel Gemüse, nicht oft Fleisch, es gibt kein Fast-Food und keine Fertiggerichte, fast nur Vollkorn/Dinkel/Roggen usw.

zum trinken eigentlich ausschließlich Wasser, ab und zu genehmigt er sich ein Bier oder ein Glas Wein.

Jetzt war er vor ein paar Tagen bei seinem Arzt aufgrund einer hartnäckigen Bronchitis. Dort wurde er dann gleich mal wieder durchgecheckt, u.a. Blut abgenommen.

Heute kamen die Ergebnisse - niederschmetternd:

Transferrin: 237 mg/dl

Eisen: 108 µg/dl

Cholesterin: 238 + mg/dl

Glucose (Zucker): 323 + mg/dl

Habe jetzt die (meines Erachtens) wichtigsten Werte genommen.

Sein Doc hat ihm jetzt zu Insulinspritzen geraten, das will er auf keinen Fall und sucht verzweifelt nach Wegen, dies zu umgehen...

Außerdem soll er zu einem Internisten um seine Organe durchzuchecken, da der Doc eine Entzündung irgendwo vermutet, da der Eisenwert und Zuckerwert so extrem hoch ist.

Hat hier jemand eine Erklärung für diese Werte?

Kann das wirklich Stress sein? Er ist selbstständig und ziemlich vielbeschäftigt, also Stress pur...

Vielen Dank für jede Antwort schon mal!

Antworten
B-en1itxaB.


Wenn er kein Insulin will, dann sollte er die Kohlenhydrate so gut es geht runterschrauben. Kein Brot, keine Süßigkeiten, Obst wenig, Gemüse sehr viel, um satt zu werden, mehr gesunde Fette essen.

Frühstück: englisch: Eier, Schinken, Bohnen, geräucherten Fisch,

150 griechischen Joghurt mit 30 g frisch gemahlenen Leinsamen (vorzugsweise gelber Leinsamen) 1/2 geschnippelte Banane oder anderes Obst, 30 g geröstete Sonnenblumenkerne ( hält 5 Stunden satt)

Mittags: Fleisch oder Fisch, riesige Portion Gemüse, besonders schmackhaft als GEmüsepfanne, Butter drauf zum Sättigen, braten in viel Olivenöl. Auf das Gemüse gerne Dukkah geben (Rezept mal googlen).

Abends sättigende Salate mit Grünzeugs, Ei, Fischwürfeln, Halloumi, Oliven, Kichererbsen aus dem Glas,, wieder mit Nusskernen obendrüber

Man(n) kann also super satt werden. Empfehlenswert ist die Ernährung als lchf (Forum), urgeschmack, LOGI, Paleo.

Satt werden kann man bestens.

Brotersatz: Heinrichknäcke...

Ich hatte auch solche hohen BZ Werte. Metformin, Insulin? Nein danke, geht auch ohne....mit dieser Ernährung schleiche ich bei höchstens mal 130 rum....

E'maxx


Hallo vienna84,

nach den allgemeinen Faustregeln hat dein Mann ca 68 kg Übergewicht über dem Idealgewicht. Damit ist die Ursache seiner Probleme im Prinzip schon geklärt.

Ich hatte vor ca. 4 Jahrzehnten bei ca. 10 kg Übergewicht einen schweren Herzanfall. Ein Internist stellte danach fest, dass ich wegen Übergewichtes ein angehender Diabetiker war. Er riet mir dringend, durch Beschränkung der Kalorienzufuhr abzunehmen und danach regelmäßig Ausdauersport zu betreiben. Alternativ müsste ich täglich Insolin spitzen.

Ich habe dann widerwilig 10 kg abgehungert und mühevoll mit Laufsport angefangen, an dem ich dann schließlich doch Freude gefunden habe. Nach einem Jahr gelang es mir, 10 km ohne Gehpause durchzulaufen. 10 Jahre später machte ich meinen ersten Marathon.

Inzwischen war ich bei meinem Idealgewicht. Vom übergewichtigen Vielesser und angehenden Diabetiker war ich zum idealgewichtigen Langstreckenläufer geworden. Für meine Ärzte bin ich setdem ein Vorzeigepatient. Ich bin jetzt Ü80 und laufe immer noch regelmäßig.

Für mich war das damals eine vollkommene Lebensumstellung. Zum Glück habe ich diese geschafft, was nicht leicht war. Ich wünsche deinem Mann und dir, das er das auch schafft. Wichtig ist dazu der eiserne Wille. Für deinen Mann ist das abzunehmende Paket allerdings vielfach größer als es bei mir damals war. Es ist für ihn aber auch möglich. Dazu gibt es bekannte Beispiele.

Ein Teilnehmer dieses Forums mit dem Namen speckle, hat in diesem Jahr schon ungegefähr 40 kg (von 130 auf 90 kg) abgenommen. (Du kannst seine Beiträge hier nachlesen). Für deinen Mann wäre die Rückkehr zum Normalgwicht sinnvollerweise ein Zweijahresprogramm.

Die Gewichtsabnahme müsste wohl mit der Kalorieneinschränkung angegangen werden. Dazu hat meine Vorschreiberin BenitaB. bereits Ratschläge erteilt. Außerdem ist zur Anregung der Fettverbrennung viel Bewegung an der frischen Luft eventuell auch durch Unterstützung mit Nahrungsergänzung L-Carnitin hilfreich.

Ich wünsche deinem Mann alles Gute. Insbesondere wünsche ich ihm, dass er die zur natürlichen Gesundung notwendige Lebensumstellung schafft.

Liebe Grüße

R[hel'ixa


1,98cm, 130kg = 68kg Übergewicht ???

akgnexs


Der Mann hat Hämochromatose, das kuriert man nicht mal so mit einer Ernährungsumstellung.

Aderlässe können die Eisenablagerungen aufhalten, aber wenn das Pankreas erstmal angegriffen ist, ist der Diabetes nur begrenzt reversibel.

Was sind CRP und Ferritin?

RMainVerx8


Hallo Vienna,

bei so hohen Werten wird es wohl zwangsläufig auf Insulin hinauslaufen. Ich würde an eurer Stelle nicht noch lange mit anderen Medikamenten rumprobieren und den Tatsachen ins Auge blicken. Je später er mit Insulin anfängt, desto komplizierter wird es. Eine KH-reduzierte Ernährung ist trotzdem sinnvoll und kann helfen, dass er mit wenig Insulin auskommt. Alleine reicht es aber auf keinen Fall aus.

Alles Guter für deinen Mann, Rainer

Edmaux


Was sind CRP und Ferritin?

CRP ist ein Entzündungswert (C-reaktives Protein).

Ferritin ist eine Form der Eisenablagerung im Körper.

a'gnexs


Ok, anders formuliert: Was sind seine CRP- und Feritinwerte?

mOusi$cufsm_65


Ich koche viel Gemüse, nicht oft Fleisch, es gibt kein Fast-Food und keine Fertiggerichte, fast nur Vollkorn/Dinkel/Roggen usw.

Auch Vollkorn sind Kohlenhydrate.... das also eher wieder reduzieren, Ernährung in die von Benita B. skizzierte Richtung umstellen.

Im übrigen dürfte Rainer wohl richtig liegen. Dein Mann sollte jedenfalls sofort anfangen, sich den Blutzucker selbst zu messen; der einmalige Wert vom Arzt ist wohl nur begrenzt aussagekräftig.

Vielleicht ist es möglich, kurzfristig einen Termin bei einem Diabetologen zu bekommen.

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