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Postprandiale Hyperglykämie

NJumbEerQ7x5 hat die Diskussion gestartet


Ich hätte folgende Frage:

Ich kämpfe jetzt mittlerweile seit zwei Jahren mit erheblicher Müdigkeit/Erschöpfung, oft Kopfschmerzen und Schmerzen an den Seiten des Kehlkopfes mit Engegefühl im Hals. Nachdem ich alle möglichen (mehrfach) Spezialisten durch habe wurde Diagnose Erschöpfungssyndrom/Burnout gestellt. Ich bin aber trotzdem noch mehr oder weniger arbeitsfähig. Tagesformabhängig. Gerade früh morgen merke ich deutliche Besserung nachdem Frühstück.

Jetzt wurde aber aufgrund eines erniedrigten Hab1c ein oGTT durchgeführt (Verdacht Insulinom).

Ergebnis

Zeit min glucose mg/dl Insulin uU/ml

0 69 3,9

30 115 25,4

60 70 26,9

90 39 9,2

120 52 12,0

150 58 10,0

180 48 3,0

210 50 1,8

240 51 1,4

270 44 1,1

300 60 1,4

Jetzt wurde aufgrund dieser Werte eine postprandiale Hyperglykämie diagnostiziert. Jetzt ist meine Frage kann durch diese Werte andere Ursachen z.B. Insulinom ausgeschlossen werden? Ich kann die Symptome auch nicht völlig durch die Einnahme von z.B. Traubenzucker beseitigen. Mir wurde jetzt aufgrund der Werte eine Diät verordnet: Keine Kohlenhydrate + 5 Mahlzeiten über den Tag verteil. Das habe ich aber schon davor gemacht.

Laut dem Endokrinologen ist da durch die Ergebnisse erklärt und ich solle die Psychotherapie abbrechen.

Psychater sagt: Quatsch das haben viele dadurch lassen sich die Symptome nicht erklären...

Was tun? Ich langsam ratlos was ich tun soll...

Alter 23

Größe 172

Gewicht 73 kg

Weitere Symptome: Brennende Augen, anfallsartig rot glühende Ohren, Knie und Hände (dort eher flächige rotfärbungen) und muskelkater ähnliches Gefühl in den Oberschenkeln.

Meine Fragen:

1. Sind diese Symptome durch eine postprandiale Hyperglykämie erklärbar?

2. Kann ein Insulinom ausgeschlossen werden?

3. Sollten noch andere Untersuchung basierend auf diesen Ergebnissen durchgeführt werden

Vielen Dank im Voraus!

Antworten
Cgerebbro


Da ich selbst Diabetiker bin sieht das schon nach einer permanenten Hypoglykamie aus. Die einzigen beiden vernünftigen Werte sind die um 30 und 60 Minuten. Alle anderen sind eigentlich zu niedrig.

Bei den Werten würde mir den ganzen Tag schwummerig sein und stellenweise schon ziemliches Zittern auftreten.

Anhand der Werte kannst Du definitiv davon ausgehen, dass Dein Körper zuviel Insulin produziert. Ob das jetzt ein Insulinom ist, wird Dir aber von der Ferne keiner sagen können.

PHlüscQhbiLest


Er schreibt von Hyperglykämie, du von HYPOglykämie, ja was denn nun?

HFolgerD69


Das habe ich mich auch gerade gefragt. Und die empfohlene Kohle(n)hydtratarme Ernährung würde ja eher zu Hyperglukämie passen, die Werte sprechen aber deutlich für Hypoglykämie.

P2lüsUchbixest


Wie müsste denn die Ernährung bei Hypoglykämie aussehen?

HGol0gerx69


Jedenfalls nicht kohlenhydratarm. Mir dämmert allerdings, dass die Empfehlung kohlenhydratarm eventuell sinnvoll ist, falls ein vermutetes Insulinom durch die Glucose erst getriggert wird und darauf mit einer überschießenden Insuliproduktion (Folge: Hypoglukämie) reagiert. Das kann dein Endokrinologe oder Diabätologe sicher besser beurteilen, ich halte mich da besser raus :-X

Pzlüschqbiesxt


Upps, der Thread ist vom 9.6.

Da wird sich der TE wohl nicht mehr melden.

C-ere\bro


Die Werte sprechen definitiv für eine Hypo, bei einer Hyper müssten die Werte ja erhöht nicht zu niedrig sein.

Aber das mit dem 09.06. habe ich auch erst später gesehen.

Die Theorie von Holger, wäre aber die einzig sinnvolle, wenn der Arzt bei Unterzucker eine Kohlenhydratarme Ernährung empfiehlt.

RyaiNnbe2r8


Hallo Plüschbiest und Cerebro,

das ist eine postbrandiale oder wie sie meist bezeichnet wird alimentäre Hypoglykämie, eine überschießende Insulinreaktion auf die Mahlzeit. Das "Hyper" in der Überschrift ist auf jeden Fall falsch. Auslöser kommen viele in Frage. Die Ärzte suchen meistens nur nach einem Insolinom und wissen dann nicht weiter.

Die Umstellung auf eine KH-arme Ernährung und mehrere kleine Mahlzeiten hilft deshalb, weil damit die Insulinausschüttung und dadurch auch die überschießende Reaktion reduziert wird. Außer dem falschen "Hyper" passt alles zusammen und kommt gar nicht so selten vor. Number75 ist auch ganz heftig betroffen, wenn der BZ sogar bis 39mg/dl runter geht. Man kann ihr nur dringend empfehlen, sich in einem der Bauchspeicheldrüsenzentren behandeln zu lassen, wenn die normale Bahndlung beim Endokrinologen zu nichts führt.

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