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Hochnormale Werte

S8tahl&hammexr hat die Diskussion gestartet


Hallo,

wie steht ihr denn zu hochnormalen Werten?

In anderen Foren gibt es User die Werte von bspw. beim NBZ über 90 als kritisch erachten, obwohl der Grenzwert ja 100 beträgt, quasi als Weg zum Prädiabetes.

Auch sind diese der Meinung, dass der BZ eines Gesunden niemals höher als 140 steigt, völlig gleichgültig was er zusichnimmt.

Ich habe zwar auch eine Studienarbeit gelesen, in denen BMI <25 und gesunde Menschen einer Studie unterzogen wurden und es tw. Ausreiser bis zu 180 gab nach Kohlehydratreichen Mahlzeiten, die dann aber beim 2 Stunden Wert wieder deutlich unter 140 waren.

Außerdem hab ich von der 140 / 120 / 100 (1h/2h/3h) Richtlinie gehört, aber je nach Essen wirkt sich der BZ anders aus.

Bspw. bei fettigen, Eiweißhaltigen, liegt der BZ nach ner Stunde bei 118, nach 2h bei 135 und nach 3 bei 111.

Und was bedeutet das nun, wenn der BZ je nach Speise höher ist als nach einer Stunde?

BZ-Automatik intakt, kaputt, gestört?

Klar, die Messgeräte sind recht ungenau, wenn man aber mal mehrere Wochen ein Profil macht, ist das schon aussagekräftig.

Ist das ganze eher eine Glaubensfrage?

Antworten
gFal`axys


Einzelne Werte sind nicht sehr aussagekräftig.

Sollte man täglich messen und immer einen NBZ von um die 100 haben, dann ist das schon eine Tendenz und ein Zeichen, dass man die Ernährung überdenken sollte. Generell schadet es nicht, Abends die Kohlenhydrate zu reduzieren, bzw längere Zeit vor dem Schlafengehen zu essen und nicht knapp davor. Leute die Nachts noch literweise Softdrinks und Süßigkeiten zu sich nehmen, die haben dann auch einen etwas höheren NBZ in der Früh.

Wie immer in der Medizin gilt aber auch beim Blutzucker, jeder Mensch ist anders. Ein BZ über 140 nach dem Essen ist schon möglich, auch bei Gesunden. Bei manchen fällt der Blutzucker vielleicht auch nicht ganz so schnell wie bei anderen. Und vom Essen hängt es auch ein wenig ab.

Und wie du schon geschrieben hast, die Geräte können Schwankungen aufweisen. Da können 3 Messwerte von der selben Person garnicht dreimal gleich sein. Wenn der "reale" Wert bei 80 liegt, dann kann dir was zwischen 75 und 85 rauskommen.

Aber weil die Laborgeräte und erst recht die Handgeräte nicht perfekt sind und jeder Mensch anders ist, kannst du jeden einzelnen Wert für sich eigentlich vergessen (überspitzt ausgedrückt; ein NBZ von 150 ist natürlich auch schon für sich alleine eine Aussage), wenn sie nur gering abweichen. Diese Normwerte werden ja auch so ermittelt, dass Tausende Menschen gemessen werden und dann sagt man, man nimmt die mittleren 90% als Normbereich. Das heißt du hast schon mal nach oben und unten hin jeweils 5% die von vorn herein drüber liegen, die aber trotzdem vollkommen gesund sind. Und das gilt für so ziemlich jeden Laborparameter.

Und du kannst 100 Studien lesen über das Thema und immer unterschiedliche Ergebnisse bekommen, weil die Probanden unterschiedlich sind, weil Studien mal gut und mal schlecht durchgeführt werden und die Interpretation oder statistische Auswertung eine andere ist.

Für eine richtige Diabetesdiagnostik misst man den NBZ, macht einen oralen Glucosetoleranz-Test und schaut sich den Langzeitzucker an, dann kann man sagen, ob jemand Diabetes hat oder nicht, aber die einzelnen Werte, da fällt dir vermutlich schneller mal jemand aus dem Raster, der dann aber nicht wirklich Diabetes hat.

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