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iabetes Typ 1 diagnostiziert :(

Naikla[s44x2


Danke dass ihr mir alle Hoffnung macht und eure Geschichten teilt.

Bin gerade am Handy und kann nicht auf jeden Beitrag antworten, aber habe jeden ausgiebig gelesen.

Gerade durchlebe ich ganz krasse Hochs und Tiefs. Es wechselt alle paar Stunden. Von komplett deprimiert und verzweifelt bis halbwegs gelassen. Bin normal emotional total stabil aber das geht mir gerade richtig schlimm nach. Fühle mich wie der größte Pechvogel. Die Chance Typ 1 zu bekommen ist so unglaublich gering... Aber irgendjemanden muss es ja treffen.

An die Betroffenen: habt ihr eigentlich einen Schwerbehindertenausweis? Technisch gesehen sind wir das doch oder? Ich will mich eigentlich nicht als solcher bezeichnen oder fühlen %-|

Habt ihr noch Tipps wie ich die Krankheit akzeptieren und integrieren kann? Würde wirklich gerne Friede schließen aber kann das gerade noch nicht

Aber um zurück in den Alltag zu finden muss ich das wohl.

Mal sehen, ob ich ein halbwegs ordentliches Leben führen kann

M;eist)er_Glxanz


Du brauchst jetzt mal Zeit, damit sich das setzen kann. Ich denke, am schnellsten klappts mit dem Akzeptieren, wenn du dich umfassend informierst. Und zwar nicht in Apothekenblättchen, sondern bei Betroffenen. In Diabetikerforen, zB. dem Insulinclub. Ganz tolle Hintergrundinfos gibts bei diabetesinfo.de. Und natürlich auch hier.

Das mit dieser Schwerbehinderung ist ein viel diskutiertes Thema. Bei uns in der Schweiz gibts das nicht, jedenfalls nicht, wenn man "nur" Diabetes hat. Und ich find das völlig richtig so. Andere sehen das anders. Ich finds aber auch schon schwierig, wenn man sich als schwer behindert anschaut als Diabetiker. Ich weiss, dass es um was anderes geht. Aber rein psychologisch betrachtet, seh ich mich höchstens als bedingt gesund ;-)

Diabetes soll nicht verharmlost werden. Aber wenn man sich seriös darum kümmert, geht das gut mit der Krankheit.

H'ats=ch[eps`ut_


Ich denke, es ist normal, nach solch einer Diagnose die Flügel auch einmal hängen zu lassen. Wichtig ist aber, dass du dich nicht im Mitleid verlierst und rechtzeitig möglicherweise auch Unterstützung einholst.

Natürlich ist es Mist, wenn auf einmal das Leben auf den Kopf gestellt wird, Einschränkungen dazukommen, man nicht weiß, wie die Zukunft mit einer Krankheit wird und und und. Es gibt sab wahrscheinlich nur wenige, die eine derartige Situation entspannt weglächeln. Wichtig ist, einzelne Schritte zu machen. Erwarte nicht zu viel auf einmal. Nimm dir kleine Portionen zum Erledigen vor. Die Beratung mit der Einstellung, Familie informieren, für sich gucken, was geht noch und und und.

FJi;x un"d Foxxie


Das mit den Hochs und Tiefs ist völlig normal. Meinem Mann ging es in der Anfangszeit nicht anders. Du musst erst mal mit der veränderten Situation zurechtkommen u. lernen, sie anzunehmen. :)_ :)_ :)_

Mein Mann hat einen Schwerbehindertenausweis - 50 %. Allerdings nicht von Anfang an, dass insulinpflichtige Typ I-Diabetiker einen Grad der Behinderung von 50 anerkannt bekommen, ist noch nicht so lange. Dafür musst du aber dein Insulin-Tagebuch regelmäßig führen u. ich meine, 5 x am Tag Insulin spritzen (mit Langzeit-Insulin). Mit der Anzahl, wie oft man spritzen muss, bin ich mir aber nicht ganz sicher. Aber das hat ja jetzt auch erst mal Zeit. Freunde dich erst mal mit der Situation an, und wenn sich das Ganze dann mehr eingespielt hat, kannst du das dann angehen. Alles nach und nach. Ein Schwerbehindertenausweis hilft dir in der Hinsicht weiter, dass du Kündigungsschutz hast und 5 Tage mehr Urlaub.

Phedxdi


Hallo

ich bin Mutter eines vor knapp drei Jahren herztransplantierten Mädchens. Das heißt, sie wird nun zu einer jungen Frau. Sie ist 17 Jahre alt und wir haben nun seit kurzem auch die Diagnose Diabetes Typ 1 zusätzlich.

Das ist nun für meine Tochter sehr schlimm, sie hat ja schon genug. Und sie hat eine Spritzenphobie.

Ab nächsten Montag geht es zum Einstellen stationär ins Krankenhaus, ich muß als Begleitperson mit.

Dort werden wir dann auch über alles informiert. Auch über Pumpe und so.

Ich möchte mich hier in diesem Faden mich zum Austausch gern anschließen.

Die Depriphasen kenne ich von meiner Tochter auch. Vor allem aber ist es mit dem Essen ganz schwierig. Sie hat wenig Hunger. Ist oft unter Zucker. Und nimmt so schon unglaublich viele Medikamente. Nunja, wir werden sehen, wie das dann wird.

GLG

Mgeis8terb_Gflanz


Diabetes macht bereits vorhandene Krankheiten nicht einfacher, das stimmt sicher. Ich hoffe, dass deine Tochter das rasch in den Griff bekommt.

Viele fürchten sich vor den Spritzen. Ich hatte damit auch meine liebe Mühe. Ein paar Monate vor der Diagnose hab ich mir in den Finger geschnitten. Ziemlich tief. Also zum Arzt, dann gabs noch eine Tetanus-Auffrischung. War doch schon einige Jahre her bei mir. Ich hab mich vor der Spritze gefürchtet. Erinnerte mich nur noch an die Schmerzen, die ich als Kind jeweils verspürt hab, wenn ich geimpft worden bin. Furchtbar. Sass also da auf der Liege, wartete auf den Schmerz ... und er kam einfach nicht. Irgendwann hat die Ärztin dann gemeint, ich könne den Ärmel wieder runtermachen und gehen, sie sei durch. Ich hab den Stich also nicht mal ansatzweise gespürt. Erst danach, als es etwas warm wurde.

Als ich dann Ende Jahr im Krankenhaus lag und frisch die Diagnose Typ 1 erhalten hab, wurden mir die Insulininjektionen am Anfang von den Krankenschwestern verabreicht. Bis es irgendwann hiess, ab morgen sei das meine Aufgabe. Was hab ich gelacht. Spritzen bekommen ist das eine, das mag ja noch gehen. Aber sich selbst eine Nadel reinrammen? Quatsch, so bin ich nicht drauf.

Am Ende musste ich halt. Kann ja nicht wegen jeder Mahlzeit zum Arzt. Und was soll ich sagen ... die Angst vor Nadeln ist rückblickend betrachtet lächerlich gewesen. Die Nädelchen der Pens sind so dünn und kurz, man spürt eigentlich nichts. Es kann mal brennen, man kann mal eine blöde Stelle treffen. Aber zu über 95% ists einfach ein kleiner Pieks. Kaum spürbar.

PNed|di


Nunja, meine Tochter ist von Baby an sehr häufig gestochen worden. Es gab Zeiten, da wurde sie drei Mal täglich für Blutabnahmen gestochen. Mit alles Tricks. Emlapflaster usw. Ich denke, das ist einfach so in ihr drin, weil sie kaum gute Stellen zum Blutabnehmen hat. Alles vernarbt. Und für sie ist Nadel Nadel, egal wie klein oder groß. Sie bekommt Panik. Darum habe ich derzeit auch noch zusätzlich das Problem, dass sie nicht essen will, weil sie dann auch nicht spritzen muss. Nunja. Sie spritzt nun seit gut 6 Wochen und es wird immer schlimmer. Abwarten, was die im Krankenhaus tun können.

FRix Lund &Foxxie


Hallo Peddi,

das tut mir sehr Leid, was deine Tochter - und auch du - in ihrem jungen Leben schon durchmachen musste. :)_ :)_ :)_ :)_

Wenn sie so eine wahnsinnige Angst vor Spritzen hat, bleibt als Alternative dann ja nur noch die Pumpe. Mein Mann hatte auch erst Skrupel, sich zu spritzen, aber das war eine natürlich Hemmung, die wahrscheinlich die meisten da erst mal haben. Er hatte sonst keine Angst vor Spritzen. Klappt es denn mit dem messen des Blutzuckers? Das ist ja sozusagen auch eine kleine "Nadel". Zwar versteckt, dass man sie erst mal nicht sieht, aber sie schießt ja dann beim Messen in den Finger. Ansonsten gäbe es da auch nur die Alternative mit diesem Libre, komme da jetzt nicht auf den vollständigen Namen gerade (wurde hier ja in vorherigen Beiträgen schon geschrieben). Da muss man den Sensor ja nur alle 2 Wochen wechseln u. braucht das Gerät nur an den Sensor zu halten. Das wurde meinem Mann auch angeboten. Aber unsere KK übernimmt das Gerät gar nicht u. die Sensoren nicht vollständig. Das wäre zu teuer für ihn geworden. So ist er bei seinem alten Accu Check Aviva geblieben.

NEikClas4x42


Das mit deiner Tochter tut mir leid zu hören. Sie ist wohl noch um einiges schlimmer dran als ich :(

Wie sie sich fühlt erlebe ich gerade am eigenen Leib. Ist wirklich nicht schön.

Aber mit dem Spritzen kann ich dich beruhigen. Die Kanüle des Pens spürt man fast gar nicht. Da ist bz messen meiner Meinung nach viel schlimmer. Dieses Stechen in den Finger ist für mich gar nicht schön.

Das Freestyle Libre scheint schon echt eine Erleichterung zu sein und die meisten Kassen zahlen das glaube ich auch.

So eine beschissene Krankheit, echt :(

PpedMdi


Ich danke Euch für Euer Mitgefühl.

Wie geschrieben, das ist psychisch. Denn mit dem Stechen in den Finger hat sie kein Problem.

Sobald sie aber diese kleine Mininadel des Pen sieht, und das tut sie ja nunmal, hat sie eben diese Panikgefühle. Das ist schlimm. Psychisch geht es ihr noch schlechter seit die Diagnose Diabetes steht. Sie hat so schon wenig Möglichkeiten wegen des Essens. Da gibt es viel, was sie nicht darf, weil sie ein schlechtes Immunsysthem wegen der Immunsuppris hat. Zusätzlich darf sie nicht alles arbeiten, keine Schichten, keine Kinder, keine alten Menschen wegen Ansteckungsgefahr keine Tiere. Nichts schwer heben. Ursprünglich wollte sie Konditiorin werden. Naja. Sie hat so viel hinter sich, da ist das nun auch noch schlimm für sie.

Bisher lehnt sie Pumpe ab. Auch diese Messmöglichkeit mit Chip. Mal schauen, wie das im Kinderkrankenhaus dann wird. Die sind ja auf sowas spezialisiert.

Mjeist er_Gblanxz


Eine Pumpe würde sich da echt anbieten, da sie dann viel weniger stechen muss. Aber die Vorbehalte dem Gerät gegenüber hab ich auch, das versteh ich.

p{l?acxes


Hallo Niklas :)

Oje, die Zeit nach so einer Diagnose ist echt hart, tut mir leid, dass es dich getroffen hat :)_

Ich habe Diabetes mit 10 Jahren getroffen - mittlerweile bin ich ca. 30, also lebe schon mehr als 2/3 meines Lebens damit.

Weder für Freunde, noch für Partner war das jemals ein Problem. Meine Freunde schmunzeln manchmal, wenn sie mich beim spritzen "erwischt" haben - das geht so flott und geschickt, dass das Umfeld das sogut wie gar nicht merkt. (ich mag nicht immer aufstehen und aufs WC verschwinden, mache das meist im Schutze der Tischkante :-D )

Es wird eine große Umstellung für dich sein. Aber irgendwann wird es so selbstverständlich sein wie Zähneputzen. :)_

Einen Ausweis habe ich nicht. Brauch ich nicht :-)

N|ikl)as44x2


@places und wie geht es dir damit? Kommst du gut klar oder fühlst du dich behindert / eingeschränkt in deinem Leben? Stört es dich (noch) sehr?

p|lacexs


Ich fühle mich überhaupt nicht eingeschränkt. In der ersten Zeit danach kam ich gar nicht klar, da hat mir die Akzeptanz gefehlt. Heute denke ich mir, mich hätte weit schlimmeres treffen können - ich kann jetzt eh nix daran ändern.

Irgendwann bist du so weit, den Diabetes zu akzeptieren und dann fällt es dir leichter. :)_

H|ypeyrixon


1 Beitrag gelöscht

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