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Niemand kann mir sagen, welche Krankheit ich habe,

M~attxhiasL hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich leide momentan an einer rätselhaften Krankheit. Bisher konnte mir niemand sagen, was es für eine Krankheit ist und wie man sie heilen könnte. Ich schildere daher nachfolgend den Krankheitsverlauf und hoffe, dass mir vielleicht hier jemand weiterhelfen kann?

Ich bin Mitte März an einem Montag um ca. 7h aufgestanden, war ausgeschlafen, fühlte mich aber trotzdem vollkommen kraftlos und müde. Da ich Termine hatte, bin ich zunächst meinem gewohnten Tagesablauf nachgegangen, bis dann um ca. 13h zu meiner Müdigkeit auch noch Schwindel hinzukam. Meine Termine habe ich an dieser Stelle für diesen Tag abgebrochen und mich stattdessen zuhause auf dem Sofa gelegt. Dort hatte ich nun zusätzlich in Abständen von wenigen Minuten das Gefühl, dass ich das Bewusstsein verlieren könnte, ohne das es wirklich passiert ist. Das Gefühl dauerte jeweils nur den Bruchteil einer Sekunde an. In dem Moment wo ich es wahrgenommen habe, war es schon wieder weg.

Da dieser Zustand sowie die geschilderte Kraftlosigkeit und eine starke Geräuschempfindlichkeit sich auch nach 5Tagen nicht verbessert hatten, obwohl ich die ganze Woche im Bett geblieben bin und mich jeden Tag ausgeschlafen haben, entschloss ich mich ins Krankenhaus zu fahren. Dort haben mich Neurologen untersucht, ein EKG wurde gemacht und mir wurde Blut abgenommen, jedoch wurde hierbei jeweils nicht ungewöhnliches festgestellt. Ich hatte lediglich für wenige Minuten einen Blutdruck von 180 zu 80. Die Ärzte konnten mir in der Ambulanz nicht sagen, woran ich leide. Als ich jedoch erwähnte, dass ich als 23 jähriger Student auch noch ein kleines Unternehmen führe sowie 2-3 soziale Engagements ausübe wurde mir auf der Stelle gesagt, dass ich dann wohl das "Burn-Out Syndrom" habe. Für die Ärzte im Krankenhaus war der Fall damit erledigt. Ich wurde noch am selben Tag wieder nach Hause geschickt.

In der folgenden Woche habe ich mich dann an meinen Hausarzt gewandt, da ich diese Diagnose angezweifelt habe. Die Merkmale des Burn-Out-Syndroms treffen auf mich meiner Meinung nicht zu, denn ich bin ein von Natur aus fröhlicher und sehr glücklicher Mensch, denke stets positiv, habe keinerlei Sorgen, bin weder hektisch noch bin ich in irgendeiner Beziehung Stress ausgesetzt und habe an den Dingen die ich tue sehr viel Spaß so dass die Ursachen des Burn-Outs nicht auf mich zu treffen und auch die Symptome treffen nicht auf mich zu. Ich fühle mich im Kopf nicht leer, habe keine Depressionen, Süchte oder Ängste, sondern habe seit dem Tag Mitte März wirklich nur einfach keine körperliche Kraft mehr. Während die Geräuschempfindlichkeit und das Gefühl ohnmächtig werden zu können nach einer Woche wieder verschwunden waren, hält meine ständige körperliche Kraftlosigkeit seit nun 3 Monaten unverändert an. Diese Kraftlosigkeit geht so weit, dass ich noch nicht einmal Kraft zum morgendlichen Zähneputzen habe und daher nun seit drei Monaten den ganzen Tag über auf dem Sofa liege, nichts tun kann und mich jeden Tag ausschlafe. Ich gebe zu, dass ich zwischenzeitlich einige Tage 8-10 Stunden vom Sofa aus an meinem Laptop gearbeitet habe. Dies ist vollkommen problemlos möglich. Solange ich hier auf dem Sofa liege, geht es mir gut, aber sobald ich aufstehe spüre ich, dass ich körperlich (NICHT geistig) vollkommen kraftlos bin. Selbst Kleinigkeiten überanstrengen mich körperlich.

Ich habe auch meinem Arzt dies so geschildert. Aber auch er sagte bereits, nach einem 30Sekunden Gespräch, dass ich das Burn-Out-Syndrom habe. Er stütze seine spontane Vermutung auf die spontane Vermutung der Ärzte im Krankenhaus. Er sagte, ich habe eine Depression oder irgendein Erlebnis, dass ich nicht verarbeiten könne. Ich sagte ihm, dass dies definitiv nicht so sei. Er antwortete, dass es ganz sicher so sei, ich wohl selber nur noch nichts von meinem Problem wisse. Seine Überzeugung stütze er auf die Diagnose des Krankenhauses, die auf einem 1minütigen Gespräch basiert. Er schrieb mir Johanniskraut und Vitamine auf, zudem bekam ich Infusionen, die weitere Vitamine enthielten. Ich nehme diese Medikamente nun seit fast drei Monaten ohne jegliche Verbesserung.

Zudem schickte er mich zu einem Psychologen. Ich hielt dies zwar für quatsch, weil ich sicher war, dass ich keine Depression und auch nichts Ähnliches habe, ging aber trotzdem hin.

Der Psychologe war die erste Person, die länger als eine Minute mit mir sprach. Ich schilderte ihm mein Leben und er kam nach einigen Beschen zu dem eindeutigen Ergebnis, dass ich ganz sicher keine Depression oder etwas anderes in dieser Richtung habe. Er stellte fest, dass ich eine selbstbewusste Persönlichkeit bin, die wie schon oben geschildert vorbildlich ohne Stress, Sorgen und Hektik lebt, rund um die Uhr glücklich ist und an allen Dingen im Leben viel Spaß hat. Traumatische Erlebnisse gab es in meinem Leben nicht ansatzweise.

Ich ging mit diesem Ergebnis wieder zu meinem Hausarzt, der eigentlich sehr gut ist und dem ich ansonsten auch vertraue. Als er davon hörte, dass das Burn-Out-Syndrom wohl ausscheidet zog er erstmals in Betracht, dass ich auch an etwas anderem Leiden könnte. Beinahe spontan sagte er mir nun, dass ich an einer Stoffwechselkrankheit leide und meine Transmitter nicht richtig arbeiten. Er schrieb mir ein Medikament auf. Als ich den Beipackzettel dieses Medikamentes las wurde mir aber regelrecht schlecht. Es wurden reihenweise Nebenwirkungen genannt, die HÄUFIG auftreten. Zu den noch harmlosesten Nebenwirkungen gehörten Haarausfall, plötzliche Ohnmacht, geistige Verwirrtheit, Krampfanfälle und plötzliche Blutungen. Auf Grund dieser Nebenwirkungen werde ich dieses Medikament ganz sicher nicht nehmen. Zumal die Diagnose "Stoffwechselkrankheit" auf einer Vermutung beruht und keinerlei Untersuchung in dieser Richtung vorgenommen wurden und die Diagnose durch wirklich NICHTS gestützt wird. Bei meinem Hauarzt fühle ich mich mittlerweile auch nicht mehr gut aufgehoben. Ich werde nicht mehr zu ihm gehen.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass ich seit genau 3Monaten körperlich vollkommen kraftlos bin, während sich mein Geist aber nach wie vor durch einen sehr starken Willen und viel Kraft auszeichnet. So lange ich auf dem Sofa sitze oder liege, kann ich alle Tätigkeiten auch auf lange Zeit problemlos ausüben. Ich verspüre hierbei KEINE Kraftlosigkeit. Diese tritt erst dann auf, wenn ich mich körperlich betätige und führt zu einer sofortigen vollkommenen Erschöpfung. So ist ein morgendliches Duschen zu anstrengend für mich. Da meine "Psyche" überaus stark und gefestigt ist, kann man eine seelische Ursache ganz sicher ausschließen. Aber woran leide ich denn nun ??? Was kann ich tun ???

Würde mich wirklich sehr über Antworten freuen. Vielen Dank schon mal im Voraus.

Zu erwähnen ist abschließend, dass ich vor ca. 2Jahren das Pfeiffersche Drüsenfieber hatte. Im Internet habe ich von dem Fall Olaf Bodden gelesen, einem ehemaligen Fussballspieler, der ebenfalls das Pfeiffersche Drüsenfieber hatte und einige Jahre später morgens aufstand, und sich von da an, genau wie ich, rund um die Uhr körperlich vollkommen kraftlos fühlt. Man sagte wohl, dass die Kraftlosigkeit eine Folge des Pf.Drüsenfiebers sein könnte ???

Antworten
PDumu4cxkl2


Hallo Matthias :-)

Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, wirst Du leider hier im Fourm nicht unbedingt auf eine Lösung zu Deinem Problem hoffen können, weil es leider einige Dogmatiker gibt, die nur auf ihren Themen (Darmpilze, Laktoseunverträgichkeit und Schwermetallvergiftung) rumreiten. Diese Diskussionen führen dann erst zu Verunsicherung des Fragestellers, dann zu einer gewissen "ich gucke mal"-Haltung und letztlich versackt die Diskussion im Nichts.

Aber nach dieser Vorrede habe ich trotzdem eine Frage:

Was für ein Medikament war denn das, was Du gegen die "Stoffwechselkrankheit, bei der die Transmitter nicht richtig arbeiten", bekommen hast?

Klingt fast nach einem Antidepressivum. Denn auch die psychiatrischen Krankheiten (z.B. Depression und Schizophrenie) gelten als eine Stoffwechselkrankheit (die dazugehörigen Transmitter sind in den Fällen u.a. Dopamin und Serotonin).

Mqi^risxfad


Wenn es das Pfeiffersche Drüsenfieber war, könntest Du Tests machen lassen:

7. Diagnose: Laboruntersuchungen bringen Klarheit

Die Diagnose der Erkrankung stützt sich oft auf die charakteristischen Symptome und ihre Kombination (Milzschwellung + belegte Mandeln + Lymphknotenschwellungen). In uneindeutigeren Fällen werden gerne Laboruntersuchungen als unterstützende Hinweise verwendet. Hierbei gibt es zwei wesentliche Gruppen von Tests: Eine Blutuntersuchung mit dem Mikroskop, in der speziell grosse Freßzellen (mononukleäre Zellen) und durch die Infektion aktivierte T-Lymphozyten auffallen und verschiedene Tests, in denen nach durch den Körper gebildeten Antikörpern gesucht werden kann. Das Vorhandensein unterschiedlicher Antikörperklassen sagt dem Arzt etwas über den Zeitpunkt der Infektion aus (alte Infektion, frische Infektio etc.)

Kantonsspital Winterthur:

[[http://www.ksw.ch/mederkl_pfeif.htm]]

[[http://www.medizin-aspekte.de/index.htm?/0204/goldene_regeln/]]

buekxa


An eine Infektion habe ich auch gedacht: Borreliose (Bakterien) oder Pfeiffersches Drüsenfieber (Viren). Das lässt sich alles mit einer Blutuntersuchung klären.

Liebe Grüße.

dWanxy2


Kann es sein das du dich einfach zu sehr übernimmst? Weil es ist ja doch schon eine ganz schöne Menge was du da machst. Also wenn ich Studiere könnt ich höchstens noch nen 400 € Job nebenbei machen. Mehr trau ich mir nicht zu. Jetzt kommt halt noch das Kind dazu. Da wird arbeitsmäßig nichts drin sein.

So wie du es beschrieben hast, hast du ja haufenweise Termine. Wieviel Freizeit hast du, und wann kannst du dich einfach mal hinsetzen und ausruhen? Irgendwann ist jeder Körper ausgebrannt.

GAras\-Halxm


auf Borreliose hätte ich so spontan auch getippt..

Nqikxi3


Hallo

Wie schon in anderen Beiträgen von mir geschrieben wurde, hatte ich auch diese Müdigkeit;Kraftlosigkeit und konnte alles machen, wie ich auf dem Sofa oder Bett lag oder saß. Bei mir spielte der Blutdruck ein wenig verrückt. Meine Frage: Wurde bei dir schon mal ein Belastungs EKG gemacht? Damit kann es auch zusammen hängen. Bei mir ging der Blutdruck in die höhe, wenn ich lag und wenn ich mich belastet habe sang er total in die Tiefe. Vielleicht hilft es dir ein Wenig weiter. Viel Glück und Gute Besserung

Gnoofyx-BS


Könnte vielleicht CFS sein... (Chronic Fatique Syndrome (auf deutsch chronisches Müdigkeitssyndrom))

Frag mal deinen Hausarzt danach...

Hier eine Seite dazu: [[http://www.netdoktor.de/feature/cfs.htm]]

G]oo}fyA-BS


Bodden ist mir übrigens auch in den Sinn gekommen, weil er eben aus seinem Drüsenfieber CFS entwickelt hatte...

A2ndreyaH1


Hallo MatthiasL.,

hat dich im KH ein Kardiologe untersucht ???

Diese Blutdruckschwankung klingt nicht gut. Es wäre schon sinnvoll - wie Niki3 - bereits geschrieben hat, ein Belastungs-EKG und evtl. Langzeit-EKG zu machen.

Ansonsten klingt das alles schon verdächtig nach einer Depression. Sorry!

Gute Besserung!!!

Agichac20x04


Obwohl ich ja immer gerne einen Borreliose-Test empfehle, tippe ich in diesem Fall eher auf einen viralen Infekt. Bei Borreliose - so denke ich mal - würdest Du wahrscheinlich noch weitere Symptome haben.

Ich würde mir einen anderen Arzt suchen und das abchecken lassen.

Grüsse,

Gabrielle

P%u#sc0helxi


Hallo Matthias,

ich bin per Zufall auf deinen Beitrag gestoßen. Der ist zwar schon laut Erstellungsdatum einige Jahre her, mich würde aber ´mal interessieren, ob du mittlerweile einen Grund für deine körperliche Schwäche gefunden hast.

Mir geht es seit ca. 15 Jahren genauso. Ohne weiter auf meine ganzen körperlichen Symtome näher einzugehen, kann ich nur allzu gut nachvollziehen, wie es dir ergeht, oder ergangen ist.

Diese körperliche Erschöpfung macht mich noch ganz fertig. Man möchte zu gerne den Alltag normal bewältigen, aber die einfachsten Tätigkeiten werden zum Kraftackt. Die Ärzte nehmen immer nur Blut ab, aber die Symtome des Patienten können sie nicht bestimmten Krankheitsbildern zuordnen.

Das Antidepressivum, das mir mein Arzt vor kurzem gab, habe ich auch zur Seite gelegt. Ich bin psysich stabil und muss leider feststellen, dass die Ärzte den Patienten zu schnell in die Schublade "psysich krank" stecken, sodass man am Ende doch noch selbst an eine Depression glaubt oder eine bekommt, weil man nicht ernst genommen wird. Das schlimme ist, dass man sich immer vor anderen für seinen körperlichen Zustand rechtfertigen muss, weil die Ärzte körperlich nichts finden. Wenn man von Ausschluss organischer Krankheiten überhaupt sprechen kann. Viel mehr als Blutabnahme wird doch meist nicht gemacht, gerade wenn man ein junger Mensch ist, der hat ja noch keine Herzprobleme oder dergleichen. ???

Für eine Antwort, wie es dir in den letzten Jahren seit deinem Eintrag ergangen ist, wäre ich dir sehr dankbar.

Alles Gute weiterhin

Paula.

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