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Morphiumpflaster

AMnnWa-3Lena8x4 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Meine Oma hat schon seit langer Zeit starke Schmerzen in den Beinen. Doch in letzter Zeit ist es vor allem im Linken Fuß und Unterschenkel schlimmer geworden.

Es wird eine Nervenerkrankung vermutet.

Ich bin fast jeden Abend bei ihr um die Füße einzureiben und nach dem Rechten zu sehen, aber immer öfters finde ich sie weinend in ihrem Sessel vor, weil sie die Schmerzen nicht mehr ertragen kann.

Der Arzt hatte ihr deswegen schon eine vielzahl an Schmerzmitteln verschrieben. Sie hat jedoch nur noch einen Teil vom Magen und verträgt deshalb so gut wie nichts.

Unsere letzte Hoffnung war deshalb das Morphiumpflaster.

Als wir es das erste mal ausprobiert haben ist ihr aber nach 10min "komisch im kopf" geworden. Und sie wollte es wieder runter haben.

Meine Frage nun: Sind das normale Nebenwirkungen? So ein Pflaster gibt doch nich seinen ganzen Wirkstoff in 10min ab. Wie kann es sein, dass schon nach 10min solche Beschwerden auftauchen?

Hat sie vielleicht zu viel Angst davor? Wer hat schon Erfahrungen mit solchen Morphiumpflastern?

Muss ich es vielleicht noch viel kleiner schneiden?

Vielen Dank schon mal im Voraus...

:-)

Antworten
GWras@-Halxm


Eine ältere Frau kriegt Morphiumpflaster? Wieviel ist denn da drin?

Morphium ist nicht ohne, unterliegt nicht umsonst dem Betäubungsmittelgesetz.

Was sagt denn der Arzt dazu, den solltest du ja eigentlich fragen.

Aonn)a-8Lenax84


ja, des war ja dem arzt seine idee, weil nix anderes mehr geholfen hat. und dazu dass es ihr so dreckig danach ging hat der gar nich viel gesagt ausser: "weiß au net wo des herkommt."

das Pflaster gibt 52,5 mikrogramm vom Wirkstoff in der Stunde ab.

ich weiß nich ob das viel oder wenig ist. aber sie hatte es ja nur 10min drauf.

Sie sagt mir fast jeden tag, dass se nicht mehr leben will mit solchen schmerzen. und wenn ihr das in irgendeiner weise hilft, dann will ich das schon nochmal ausprobieren

Gtra#s@-Halm


das versteh ich schon...

weisst du was, ruf doch am besten nochmal den Arzt an und frag...

Mikrogramm? Meinst du nicht Milligramm?

in der Packungsbeilage steht, dass Verwirrung auftreten kann.

W`ehr@fiscxh


Also die Dosierung find ich für den Anfang was hoch...Frag doch mal den Arzt nach 12,5 mykrogramm (keine ahnung wies genau geschrieben wird,dieses komische u mit Strich unten dran). Vielleicht is die Dosierung einfach zu hoch.

H{yp3erixon


hm

weis au net wo des herkommt

merkwürdiger arzt den ihr da habt :-/

verordnet ein starkes betäubungsmittel und kann sich mögliche nebenwirkungen nicht erklären.

das zeugt meiner meinung nach von unkenntnis. ist dieser arzt überhaubt in der lage betäubungsmittel richtig einzusetzen, sollte man besser fragen.

am besten lasst ihr euch von einem arzt beraten der sich besser damit auskennt. ich würde einen facharzt für anästhesie zu rate ziehen. betäuben und schmerzunempfindlich machen ist schließlich deren job ;-)

gruss

M<arxga


Hi Anna-Lena,

ich habe einen Mailpartner, der schon jahrelang sehr gut mit Morphiumpflaster zurecht kommt.

Hat Deine Oma evtl. Diabetes und durch eine schlechte Einstellung bedingt eine Polyneuropathie? Dann müßte natürlich diese Krankheit möglichst optimal behandelt werden, am besten durch Insulin. Alkohol unbedingt meiden! Alles Gute!

r|eX(faormerlQy uProxrex)


Also,

ich finde den Arzt erstmal klasse, dass er sich an ein Fentanlypflaster rantraut und Deiner Oma versucht zu helfen.

Ich bin nämlich der Meinung, dass heutzutage niemand mehr dauerhaft unter Schmerzen leiden darf... mein Gott, die Menschheit fliegt zum Mars...

Mit der Einstellung der Schmerzen muss er allerdings noch bisschen üben oder an jemanden überweisen, der sich damit auskennt.

Zu Beginn steigt man mit der niedrigsten Dosis ein.. je nach Medikament 25 mykogramm/h oder weniger.

In der Einschleichphase ist Benommenheit, Übelkeit und Müdigkeit sehr häufig. Bewährt hat sich da die Gabe von 3mal 5 Haldoperidol-Tropfen. Das nimmt die Übelkeit.

Die Benommenheit und Müdigkeit legt sich nach einigen Tagen. Es tritt dann auch so eine Art Gewöhnung ein.

Nach paar Tagen kann man dann das nächsthöhere Pflaster wählen, wenn nötig.

Zusätzlich zum Pflaster kann man noch Schmerzmittel geben (ist auch sinnvoll), die an anderer Stelle den Schmerz bekämpfen.

Am besten Diclophenac und Novalgin. Das kann man auch ohne weiteres dazu geben.

LG

reX

j:ackx85


Am besten Diclophenac und Novalgin. Das kann man auch ohne weiteres dazu geben.

das sehe ich anders - mittel wie diclofenac und metamizol sollte man nach möglichkeit NICHT älteren menschen geben ( und schon gar nicht regelmässig)!

Gmras-xHalm


und ist das gut, zusätzlich zum Morphium noch mehr Mittel zu geben, vor allem bei einer älteren Person? :-

Pcolyd0ipsixe


Was

das Morphiumpflaster betrifft, kann ich rex nur zustimmen. Wichtig ist eben, dass man mit sehr niedrigen Dosen einsteigt und dann langsam bis zur optimalen Stärke auftitriert. Nebenwirkungen wie Benommenheit und Übelkeit sind bei Opiaten häufig und normal. Da bleibt oft nur die Entscheidung: Schmerz oder Nebenwirkung.

NSAR wie Diclofenac sollte man bei älteren Patienten allerdings nur in niedriger Dosierung und nicht dauerhaft geben. Sie sind zwar in der Schmerztherapie effektiv, erhöhen aber das gastointestinale Blutungsrisiko ungemein. Viele Menschen sterben dann eben nicht an ihrer Grunderkrankung, bzw an einem Herzinfarkt (da NSAR, bis auf die Coxibe, durch die COX-I Hemmung antikoagulativ wirken und so Infarkten vorbeugen können), sondern an einer Blutung. Also Vorsicht.

Opiate sind in dieser Hinsicht wesentlich nebenwirkungsärmer und die Interaktionen halten sich auch in Grenzen. Problematisch ist hier vor allem die Toleranzentwicklung.

A,nn$a-Le%na84


vielen dank für eure ehrlichen antworten!

wir haben nochmal mit dem arzt gesprochen. zur zeit versuche ich es nur mit einreiben der beine.

am dienstag haben wir einen termin beim nervenarzt. hoffentlich kann der finden was das ist.

meine oma hat wegen den nebenwirkungen viel zu sehr angst vor den pflastern. aber sie sagt, wenn der nervenarzt nichts findet und der zustand wie bisher immer schlimmer wird will sie es nocheinmal probieren.

der arzt meinte jedoch, dass das pflaster sehr niedrig dosiert ist. und wir haben ja nicht das ganze genommen.

meine oma ist aber ziemlich schmächtig. vielleicht hat sie auch deswegen so stark reagiert.

Aber ihr habt schon recht :-( dauende schmerzen müssen wirklich schlimm sein. da kann man leicht den lebensmut verlieren....

jlack$8x5


das gehört jetzt zwar nicht direkt hierher, aber trotzedem....

Viele Menschen sterben dann eben nicht an ihrer Grunderkrankung, bzw an einem Herzinfarkt (da NSAR, bis auf die Coxibe, durch die COX-I Hemmung antikoagulativ wirken und so Infarkten vorbeugen können), sondern an einer Blutung. Also Vorsicht.

gerade das gegenteil ist der fall - viele leute nehmen ASPIRIN zur vorbeugung von herzinfarkt und schlaganfall und die einnahme von anderen NSARs (anscheinend selbst COX-II hemmer) blockiert die wirkung von aspirin. deshalb steigt das risiko von herzinfarkt, schlaganfall etc.

zudem ist die wirkung von anderen NSAR auf die plättchen nicht ausreichend lange genug.

gleichzeitig steigt aber wie gesagt wurde das risiko einer magen-darm blutung wegen geschürsbildung ( hat aber mit der blutgerinnung nichts zu tun)

da verschiedene schmerzmittel in kombination viel effektiver sind, könnte z.b. regelemässiges paracetamol genommen werden ( zu den opiataten dazu)

[[http://www.who.int/cancer/palliative/painladder/en/]]

r[eX(formerTly u6roxrex)


das sehe ich anders - mittel wie diclofenac und metamizol sollte man nach möglichkeit NICHT älteren menschen geben (und schon gar nicht regelmässig)!...

Hab mich da nicht genügend ausgedrückt, ich bezog das jetzt im Besonderen auf die Einstellungsphase, wenn das Pflaster noch nicht die Wirkung haben kann.

Mit den NSAR-Präparaten und den GI-Nebenwirkungen, das ist natürlich richtig. Außerdem schließen sich Voltaren und Co. auch bei Niereninsuffizienz aus.

Aber es ist nun mal so, dass Schmerzen mit rheumatischem Charakter sehr gut darauf ansprechen.

Warum man kein Novalgin regelmäßig dazu geben sollte, weiß ich aber nun wirklich nicht. Es ist absoluter Standard in der Schmerztherapie, dass Schmerzmittel, die an verschiedenen Stellen angreifen, kombiniert gegeben werden. Und am häufigsten Fentanyl-Pflaster und Novalgin.

lg

reX

jpacuk8x5


Es ist absoluter Standard in der Schmerztherapie, dass Schmerzmittel, die an verschiedenen Stellen angreifen, kombiniert gegeben werden.

hast recht wir geben mit den opiaten zb paracetamol, und manchmal ( je nach schmerzursache) zb amitriptyllin oder ein anderes antidepr. oder zb TENS machine etc.

Und am häufigsten Fentanyl-Pflaster und Novalgin.

auch bei sehr alten leuten, oder beiwelchen, die nach MI oder CVA auf aspirin sind? es interessiert mich nur weil

mit novalgin kenne ich mich nicht so aus das ist bei uns (GB), wie in einigen anderen laendern auch, verboten wegen agranulozytose risiko (meiner meinung nach schwachsinn, da es ein super medikament ist und das risiko etwa 1:1mio ist ?)

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