» »

Gibt es erst spät auftretende Folgen einer Frühgeburt?

v:enodetxta82


Quelle des obigen Artikels...

...war: [[http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_allgemeinmedizin_augenerkrankungen_fruehgeborene_1171445423.htm]]

v.endMett1a82


Frühchen empfinden Schmerz

TAZ Dezember 2006

Frühchen empfinden Schmerz

Dass Frühgeborene Schmerz empfinden, ist heute gut belegt. Doch geprüfte Schmerzmittel für Babys stehen den Ärzten nicht zur Verfügung

Manche Babys haben es besonders eilig. Sie kommen vor der 30. Schwangerschaftswoche auf die Welt. Das Leben dieser Frühchen beginnt jedoch extrem stressig: Auf der Intensivstation müssen sie in einem geheizten Glaskasten liegen, die fragile Lunge wird künstlich beatmet, Nahrung erhalten sie intravenös. Zudem drohen Blutarmut und Infektionen. Frühgeborene müssen deshalb im Durchschnitt 14-mal am Tag diverse therapeutische Prozeduren durchlaufen, in komplizieren Fällen kann sich diese Zahl auf 50 erhöhen. Doch was fühlt das Baby dabei? Fühlt es Schmerz?

Was viele Ärzte und Krankenschwestern intuitiv mit einem Ja beantworten würden, wird durch neue Studien gestützt. Lange ging man allerdings vom Gegenteil aus. Man dachte, gerade die kleinen Frühchen empfänden keinen Schmerz oder könnten sich zumindest später nicht daran mehr erinnern.

Heute gibt man meist vorsorglich schmerzstillende Mittel. Diese sind jedoch nur an Erwachsenen erprobt. Und so gibt es keine allgemein gültigen Richtlinien. Manche Kliniken haben zwar gewisse Standards erarbeitet, in anderen ist das medizinische Personal mit seiner Entscheidung aber völlig auf sich allein gestellt.

Um Anästhetika in Zukunft genauer dosieren zu können, muss man wissen, wie unangenehm die intensiv-medizinischen Behandlungen dem Kind sind. Vor allem, weil frühere Arbeiten gezeigt haben: Wird das unreife Nervensystem der Frühgeborenen traktiert, entwickelt es sich nicht normal. Solche Kinder schreien später schon bei dem kleinsten Piks oder reagieren gar nicht auf entsprechende Reize, was das Risikoverhalten lebensgefährlich verstärken kann.

Es gibt zwar bereits einige Merkmale, die in einer Skala erfasst werden und die auf gefühltes Leid hindeuten: etwa ein verzerrter Gesichtsausdruck, Herzrasen oder schnellere Atmung. Dies ist jedoch auch der Fall, wenn das Kind Hunger hat oder friert. Neuere Studien haben sich daher damit befasst, ob der zugefügte Reiz in einer Gehirnregion genannt Cortex verarbeitet wird. Und sie legen nahe, dass das Frühgeborene tatsächlich so etwas wie Schmerz empfinden kann. Sogar bei den Kleinsten konnten Forscher am University College London mithilfe einer nichtinvasiven Methode messen, dass der kindliche Cortex auf Blutentnahme mit einer erhöhten Aktivität reagierte. Die Gehirnregion wurde stärker durchblutet.

Für ein Schmerzempfinden spräche auch, dass Neugeborene Babys vermehrt Stresshormone im Blut schwimmen haben. Gleichzeitig leiden diese Kinder später häufiger unter Lern- und Angststörungen, was eine Folge der Strapazen im Brutkasten sein könnte. Noch nicht geklärt ist allerdings, ob sich die Kinder der Schmerzen auch bewusst werden, ob sie wie Erwachsene Stiche in den Arm oder Sonden im Magen auch emotional verarbeiten und speichern.

[...]

[[http://www.taz.de/dx/2006/12/29/a0207.1/text]]

v>endeCtXta8x2


diamond, hier noch was spezielles zu deiner Ausgangsfrage

Kleine Frühgeborene können später unter Psychoproblemen leiden

[15.10.2004]

KÖLN (MedCon) – Amerikanische Forscher berichten jetzt, dass Erwachsene, die als besonders kleine Frühgeborene auf die Welt kamen, möglicherweise eher unter Angststörungen, Depressionen und weiteren psychologischen Problemen leiden als andere Menschen.

Die Wissenschaftler um Dr. Maureen Hack von der Case Western Reserve University in Cleveland verfolgten das Schicksal von 241 zwischen 1977 und 1979 zu früh Geborenen mit einem geringen Geburtsgewicht (um 1200 Gramm) über mehrere Jahre hinweg. Mit 20 mussten sie und ihre Eltern standardisierte psychologische Fragebögen zu Verhalten, Gedanken und Gefühlen ausfüllen. Diese Ergebnisse wurden mit denen von 233 Gleichaltrigen, die bei der Geburt normalgewichtig waren, verglichen.

Dabei zeigte sich, dass vor allem Mädchen mit niedrigem Geburtsgewicht später mehr Ängste, Depressionen und die Tendenz zeigten, sich zurückgestoßen zu fühlen. Jungen aus dieser Studiengruppe zeigten dagegen als Erwachsene eher Schizophrenie-ähnliche Symptome als ihre bei der Geburt normalgewichtigen Altersgenossen.

Dennoch, so betont Hack, bestehe für Eltern von Frühgeborenen kein Grund zur Panik: In den meisten Fällen verliefen Kindheit und Jugend dieser "Frühchen" nämlich unauffällig. Und: Die untersuchten Frühgeborenen neigten zu einem eher vorsichtigen Verhalten und waren auch weniger anfällig für Suchtgefahren oder Delinquenz. Außerdem, so die Medizinerin weiter, könne die richtige elterliche Betreuung viele Probleme im Vorfeld auffangen.

Übrigens: Ein Grund, warum Frühgeborene ängstlicher sind, könnte in der Haltung der Mütter liegen, vermuten die Forscher. Diese neigen nach der Geburt eher zu Wochenbettdepressionen und Ängsten, ihr Kind verlieren zu können, was sich auf das Baby überträgt.

Quelle: [[http://www.gyn.net]]

[[http://www.krankenschwester.de/forum/pressebereich/3933-kleine-fruehgeborene-koennen-spaeter-psychoproblemen-leiden.html]]

v-ende%tta82


Atemwegsanfälligkeit

Besonders anfällig ist das Bronchialsystem, das in den ersten zwei Lebensjahren über viele Monate empfindlich bleibt. Ärzte fürchten eine Infektion mit RS-Viren (Respiratory-Syncytial-Viren) - Krankheitserreger, die weltweit am häufigsten für Atemwegsinfektionen bei Säuglingen und Kleinkindern verantwortlich sind. Erwachsene bekommen durch sie höchstens einen Schnupfen, während eine Infektion für Frühgeborene lebensbedrohlich sein kann. Als Spätfolge können sie chronisches Asthma bronchiale bekommen. Ihnen fehlen noch die Antikörper, um sich gegen Bakterien und Viren zu wehren, da sie viel zu früh von der Nabelschnur getrennt werden.

Eine gerade veröffentlichte schwedische Langzeitstudie belegt, dass jedes dritte bis vierte Kind nach einer schweren Infektion durch RS-Viren im Säuglingsalter nach 7,5 Jahren Asthma bekommt. Eine Impfung gegen die Viren wäre möglich und dringend notwendig, meinen Fachleute. Auf Grund des Preises wird die Impfung bislang nur in wenigen Fachkliniken durchgeführt.

[[http://www.netdoktor.de/feature/fruegeborene.htm]]

v&endetxta82


nochmal Atemwege

Neu- und besonders Frühgeborene haben aufgrund der partiellen Unreife ihres Immunsystems eine erhöhte Infektanfälligkeit und Probleme bei der Infektüberwindung.

Aber nicht nur die unmittelbaren Komplikationen einer RSV-Infektion unserer Kleinsten sind von Bedeutung, immer mehr Studien beschäftigen sich mit der zunehmenden Asthmainzidenz nach durchgemachter schwerer RSV-Infektion im frühesten Säuglingsalter

Noch Jahre später ist die Rate bronchialer Obstruktionen erhöht.

PD Dr. Volker Stephan, Ruhruniversität Bochum, berichtete, dass in einer US-Studie über 1.000 Kinder bis zu 13 Jahre nachuntersucht worden sind, mit dem Ergebnis, dass nach durchgemachter schwerer RSV-Infektion im Säuglingsalter noch mit sechs Jahren eine vierfach erhöhte Prävalenz rezidivierenden Giemens durch

eine Atemwegsobstruktion zu beobachten ist. Erst bei 13-jährigen sei das Giemen nicht häufiger gewesen als bei Kindern ohne RSV-Infektion.

Wie ist die Langzeitprognose der Frühgeborenen?

Durch die Fortschritte der modernen Geburtshilfe und der Neugeborenen-Intensivmedizin haben sich die Überlebensaussichten von extrem frühgeborenen Kindern dramatisch verbessert. Das Entwicklungsrisiko ist für das einzelne Frühgeborene sehr schwer vorherzusagen, da die Prognose von vielen Faktoren abhängt. Generell ist die Prognose um so besser, je reifer das Kind ist.

Besonders gefährdet sind Frühgeborene, bei denen im Verlauf weitere Komplikationen wie eine Hirnblutung, Hirnschädigungen, schwere Infektionen oder eine chronische Lungenerkrankung auftreten. Aber auch hier ist eine Vorhersage äußerst schwierig, da Komplikationen von Kind zu Kind unterschiedliche Auswirkungen haben können.

In bisherigen Auswertungen zeigte sich, dass Kinder mit einem sehr niedrigen Geburtsgewicht (< 1.500 g) in allen Funktionsbereichen ein signifikant erhöhtes Risiko für Entwicklungsstörungen auf motorischer und kognitiver Entwicklungsebene aufweisen. Die Hypothese einer erhöhten Vulnerabilität frühgeborener Kinder für psychische Störungen konnte nicht bestätigt werden.

[[http://www.praxisaugustin.info/fruehgeborene_2005-05.pdf]]

v7enodeTttua82


Frühgeborene trotzen Chancenungleichheit

Im Erwachsenenalter gleiche Ausbildung und Unabhängigkeit wie normalgewichtig Geborene

Frühgeborene trotzen Chancenungleichheit - Trotz anfänglicher Chancenungleichheit erreichen Frühgeborene bis zum Erwachsenenalter ebenso viel wie ihre normalgewichtig geborenen Altersgenossen.

Im jungen Erwachsenenalter erreichen Menschen, die mit extrem geringem Geburtsgewicht zur Welt kamen, ähnlich gute Ausbildungen, Arbeitsstellen und einen vergleichbaren Grad an Unabhängigkeit wie normalgewichtig Geborene.

08.02.06 - Gute Neuigkeiten für Eltern und Kinder: Trotz anfänglichen Entwicklungsschwierigkeiten können Kinder mit sehr niedrigen Geburtgewichten Ähnliches erreichen wie normalgewichtig Geborene.

Saroj Saigal und Kollegen der Michael G. DeGrote School of Medicine der McMaster University untersuchten 166 Babys mit extrem niedrigen Geburtsgewichten (zwischen 1,1 bis 2,2 Pfund) und 145 soziodemografisch vergleichbare, normalgewichtige Kinder. Die Babys beider Gruppen waren zwischen 1977 und 1982 geboren worden.

**Die Wissenschaftler beobachteten die Kinder von Geburt an und untersuchten die Kinder mit acht Jahren, im Teenageralter und als junge Erwachsene mit 22 bis 25 Jahren.

Zwischen beiden Gruppen von Kindern fanden sich keine statistisch relevanten Unterschiede hinsichtlich des Schulabschlusses, der Ausbildung oder der Unabhängigkeit im Erwachsenenleben**, schreiben die Forscher im "Journal of the American Medical Association".

[[http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_paediatrie_psyche_fruehgeborene_1139405483.htm]]

v?eDnd^ettax82


Mädchen später eher ängstlich und zurückgezogen?

28.02.2006

Frühgeburt: Mädchen später eher ängstlich und zurückgezogen?

Sehr verfrüht auf die Welt gekommen zu sein, kann die Persönlichkeit eines Kindes bis ins Erwachsenenalter beeinflussen. Wissenschafter des Institute of Psychiatry untersuchten Teenager im Alter von 18 und 19 Jahren, die zu früh geboren worden waren und verglichen ihre Werte mit jenen von Altersgenossen mit einem normalen Geburtstermin. Es zeigte sich, dass vor allem zu früh geborene Mädchen eher dazu neigten ängstlich und zurückgezogen zu sein. Zusätzlich schienen sie unter einem höheren Depressionsrisiko zu leiden. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Pediatrics veröffentlicht.

Die Wissenschafter beurteilten 108 junge Erwachsene, die zwischen 1979 und 1981 vor der 33. Schwangerschaftswoche geboren worden waren. Sie wurden anschließend mit 67 Gleichaltrigen verglichen, die termingereicht auf die Welt gekommen waren. Alle Teilnehmer wurden ersucht, einen Fragebogen zur Persönlichkeit auszufüllen. Es wurde zum Beispiel nach Stimmungsschwankungen gefragt oder danach, ob die Teilnehmer das Zusammenarbeiten mit anderen genossen.

Die Ergebnisse legten nahe, dass die zu früh Geborenen über geringere Werte bei der so genannten Extraversion verfügten. Dabei handelt es sich um ein Persönlichkeitsmerkmal, das sich am ehesten mit dem "Sich-aktiv-der-Umwelt-Zuwenden, Aus-sich-Herausgehen" beschreiben lässt. Diese Ergebnisse legen nahe, dass es sich bei diesen Teilnehmern um weniger selbstsichere und kontaktfreudige Persönlichkeiten handelte. Zusätzlich verfügten sie bei dem Persönlichkeitsmerkmal Neurotizismus über höhere Werte. Damit können eine erhöhte Ängstlichkeit, eine schlechtere Stimmung und ein geringeres Selbstwertgefühl einhergehen.

Mädchen waren eher von der verfrühten Geburt beeinflusst. Der leitende Wissenschafter Matthew Allin erklärte, dass diese Ergebnisse nahe legten, dass ein sehr früher Geburtstermin zu einer Prädisposition für eine Persönlichkeit führen kann, die eher depressiv wird oder an einer Angststörung erkrankt. Die Studie untersuchte nicht, warum eine frühe Geburt die Persönlichkeit beeinflussen kann. Allin nannte gegenüber der BBC einige mögliche Erklärungen. So sei es denkbar, dass eine verfrühte Geburt mit einer Schädigung des Gehirns in Zusammenhang, möglicherweise mit einer Infektion, in Zusammenhang, stehe. Zusätzlich sei es vorstellbar, dass der Einsatz eines Brutkastens zu Schwierigkeiten in der Bildung einer Bindung zwischen Eltern und Kind führen könnte. Es sei aber ebenfalls möglich, dass die Persönlichkeit bis zu einem gewissen Grad in den Genen angelegt ist. Die Wissenschafter planen weitere Untersuchungen um zu klären, welches dieser Erklärungsmodelle korrekt ist.

[[http://www.journalmed.de/newsview.php?id=11596]]

vden(dett(a\82


Frühgeborene: Bindungsverhalten häufig gestört

Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 39 vom 30.09.2005

Frühgeborene: Bindungsverhalten häufig gestört

Frühgeborene, die lange Zeit im Inkubator und auf der Intensivstation verbringen, seien später oftmals in ihrem Bindungsverhalten unsicher oder desorganisiert, berichtete Entwicklungspsychologe Prof. Dieter Wolke beim

4. Augsburger Nachsorgesymposium. Der Wissenschaftliche Direktor der Jacobs Foundation in Zürich betonte, dass die emotionale Verbundenheit, die Säuglinge schon früh mit Bezugspersonen eingehen, sowie die Art und Sicherheit dieser Bindung eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung ist. Sie bestimme auch das spätere Verhalten im Umgang mit neuen Situationen und Personen sowie den Aufbau von Vertrauensbeziehungen. Eine unsichere Bindungsentwicklung wird bei zeitgerecht geborenen Kindern im Allgemeinen durch ein wenig einfühlsames Verhalten der Eltern erklärt. Bei sehr Frühgeborenen trifft diese Erklärung in der Regel nicht zu, wie der Entwicklungspsychologe Wolke herausgefunden hat. Ihren Eltern könne deshalb auch nicht ein schlechteres Elternverhalten vorgeworfen werden.

Seine Untersuchung zum Bindungsverhalten von 90 sehr Frühgeborenen und 105 reifgeborenen Kontrollkindern im Alter von 18 Monaten habe ergeben, dass ein Drittel der sehr Frühgeborenen, aber nur 17 Prozent der Kontrollkinder desorientiertes Bindungsverhalten zeigten, berichtete Wolke. Um eine kindgerechte Betreuung auch auf Intensivstationen möglichst optimal gewährleisten zu können, sollten regelmäßig Bezugspersonen mit ausreichend Zeit vorhanden sein, sagte Dr. Caroline Benz (Universitäts-Kinderklinik Zürich). Je jünger die Patienten sind, desto kleiner sollte der Kreis der Bezugspersonen sein. Dass solche Anforderungen im Klinikalltag oftmals nicht zu erfüllen sind, sei ein großes Problem, räumte Benz ein.

Wenn ein Kind unter solchen Bedingungen erwachsene Bezugspersonen deshalb als "unzuverlässig" erlebe, könne das zu Entwicklungs- oder Verhaltensauffälligkeiten führen. Die Betreuung vor allem chronisch kranker Kinder dürfe sich daher nicht darauf beschränken, das Kind organisch wieder gesund zu machen. Auch die psychischen und körperlichen Bedürfnisse sollten bei der Betreuung berücksichtigt werden.

[[http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=48477]]

vceundett^a8x2


typische frühchen-probleme

diesmal einfach nur ein link, ist zu lang:

[[http://www.wunschkinder.net/infosammlung/eltern-schwangerschaft/FruehchenProbleme]]

v9endretta8?2


Der Bindungsaufbau bei Frühgeborenen

Langer Text vom oben erwähnten Dr. Wolke:

[[http://www.betainstitut.de/download/symposium-wolke.pdf]]

v(enMdet/ta8x2


Trauma und Bindung

Der Einfluss von traumatischen Erfahrungen auf die Neurobiologie und die Entstehung von Bindungsstörungen

[[http://www.agsp.de/html/a44.html]]

v.ende/t@ta82


nochmal Bindungsverhalten

Frühgeburtlichkeit:

Frühgeborene weisen auch nach Alterskorrektur in Verhaltensweisen und Kompetenzen häufig längerfristige Probleme auf. Hierzu gehören:

• die Erregungskontrolle (sie lassen sich schwieriger besänftigen),

• die Informationsverarbeitung und Integration (sie haben eine höhere Reizschwelle und benötigen länger, um einen Reiz als "vertraut" abzuspeichern),

• die komplexeren kognitiven Leistungen (etwa der Beginn des Sprechenlernens),

• ihre motorische Kraft und Koordination (sie sind häufig hypoton (Tendenz zu niedrigem Blutdruck) und beginnen später mit dem Laufen).

Emotional positiv für Eltern und Kind ist in der postnatalen Betreuung die "Känguru-Methode" wobei die Eltern ihre Babys mehrere Stunden am Tag direkt am Körper halten – sie teilen Ihre Körperwärme mit und lernen das Baby zugleich in dessen feinsten Regungen kennen. Eltern fühlen sich im Umgang mit ihren Kindern sicherer und erleben, dass sie zum Gedeihen des Kindes Beitragen können. Gleichzeitig hat man in Krankenhäusern zusätzlich auf eine Reduzierung von Lärm in Inkubatoren und Reduzierung der Überstimulation durch Geschäftigkeit mehr Augenmerk geschenkt.

Frühgeburtlichkeit erlaubt eine Risikoprognose bis weit in das Schulalter hinein. Dennoch ist für Kinder mit einem GA ab 32 Wochen bzw. einem Geburtsgewicht über 1000 Gramm die Prognosen zunehmend gut, selbst bei perinatalen Komplikationen. Für extrem frühgeborene Kinder ist die Prognose weniger positiv, wenngleich es auch hier Kinder gibt, die ohne erkennbare Beeinträchtigungen Aufwachsen.

Eine Einschränkung dieser generellen Befunde ergibt sich aus streng nach sozialer Herkunft und Bildungsgrad der Eltern sowie deren sozialen Belastungen parallelisierten Vergleichen zwischen Frühgeborenen und termingerecht geborenen Kindern: Erhöhte Vulnerabilität, d.h. sie sind in vielen Bereichen etwas fragiler. Selbst wenn sie sich dank einfühlsamer elterlicher Fürsorge im Vorschulalter gut entwickeln, werden unter den Belastungen in und durch die Schule leichte Leistungseinschränkungen oder gar Beeinträchtigungen erkennbar, selbst bei Kindern mit nur leichter Frühgeburtlichkeit.

Die Probleme zeigen sich vor allem im perzeptuell-motorischen Bereich und überwiegend in Situationen mit erhöhten Aufmerksamkeitsanforderungen (z.B. bei Prüfungsleistungen in der Schule). Kommen zu prä- und perinatalen biologischen Problemen soziale Probleme im Elternhaus hinzu, dann erweisen sich frühgeborene Kinder als besonders vulnerabel. Auch bei ungünstigem sozialen Milieu können diese Probleme aber aufgefangen und ausgeglichen werden, wenn sie an einem pädagogisch vorbildlichen kompensatorischen Krippen- und Vorschulprogramm teilnehmen können (Ramey & Ramey, 1999).

[[http://www.psychologie.uni-oldenburg.de/katharina.fitzpatrick/Veranstaltungen/WS56/PPS%20WS06/PPS%20Aspekt0bis3%20Bindung%20Leistungsmotivation.pdf]]

v.endeattax82


Aufholwachstum

Neue Studien zum Aufholwachstum

Ein Artikel im Journal of Pediatrics beschreibt das Wachstum in der Jugend von 32 Extremfrühchen von Geburt an bis 12-18 Jahre. Alle wogen weniger als 1000g. Die Studie zeigte, dass innerhalb von 12-18 Jahren nur 6% der Kinder noch unterhalb der normalen Größe geblieben waren und diese hatten kleine Mütter. Die Studie zeigte nicht, in welchem Alter die Kinder das "Normale" erreichten, aber sie sagte aus, dass 45% aller Kinder im Alter zwischen 8 und 12-18 Jahren schneller wuchsen als normal.

Ein paar andere Studien betrachteten eine Langzeitwachstum. Diese Studien haben gezeigt, dass 16-28% der Kinder im Alter von 8-16 Jahren noch unterhalb der normalen Wachstumskurve liegen. Die unterschiedlichen Aussagen der Studien kommen höchstwahrscheinlich durch die geringe Anzahl Kindern in den Studien und der unterschiedlichen Verfassung der Kinder, entsprechend der verschiedenen FIPS, in denen sie aufgewachsen sind.

Als Abschluss kann man sagen, dass das Aufholwachstum bis in die Jugendzeit hinein andauert und die Mehrzahl der winzigen Frühchen normale Erwachsene werden können.

Dr. Raye-Ann deRegnier ist behandelnder Neonatologe im Children's Hospital of St.Paul und Chef der FIPS -Nachsorge-Klinik. Sie ist Assistenzprofessor für Pädiatrie der Universität Minnesota.

Quelle: [[http://www.prematurity.org/child/growth/catchup.html]]

[[http://www.fruehchen-netz.de/~di/presse/wachstum.html]]

vZend=ettxa82


Auswirkungen der Frühgeburt

Sozial- emotionale Probleme nach Sykes et.al.,1997

Sehr frühgeborene

Somatische Beschwerden 1% (reifgeborene: 0,5%)

Soziale Probleme 3,8% (reifgeborene: 2,1%)

Aufmerksamkeitsprobleme 14% (reifgeborene: 10 %)

aggressive Probleme 6,2% (reifgeborene: 3,8%)

Schulkinder und Jugendliche

Schulkinder

Hypoaktivität

Aufmerksamkeitsproblem

Mangelndes Selbstwertgefühl

Konzentrationsmangel

Hohe Verletzlichkeit

Geringes Selbstvertrauen

Jugendliche

Wenig eigene Wertschätzung

Häufig nicht positiv dem Leben eingestellt

Rückzug oder aggressive Auflehnung

Negatives Lebensgefühl

Erschwerte Ablösung von den Eltern

Menschen, die als kleine Kinder nicht liebevoll und fest in den Armen gehalten wurden, entwickeln später oft eine unerklärliche Angst vor dem Fallen. **Dies steht in Verbindung mit den Ängsten, sich zu verlieben oder die Furcht, die volle Kontrolle über den Körper und seinen Empfindungen zu verlieren.

Störungen, die in allen Lebenszeiten auftreten können**

Entwicklungsstörungen, die unmittelbar auf einen Mangel an ausreichendem Kontakt zur Mutter zurückgeführt wird, finden oft in reaktiven Hautstörungen statt. Die Kinder leiden an Hautekzemen, die Eltern bzw. Bezugspersonen sind angehalten, diesen taktilen Kontakt durch Einreiben der Haut nachträglich zu leisten.

Die Verbindung und Identifizierung von Mutter und Kind führen zu der Entwicklung von Kontaktfähigkeit und Identifizierung, und das geschieht vor allem durch Berührung. Erlebt ein Kind taktil zuwenig, resultiert oft ein Mangel an Kontakt- und Empfindungsfähigkeit daraus. Das Fehlen der Identität, Absonderung, Gefühlsschwäche und Gleichgültigkeit sind auch alles Züge der schizoiden und schizophrenen Persönlichkeit. Der Mangel an taktiler Berührung führt im Kindesalter zu schlechterem Knochenwachstum, Unterfunktion der Hypophyse Mangel an ACTH (adrenocortikoides Hormon), Rückzug und geringe Kontaktaufnahme zur Außenwelt (Hospitalismus).

Probleme im Erwachsenenalter

Das grundlegende Trauma des Schizoiden ist das Fehlen des angenehmen taktilen Kontaktes von Mutter und Kind. Wenn sein Verlangen nach diesem Kontakt keine Erwiderung findet, wächst es mit dem Empfinden auf, dass niemand es liebt. **Krankheiten des Atemwegtrakts wie Asthma sind ebenfalls häufig Folgeerscheinungen.

Der Mangel an Selbstwert durch Fehlen des Urvertrauens und des Verlassens in schmerzlichen Situationen bewirken ein fehlendes positives Lebensgefühl und positive Einstellung zum sozialen Miteinander.**

Fazit

Weder das Ausmaß der Frühgeburtlichkeit, noch das Geburtsgewicht noch die Schwere der perinatalen Komplikationen oder das Ergebnis der neurologischen Entlassung scheinen für den Entwicklungsverlauf während der ersten fünf Lebensjahre entscheidend zu sein, wohl aber die Qualität des liebevollen Umgangs der Eltern mit dem Kind d.h. ihre sprachlichen und spielerischen Angebote an das Kind, ihre Sensibilität für seine Signale und ihr Bemühen um eine wechselseitige Abstimmung der Interessen.

[[http://www.kikt.de/vortrag%20fruehgeburt.pdf]]

-"diamo5ndx23-


Hallo!

Ich hab eben erst wieder diesen Faden entdeckt, hatte gar nicht gesehen, dass im März auch schon hier geschrieben wurde... |-o

Danke Vendetta!

Du hast ja übrigens wahnsinnig viel gefunden, toll!!

Ich fände es echt super, wenn wir uns hier ein wenig austauschen könnten....!

*:)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Diverse Erkrankungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH