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Haarausfall - Endokrinologie

A(ndix76 hat die Diskussion gestartet


Ich wollte hier mal meine Ergebnisse der Schilddrüsenuntersuchung beim Radiologen reinschreiben und hoffe, dazu ein paar hilfreiche Meinungen zu bekommen wegen meines Haarausfalls:

Klinische Befunde: Palpatorisch Struma Grad 0. Keine knotigen Resistenzen.

Sonographie: Normal großer li. u. grenzwertig großer re. SD-Lappen. Keine fokalen Läsionen. Keine diffuse Echoarmut.

Szintigraphie: Normal großer li. u. grenzwertig großer re. SD-Lappen mit volumenproportionierter Radionuklidbelegung. Keine warm- oder kaltknotigen Areale. Kein ektopes SD-Gewebe.

Tc 99m-Uptake: 0,8%, im Bereich der Norm.

In-vitro-Teste:

FT4-Ria: 8,9 (Norm 8,9 - 18,3)

FT3-Ria: 3,2 (Norm 2,1 - 4,7)

hTSH basal: 0,9 (Norm 0,1 - 4,0)

Beurteilung:

Normal großer li. u. grenzwertig großer re. SD-Lappen in euthyreoter Stoffwechsellage. Zugunsten der FT3-Werte verschobene Hormonkonstellation als Hinweis auf eine Jodmangelsituation.

Therapieempfehlung: Durchführung Jodprophylaxe 1 x 1 Tabl. Jodid 100 tägl.; Kontrolle in Abhängigkeit des klinischen Verlaufes.

Ich nehme jetzt das Jodid seit ein paar Wochen und seit 3 Monaten Priorin, Haare fallen immer noch aus, mal mehr, mal weniger, aber eine richtige Besserung bemerke ich noch nicht. Sind auch schon viel dünner geworden leider...

Ich würde auch gerne zu einem Endokrinologen gehen jetzt; wer kann mir denn sagen, wo ich einen solchen in meiner Gegend finde (die gibt es ja nicht überall, gibt es eine gute Auflistung irgendwo oder weiss jemand einen guten Endokrinologen im Raum Bonn/Köln?).

Also, ich freue mich über Meinungen zu dem SD-Befund und weiteren guten Tips!

Grüße Andi

Antworten
rNinchxen


hallo,

die pille nimmst du nicht oder? wie sieht es aus mit weiteren beschwerden? hast du diffusen haarausfall?

ich halte nicht viel von jodgabe, außer es liegt wirklich eine jodmangelstruma mit euthyreoter stoffwechsellage vor, was bei dir nicht 100% bestätigt werden kann. den großen jodmangel gibt es einfach nicht mehr, ist nur noch nicht überall angekommen.

wurden keine antikörper bestimmt?

deine werte liegen noch in der norm, mehr dann aber auch nicht. haarausfall kann das auf jedenfall machen und mit jodgabe wird man da nicht viel weiter kommen bzw. schadest du dir damit höchstens noch. meiner meinung nach solltest du das absetzen.

deine werte sind NICHT in ordnung (ft3 und ft4 sprechen für eine unterfunktion, ft4 sogar sehr deutlich, der TSH hätte zwar parallel auch ansteigen müssen, passiert aber nicht grundsätzlich, dem hätte man einfach noch einmal nachgehen müssen). und diese werte entstehen NICHT durch jodmangel, außer du hast dich in "ich-versuchs-mal-jodfrei" geübt, was ich aber dann doch eher nicht annehme.

ist mal der ferritinwert inkl. blutbild bestimmt worden?

priorin ist dann auch nicht das mittel der wahl. solange du die ursache nicht behandelst - und die liegt mit sicherheit (mit) an der schilddrüse - wird sich der haarausfall auch nicht entscheidend bessern.

gruß

rinchen

A8n*dix76


Hallo,

erstmal vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Ja, ich nehme die Pille schon seit 10 Jahren (Valette - eigentlich soll die sogar gegen Haarausfall gut sein); seit einem Jahr bemerke ich das mit dem Haarausfall, nicht an einer Stelle, eben über den Kopf verteilt, ich verliere auch ständig Haare mit der Wurzel daran - dazu äussert sich auch kein Arzt konkret, ob bzw in welchem Maß das normal ist. Man ist teilweise echt schlecht beraten, muss ich sagen.

Weitere Beschwerden hab ich nicht großartig, ab und zu mal Entzündungen der Mundschleimhaut, aber sonst gehts mir gut. Ein großes Blutbild wurde gemacht im Mai, war alles ok, auch der Eisenwert - wobei ich da gehört habe, dass das nicht viel sagt im Blutbild?

Ich kann nicht richtig beurteilen, ob ich genug Jod zu mir nehme, ich koche nur selten selbst, so einmal die Woche am WE eben, ansonsten in der Kantine, weiss nicht, ob durch die Ernährungsweise genug Jod in den Körper kommt (ob die Jodsalz verwenden zB), und Fisch esse ich auch nicht jede Woche zweimal, wie das geraten wird.

Mehr als ich hier reingeschrieben habe, wurde nicht bestimmt - gehört die Antikörperbestimmung zur SD-Untersuchung immer dazu? Und wie gehe ich jetzt weiter vor? Hast du eine Idee wegen eines Endokrinologen bzw wo ich einen finde?

Danke nochmal...

Gruß Andi

rZincxhen


die valette kann natürlich genauso zu haarausfall führen (auch erst nach vielen jahren pilleneinnahme) durch den einfluss auf die sexualhormone, die schilddrüsenhormone etc.

haare mit wurzel? meinst du, dass am ende des haares ein dicker weißer knubbel sitzt?

eisen im serum (und meist wird nur dieses bestimmt) hat keine aussagekraft. wichtig ist vor allem der eisenspeicher (ferritin) plus hämoglobin, hämatokrit usw. (was man alles im blutbild sieht), z.t. wird auch noch transferrin bestimmt.

heute wird alles zwangsjodiert. sämtliche fertigprodukte, salz, würzmittel,... dann das tierfutter, so dass man das auch über milchprodukte und fleisch aufnimmt. ein ausgeprägter jodmangel (und nur dieser würde zu schlechten schilddrüsenwerten führen) ist so unmöglich.

eine antikörperbestimmung gehört IMMER zur SD-untersuchung dazu. der arzt handelt grob fahrlässig, wenn er diese nicht bestimmt, dann aber jod verschreibt. bei einer möglichen autoimmunerkrankung (und die könnte bei deinen werten zugrunde liegen) darf das nicht passieren.

[[http://www.arztliste.raistra.de/Arztlist.htm]] (auf dieser liste stellen allerdings überwiegend reine schilddrüsenspezialisten und keine endokrinologen)

endos findet man dann meist in uni-kliniken bzw. gibt es in größeren städten auch ein endokrinologikum ([[http://www.endokrinologikum.com]]). ich war in einem in hannover, habe da leider nicht so gute erfahrungen gemacht, aber dafür wurden zumindest anstandslos alle wichtigen werte getestet. oft muss man da ein bißchen tricksen (beschwerden hinzumogeln oder unerfüllter kinderwunsch wirken oft wunder), damit die handlungsbedarf sehen.

du könntest dich auch mal noch auf [[http://www.ht-mb.de]] im hashimoto-forum erkundigen, ob dir da jemanden einen guten endokrinologen nennen kann.

gruß

rinchen

A*ndvi7x6


@ rinchen

Hallo,

also ich habe gerade einen Termin bei einem Endokrinologen gemacht, habe einen über die gelben Seiten in Bonn gefunden endlich. Muss jetzt noch 3 Wochen warten, mal sehen was der so meint und weiter untersucht.

Noch eine Frage habe ich dazu (ist vielleicht eine blöde Frage, aber trotzdem), inwieweit würde eine eventuelle Autoimmunerkrankung der SD das Immunsystem im allgemeinen beeinflussen? D.h. wirkt sich so etwas negativ auf die Antikörperbildung aus, dauert diese also dadurch länger? Ich nehme mal nicht an, dass es Personen gibt, die durch so etwas gar keine AK bilden können, oder? (Bin so jemand, der sich Gedanken über alles mögliche macht, und das ist mir sehr wichtig, mal zu wissen).

Danke für deine Antworten!

Gruß Andi

r=incxhen


ich weiß jetzt nicht genau, wie du das meinst? *grübel*

es kann sein, dass man durch hashimoto eine höhere infektanfälligkeit hat, aber dennoch kann der körper diese infekte dann bekämpfen. aufpassen muss man in diesem zusammenhang übrigens mit medikamenten zur steigerung der immunabwehr (z.b. echinacea), die dürfen dann nicht genommen werden.

falls du jetzt etwas ganz anderes gemeint hast, dann müsstest du noch mal genauer erklären ;-)

gruß

rinchen

Apn6dvix76


Ja, fast so hab ich das gemeint. Ich will halt nur sicher wissen, dass eine solche Erkrankung den Körper nicht längerfristig davon abhält, Antikörper gegen einen Infekt - z.B. Grippe - zu bilden. Glaube ja eigentlich nicht, sonst würde ich ja immer ewig lange eine Erkältung oder sonstiges haben, oder wie siehst du das?

Grüße Andi

CfonnSorHxH


hallo andi76,

ich habe morbus basedow und monatelang aufgrund von hormonschwankungen starken haarausfall.

mein arzt hat mit vitamin b-komplex empfohlen (gibts von rathiopharm)

2-3 monate nachdem ich es begonnen habe zu nehmen, war der haarausfall weg. kann also sein, dass es dir auch hilft....probiers mal.

gruss,

connor

cChandxa


Hypophyse bei Hashimoto

Hallo Ihr!

Mein Endokrinologe beim Endokrinologicum in München ist der Meinung, wenn mein FSH-Wert der Hypophyse nur einen Wert von 2,66 an Gonadotropinen ausschüttet, OBWOHL ich mitten in den Wechseljahren bin, in denen der Wert höher liegen MUSS, dass dann die Hypophyse eine Macke hat.

Ich habe aber rumgegoogelt und gelesen, dass es bei einer autoimmunen Erkrankung, wie sie "mein" Hashimoto Thyreoiditis ja ist, normal sei, dass der FSH-Wert niedriger als normal sei. Wisst Ihr da etwas Näheres? Der Endokrinologe will jetzt nämlich umfangreiche Untersuchungen meiner Hypophyse anstrengen, die ich mir so vielleicht sparen kann.

Weihnachtliche Grüße aus München!

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