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Schwerer Leberschaden wg. Alkohol?

W:olfgexrM hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich habe folgenden Beitrag bereits in einem anderen Alkoholiker Forum veröffentlich. Nun ist aber so, dass man bei diesem Forum als Neumitglied lediglich 1 Beitrag schreiben kann und für 10€ in den Mitgliederbereich eingelassen wird. Dies hatte ich allerdings erst später bemerkt. So und nun bin ich hier und wäre sehr erfreut wenn mir jemand mit Rat helfen kann, denn sowas ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich...


Zitat:

Hallo!

Letztes Jahr im August habe ich eine Entgiftung gemacht und war bis ca. Anfang Dezember trocken. Seit Anfang Dezember trinke ich hin und wieder am Wochenende.

Nun ist es so, dass mein Arzt im Oktober letzten Jahres, also praktisch zwei Monate vor dem Rückfall eine leichte Leberentzündung festgestellt hat. Dies war für mich ein Schock und ich schwor mir keinen Alkohol mehr zu trinken, frei nach dem Motto "Jetzt erst recht nicht!"

Leider hat das nicht so ganz funktioniert, nach der Diagnose jedenfalls habe ich konsequent Sport getrieben und mich sehr gesund ernährt. Dies hat sich so positiv auf mein seelisches und physisches Wohlbefinden ausgewirkt, dass ich wieder angefangen habe unregelmäßig zu trinken. Denn ich dachte; dir geht es gut, du fühlst dich stark - jetzt kannst du auch ab und zu mal wieder einen trinken...

Dummerweise habe ich neben dem Alkoholproblem ein noch viel massiveres Problemchen, denn ich leide seit 1998 unter psychosomatischen Angststören. Diese Ängste sind teilweise so heftig, dass ich denke sterben zu müssen, vor allem verstärkt durch Symptome wie Kribbeln, Herzrasen, Lähmungserscheinungen, Hyperventilation, Herzphobien (ganz fürchterlich) etc. War deswegen schon zwei mal in der Klinik und habe auch ca. ein halbes Jahr Psychopharmazeutika dagegen eingenommen. Alles mit mäßigen Erfolg, da die Angszustände hin und wieder alle Jubeljahre wieder bei auftreten.

Nebenher muss ich bemerken, dass die Angst vier Jahre eher da war als das Alkoholproblem. Ich bin mir auch durchaus bewußt, dass der Alkohol die Angst verstärkt.

Nun möchte ich auf Punkt kommen und nicht länger Eure kostbare Zeit strapazieren.

Seit ca. 2 Tagen habe ich am ganzen Körper ein Jucken. Ich befürchte, dass es mit der Leber zu tun haben könnte, möglicherweise befinde ich mich jetzt wieder in einem Angstkreislauf oder es ist doch real - ich weiß es nicht.

Eigentlich geht es mir gut; ich habe Appetit, bin motiviert alltägliche Sachen zu meistern, in der Beziehung läuft alles bestens, bis auf einer Erkältung eigentlich keine körperlichen Beschwerden, keine anderen typischen Merkmale für eine schwere Lebererkrankung - das letzte Mal habe ich vor fünf Tagen getrunken - nur dieses Jucken....

Kennt sich jemand von Euch mit Leberproblemen aus? Wie ist dieses überall beschriebene Juckreiz zu definieren? Mein Jucken ist auch nicht schmerzhaft, und lässt meistens nach Sekunden nach, es tritt an unterschiedlichen Körperstellen auf - geht und kommt wieder. Manchmal für Stunden gar keine Anzeichen.

Also ich bin 24 Jahre alt, und habe davon ca. 2,5 Jahre (mit einjähriger Unterbrechung) getrunken. kann es wirklich sein, dass ich was an der Leber habe oder ist es doch nervlich.

Bitte um Rat

Zitat Ende


Aktuell: Morgen habe ich einen Termin bei einem Internisten. Ich bitte darum mir wegen des Rückfalls keine Moralpredigt zu halten, ich weiß sehr wohl welchen Fehler ich begangen habe. Es ist nur diese fürchterlich Angst vor einer schweren Leberkrankheit und ich hoffe imständig, dass diese Angst mich vor weiteren Rückfällen bewahrt. Also wie lautet Eure Einschätzung? (ohne von einer Glaskugel zu sprechen), kann es sein oder nicht?

Nebenbei sei noch erwähnt, dass ich rauche (soll sich ja auch auf die Leber auswirken) und ca. 30Kg Übergewicht habe, desweiteren muss ich sagen, dass ich in den letzten zwei Monaten extrem Fettreich gegessen habe.

Könnte eine Ultraschall oder Blutuntersuchung Aufschluß geben oder müsste ich mir gar eine Probe von der Leber nehmen lassen?

MfG und Dank

Wolfgang.M

Antworten
amg4nes


Bluttest

reicht meist.

WFathelr Vxiolett


Keine Angst

Hallo WolfgerM,

warte die Laborwerte ab. Sind die OK oder nur leicht erhöht dann nimm Mariendistelextrakt aus der Apotheke oder von Weleda Hepa Doron. Sind alles pflanliche Mittel die den Leberstoffweches positiv beeinflussen.

Sind die Laborwerte aber hammerhart, dann überdenke Deine Situation noch einmal.

Alles Gute

N+eueWrM@att


In einem oder drei Tagen

stirbt man nicht mit so einer Symptomatik. Du steigerst Dich da rein. Die Konsequenzen etwas zu tun sind allerdings schon richtig.

Denn ich dachte; dir geht es gut, du fühlst dich stark - jetzt kannst du auch ab und zu mal wieder einen trinken...

Böser Fehler. Das klappt nicht. Abhängig ist abhängig. Es soll Ausnahmen geben, aber in diesem Fall nach der kurzen Zeit: keine Chance.

Schritt 1: Diagnostik beim Arzt, offen auf das Alkoholproblem ansprechen. Therapie anleiern für Alkoholproblem und Angststörung7Überweisung zu weiterem Fachmann.

Schritt 2:Therapie aufnehmen, Selbsthilfegruppen beitreten.

W1olf7gexrM


@ NeuerMatt

Du steigerst Dich da rein

Dafür kann ich nichts, das liegt an meinen Angstphobien.

Ehrlich gesagt bin ich der Angst dankbar dafür, hätte ich nämlich keine, würde ich munter und fröhlich weiter so durchs Leben spazieren.

@Wather Violett

Mariendistelextrakt aus der Apotheke oder von Weleda Hepa Doron

Werde ich mich mal drüber informieren, danke

@agnes

Bluttest

reicht meist.

Ich war heute beim Internisten und der wird Morgen

eine genau Untersuchung+Bluttest veranlassen.

MfG

M1ons~txi


Hallo Wolfger,

den grausligen Juckreiz kenne ich auch, und bei mir hatte er in der Tat mit der Leber zu tun. Gleichzeitig war ich aber auch extrem müde, und ich hatte einen unglaublichen Ekel gegenüber Fleisch, Fett und Alkohol. Überhaupt war's mir damals oft sehr übel. Ich hatte damals gegen meine Chronische Polyarthritis das Immunsupressivum Methotrexat gespritzt und nicht vertragen. Innerhalb ganz kurzer Zeit stiegen meine Leberwerte in utopische Höhen. Das Mittel wurde dann abgesetzt, danach verschwanden sowohl der Juckreiz wie auch der Ekel vor bestimmten Speisen.

Zum Glück ist die Leber unglaublich regenerierungsfähig. Aber man sollte ihr auch Gelegenheit dazu geben. In Deinem Fall musst Du jeglichen Alkohol 100%ig weglassen. "So mal ein Bisschen" klappt i.d.R. nicht, wie ich von sehr vielen Alkoholikern weiß. Ich selbst bin Raucherin, auch bei mir klappt es mit "mal ein Bisschen" leider nicht.

Liebe Grüße von

Angie

WOolIfgenrM


@ Monsti

Die Ultraschalluntersuchung hat lediglich eine leichte Leberverfettung ergeben, näheres erfahre ich nach Auswertung der Blutergebnisse. Bezüglich des Juckreizes bin ich auch schon auf den Diabetes Typ2 gekommen, ebenfalls unwahrscheinlich da meine Blutzuckerwerte laut Messung in der Apotheke im Normalbereich liegen.

Also wohl doch psychisch?

MfG

N1eu>eZrMaxtt


Naja, aber weniger Angststörung als Hypochonder.

Das erinnert mich eher an Medizinstudenten, die vermuten auch bei jedem kleinen Jucken tödlliche Krankheiten, einfach weil sie davon gehört haben.

Wobei es absolut sinnvoll ist, bei Dingen die aussergewöhlich sind und die man nicht kennt am eigenen Körper mal nachzufragen.

W%ol%fg7erxM


Das Profil des Hypochonders trifft nicht auf mich zu, ich gehe wegen vielen Sachen gar nicht zum Arzt wofür andere schon längst gegangen wären.

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