» »

Mein Vater liegt im Leberkoma

g,re.noxu hat die Diskussion gestartet


im dezember 2005 ist bei meinem vater eine leberzirrhose diagnostiziert worden. zusätzlich hatte er dann noch eine anämie... die ärzte haben ihm direkt gesagt, dass seine überlebenschancen fast null sind. sie haben ihm 2-3 jahre gegeben.

im verlaufe des jahres ging es dann auf und ab. anfangs war er deprimiert. er wollte nicht sterben, hat es mir und meiner mutter verschwiegen. er hat sich mit alkohol betäubt... was die situation noch schlimmer machte. er musste oft ins krankenhaus, aber irgendwnn hat er sich wieder aufgerappelt. die letzten monate, vor allem die sommerferien, liefen ganz gut. er war wieder vital und hat viel gelacht, auch wenn er körperlich eigeschränkt und schnell überlastet war. aber wir waren alle ziemlich sorgenfrei.

seit die sommerferien wieder um ist, arbeitet er wieder. da er selbstständig ist, bekommt er auch nicht so einfach eine rente oder andere soziale hilfen.. deswegen hat er trotz seiner krankheiten gearbeitet, obwohl die ärzte es ihm abrieten. aber irgendwoher musste das geld ja kommen..

seit anfang september gings ihm dann von woche zu woche schlechter. letzte woche war er noch in der lage, viel zu erzählen, wie es eben seine art ist. aber dieses wochenende.. da war er so schwach, dass er nicht mehr laufen konnte. er wollte nichts essen.. er ist abgemagert. aber ins krankenhaus wollte er dennoch nicht. heute morgen ist meine mutter dann aufgewacht und mein vater war nicht mehr ansprechbar. der krankenwagen kam und hat ihn auf die intensivstation gebracht... diagnose: leberkoma. sein gehirn wird vergiftet, weil die leber nicht mehr arbeitet. außerdem bauen seine schleimhäute um die organe ab, vor allem um den darm, weswegen er nichts essen konnte und durchfall hatte.. der arzt meinte, seine überlebenschancen stehen bei höchstens 20%. ich fühle mich schrecklich...

ich weiß garnicht, wieso ich das alles erzähle... meine fragen sind eigentlich nur:

tut ihm das leberkoma weh? :-( sind da heilungschancen?

er sieht so verdammt gequält aus in seinem bett... ich werde damit nicht fertig. ich habe immer das bild im kopf, wie er schwer atmend und apathisch herumliegt, ab und zu die augen aufreißt und dann wieder wegtritt.. ich kenne meinen vater nur als intelligenten, eloquenten und lustigen menschen. ihn so zu sehen.. das ertrage ich schwer. ich habe mir schon gewünscht, dass er leise einschläft. aber wenn es überlebenschancen gibt, dann will ich mich an sie klammern... hm.

hat sowas schon mal jemand erlebt? wie geht das aus? wie habt ihr euch gefühlt?

Antworten
a5g9nes


was ist denn die Ursache?

Infektion? Alkohol?

Patienten sind sich meist ihrer Umwelt (und ihres Körpers) nicht bewußt, er hat also wahrscheinlich keine Schmerzen.

SAeaneQt7Dor


Warscheinlich hat er keine Schmerzen, das Leberkoma nimmt ihm die Wahrnehmung für alles was mit ihm passiert. Deshalb ist er auch nicht ansprechbar. Das Augenaufreissen und das sofortige Einschlafen ist so ein Aufbäumen des Körpers, aber die toxizität der Abbaustoffe im Gehirn ist schon zu hoch, als das dieses Aufwachen von Dauer wäre.

Heilungschancen hängen von der Ursache ab , aber mach dich und deine Familie besser auf alles gefasst...

Gruss

CRolJdasixce


Mein

Großvater hatte einen Leberriss...lag dann im Koma...

er hat von november bis jänner durchgehalten ...aber die billirubin (i glaub die heissen so) waren soo hoch das er dann starb. aber schmerzen hatte er angeblich keine mehr...

g/renxou


danke für die antworten...

die ursache haben die ärzte nie wirklich bestätigt. sie haben vermutet, dass es eine virusinfektion war... aber er hat auch sein leben lang sehr viel alkohol getrunken. also jeden tag bier, am wochenende mal mehr etc.. vor allem in den letzten 2 jahren, da waren auch mal härtere sachen dabei. war wohl so ein zusammenspiel. die infektion hat es dann erst richtig schlimm gemacht.

mich beruhigt, dass er keine schmerzen zu haben scheint. ich hoffe, er träumt gerade irgendwas schönes und kriegt nichts mit von allem... :-(

meine mutter ist seit heute morgen bei ihm. sie hat gesagt, er atmet jetzt etwas ruhiger.. ich weiß nicht, ob ich heute auch nochmal hingehen soll. mal schauen..

CUoldaxsice


das kommt ganz

auf deine Verfassung an....wenn es wirklich so ist das er es (was ich natürlich ausschliessen möchte)nicht überlebt...hmm dann würd ich ihn einerseits sehen wollen aber vielleicht andererseits ihn lieber "schöner" in erinnerung haben...

gLre~noxu


ja, da hab ich auch meinen zwiespalt..

meine mutter will nicht so gerne, dass ich ihn sehe. gestern habe ich einen weinanfall bekommen bei seinem anblick.. da hat sie mir gesagt, ich solle meine tante anrufen und nach hause fahren...

wenn sie mich heute fragt, gehe ich mit. wenn nicht, dann gehe ich morgen zu ihm...

ich möchte ihn eigentlich auf jeden fall noch einmal sehen, da man ja wirkich nicht weiß, ob es das letzte mal sein wird.. ich muss ja nicht so lange da bleiben..

iDckcdhen


ich muß es auch gerade alles durchmachen :-( mein vater liegt auf der its im leberkoma...es ging alles so schnell,er ist ja nie zum arzt gegangen und eines morgens lag er dann auf dem fußbode und meine mutter fand ihn...er kam gleich auf die its war noch ansprechbar und einen tag später lag er im leberkoma...es ist alles so schrecklich zusehen zu müssen wie er da so liegt... die ärzte reden davon das er vielleicht noch mal zu sich kommt usw.,aber wenn ich das hier alles so lese,dann ist die chance ja fast gleich null :-( ich bin nur noch am heulen,das alles macht mich so fertig.... :-( :-( :-( :-(

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Diverse Erkrankungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH