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Seit Jahren ungeklärte Krankheit,

c4alnadiaOnbxlue hat die Diskussion gestartet


Hallo!

vielleicht kann mir ja hier jemand helfen. Seit ich denken kann, bin ich krank, was ich mir aber erst vor einigen Jahren eingestanden habe und jetzt nach den Ursachen forsche. Wobei die Symptome für mich nun immer weniger erträglich geworden sind. Ob körperlich oder psychisch, oder was auch immer, ich wäre damit einverstanden, wenn ich nur die Ursache wüsste. Ich mache es ganz ehrlich, übersichtlich und ausführlich und gehe auch auf eventuelle psychische Seiten des Problems ein:

Meine Daten und Symptome:

Geschlecht: männlich

Alter: Anfang 20

Größe: 1,82m

Gewicht: 59kg (!!)

(Kurze Anmerkung zu dem Untergewicht: Dies habe ich, seit ich denken kann. Ich war, so weit ich weiß, nie normalgewichtig, wurde deswegen in der Schule oft gehänselt etc. Allerdings hat es sich in den letzten Jahren etwas verbessert. Mit 19 wog ich 50kg. Mit 22 hatte ich mein bisheriges Hoch von 63kg. In der letzten Zeit leider wieder etwas abgenommen. Ich bin nicht magersüchtig, denn ich freue mich nicht darüber, wenn ich in den Spiegel sehe, und ich stecke mir auch keinen Finger in den Hals!)

Nun meine Symptome (die seit einigen Jahren bestehen und sich mit der Zeit eher verschlimmert haben) nach Wichtigkeit geordnet:

-> Grundsätzlich allgemeine körperliche Schwäche, d.h. häufige Schwächeanfälle (Herzschlag öfter mal ca. eine Stunde lang anhaltend in Ruhe > 100/Minute), flaues Gefühl im Bauch hin zu starker Übelkeit (Erbrechen selten, aber oft kurz davor) und Durchfall (sonst aber eher Verstopfung); bei Wechsel von Sitzen zu Stehen sehr oft erstmal längere Phase von 130/Minute, selten auch schwarz vor Augen; bei körperlicher Anstrengung (langsames Laufen) Herzschlag nach 1-2 Minuten auf 160/Minute (je nach "Tagesform"). Verschlimmerung bei Wärme/Hitze.

-> Selten auch totaler Schwächeanfall mit komplett-Schwarz-vor-Augen-Werden, dumpfem Hören, sehr getrübtem Bewusstsein, Hinlegenmüssen (bis jetzt ca. 6x; meistens bei medizinischen Untersuchungen, z.B. Blutabnehmen, Belastungs-EKG, EEG, nach kleinerer Operation)

-> Öfter leicht getrübtes Bewusstsein, dann länger andauerndes Gefühl wie nach Achterbahnfahrt, leichter Schwindel, Übelkeit

-> Müdigkeit (schlafe normalerweise ca. 10 Stunden)

-> Gar keinen Hunger, vor allem (schon immer) Abneigung gegen Fett (v.a. Butter); aber Durst schon

-> Psychische Probleme: Agoraphobie (sehr gebessert durch selbst durchgeführtes Konditionieren, aber immer noch vorhanden), soziale Phobie, "Aufgekratztheit", Neigung zu Hyperventilation, zunehmend deprimiert, genervt

-> Manchmal nach körperlicher Anstrengung: weiche Knie, zittrig, leicht getrübtes Bewusstsein

-> Manchmal Kopfschmerzen, in 2 verschiedenen Arten; Nummer 1: hinter oder über dem linken Auge, bohrend mit Übelkeit (seit Kindheit; hing meines Erachtens immer mit Flimmern des Fernsehers/Computers zusammen); Nummer 2: ganzer Schädel, druckartig, verschlimmert sich bei Lageänderung, z.B. beim Bücken (seit Jugend). Beide Arten verschwinden schnell mit Aspirin und normalerweise auch nach Schlaf.

-> Manchmal "Extrasystolen" (Heißt das so?), d.h. Herzstolpern

-> Ständig gelb-grüner Schleim in Nase. Anfälligkeit für Erkältungen mit Fieber. Dann immer Halsschmerzen mit vergrößerten Mandeln.

-> bei Kälte schnell kalte Nase, kalte Hände und Füße

Meine grundsätzliche Lebenssituation und Einstellung:

Ich bin Informatikstudent (im Fernstudium! Grund dafür war die weite Entfernung zu einer Uni), mein Berufswunsch ist Programmierer; wohne mit meiner langjährigen Freundin zusammen in einer eigenen Wohnung. Meine Freundin ist verständlicherweise sauer, weil mit mir nicht mehr viel los ist.

Bin Menschen gegenüber eher abgeneigt, introvertiert, "Einzelgänger", was aber eigentlich nicht mein Wunsch ist, denn ich bin grundsätzlich christlich eingestellt und möchte für alle das beste und ich möchte viel für unsere Gesellschaft arbeiten; es ist meines Erachtens eher Produkt meiner Vergangenheit (s.u.). Habe keine Freunde mehr außer meiner Freundin. Auch weil mir neben Studium und dieser Krankheit kaum Energie bleibt. Eltern wohnen in derselben Stadt; mittelmäßiges Verhältnis. Habe einen 8 Jahre älteren Bruder, der homosexuell ist (habe nichts dagegen) und sich aber vollkommen von jedem Kontakt zur Außenwelt abgeschirmt hat; in seiner Ausbildung ist er leider im Studium steckengeblieben.

Ich würde mich außerdem als ziemlich perfektionistisch beschreiben, teilweise ein "Kontrollfreak", aber in anderen Dingen wieder ziemlich chaotisch und träge.

Ansonsten: ich bewege mich mittlerweile nur noch sehr wenig. Trinke aber jeden Tag 1,5-2l Wasser. Rauche nicht. Trinke auch keinen Alkohol. Nehme keine Drogen. (Alles noch nie.)

Vielleicht wichtige Ereignisse in der Vergangenheit:

-> ca. anderthalb Jahre vor meiner Geburt ist ein Bruder von mir im Alter von ein paar Monaten an einem Herzfehler gestorben

-> Seit ich denken kann, habe ich einen Sprachfehler (eine Art Stottern); in Grundschule ausgelacht worden; in Gymnasium habe ich es erfolgreich verbergen können, deswegen aber im Grunde bei den mündlichen Noten immer benachteiligt gewesen; deswegen auch Kontaktschwierigkeiten mit anderen Menschen

-> Mit 4 Jahren Autounfall, in Wachstumsfuge gebrochener Fuß; deswegen ein Bein 1cm länger als das andere

-> Mit ca. 8 Jahren bei einem Versuch, einen Salto zu machen, auf dem Genick gelandet; anschließend vielleicht 10 Minuten "gelähmt"; von selbst wieder besser geworden und nicht beim Arzt gewesen

-> Mit 9 Jahren leichte bis mittlere Gehirnerschütterung (mit Erbrechen) mit Platzwunde (jemand ist mir beim Fangenspielen von hinten in die Beine gelaufen), eine Woche im Krankenhaus

-> Im Alter von 8-16 Jahren hatte ich permanent Kopfläuse, man könnte sagen wegen Vernachlässigung durch die Eltern; am Ende selbst beseitigt

-> Mit 17 Jahren: Zeckenbiss in Bayern (nach Blutprobe aber keine Borreliose)

-> Im Alter bis 18 Jahre hatte ich eine Vorhautverengung, eigentlich wieder wegen Vernachlässigung durch die Eltern; durch Operation beseitigt

-> Im Alter bis 18 Jahre nicht besonders guten Zugang zu Lebensmitteln gehabt. Eltern gingen selten einkaufen, vorhandenes Essen war oft verdorben, auch deswegen nicht viel gegessen.

-> Mit 19 Jahren haben die aktuellen Symptome begonnen: mit Übelkeit in der Schule und anschließender Phobie vor der Schule

-> Mit 19 Jahren im Urlaub in Frankreich Infektion mit Campylobacter Coli (starkes Fieber).

-> Mit 19 Jahren, kurz vor Abitur, im Urlaub in Österreich halber Tag im Krankenhaus wegen Schwächeanfall mit Hyperventilation (Kribbeln)

Schon durchgeführte ärztliche Untersuchungen:

-> Blutuntersuchungen: Bilirubin immer mindestens auf das Doppelte des Normalen erhöht. Später habe ich durch einen Gentest herausgefunden, dass dies daher kommt, dass ich Morbus Meulengracht habe, was aber "keine Krankheit" sei. Sonst bis jetzt alle getesteten Blutwerte normal. (Schilddrüsenwerte vor ein paar Jahren getestet, damals normal.)

-> Bei der Musterung Urinprobe: "Eiweiß im Urin". Habe ich abklären müssen, aber ich habe den Arzt dann nicht zu sprechen bekommen. Keine Ahnung, was die Ursache war oder ist. Musterungsbescheid: T3 - gerade noch tauglich.

-> Vor ein paar Jahren: Mehrere Ruhe-EKGs normal ("Steiltyp")

-> Vor ein paar Jahren: Mehrere Ultraschall des Bauchraums durchgeführt: mit 16 Jahren einmal Zyste an der Niere, die aber dann verschwunden ist

-> Vor ein paar Jahren: Ausführliche Herzuntersuchung bei Kardiologen ohne Befund

-> Vor ein paar Jahren: EEG nur "fast" normal, deswegen Abklärung in Magnetresonanztomographie (MRT); kein Befund; dazu ist noch anzumerken, dass ich gerade bei diesem EEG einen totalen Schwächeanfall hatte (konnte nichts mehr sehen und kaum noch etwas hören)

-> Blutzuckertest vor kurzem: mehr oder weniger nüchtern 89mg/dl

--

So, das war eine lange Schreibarbeit :-). Vielen Dank im voraus bei demjenigen, der das liest und sich vielleicht einen Reim darauf machen kann. Ich freue mich über alle Vorschläge.

Viele Grüße,

canadianblue

Antworten
c an*adianbtluxe


Nachtrag: Ein Symptom vergessen

Entschuldigung, ein Symptom habe ich noch vergessen:

-> Ich sehe ziemlich viele Floater, d.h. Mouches Volantes, auf beiden Augen. Außerdem manchmal Blitze. War beim Augenarzt, der meinte, man kann nichts machen.

a\gne:s


Unterernährung durch Eßstörung durch zu determinierendes psychologisches Problem und mangelndes körperliches Training erklären alle Deine Symptome.

Warst Du mal beim Psychologen? Daß Du Deine Kindheit nicht in allzu positiver Erinnerung hast, ist offensichtlich.

j(uXshxi


Ich habe deinen Text nur relativ kurz gelesen, trotzdem meine ersten Gedanken dazu:

- Schilddrüse gecheckt?

- Borreliose in welchem Labor gecheckt? Da gibt es himmelweite Unterschiede und "negativ" ist nicht gleich "negativ"

- EBV und Konsorten getestet?

Ich leide selber unter chronischer Borreliose und meine Symtomatik deckt sich in sehr vielen Dingen mit deiner, ich hätte meine Geschichte ziemlich ähnlich geschrieben. Dennoch ist das alles natürlich zu unspezifisch um es darauf festzulegen. Ich kann dir nur empfehlen dran zu bleiben, geh vor allem dem Zeckenbiss nochmal nach, sowas kann auch Jahre später erst Probleme machen und lass dich nochmal gründlich untersuchen.

Warnen kann ich auf jeden Fall davor sich zu schnell auf eine seelische/psychische Ursache einzulassen. Das sollte die letzte Möglichkeit sein, aber erst wenn wirklich alles andere ordentlich ausgeschlossen ist. Ich habe selber zig negative Borreliosetests bekommen und ebensoviele Psycho-Diagnosen. Trotzdem hat meine Krankheit rein gar nichts mit einer seelischen Problematik zu tun.

Bleib dran, denk in alle Richtungen und hol dir viele Meinungen. Was hast du denn selber für ein Gefühl, was glaubst du selbst was dir fehlen könnte? Ich glaube man spürt es selbst immernoch am besten was los ist. Keiner kennt dich so gut wie du selbst.

Soviel für heute,

schönen Gruß und alles Gute, Jushi

tDiDtax


Ich denke,dich plagen mehrere Probleme.

Zu den von den anderen aufgeführten Dingen würd ich noch die HWS checken lassen-am besten von einem Chiropraktiker

S(ara? xHH


Hey,

also ich muss Agnes da auch zustimmen.. es scheint, dass deine Kindheit nicht besonders gut war und du anscheinend auch in den späteren Jahren (18 J) nicht so gut auf deine Eltern zu sprechen warst...

Viele Symptome finde ich jetzt ehrlich gesagt nicht herausragend, ist nicht böse gemeint.. aber weiche Knie nach körperlicher Anstrengung, ein Schwächeanfall nach medizinischen Untersuchungen, das haben viele Leute.. kalte Nase, kalte Hände, kalte Füße hab ich auch grundsätzlich immer.. liegt am niedrigen Blutdruck wie ich schätze.. Übelkeit und Durchfall können auf Reizmagen bzw Reizdarm hinweisen.. Insgesamt könnte deine körperliche Verfassung eine Art seelischer Aufschrei sein.. sei mir nicht böse, wenn ich da jetzt zuviel reininterpretiere, aber du schreibst ja selbst von Ängsten und Phobien.. bist du in therapeutischer Behandlung? Vielleicht wäre das ja mal ein Ansatzpunkt.. auch wenn viele sich immer stark davor wehren möchten "sich auf die Psychoschiene schieben zu lassen".. oft ist es nunmal auch Ursache der Probleme.. und selbst wenn nicht alle Probleme davon wie weggeblasen sind, eine Überlegung ist es sicherlich wert..

Ansonsten würde mir nur einfallen vielleicht mal die HWS abchecken zu lassen wg diesem Sturz von dem du schreibst und evt mal Allergien/Unverträglichkeiten testen.. Hast du Heuschnupfen? Das würde die verschleimte Nase ja vielleicht erklären und müde bin ich auch immer während der Pollensaison.. Oder irgendwelche Nahrungsmittelallergien/-unverträlichkeiten?? Die können auch oft mehr auslösen als nur Neurodermitis oder reine Magen-/Darmprobleme...

*:)

RoapJladxy


ich würd mal dringend zum arzt gehen!

Zu deiner Überschrift, eine ungeklärte Krankheit hast du bestimmt nicht! Höchstens was mit dem Hormonhaushalt, vielleicht noch niedriger Blutdruck, ansonsten schätze ich, ist alles psychisch bedingt!"

F eminxa


Ich würde auch sagen, zunächst einmal alles auf körperlicher Ebene abchecken lassen - in jedem Fall HWS und Borreliose. Diese kann man nur mit 60%iger Sicherheit im Blut feststellen.

Und dann noch psychologische Hilfe holen. Ich bin mir sicher, dass wenn zu zunimmst, es dir auch besser geht. Aber dazu musst du dich gut fühlen, damit du wieder Hunger kriegst.

Und wenn dir ein Schulmediziner nicht helfen kann, könntest du es ja mal bei einem Heilpraktiker probieren. Es gibt auch eine Vereinigung christlicher HPs. [[http://www.vchp.de/]]

k}leinFriitzIchxen


Psychosomatik

Ich habe selbst etwa 12 Monate mit diversen Symptomen zu tun gehabt. Es ist auch unbefriedigend keine Antworten zu bekommen. Dennoch ist es bei mir auch wichtig gewesen die Psyche zu pflegen.

Geh''raus in die Sonne. Bewege Dich, fahre Fahrrad. Ich will Symtome nicht verharmlosen, aber wenn Du in Deiner Aufzählung selbst Kopfläuse in anführst, scheinst Du bei Deinen Symptomen nicht nach Wichtigkeit zu schauen. Kopfläuse sind keine Krankheit und sind nach kurzer Behandlung weg. Auch die Vorhautverengung hat rein gar nichts mit Krankheit zu tun.

Du ziehst Dich mit solch einer Aufzählung nur noch mehr herunter und Dein Körper reagiert über die Psyche irgendwann psychosomatisch.

Ich schließe mich den anderen Ratgebern an. Nimm psychologische Hilfe an. Selbst wenn es noch organische Ursachen gibt, werden die dann besser zu ertragen sein.

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