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Schlafmittel

Gwras-XHalm


mir ist nicht ganz klar, wieso Tavor einen "gesunden Schlaf" machen soll und Zolpidem/Zopiclon nicht..die sind ja teilweise sogar verwandt...

wie gesagt, ich habe monatelang mit Schlafhilfe geschlafen - hauptsächlich Trizyklika - da hätte mein Körper ja total am Ende sein müssen und ich dauermüde. Dem war aber nicht so.

Das nur so als Einwurf..

L@amaEle5in


@ grashalm

ich hab mal kurz nachgegoogelt. rein von der chemischen struktur her sind benzos und dein genanntes schlafmittel nicht verwandt. die wirkunsgweise ist nur ähnlich.

jedoch war ich schon richtig. tavor ist ein kurz wirksames benzo. es dient nicht als durchschlafmittel. wenn du zum einschlafen eine 0,5 mg tavor nimmst, dann wirkt das lediglich ungefähr eine stunde. solange bis du in den schlaf reingeglitten bist. aber nachts ist die wirkung verpufft und der normale schlaf tritt ein. der tiefschlaf wird nicht beeinträchtigt.

das war auch die meinung der ärzte in meiner klinik. und bei angstpatienten ist es ja nur wichtig, dass sie in den schlaf finden und beruhigt einschlafen.

es gibt noch andere benzos, die aber als durchschlafmittel fungieren können und dann den tiefschlaf beeinträchtigen. und dein schlafmittel gehört auch dazu. ist nur kein benzo.

Nachteile von Schlafmitteln

* Veränderungen des natürlichen Schlafmusters: Benzodiazepine führen zu einer Verminderung des Tiefschlafes, tw. auch des REM-Schlafes. Bei den Neuen Nichtbenzodiazepinen sind diese Nebenwirkungen geringer ausgeprägt.

* Tagesüberhang: Je nach Wirkdauer des Medikamentes kann es auch noch am Tage zu einer Beeinträchtigung der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, sowie des Reaktionsvermögens (Unfallrisiko!) kommen. Häufig werden diese Effekte vom Patienten nach einiger Zeit nicht bewusst wahrgenommen, obwohl sie weiterhin vorhanden sind.

* Reboundinsomnie: Der englische Begriff "rebound" bedeutet soviel wie "Rückprall". Mit der sog. Reboundinsomnie (auch: Absetzinsomnie) bezeichnet man die bei abruptem oder zu schnellem Absetzen eines Schlafmittels erneut und nicht selten verstärkt auftretende Schlafstörung/Schlaflosigkeit. Bei den Neuen Nichtbenzodiazepinen ist diese Nebenwirkung geringer ausgeprägt. Am stärksten treten Absetzschlafstörungen bei hoher Dosierung und bei Mitteln mit kurzer Wirkdauer auf.

* Entzugserscheinungen: Abruptes Absetzen eines Schlafmittels kann neben der Absetzinsomnie zu einer Reihe anderer Entzugssymptome führen wie Angstzustände, Zittern, Alpträume, Erregungs- und Unruhezustände.

* Toleranzentwicklung: Zahlreiche Schlafmittel verlieren nach einiger Zeit an Wirkung. Bei Benzodiazepinen ist nach 2-4 Wochen mit einer Wirkungsabschwächung zu rechnen. Eine Dosissteigerung ist dann häufig die Folge.

* Abhängigkeit/Sucht: Aufgrund der Toleranzentwicklung kann es bei einigen Patienten zur Dosissteigerung und entsprechender Entzugssymptomatik kommen, so dass man hier von einer physischen (körperlichen) Abhängigkeit spricht. Das Risiko einer solchen Abhängigkeit ist jedoch wesentlich geringer einzustufen als das Abhängigkeitsrisiko bei entsprechenden illegalen Drogen oder legalen Suchtmitteln (Alkohol, Nikotin). Das Risiko steigt mit zunehmender Dosierung und Therapiedauer. Besonders gering wird das Abhängigkeitsrisiko bei den Neuen Nichtbenzodiazepinen eingeschätzt. Von der körperlichen Abhängigkeit unterschieden werden muss die psychische Abhängigkeit.

* Psychische Abhängigkeit: Bei jeder Form der Schlafmitteleinnahme (selbst wenn es sich um ein unwirksames Schlafmittel handeln würde) besteht das Risiko, dass über kurz oder lang der Patient zu der Überzeugung gelangt, ohne Schlafmittel nicht mehr schlafen zu können, und daher gewohnheitsmäßig abends zur Tablette greift. Ohne Tablette (z.B. wenn man das Medikament auf einer Reise vergessen hat, einzupacken) entsteht dann der Gedanke: "Ohne mein Schlafmittel kann ich nicht schlafen - also werde ich wohl die ganze Nacht wachliegen", die dadurch hervorgerufene Beunruhigung reicht dann in der Tat aus, den Schlaf zu vertreiben (siehe auch: Teufelskreislauf der Schlaflosigkeit).

* Muskelrelaxation: Benzodiazepine habe eine muskelentspannende Wirkung. Bei älteren Patienten besteht daher eine erhöhte Sturzgefahr, wenn sie in der Nacht aufstehen müssen, um z.B. zur Toilette zu gehen.

* Atemsuppression ("Atemunterdrückung"): Benzodiazepine beeinträchtigen die Atmung. Bei vorbelasteten Patienten (z.B. Asthma) - insbesondere bei solchen, bei denen neben der Schlafstörung auch eine "Schlafapnoe" vorliegt - kann sich dieser Effekt verhängnisvoll auswirken.

* Paradoxe Reaktionen: Bei einigen Patienten, insbesondere älteren Menschen und Kindern, kann es statt der beruhigenden Wirkung zu einer gegenteiligen Reaktion mit Erregung, Unruhe, Angst und Panik kommen.

* Gedächtnis: Benzodiazepine können zu vorübergehenden Beeinträchtigungen des Gedächtnisses führen (Vergessen von Vorkommnissen in der Nacht, Beeinträchtigungen beim Lernen neuer Gedächtnisinhalte). Dies gilt besonders für die kurz wirksamen Benzodiazepine (z.B. Halcion). Bei diesen sehr schnell wirkenden Medikamenten wurden auch tw. Angstsymptome am Tage als Nebenwirkung berichtet.

* Wechselwirkungen: Alle Schlafmittel weisen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auf. Insbesondere die gleichzeitige Einnahme von Alkohol kann Wirkungen und Nebenwirkungen erheblich verstärken und sollte daher unterbleiben.

ich denke mal, dass man klar nicht wie gerädert am nächsten tag aufwacht und man am liebsten wieder ins bett will. aber der tiefschlaf ist wichtig für die regeneration des körpers, konzentration etc. es kommt dann noch auf die dosen und das medikament selbst an. sicherlich werden die auswirkungen auch nur bei duaerhaftem einsatz wirklich drastisch.

kDaia"-xy


also echt... tavor als schlafmittel zu empfehlen ist in meinen augen reichlich fahrlässig. es macht ziemlich schnell abhängig. (und aus erfahrung kann ich sagen, dass der entzug der pure horror ist.)

dann schon eher zolpidem oder zopiklon. aber auch das würde ich nicht als erstes nehmen.

dann lieber mit nem niederpotenten neuroleptikum probieren. gibt mehrere, nicht jedes wirkt bei jedem, muss man u.u. ausprobieren.

aber die würde ich erst an tagen probieren, wenn man am nächsten tag nicht früh raus muss bzw. nicht gleich ganz fit sein muss, denn die dosierung ist bei verschiedenen menschen auch ganz unterschiedlich. erst mit ner niedrigen dosis anfangen. wenn man die tzu hoch dosiert, hat man einen überhang am nächsten tag.

der vorteil von neuroleptika gegenüber zolpidem/zopiklon ist, dass sie nicht abhängig machen. (auch wenn das abhängigkeitspotential bei zolpidem/zopiklon nicht so groß ist wie bei nezos wie tavor)

aber hast du es auch schon mti pflanzlichen sachen probiert? manchen menschen reicht das schon.

wie schlaftee, baldrian...

wie gesagt, ich würde langsam anfangen.

aber auf jeden fall mit nem arzt sprechen, naja, musst du bei den verschreibungspflichtigen ja eh.

denke, da wäre ein psychiater auch ein besserer ansprechpartner als der hausarzt.

lieben gruß

kaia

LYamalexin


neurooleptikum

@kaia

ohohoh...also wenn die tavor empfehlung grob fahrlässig ist, dann weiss ich nicht, was deine neuroleptika-empfehlung ist??

ich habe selbst seroquel (neuroleptikum) über 5 jahre genommen. Sowas gibt man bei starken angsstörungen oder bei psychosen / schizophrenien. Aber NICHT als schlafmittel. die sedierende wirkung eines neuroleptikums ist nur eine nebenwirkung und sollte nicht für die therapie von schlafstörungen verwendet werden.

selbst bei angststörungen ist es NICHT das mittel der ersten wahl. das sollte erst dann genommen werden, wenn die notfalleinnahme von tavor oder die langfristige einnahme von antidepressiva nix mehr bringt.

einem normalen menschen, der unter schlafstörungen leidet, ein neuroleptikum reinzuknallen ist meines erachtens fahrlässig. der arzt, der sowas empfiehlt, handelt nicht richtig. neuroleptika haben starke nebenwirkungen. auch die neuen atypischen. sind lange nicht so harmlos wie antidepressiva und schon gar nicht harmloser als tavor. und ich hatte übrigens nach 5 jahren neuroleptikumeinnahme entzugserscheinungen beim absetzen. übelkeit und schlafstörungen.

das ist auch etwas, was man gerne unter den tisch fallen lässt. es macht klar nicht so abhängig wie tavor, aber entzugserscheinungen sind trotzdem drin.

tavor ist ein gutes mittel. das haben die sogar in der klinik gesagt, weil es relativ nebenwirkunsgarm ist, aber schon sehr schnell abhänig macht, wenn man es durchgehend nimmt. ich kenne die wirkung von tavor sehr gut. musste das mittel zweimal über einen zeitraum von 8 bis 10 wochen durchgehend nehmen, bis das neuroleptikum wirkte.

bei einmaligem gebrauch, entsteht noch keine abhängigkeit. beruhigungsmittel werden auch gerne als notfallmedikament dem patienten mitgegeben. wenns nicht mehr auszuhalten ist, dann hat man was dabei. bei flugangst zum beispiel.

das heißt aber klar nicht, dass man schön jeden abend zum schlafen gehen, erstmal ne tavor einschmeissen soll.

die threaderstellerin fragt ja auch nach einem mittel vor einem besonderen tag. für eine nacht. eine einmalige anwendung.

tavor ist da das mittel der 1. wahl.

und kein neuroleptikum.

und damit das deutlicher wird. Hier die nebenwirkungen von neuroleptika

Nebenwirkungen neuroleptika:

* Sedierung (Müdigkeit, Verlangsamung der Reaktionen)

* Psychische Erstarrung

* Abschottung" gegenüber der Umwelt

* Bewegungsstörungen, Dystonien, Dyskinesien (s. o.), Parkinsonoid, Bewegungsstereotypen, Akathisie (Sitz-/ Bewegungsunruhe)

* Leber- oder Nierenfunktionsstörungen

* Herzrhythmusstörungen

* Einschränkungen von Sexualität und Libido

* Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse

* Gewichtszunahme bis hin zu Fettleibigkeit, besonders bei Clozapin und Olanzapin

* Hormonstörungen, u. a. bei Frauen: Störungen der Regelblutung

* Schädigungen bei bestehender Schwangerschaft

o Neuroleptika werden mit der Muttermilch weitergegeben

* Störungen der Regulation der Körpertemperatur

* einige der modernen, atypischen Neuroleptika, wie zum Beispiel Risperidon (Handelsname Risperdal) und Olanzapin (Handelsname Zyprexa) scheinen neueren Untersuchungen zufolge bei alten Patienten die Schlaganfallgefahr zu erhöhen.

* Hyperprolaktinämie

* Rhabdomyolyse

* Epilepsie

bei tavor sind es allgemeine nebenwirkungen. müdigkeit etc. das gefährliche bei neuroleptika sind die dyskinesien. und die können auch bei atypischen niedrigpotenten mitteln auftreten. auch wenn man es nur selten nimmt. das ist eh ein humbug, ein so potentes mittel nur mal sporadisch wegen der nebenwirkung zu nehmen. da gibts echt bessere alternativen.

und außerdem sind die klassischen schlafmittel alle aus der gruppe der benzodiazepine...genauso wie tavor, bloss dass tavor nicht als durchschlafmittel geeignet ist. deswegen machen sie auch alle abhängig. aber zum einmaligen gebrauch ist es das sinnvollsten, was man tun kann.

k-aia-xxy


sorry, Lamalein, aber ich kann nur den kopf schütteln.

ich kenne mehrere ärzte und viele patienten, von denen viele zur beruhigung und gegen hohe anspannungen neuroleptika bekommen.

von den nebenwirkungen, die du aufschreibst, sind die meisten äußerst selten. danach dürftest du gar keine medis nehmen... es muss jede nebenwirkung aufgelistet sein, die mal irgendwo aufgetreten ist...

und was die dyskinesien betrifft: die gefahr ist bei hochpotenten neuroleptika, glaub ich, wirklich hoch. bei niederpotenten nicht mehr so. ganz ausschließen kann man die allerdings wirklich nicht.

naja, und wenn du schon die nebenwirkungen auflistet, dann sei auch so konsequent und mache es für beide medis ;-)

und vergleiche...

Mögliche Nebenwirkungen:

Sehr häufig bei Tavor: Sedierung, Müdigkeit, Benommenheit.

Häufig bei Tavor : Muskelschwäche, Mattigkeit; Verwirrtheit, Ataxie, Depression, Demaskierung einer Depression, Schwindelgefühl.

Gelegentlich bei Tavor: Übelkeit; Libidoänderung, Impotenz, verminderter Orgasmus. Ferner möglich: Überempfindlichkeitsreaktionen, anaphylaktischer, anaphylaktoide Reaktion, SIADH, Hyponatriämie, Hypothermie; Hypotonie, leichter Blutdruckabfall; Obstipation, Bilirubinanstieg, Gelbsucht, Anstieg Lebertransaminasen/alkalische Phosphatase; Thrombopenie, Agranulozytose, Panzytopenie; zentralnervöse Dämpfung, verlängerte Reaktionszeit, extrapyramidale Symptome, Tremor, Sehstörung, Dysarthrie/undeutliches Sprechen, Kopfschmerzen, Krampfanfälle/Krämpfe, Amnesie, Enthemmung, Euphorie, Koma, Suizidgedanken/Suizidversuch, paradoxe Reaktionen z.B. Angst, Erregungszustände, Aufgeregtheit, aggressives Verhalten bei Tavor, Schlafstörung, Schlaflosigkeit, sexu. Erregung, Halluzinationen; (evtl. tödliche) Atemdepression, Apnoe, Verschlechterung Schlaf-Apnoe oder einer obstruktiven Lungenerkrankung; allergische Hautreaktionen, Alopezie.

Bei plötzlichem Absetzen bei Tavor können auftreten: Schlafstörungen und vermehrtes Träumen; Angst, Spannungszustände, Erregung, innere Unruhe können verstärkt wieder auftreten bei Tavor, sowie Kopfschmerzen, Depression, Verwirrtheit, Reizbarkeit, Schwitzen, Dysphorie, Schwindelgefühl, Realitätsverlust, Verhaltensstörung, übersteigerte Geräuschwahrnehmung bei Tavor, Taubheitsgefühl und Kribbeln in den Gliedmaßen, Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm und Berührung, Wahrnehmungsstörungen, unwillkürliche Bewegungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Halluzinationen/Delirium, Krampfanfälle/Krämpfe, Zittern, Bauchkrämpfe, Myalgie, Erregungszustände, Palpitationen, Tachykardie, Panikattacken, übersteigerte Reflexe, Verlust Kurzzeitgedächtnis, Hyperthermie. Behandlung ausschleichend beenden.

Epilepsie-Kranke: plötzliches Absetzen Krampfanfälle auslösen. Primäres Abhängigkeitspotential beachten. Sucht bei Tavor!

und was den einmaligen gebrauch angeht:

wenn jemand das wirklich nur einmal gebraucht, stellt sich mir die frage, warum dieser jemand es dann überhaupt gebraucht. an einer schlaflosen nacht ist noch niemand zugrunde gegangen...

wenn du nach 8-10 wochen tavoreinnahme keine abhängigkeit gezeigt hast, freut es mich für dich. aber da bist du eher eine ausnahme.

und einem völlig fremden menschen ein stark abhängigmachendes medikament zu empfehlen, finde ich nun mal fahrlässig.

kennst du seine persönlichkeit? kennst du seine lebensumstände?

mir wurde es auch als notfallmedikament verschrieben...

achja, und du schreibst einerseits, der threadersteller will das ja nur vor seltenen tagen nehmen, also ist tavor gut. aber vom neuroleptikum gehst du aus, dass das jeden tag genommen werden soll? passt irgendwie nicht, oder?

ja, antidepressiva wie z.b. doexpin oder mirtazapin wirken auch sedierend und "besser" als neuroleptika. an die hatte ich beim letzten beitrag gar nicht gedacht, obwohl ich derzeit sogar auch was nehme.

nehme zur zeit doxepin und zopiklon... anders gehts bei mir leider nicht.

wie auch immer, ich würde immer "klein" anfangen...

- erst schlafhygiene

- dann pflanzliche mittel

- dann arztbesuch und mit dem weiter schritte besprechen...

lieben gruß

kaia

k<ai!a-xxy


öhm, kleine korrektur:

ich kenne mehrere ärzte und viele patienten, von denen viele zur beruhigung und gegen hohe anspannungen neuroleptika bekommen.

die ärzte verschreiben es natürlich und die patienten nehmen es...

APzuce=na1


Neuroleptika, eine Zeit habe ich Seroquel genommen.

ES hat mit Abstand am Besten geholfen. Ich habe versucht es abzusetzen und dann beim Wiedereinnehmen habe ich es nicht mehr vertragen. Dann hat mir mein Arzt Eskazine verschrieben, habe überhaupt nichts gemerkt ???

Im Moment nehme ich Zolpidem. Ich habe das Gefühl, dass der Körper sich an die Medikamente gewöhnt und dann darauf nicht mehr reagiert. Jedes mal wenn ich ihn sehe verschreibt er mir ein anderes Schlafmittel/AD

GZras-Hxalm


Ich habe das Gefühl, dass der Körper sich an die Medikamente gewöhnt und dann darauf nicht mehr reagiert.

ja, das ist auch so. Bei vielen Medikamenten gibt es eine Toleranzentwicklung..

L9amal(ein


kaia

ich rücke weiterhin nicht von meiner meinung ab.

ich kenne mehrere ärzte und viele patienten, von denen viele zur beruhigung und gegen hohe anspannungen neuroleptika bekommen.

in meiner klinik (war selbst ein halbes jahr als patient dort) hat keiner einfach mal bei schlafstörungen ein neuroleptikum bekommen. das ist wahrscheinlich von klinik zu klinik verschieden. die gängie praxis war dort eben erst tavor zu geben, dass der patient überhaupt mal wieder durchschlafen kann. und dann je nach grunderkrankung (dort waren keine schlafpatienten, sondern depressive und angstpatienten) dann das einstellen auf das jeweilige medikament. und das war meist dann ein antidepressivum und nur in hartnäckigen fällen mit nebenerscheinungen wie psychotischen angstzuständen ein neuroleptikum.

das alter des patienten war dann außerdem auch noch entscheidend. bei jungen war man da noch zurückhaltender als bei alten patienten

und was den einmaligen gebrauch angeht:

wenn jemand das wirklich nur einmal gebraucht, stellt sich mir die frage, warum dieser jemand es dann überhaupt gebraucht. an einer schlaflosen nacht ist noch niemand zugrunde gegangen...

weil du wahrscheinlich nicht richtig gelesen hast. die feststellung habe ich auch schon gegenüber der threaderstellerin gemacht und sie hat gemeint, dass sie aufgrund ihres momentanen gesundheitzustandes es sich nicht erlauben kann, eine nacht zu wenig zu schlafen.

außerdem weiß ich nicht, wie panikbelastet die TE ist. Als panikpatient bekommt die durchwachte nacht eine andere dimension und kann sich, wie bei mir, schnell zu einer schlafstörung entwickeln.

wenn du nach 8-10 wochen tavoreinnahme keine abhängigkeit gezeigt hast, freut es mich für dich. aber da bist du eher eine ausnahme.

habe ich nirgends behauptet. ich habe zu den entzugserscheinungen was meinen körper anbelangt gar nix geschrieben. ich war sicherlich abhängig. hab zwar nix davon gemerkt wie andere patienten, aber ich musste das medikament mit valium ausschleichen. die ärzte haben das sehr langsam gemacht und ich hatte ausser einem sehr sehr leichten krampfanfall (liegt aber daran, dass ich eine epilepsie-anfälligkeit besitze aber keine epilepsie mit anfällen habe) nichts. das ist aber bei mir auch eine andere dimension als bei einem einmaligen gebrauch! ich hatte jeden tag 2 mg tavor 8 wochen lang in mir. wir sprechen hier von vielleicht 0,5 mg einmalig (je nach körpergewicht mehr)

und einem völlig fremden menschen ein stark abhängigmachendes medikament zu empfehlen, finde ich nun mal fahrlässig.

kennst du seine persönlichkeit? kennst du seine lebensumstände?

ach und ein neuroleptikum zu empfehlen ist ok? ich fand die einnahme gar nicht toll. hatte albträume, eine schwere atmung nach der einnahme und meine blutwerte haben sich drastisch verändert, weshalb ich das dann auch zwangsweise endlich nach 5 jahren abgesetzt habe. vorher ging das nicht, weil ich es ausschleichen musste und weil eben kein antidepressivum bei mir gewirkt hatte.

diese nebenwirkungen hatte ich bei tavor schon mal nicht. nur leider kann man es keine 5 jahre nehmen.

was ist das problem bei der empfehlungi? man bekommt beide medikamente doch nur auf rezept. die infos kann sie sich aus dem netz überall ziehen. wenn der arzt ihr einfach was verschreibt, was sie sich irgendwoher als info zusammengereimt hat, dann handelt der arzt grob fahrlässig. das ist nicht mein problem. er hat dafür zu sorgen, dass sie zu wissen hat, auf was sie sich einlässt. außerdem habe ich geschrieben, dass es abhängig macht.

hinzu kommt, dass die TE andere medikamente nehmen muss. nur ihr arzt kann entscheiden, ob sie überhaupt irgendwas zusätzliches nehmen darf.

achja, und du schreibst einerseits, der threadersteller will das ja nur vor seltenen tagen nehmen, also ist tavor gut. aber vom neuroleptikum gehst du aus, dass das jeden tag genommen werden soll? passt irgendwie nicht, oder?

hä? weil das medikament für andere einsatzgebiete gedacht ist. man behandelt damit normalerweise psychosen, schizophrenien. es ist definitiv nicht das mittel der ersten wahl bei schlafstörungen.

solche sätze verdeutlichen dies:

Ein wissenschaftlicher Nachweis der Wirksamkeit in der Behandlung von Schlafstörungen, die nicht eine Folge von psychotischen Grunderkrankungen sind, steht noch aus.

[[http://www.schlafgestoert.de/site-64.html]]

nehme zur zeit doxepin und zopiklon... anders gehts bei mir leider nicht.

wieso nimmst du eigentlich kein neuroleptikum? stattdessen ein abhängimachendes benzo (aus der selben gruppe wie tavor) und ein antidepressivum?

das widerspricht sich ein bisserl, oder?

;-)

G"ras-UHalxm


Zopliclon ist KEIN Benzo. Es wirkt lediglich ähnlich. Chemisch aber nicht verwandt. ;-)

Und ja, jede Klinik/jeder Arzt hat so seine eigenen Vorlieben. Bei uns in der Klinik gabs z.B. nie Benzos. NIE. Aus Prinzip. Es gab dafür eher Neuroleptika.

Vielleicht ist für den einen ein Neuroleptikum das Schlafmedikament der Wahl, für den anderen ist es eben etwas anderes...jeder Körper ist nun mal anders und die Entscheidung liegt beim Arzt. Von daher ist die Diskussion mittlerweile ziemlich müssig, finde ich..

LEamaxlein


@ grashalm

scheiss google. zu zoplicon gibts kaum einträge. bis man da den handelsnamen rausfindet. :-) ok, aber es macht ebenfalls abhängig. die nebenwirkungen wie bei benzos sind fast identisch.

kLaiUa-xy


ich habe meine meinung/erfahrung geschrieben und ausdrücklich drauf hingewiesen, dass ein arztbesuch als erstes ansteht. weil man übers internet (und als laien schon mal gar nicht) einfach keine empfehlungen geben kann und darf.

und beim threadersteller geht es um seltenen gebrauch, das sollte sowhl bei tavor als auch bei neuroleptoka in dieser diskussion beachtet werden. nur tritt die wirkung beim tavor so schön schnell ein... das verleitet manche menschen...

wenn es in die hände eines menschen gerät, der stark genug ist und es nicht bei jeder kleinsten abendlichen ( und später täglichen) unruhe nimmt, ist es natürlich ein anderes thema. wenn es wirklich als bedarfsmedikament verstanden und genutzt wird. dann ist es ein gutes notfallmedikament.

aber wegen seltener einschlafstörungen es jemandem zu geben, der mögliche alternativen noch ausprobiert hat, finde ich nicht gut. wie gesagt, für mich kommt auf die letzte sprosse der leiter.

stimme dir darin überein, dass ich antidepressiva den neuroleptika auch vorziehen würde, so sie denn wirken...

aber das habe ich im zweiten beitrag ja schon ergänzt.

und noch besser, wie auch schon geschrieben: auf die richtige schlaghygiene und deine in einem früheren beitrag genannten tipps sowie dann erst mal pflanzliche mittel (schlaftee, baldrian... was es in drogerien gibt)

und noch was zu den medikamenten allgemein:

ich war auch (leider mehrfach) in verschiedenen kliniken. da wurde auch nicht mit den medis um sich geworfen. erst das pflanzliche, bei täglicher hoher anspannung ein neuroleptikum, bei schlafstörungen dann erst mirtazapin, doxepin oder trimipramin, wenn die nicht halfen auch mal ein niederpotentes neuroleptikum zur nacht.

in der suchtklinik, in der ich die entwöhnungsbehandlung gemacht habe wurden benzos und schlafmedis gar nicht abgegeben. logo irgendwie... in einer psychiatrie wurde selten mal tavor verabreicht, wenn jemand in einer total heftigen panikattacke gesteckt hat. also auch nicht gleich, bei jedem auftretendem angstgefühl.

dass jemand tavor zum schlafen bekommen hat, habe ich übrigens noch überhaupt nicht mitbekommen. ich habe es für alltagssituationen bekommen,

der konsum hat sich immer mehr gesteigert, auch die kombinationen mit anderen medis... schläfrig wurde ich davon nie, eher so innerlich frei und ruhiger (was natürlich auch schlaffördernd ist...)

ich bin einfach der meinung, tavor wird viel zu oft auch von ärzten leichtfertig verschrieben. die gewünschte und eigentlich zu erwartende aufklärung findet selten statt.

mir wurde z.b. nichts diesbezüglich gesagt. im gegenteil... ich habe (bei einer früheren ärztin) nur gefragt, ob es nicht etwas gibt, dass die stimmung hebt. trotz antidepressivaeinnahme. war ich ziemlich down. ich hatte dann erst 1mg-tabs bekommen. irgendwann dann habe ich gefragt, ob ich die 2,5er haben kann.... ne, das wäre zu viel... und was macht die gute frau? schreibt mir ne 100er-Packung von 1 mmg-tabletten auf...

oder ne bekannte hatte nur über unruhe geklagt, und schwupps hatte sie ein dickes tavorrezept in der hand...

im übrigen werden niederpotente neuroleptika kaum gegen psychosen und schizophrenie verschrieben, dafür sind hochpotente neuroleptika da.

wenn das für die anderen anwendunden so abstrus wäre, würde die krankenkasse schon den riegel vorschieben.

zopiklon ist nun erst mal kein benzo, es wirkt ähnlich, hat aber eine andere chemische struktur. ja, es macht auch abhängig, aber bei weitem nicht so sehr und so schnell wie benzos.

warum ich zopiklon nehme: weil alles andere bei mir aus verschiedenen gründen nicht geklappt hat. habe viel durchprobiert, einige haben gar nicht gewirkt bei mir, bei anderen hatte ich einen überhang am nächsten tag, doch wenn ich die dosis ein bisschen reduziert habe, dann konnte ich wieder nicht schlafen... einige habe ich auch tagsüber gegen spannungszustände bekommen.

naja, und mit der kombi doxepin und zopiklom klappt es bis jetzt einigermaßen.

kurz zuvor hatte ich statt doxepin auch seroquel. das fand ich nich am besten, aber dann meinte meine ärztin, in der dosis, die ich gebrauche, könne sie es mir nicht verschreibung wegen fehlender indikation. das scheint bei den anderen neuroleptika nicht so zu sein. (seroquel ist ein atypisches, oder?)

von daher sehe ich das nicht als widerspruch. zumal ich in meinem letzten posting eingeschoben habe, dass zu beginn die antidepressiva unterschlagen habe und diese den neurleptika vorziehen würde.

lieben gruß und gute nacht

kaia

LKamalxein


in einer psychiatrie wurde selten mal tavor verabreicht, wenn jemand in einer total heftigen panikattacke gesteckt hat. also auch nicht gleich, bei jedem auftretendem angstgefühl.

das sollte auch normal sein.

das widerspräche ja jeder therapie, die die einnahme von tavor im grunde einem davon-rennen vor der angst bedeutet und die ängste nur verschlimmert. wegen panikattacken selbst habe ich zB nie tavor genommen.

wie gesagt, es dreht sich bei mir alles um den einmaligen gebrauch. es ist keine lösung für die dauerhafte erkrankung.

es ging bei der diskussion um ein schnell wirksames mittel, was man einmalig mal nehmen kann, wenn es nicht anders geht. ich bin mittlerweile geheilt. wenn ich am nächsten tag eine präsentation oder irgendwas "aufregendes" auf der arbeit habe, dann ist mir das fast egal, ob ich nachts gut schlafen kann oder nicht, weil mich die müdigkeit am nächsten tag nicht umhaut. das adrenalin würde mich durch den tag tragen. aber bei der TE kann ich das verstehen und an ihrer Stelle würde ich eben tavor nehmen.

wegen tavor in der klinik, wo ich war. tavor wurde meist ganz am anfang gegeben. jemand kam in die klinik. die grunderkrankung führte dazu, dass derjenige meist schon vorher schlafprobleme hatte. tavor wurde gegeben, um den patienten runterzubringen. damit er endlich wieder mal durchsclafen konnte und man mit ihm zwecks diagnose reden konnte.

letzten endes steckt jedoch hinter jeden schlafstörung meist eine andere erkankung. und die kriegst du dann nur durch medis und auf lange sicht durch gesprächstherapie und anschließendem absetzen der medis wieder hin. außer bei einer psychose. da kommt man ohne medis nicht mehr aus.

wenn du die grunderkrankung bekämpft hast, dann hast du auch die schlafstörung beseitigt.

aus meiner sicht ist es wiederum grob fahrlässig, wenn man einen patienten einfach nur ein medikament gibt, und nicht nach der ursache forscht. da ist es egal, ob das ein neuroleptikum oder ein benzo oder ein benzoähnliches medikament ist. das ist lediglich symptombekämpfung.

insofern bin ich noch mehr gegen neuroleptika bei schlafstörungen, weil es sich so anhört, dass man auf ungefährlichere art und weise so vor sich her machen kann und jahrlang mal bei bedarf wieder abends das neuroleptikum einschmeisst ohne die eigentliche ursache zu beheben.

benzos unter aufsicht genommen (in einer klinik) werden zwangsläufig von ärzten nur gegeben, damit die ersten Tage überbrückt werden und der mensch endlich mal wieder zur ruhe kommt. danach wird überprüft, ob eben mehr dahinter steckt und man kann dann auf antidepressiva oder neuroleptika gehen, da benzos eben abhängig machen.

wie diskussion ist eh am thema vorbei, weil es eben nicht um schlafstörungen mit psychologischen grunderkrankungen geht. wobei eine echte schlafstörung ohne grunderkrankung eigentlich nicht existiert.

und ich stimme dir zu, dass benzos sehr schnell verschrieben werden. war letztens sehr erstaunt, als mein freund mit einem streifen von 4 tavors (1mg) von der hausärztin kam, weil er kopfschmerzen hatte. das fand ich dann auch krass. eingenommen hat er sie bis heute nicht.

trotzdem ist tavor richtig angewendet ein sehr gutes nebenwirkungsarmes medikament.

man muss es nur richtig einsetzen.

viele grüße,

lama

F-er-tich


also wenn ich hier lesen muss das jemand der meinung ist zopiclon sei ein benzo ,oder besitzt die selben entzugserscheinungen.könnt ich mich aufregen.wenn man nicht genau weiss was das medikament für eigenschaften hatt dann bitte nichts zu posten.zopiclon ist ein benzodiazepin verwander stoff,der auch auf das GABA zentrum 1 wirkt.aber es ist KEIN benzo,und macht lange nicht so abhängig.die absetzterscheinungen ähneln im vergleich zu einem benzo eher einem rebound.man kann einfach eine zeit kaum bis gar nicht schlafen,was sich aber schnell wieder gibt.ich bin seit jahren benzo abhängig.musste auch früher doxepin nehmen,nehme heute auch zopiclon zum schlafen.und ich selber habe als off label zum schlafen truxal,seroquel,doxepin,und promethazin bekommen.alles in unterschiedlichen zeiten.und unabhängig voneinander.aber tavor sollte nur bei wirklich bedeutsamen problemen angewendet werden.es ist eines der potentesten benzos der gesamten wirkstoffklasse.vor allem gegen angst+panik.und macht extremst abhängig.ich habe selber mehrere benzo entzüge hintermir.und ein tavor entzug wünsche ich nicht mal meinem grössten feind.zopiclon ist laut kliniken u.ärtzten.mittel der 1.wahl bei ein und durchschlafstörungen.denke auch das man hier nicht nur den kompletten thread durch fast streiten muss.aber naja was solls.

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