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Diabetes mellitus Typ 1 seit 3 Wochen

clharlxy7 hat die Diskussion gestartet


Hallo, bin 20 Jahre und vor vor 3 Wochen wurde bei mir Diabetes mellitus Typ 1 diagnostiziert.

Wurde mit Zuckerkoma (670 Zuckerwert) ins Krankenhaus eingewiesen und verbrachte 4 Tage auf Intensivstation. Dann noch 6 weitere Tage auf Station.

Ich habe die bonus malus diabetes therapie. Also ich brauch täglich mein Insulin. Bin bereits gut drauf eingestellt und komme gut mit meine Glucosewerte zu recht. Sind immer in Bereich zwischen 85 - 140. Also ich bin bereits geschuld und sehr gut eingestellt. Nun meine Fragen und ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen...

- Kann ich mir jemals wieder einen Rausch leisten können?

- Wie sieht es mit den Führerschein aus? Kann es sein das ich ihn abgeben muss? bzw. muss ich es Melden?

- Muss ich mit irgendwelchen Folgeschäden rechnen wenn der Zuckerwert richtig eingestellt ist?

- Woher wissen die Ärzte warum ich Typ 1 bin und nicht Typ 2?

- Stimmt das, dass Diabetiker leichter zunehmen können?

Das wäre schon einmal ein großer Teil meiner Fragen..

Ich hoffe ich finde hier noch mehr Leute mit der gleichen "Krankheit".

Und hoffentlich könnt ihr mir bei den Fragen helfen! DANKE! :-)

Lg

Hubert

Antworten
EEnMsi?n$ctxo


1. Je mehr du dich "gehen" lässt desto mehr *könntest* du im Alter Probleme bekommen. Die Folgeerscheinungen bei Diabetes müssten dir bekannt sein. Am günstigsten ist es natürlich wenn du deinen Alkoholkonsum sehr einschränkst.

2. Kann ich mir kaum vorstellen, bin aber nicht sicher.

3. Wenn du auf eine gesunde Ernährung usw. achtest wirst du kaum bis wenige Folgeschäden haben.

4. Bei Typ 1 sterben die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse ab, es kann also kein Insulin mehr produziert werden.

Bei Typ 2 ist noch genug Insulin vorhanden, dieses kann seine Aufgabe durch eine Art Insulinresistenz aber immer schlechter erledigen. Anfangs reichen bei Typ 2 eine Ernährungsumstellung und Gewichtsabnahme, später kann man auch hier nur noch mit Antidiabetika bzw. Insulin behandeln.

5. Nein! Ohne Insulinpumpe werden viele Kohlenhydrate (Energie!) über den Urin ausgeschieden. Mit Insulinpumpe werden diese nun in Energie umgewandelt. Das was dir früher an Energie gefehlt hat hast du bestimmt mit zusätzlichen Essen ausgeglichen. Solange du jetzt auf eine gesunde Ernährung und genügend Bewegung achtest wirst du bestimmt nicht dick.

So... hoffe ich hab dir geholfen!

Rkongkon;g Comxa


Keine Bange: Alkohol hat kaum Einfluss auf den Zuckerwert. Die Blutzuckersenkende Wirkung von Alkohol konnte ich nie bestätigen.

Komasaufen solltest du dir natürlich sparen.

Deinen Führerschein kannst du natürlich auch behalten, und solange du keinen Pilotenschein machen willst....

Diabetiker neigen deshalb zum Zunehmen, weil Fleisch, Fett und Eiweiß nicht angerechnet werden müssen. Daher ist die Versuchung groß, wenn man Hunger hat und keine Essenszeit ist, sich einfach ne Dose Fleischsalat reinzuwerfen.

Sinnvolle Ernährung und vor allem Sport sind für Diabetiker besonders wichtig. Aufpassen: Körperliche Aktivität senkt den Blutzucker, mitunter auch in der Nacht darauf noch. Regelmäßiger Ausdauersport kann auch auch deinen Insulinbedarf senken.

pmrraxxa


Hallo, Charly,

ich nehmen an du meinst Basis-Bolus-Therapie. ;-)

Du nimmst also zwei Insuline, ein Langzeitinsulin (Basal-Basis Insulin) und ein kurz wirksames Insulin (Bolus) zum Essen.

Zum Alkohol.

Ja, natürlich, aber bitte nur in in einem vernünftigen Rahmen!

Du musst nur aufpassen, dass du keine Hypoglykämie bekommst, also regelmäßig messen. Alkohol hemmt die "Zuckerausschüttung" der Leber, so das Unterzuckerungen schnell entstehen können.

Du solltest also mit bedacht trinken und nicht, bis nichts mehr reingeht, damit du dich noch kontrollieren kannst.

Messe dann, bevor du in´s Bett gehst, noch mal deinen Zucker. Der Wert sollte so um die 180-200 liegen. Falls nicht, esse noch etwas. Wenn der Wert niedriger ist, besteht die Gefahr einer Hypoglykämie, während des Schlafes.

Falls du natürlich eher der Typ wie Rongkong Coma bist, dann brauchst du natürlich nichts mehr zu essen. ;-)

Mit der Zeit wirst du schon selber raus bekommen, wie dein Körper reagiert.

Zum Führerschein.

Nein!

Du musst es weder melden, noch musst du ihn abgeben.

"Probleme" kann es geben, wenn du einen Staplerschein hast oder Berufsfahrer bist. Dann solltest du deinen Arbeitgeber, bescheid geben.

Zu den Folgeschäden.

Nein!

Wenn dein Zucker gut eingestellt, hast du keine grösseren Risiken, wie ein "Gesunder".

Wenn dein Hb1AC um die 6% liegt, sind Folgeschäden kaum zu erwarten. Die Standarduntersuchungen, wie zum Beispiel den Augenhintergrund regelmäßig überprüfen zu lassen, bleibt natürlich auch bei guter Einstellung, Pflicht.

Zu den Typen.

Dies lässt sich durch Laboruntersuchungen feststellen. Zum Beispiel durch die Bestimmung von Antikörpern oder das messen des C-Peptid Spiegels im Blut. Auch ein sehr stark erhöhter Zuckerspiegel (wie bei dir) lässt schon von vornherein auf Typ 1 schließen. Typ 2 Diabetiker erreichen, in der Regel, nicht so hohe Zuckerspiegel.

Zum Gewicht.

Kann, muss aber nicht.

Wichtig dabei ist, dass du gut eingestellt bist und nicht Unmengen an Insulin spritzen musst. Du solltest dich also auch die "5 Mahlzeiten am Tag" Regel halten, um die Insulinmengen in einem normalen Rahmen zu halten. Zuviel Insulin hat nämlich die ungünstige Eigenschaft, den Fettstoffwechsel negativ zu beeinflussen.

Typ 2 Diabetiker sind aber häufiger von dem Problem des zunehmens betroffen. Oft sind sie eh schon übergewichtig und da bei einer Typ 2 Diabetes meist eine Insulinresistenz vorliegt, werden um diese auszugleichen, große Mengen an Insulin benötigt.

Wenn deine Laborergebnisse eine hohe Menge an Triglyzeriden aufweißen, ist dies oft ein Zeichen, für zu hohen "Insulinkonsum". Vorausgesetzt es liegen ansonsten keine Stoffwechselkrankheiten vor und man ernährt sich vernünftig.

@ Ensincto

Wenn KH oder "Energie" mit dem Urin ausgeschieden werden, dann hätte man ein starkes Problem. Ein zuviel an Energie, wird ein gesunder Körper immer als Fett abspeichern.

...oder meinst du die Glukoseausscheidung wenn die Nierenschwelle erreicht ist?

Wie kommst du übrigens auf eine Insulinpumpe?

@ Rongkong Coma

Du bist aber eher die Ausnahme. Es gibt natürlich auch Diabetiker die nicht so extrem auf Alkohol reagieren, aber in der Regel ist es schon so, dass der Zuckerspiegel fällt. Gerade als "Anfänger", sollte man seinen Zucker, deshalb überprüfen.

Was mir auch aufgefallen ist, dass Typ 2er weniger problematisch auf Alkohol reagieren, als Typ 1er.

Diabetiker neigen deshalb zum Zunehmen, weil....

Dies sind aber "Hausgemachte" Probleme, die nicht in einem direkten Zusammenhang, mit der Krankheit, bzw. der "Insulinproblematik" stehen.

....aber natürlich hast du nicht unrecht, wenn du sagst, dass Essverhalten eines Diabetikers, verändert sich ungünstig. ;-)

Ich ertappe mich auch oft genug dabei. :-D

b*oNgaxn


Zum Thema Alkohol: Ein Klassenkamerad von mir hatte auf der Studienfahrt mal nen bösen Unterzucker weil er am Abend zuvor extrem viel getrunken hat.

Das ist kein Spaß, also pass auf mit dem Alkohol! Das war wie ein epileptischer Anfall, den konnten wir nichtmehr halten.... und dann hat er sich garnichtmehr bewegt.

Der hatte das aber öfter, weil er das mit dem Alkohol nicht in Griff gekriegt hat.

Meine Schwester hat übrigens auch Diabetes, die hatte allerdings noch nie eine Hypoglykämie... dafür halt beschissene hb1ac Werte.

J5-Lchexn


Hallo,

Alkohol kann ein Diabetiker trinken, Komasaufen wäre nicht optimal. Zunächst geht der Zucker bei z. B. Bier oder Cocktails in die Höhe, genauso schnell schmiert er aber ab. Bei Schnaps z. B. geht er gar nicht hoch, sondern schmiert ab. Deshalb immer was dabei essen und öfters messen, damit es nicht soweit kommt.

Zunehmen muss man auch nicht. Mein Mann hat erst nach ca. 10 Jahren zugenommen und das auch nur, da er damals zusätzlich zur Arbeit ein Studium abends absolviert hat und sich unterwegs immer was gegönnt hat.

Die Folgeerkrankungen solltes Du eigentlich bereits kennen, genauso solltest Du wissen, wie oft Du für welche Forsorgeuntersuchungen zum Arzt gehen sollst. Z. B. Augenhintergrunduntersuchung meist 1* im Jahr, Nervenuntersuchung alle 3 Monate etc., aber das ist bei jedem individuell und sagt Dir Dein Arzt, bzw. sollte es in Deinem Diabetespass stehen.

c)harlyx7


Danke Danke! ihr habt mir sehr geholfen meine Fragen zu beantworten! Meine größte sorge war ja der Führerschein.

ps: Habe gerade Zucker gemessen: 99 war der Wert! ;-D

lg Hubert :)^

R8oKngkong C^oma


Ach ja, beim Trinken solltest du natürlich nur zuckerfreie Alkoholika wählen. Gerade im Wein ist oft viel Zucker. Likör usw ist natürlich tabu.

Und klar: Ob du was getrunken hast oder nicht, vor den Schlafen gehen immer zucker messen! Und daran musst du eben auch denken, wenn du schon ein paar Bierchen hattest.

K%.L.xH


Hallo Hätte mal eine frage *:) vielleicht kennt sich jemand damit aus.

Habe typ1 schon seit fast 12Jahren, mal gut eingestellt mal schlecht eingestellt,

Meist HbA1c zwischen 10.8 oder 7,5 :-/

Hatte jetzt im Mai ungewollt, eine Ketoazidose war nicht so schön.

Meine frage ist jetzt, ich wog vor dem vorfall gute 51 kilo, jetzt im september sind es fast 60kilo, ich esse aber nicht mehr und auch nicht weniger,kann mir vielleicht einer helfen oder weiss jemand ob das zusammen liegen kann mit dem zuckerkoma.

lg K.L.H

b+erlienscxat27


Ich hab seit 2 Jahren Typ 1.

Alkohol ist überhaupt kein Problem, wenn man folgende Regeln beachtet:

1. immer nur soviel trinken, dass Du noch Deinen BZ messen und wenn nötig Zucker nachwerfen kannst. Ich persönlich finde Rotwein (trocken) am besten, weil der kaum Zucker enthält. Cocktails und so sind immer sehr schwierig zu berechnen. Da handle ich nach dem Prinzip: "Erstmal ein bissel Insulin spritzen, dann trinken und nach ner Stunde nochmal messen und evtl. korrigieren, also nachspritzen"

2. Alkohol wird in der Leber abgebaut. Diese produziert in der Zeit weniger/keinen Zucker. Daher ist Deine Langzeitspritze in dem Moment unnötig. Du hast also mehr Insulin als Du brauchst. Von daher ist es gut, wenn Du entweder weniger spritzt oder einfach für die zeit des Suffs nebenbei Schokolade oder so ist.

Und zum zunehmen: Man nimmt nicht zu, wenn man sich normal ernährt. Wenn Du aber unterzuckerst, dann kriegste meist voll den Heißhunger.. und da liegt die Verfettungsgefahr...hihi

Wie gesagt, ich habs jetzt 2 Jahre und hab mich von anfang an intensiv damit beschäftigt. Ich bin noch nie umgefallen. Hab sehr gute Werte. Hab sogar wieder richtig mit Sport angefangen und fahre nun sehr intensiv Rennrad.

Noch was zum Alkohol. Ich würde erstmal ne Zeitlang verzichten, damit Du Deinen Körper richtig einschätzen lernst. Wenn Du dann alles drauf hast... PROST

pWraxa


Hatte jetzt im Mai ungewollt, eine Ketoazidose war nicht so schön.

Wer will, die schon freiwillig. :-D

Einen direkter Zusammenhang, zischen deiner Hyperglykämie und dem zunehmen, besteht nicht.

Ist es aber möglich, dass du deine Insulin Dosis gesteigert hast?

Egal, ob Langzeit- oder Kurzzeitinsulin.

Hohe Mengen an Insulin, hat leider den Nebeneffekt, dass es Fett einlagert.

bNerylinscHat&2x7


@ praxa:

Und Sport hat den Nebeneffekt, dass es Fett abbaut...

Ich spritze mir viel Insulin und ich esse auch viele Kalorien. (gestern 3 Teller Nudeln und 3 Brötchen und Gummitiere und Cola(Light)/Wiskey...)

Und dann steig ich aufs Rad und strampel 50km und dann passt das wieder... *lol*

KG.Lx.H


Danke . Das mit dem sport weiß ich auch, mache recht viel sport 2 mal pro woche 2 stunden. Handball.

Das problem ist aber wenn ich weniger spritze steigt der zucker hoch obwohl ich nichts esse, also brauche ich recht viel insulin.

Ausserdem steigt mein bz immer beim sport über 380-400

Also muss ich recht viel nachspritzen damit er wieder singt.

@ praxa:

Ja meine dosis würde von meinem arzt etwas raufgesetz. aber jetzt gehts mir besser .

bjerlinWscaxt27


Beim Sport steigt dein BZ? Wie geht denn das? Wenn ich Sport mache, dann muss ich nebenbei massig viel essen, damit ich nicht völlig unterzuckere.

pHraxxa


Das geht schon.

Wenn man vor dem Sport nichts isst, kann es passieren, dass die Leber wie blöd Zucker ausstößt,wenn der Zuckerspiegel zu tief ist. Dies wird bei K.L.H. wahrscheinlich auch ziemlich früh passieren, da ihr Körper, wenn ich mir den HbA1c so anschaue, einen hohen Zuckerspiegel gewohnt ist und der Körper dann schnell Unterzucker "signalisiert".

Das Problem hast du ja nicht, da du ja super eingestellt bist. ;-)

Und Sport hat den Nebeneffekt, dass es Fett abbaut...

Sicherlich.

Allerdings ist dieser Effekt weniger stark ausgeprägt, wenn viel Insulin im Körper ist, da es ganz erheblich den Abbau von Fett hemmt. Außerdem aktiviert Insulin, Enzyme die zur Umwandlung von Glukose in Fett notwendig sind.

Ich finde es übrigens interessant, dass du vor dem Radfahren Cola-Whiskey trinkst. :-D

@ K.L.H

Ja meine dosis würde von meinem arzt etwas raufgesetz. aber jetzt gehts mir besser .

Wenn ich das nun richtig verstehe, nimmst du jetzt wieder weniger Insulin.

Das Problem ist, dass du die 9 Kilo, wahrscheinlich nicht verlieren wirst, nur weil du jetzt wieder weniger Insulin spritzt.

Wenn du die Kilo´s wieder wegbringen willst, dann wirst du dafür sorgen müssen, dass du weniger Insulin benötigst. Das scheint bei dir aber nicht so einfach zu sein, da du scheinbar eine hohe Insulinresistenz hast.

Wie viele Einheiten spritzt du den am Tag, so im Schnitt (beide Insuline)?

Du könntest halt mal einige Zeit, auf KH weitestgehendst verzichten, um etwas Insulin einzusparen, damit du etwas abnehmen kannst. Eine optimale Ernährung wäre dies natürlich nicht.

Wegen deinem "Sportproblem" kannst du mal versuchen, ob es besser wird, wenn du vor dem Sport etwas isst.

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