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Schmerzende Lymphknoten nach körperlicher Anstrengung

AVndrexji hat die Diskussion gestartet


Hi alle Zusammen,

Zuerst einmal ein grosses Dankeschön an alle die sich die Zeit nehmen meinen Beitrag durchzulesen und mir vielleicht Ratschläge oder Hinweise geben können die zur Identifikation der Krankheit führen.

Alle die ähnliche oder gar die gleichen Symtome haben, meldet euch bitte, vielleicht finden wir gemeinsam eine Lösung/Strategie.

Ich habe seit 3 Jahren ein mysteriöses gesundheitliches Problem, welches zunehmend schwerer wurde und mittlerweile mein ganzes Leben dominiert. Ich musste meine Sportkarriere deswegen beenden, konnte gerade eben noch das Studium durchboxen und bin jetzt deshalb arbeitslos. Vom sozialen Leben wollen wir gar nicht erst reden...

Angefangen hat alles in einem Trainingscamp in Thailand. Ich hatte plötzlich nach dem Sport regelmässig Schmerzen unter den Achseln. Anfänglich habe ich mir dabei nichts gedacht weil ich einen Kontaktsport ausgeübt habe und es auf eine Verletzung oder dergleichen abgeschoben habe, als dann aber eine konstante Müdigkeit und begleitendes Krankheitsgefühl auftrat, ging ich das erste mal zum Arzt. Seither ist alles kontinuierlich viel schlimmer geworden, ich habe mittlerweile auch Schmerzen am Hinterkopf und eine riesige Ärzteodysee hinter mir, alles ohne Erfolg. Die Arztrechnungen türmen sich hier auf meinem Schreibtisch.

Die Symtome werden durch jegliche körperliche Schwächung ausgelöst, dazu zählt bereits leichter Sport, Alkoholkonsum, normale Arbeitszeiten, andere Krankheiten wie eine Grippe, Schlafmangel (zbsp. mal länger ausgehen), etc. Trotzdem hatte ich immer wieder kürzere oder auch längere Phasen, in denen ich mich Topfit und wie ein anderer Mensch gefühlt habe. Mittlerweile ist jedoch alles beinahe zu einen Dauerzustand geworden.

Die genauen Symtome sind:

- Lymphknotenschmerzen unter den Achseln und am Hinterkopf OHNE oder nur mit einer sehr dezenten Schwellung (Hinterkopf)

- Extreme Müdigkeit und Krankheitsgefühl (z.Bsp. hypersensible Haut) nach körperlicher Anstrengung, aber mittlerweile auch einfach so.

-Starker Durst

-Starker Hang zu Übersäuerung (schwere Beine) und Schwitzen, sowie minimale körperliche Leistungsfähigkeit.

-Starker Hang zu Schleimbildung im Hals

- Nicht erholsamer Schlaf, am Morgen wie gerädert

-Nach den Anfällen kriege ich oft Lippenherpes, Pickel oder sonstige Ausschläge die mit körperlicher Erschöpfung einhergehen. Zudem sieht man es mit sofort an wen ich einen Schub habe: Kreidebleich, geschwollene Augen mit Rändern darunter, leicht aufgedunsenes Gesicht.

Ungefähr nach 2-5 Tagen geht es mir wieder besser, bis zum nächsten Mal, an dem ich die "unsichtbare Belastungsgrenze" überschreite. Nur ist diese Grenze mittlerweile extrem tief oder es bricht einfach so aus. Mit viel Schlaf (2 Tage im Bett liegen) lassen sich die Symptome meist beseitigen.

Ich habe nie irgendwelches Fieber oder dergleichen...

Herausgefunden wurde kürzlich mit einem speziellen Test bisher nur folgendes:

1. Ich habe einen Mangel an IGG (Immunglobuline) Subklasse 1 (was die häufigen grippalen Infekte erklärt, hat aber ein Zentel der Bevölkerung)

2. Mein Körper produziert Lymphozyten (weisse Blutkörperchen) wie sie nur Schwerkranke oder Babys haben. Respektive es fehlen Anteile anderer, die ein gesunder Mensch in sich trägt.

(Die genauen Resultate für die, die was davon verstehen oder den Test auch schon gemacht haben:

T-Lymphozyten:

1867 CD3+, Referenz 1100-1700

79%, Referenz 67-76 %

-

637 CD3+ / CD8+, Referenz 500-900

26%, Referenz 31-48%

-

1.60 CD4/ CD8 Ratio, Referenz 1.00-1.50

NK-Lymphozyten:

214 CD3-/CD16+/CD56+, Referenz 200-400

9%, Referenz 10-19%

-

11% der T-Zellen (CD3+) sind doppelt negativ für CD4 und CD8)

-

Ich weiss, das ganze klingt nach chonischem Müdigkeitssyndrom. Trotzdem ist der Verlauf bei mir atypisch zum CFS. Insbeondere darum, weil bei mir die Müdigkeit mit einer Verzögerung eintritt und ich immer mal wieder Phasen hatte, an denen ich ohne Probleme die üblichen Dinge tun kann. Mein jetziger Arzt geht davon aus, das eine Störung meines Immunsystems vorliegt oder ob eine andere unbekannte Krankheit vorliegt, die das Immunsystem effektiv dazu anregt, so abwegig Lymphozyten zu produzieren. Er weiss aber nicht was er tun soll/kann...

Ich bin echt am Limit, mein Leben ist im Arsch und ich weiss nicht einmal warum. Ich hatte in Thailand keine sexuellen Kontakte mit Einheimischen oder dergleichen. Es könnte auch sein, dass es schon vor dem Auslandaufenthalt begonnen hat, respektive gibt es ein paar Hinweise.

Ich will alles dafür tun, dass diese "Krankheit" endlich weggeht und bin für jegliche Anregungen dankbar!!!

Freundliche Grüsse, nochmals vielen Dank und alles Gute!

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