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Wie lange wirkt Cortison nach?

t@esaxrdrIop77 hat die Diskussion gestartet


hallo, ich habe im dezember ca 1200 mg cortison genommen und vor einer woche noch ca 60 mg. wie lange dauert es bis das ganze ausgeschieden ist?

Antworten
Hoarryx513


1200 mg ??? Das kann ich mir nicht vorstellen! Hast Du da vielleicht eine Null zu viel drangehängt? Aufgrund welcher Erkrankung hast Du das Cortison bekommen?

Bei 60 mg handelt es sich immer noch um eine mittlere Dosis weit oberhalb der Cushing-Schwelle. Wenn Du längere Zeit Corticosteroide eingenommen hast, darfst Du sie - insbesondere bei Annäherung an die Cushing-Schwelle - nur sehr langsam und genau nach Anweisung des Arztes ausschleichen und keinesfalls plötzlich absetzen!

t.eardrXop7x7


naja ich habe ca 45 mg fortecortin genommen und ein 1 mg entspricht doch 30 mg cortison, oder?

tNearydIropr7f7


ich habe es wegen narben genommen. was ist cushing-schwelle? danke *:) @:) :)*

E usra


Also 45mg sind 45mg.

Das enthält wohl den Wirkstoff Dexamethason, ein fluoriertes Kortison. Es ist richtig, daß dieser Wirkstoff stärker wirkt (und dafür auch entwickelt wurde), als die körpereigenen Kortikoide. Allerdings können Sie daraus nicht automatisch schließen, daß auch Nebenwirkungen um den gleichen Faktor verstärkt werden.

M)oniM


Cushing-Schwelle= Damit bei der medikamentösen Therapie mit Glucocorticoiden kein Morbus Cushing ausgelöst wird, gibt es für jeden Wirkstoff der Gruppe eine bestimmte Dosis, bei deren Überschreitung ein Cushing-Syndrom ausgelöst wird. Bei Langzeitbehandlung mit Glucocorticoiden sollte diese Schwelle nicht überschritten werden. Bei Morbus Cushing befindet sich im Blut zu viel Cortisol. Der Überschuss kann durch Krankheiten (etwa Tumoren) mit erhöhter Cortisol-Produktion ausgelöst werden.

Quelle: [[http://medikamente.onmeda.de/glossar/C/Cushing-Schwelle.html]]

Als Cushing Symptome bezeichnet man einige typische Nebenwirkungen der Glukokortikoide wie zB Stammfettsucht, Hautatrophierung usw. Sie Sie sind, besonders bei Langzeittherapie mit höheren Dosen, sehr häufig und meist treten mehrere Cushing-Symptome auf.

Dexamethason wirkt etwa 30x stärker als körpereigenes Cortison, durch die Fluorierung hatb es eine vergleichsweise lange Halbwertszeit (nach dieser Zeit sind 50% des Wirkstoffes wieder ausgeschieden) von 36h. Wenn du das Medikament also lange gneommen hast, hast du umso mehr vom Wirkstoff im Körper-umso langsamer musst du die Dosis also resuzieren.

Bist du dir sicher, dass es 1200mg waren? Das kann ich mir fast nicht vorstellen, das es eben ein so starkes Corticoid ist. Waren es vielleicht 1200µg, also 1,2mg?

Dies wäre dann, was eine Tablette betrifft, zwar unterhalb der Cushing Schwelle (diese beträgt bei Dexamethason 1,5mg/Tag), wenn du es aber mehrere Tage lang nimmst, kannst du da natürlich drüber kommen-weil der Wirkstoff eben so lange im Körper verbleibt.

Mao7nixM


Die Rechschreibfehler darf der Finder behalten :=o ich und meine Einfingertechnik |-o

t)eardaropx77


danke für die antworten ihr lieben. :-) ich habe 45 mg fortecortin (dexamethason) genommen. ist das dann in cortison nicht mal 30? habe ich also doch einfach 45 mg genommen nur das es stärker wirkt?

tgearOdrop7x7


auf der packung steht 8 mg fortecortin (pro tablette) - habe 5 ein halb tabletten genommen.

M]onxiM


WOW :-o-darf ich fragen, warum du solche Mengen nehmen mußtest?

Was waren das denn für Narben? WIe lange hast du das Fortecortin genommen?

Ja, es wirkt 30fach stärker-aber trotzdem hast du natürlich nur 45mg Dexa genommen, das kann man nicht in "Cortisondosen" umrechnen.

Jedenfalls ist es dann nicht ungewöhnlich, dass du jetzt noch 60mg in dir hast, wenn du diese hohe Menge über einige Zeit zu dir genommen hast-wie bereits beschrieben, braucht das Dexa sehr lange um abgebaut zu werden.

Nimmst du es denn jetzt noch ausschleichend?

t_eardrEop77


hallo Moni, ich habe 8 mg täglich genommen - also eh nur 5 Tage lang. ich habe Narben die in meinem Fall den Schluckakt beeinträchtigen, darum habe ich das Fortecortin bekommen. Bekomme es aber auch vom HNO lokal als Einlage.

MbonixM


Ach soooo ;-)-sag das doch gleich! Hatte hier schon einen Schock ;-)

Dann kann ich mir diese hohe Restdosis nicht wirklich erklären-wird dein Arzt nochmal nachtesten?

EChemaligVer Nu*tzer (#x325731)


Wieso willst du wissen wann es ausgeschieden ist? Nebenwirkungen lassen normalerweise schnell nach wenn die Cushing- Schwelle unterschritten ist.

Das ausschleichen dient ja nur dazu, damit der Körper wieder sein Cortison selber produziert

Maons=txi


Mit Cortison unterschiedlichster Dosierungen habe ich langelange Erfahrung. Zunächst: Cortison wird im Körper sehr schnell abgebaut, weshalb man es bei bestimmten Erkrankungen ja auch täglich nehmen muss, in seltenen Fällen sogar zweimal täglich.

Wie Mellimaus schreibt, muss Cortison nach längerer Anwendung ausgeschlichen werden, weil der Körper erst wieder lernen muss, das Cortisol selbst zu produzieren. Je länger man Cortison genommen hat, desto länger dauert die Ausschleichphase. Alles unter 3 Wochen gilt als Kurzzeittherapie. Hier kann das Cortison sehr schnell ausgeschlichen werden. Beispiel: 60 mg über 3 Tage, die folgende Woche 20 mg, die übernächste Woche 10 mg, die 3. Woche 5 mg, 4. Woche 2 mg, danach Null. Anders ist es, wenn man über Jahre mindestens 5 mg Cortison geschluckt hat. Da schleicht man monatsweise um 0,5-1 mg runter, bis man auf Null ist.

Wer unsicher bezüglich des Ausschleichens ist, befrage bitte den behandelnden Arzt.

MvoniEM


Cortison wird im Körper sehr schnell abgebaut, weshalb man es bei bestimmten Erkrankungen ja auch täglich nehmen muss, in seltenen Fällen sogar zweimal täglich.

Das ist abhängig von der chemischen Beschaffenheit des verwendeten Cortisonderivats. Wie ich bereits schrieb hat Dexamethason zB eine verhältnismäßig lange HWZ von 36h.

Körpereigenes Cortison wird dagegen recht schnell abgebaut-aber dieses wird in der Therapie nur selten verwendet. Ein Grund ist unter anderem, dass es so schnell abgebaut wird und eine häufige Einnahme erfordert-dies vermindert leider die Compliance der Patienten, also ihre Bereitschaft zur regelmäßigen Einnahme sinkt.

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