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Verschied. Symptome im Rachen, Brustkorb, Nase - Einbildung?

A:n&nie|2F8 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich hoffe dass das hier das richtige Forum ist. Eigentlich bin ich kein Fan von "Internetlaien" in medizinischen Fragen aber ich weiss nicht mehr weiter. Vielleicht kann mir hier jemand einen Tipp geben oder hat ähnliche Symptome?

Das ganze ist eine längere Geschichte und fing vor ungefähr 1 1/2 Jahren an. Ich fühlte mich öfters auf Arbeit unwohl, war müde, vorm Computer konnt ich mich irgendwann nicht mehr richtig konzentrieren, ich musste dauernd gähnen und hatte das Bedürfnis nach Frischluft und fühlte mich einfach nich auf der Höhe. Wirklichen Stress hatte ich eigentlich nicht - es ist nur ein Halbtagsjob und ich habe sehr viele Freiheiten. Ich war eher unterfordert statt überfordert.

Zuerst hab ich gedacht, ok, brauchst einfach mehr Bewegung. Daher hab ich angefangen, nach der Arbeit knapp 30 min an der frischen Luft herumzulaufen. Das hat mir auch Spaß gemacht, also mein innerer Schweinehund ist weg. Ich hab mich regelrecht auf diese Spaziergänge gefreut. Auch früh habe ich oft Aerobic zum Wachwerden gemacht.

Wirklich geholfen hat es nicht. Dann wurde es schlimmer und mir wurde ein paar Mal auf Arbeit richtig schwummrig und ich dachte ich falle jeden Moment um. Das war noch nichtmal in irgendwelchen stressigen Situationen (ich hab ein wenig Platzangst aber in den Situationen wo es passiert ist, war ich nie irgendwo eingezwengt oder so). Ich bin dann immer schnell an die frische Luft und hab tief durchgeatmet und dann kam langsam alles wieder in Ordnung. Mein Puls raste ein wenig und ich hab gezittert aber das war sicherlich nur vom Schrecken über das plötzliche Unwohlsein.

Dann hatte ich eines Tages offenbar wirklich eine Magenverstimmung. Mir war der Curry-Streuer ins Essen gefallen und wenige Stunden nach dem Essen hat sich alles gedreht und mir war sauübel, ich glaube ich hatte mich auch übergeben. Da ich überhaupt nicht gerne zum Arzt gehe, hab ich das wohl oder übel doch zum Anlass genommen und bin zu einer neuen Hausärztin. Sie sagte es klingt nach Gastritis, hat mir Magensäureblocker gegeben und ich solle es mit entsprechender Kost behandeln. Ansonsten müsste man halt Magenspiegelung machen.

Ihre Anweisungen hab ich befolgt und nach einer Woche ungefähr hatte ich auch wieder Appetit. Nur war mir immer noch öfters schwummrig und ich fühlte mich als hätte ich einen Dauerinfekt. Zufällig hab ich mir dann mal in den Rachen geschaut, ob er irgendwie rot ist oder so und da hab ich hinten am Zäpfchen eine gelb-rote Schwellung entdeckt. Ungefähr so groß wie ein Fingernagel und problemlos mit blossem Auge zu erkennen. Beim Kontrollbesuch bei der Ärztin hab ich das zur Sprache gebracht und sie hat mir daraufhin ein paar Antibiotika mitgegeben und mich noch eine Woche zum Ausruhen krankgeschrieben.

Zu dem Zeitpunkt fingen auch die Probleme an, an den ich heute noch laboriere. Mir blieb plötzlich und zu völlig verschiedenen Gelegenheiten die Luft weg. So, als ob man sich verschluckt hätte und dann reflexartig nach Luft zieht. Auch krabbelte es mir oft hinten im Rachen, so als ob klitzekleine Käfer meinen Rachen hoch und runter krabbeln (bitte nicht wörtlich nehmen; ich hatte natürlich keine Käfer im Hals, es fühlte sich nur so an).

Ich war dann deswegen noch paar Mal bei der Hausärztin, die mich dann aber irgendwann persönlich beleidigte (Dinge, die ein Arzt einem Patienten nie sagen sollte) und mir letztendlich sagte, ich würde mir das nur einbilden und der Fleck würde schon wieder weggehen. Aufgrund der Beleidungen von ihr hatte ich erstmal genug.

Ich hab mich dann auf eigenen Wunsch zum HNO überweisen lassen, wo ein Abstrich gemacht wurde und als Befund die Bakterien "Pseudomonas Aerigunosa" festgestellt wurden. Offenbar hab ich mir doch nicht alles eingebildet.

Dagegen hab ich Antibiotika bekommen und ein Kontrollabstrich zeigte dann auch Erfolg. Die HNO-Ärztin sagte, dass die Atemprobleme durchaus von den Bakterien kommen könnten und die im Hals nichts zu suchen hätten.

Gut, dachte ich mir, dann müssten die Symptome ja jetzt langsam weggehen.

Fehlanzeige. Der Fleck im Hals blieb, die plötzlichen Atemprobleme tauchten immer öfter auf, mir war immer noch schwummrig.

Daraufhin bin ich zu einem Homöopathen, der mir zumindest aufmerksam zugehört hat und mir dann diverse Mittelchen verschrieben hat. Ein paar Sachen gegen Hustenreiz, ein Salbeimittel als Stärkungsmittel, Bronchipret damit sich eventueller Schleim löst, weil ich ja immer dieses Kribbeln und Ziehen und wie eine Art Hustenreiz habe.

Auf eigenen Wunsch haben wir dann auch noch ein kleines Blutbild machen lassen weil das bei mir vorher noch nie gemacht wurde und Vorsorge is ja nie verkehrt. Beim Blutbild seien jedoch alle Werte im goldenen Mittel gewesen.

Das Ganze zog sich jetzt schon mehrere Monate hin und inzwischen arbeite ich schon von zuhause aus, weil ich mich überhaupt nicht mehr wohl fühle (mein Job erlaubt mir das glücklicherweise). Aber die ganzen Mittelchen zeigten keinerlei Wirkung.

Dann kam der Sommer. Eigentlich hätte ich in Urlaub fahren wollen aber ich fühlte mich so schlapp, dass ich das alles abgesagt habe und einen Monat im Garten entspannen wollte.

Auch das hat nichts gebracht, obwohl ich teilweise etwas Gartenarbeit gemacht habe und mich danach besser gefühlt habe (vielleicht weil man durch die Bewegung dann besser durchblutet ist?).

Da mir der Homöopath dann immer nur neue Mittelchen verschreiben wollte, die ich alle selber bezahlen musste, und nichts davon geholfen hat, bin ich dann zu einer neuen Hausärztin gewechselt und hab ihr nochmal die ganze Geschichte erzählt. Sie hat sich meinen Fleck im Hals angeschaut, mich mal abgehört (da sei alles ok) und mich dann nochmal zum HNO überwiesen.

Diesmal zeigte der HNO-Abstrich keinen Befund aber die HNO fragte, ob ich öfter aufstoßen müsse. Nach kurzem Hin und Her dann der Beschluss, ich sollte eine Magenspiegelung machen lassen, ob meine Symptome von der Magensäure kämen, die nachts den Hals hochläuft. Spiegelung habe ich machen lassen aber das einzige Ergebnis war, dass meine Schleimhäute fleckig und gerötet seien.

Mit diesem Ergebnis bin ich dann nochmal zum HNO, die noch einen Allergietest hat machen lassen - auch kein Befund.

Jetzt habe ich von ihr eine Überweisung zur Logopädin, weil ich möglicherweise falsch atme,

und den Termin habe ich noch vor mir. Meiner Hausärztin habe ich alles nochmal erzählt, auch dass ich total schlapp bin, Druck auf dem Brustkorb habe, dass mir die HNO auch gesagt hat, dass meine Schwellung im Rachen sicher nicht von der falschen Atmung kommt, usw.

Auf die Frage, ob ich denn nicht zumindest nochmal bis zum Wochenende einen Krankenschein bekommen könnte um mich nochmal richtig auszuruhen, sagte sie völlig überzeugt, ich sei überhaupt nicht arbeitsunfähig und solle mich nicht so haben. Stattdessen sollte ich Kaugummi kauen, damit ich viel Speichelfluss habe und meine Rötung im Rachen weggeht. Und wenn das nich hilft, will sie mich zur Verhaltenstherapie zum Psychologen schicken.

Und jetzt meine eigentliche Frage: bilde ich mir das wirklich alles nur ein? Es kann doch nich sein, dass es mir total dreckig geht und Kaugummikauen soll die Lösung sein?? Ich bilde mir doch auch keine Bakterien ein - der Befund war doch da! Und den Fleck im Hals sieht man ja auch - also bilde ich mir den doch auch nicht ein!

Meine aktuellen Symptome sind folgende:

- Kratzen / Ziehen im Hals, Räusperzwang, richtig normal Husten geht nicht (das klingt immer total trocken und oberflächlich), wenn ich Selters trinke und Luft aufstoßen muss, dann geht das teilweise auch nicht sondern die "Luftblase" bleibt irgendwo auf dem Weg nach oben im Hals "stecken" und drückt mir dann von unten nach oben

- fast jeden Morgen habe ich hinterm Zäpfchen (in der Nähe des Fleckes) Schleim, der mir aus der Nase den Rachen runterläuft und den ich dann rauswürge

- ich spüre teilweise auch eine leichte Blockade hinten im Rachen, ungefähr dort, wo der Fleck ist

- tiefes, volles Einatmen ist nur schwer möglich, an einem bestimmten Punkt geht es einfach nicht weiter obwohl ich noch nicht vollständig tief eingeatmet habe

- teilweise Stechen hinterm Brustbein (nicht sehr oft aber mit zunehmender Häufigkeit), meist entweder nach dem Essen oder z. B. früh beim Aufstehen, wenn ich mit dem Oberkörper zu

schnell aufstehe

- mein Brustkorb fühlt sich schon früh total geschafft an, so als ob ich den ganzen Tag einen schweren Rucksack getragen hätte

- manchmal ein dumpfes Stechen oder Zerren im Brustkorbbereich, meist oben rechts, so als ob man irgendwie schief gelegen hat und irgendwas gequetscht hat oder so

- wie gesagt, ein grosser gelber Fleck hinten im Rachen in Zäpfchennähe

- geröteter Rachen weiter unten (was nur der HNO mit seinen Spiegeln sieht, ich selber kann nicht mehr bis dahin guggen)

- mein linkes Nasenloch ist laut HNO zur Zeit auch sehr gerötet (beim Naseputzen kommt auch jedes Mal helles Blut mit, als ob ein Äderchen geplatzt sei, und meine Nase ist nicht richtig frei)

- totale Müdigkeit, teilweise Schwummrigkeit, vor allem beim Treppensteigen oder an der Kasse im Supermarkt, o.ä.

- generelle Appetitlosigkeit und manchmal immer noch Übelkeit.

Ich bin 28, Nichtraucher, habe normales Körpergewicht, ernähre mich eigentlich auch ordentlich (ich koche viel selbst), trinke kaum Alkohol, und bevor das ganze schlimmer wurde, hatte ich zumindest auch regelmäßig Bewegung (vielleicht nicht genug aber es hätte schlimmer sein können).

Ich habe mir hier ein paar Fäden zum Thema Angststörung usw. durchgelesen aber meine kleinen Macken (wie gesagt, Platzangst usw.) können doch nicht für derartige körperliche Beschwerden verantwortlich sein?

Und ich kann doch nicht schon wieder den Arzt wechseln??

Kann mir irgendjemand einen Rat geben? Tausend Dank!

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