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Hepatitis B - Blutspenden verboten wegen Antikörpern?

cHalle%poexpp hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich habe eine Frage bzgl. der Gefahr sich an Hepatitis B anzustecken, da mein Vater ein Schreiben vom DRK bekommen hat nachdem er das letzte Mal Blutspenden war. Nun weiß ich nicht was genau das bedeutet und ob ich sehr vorsichtig sein muss wenn ich z.B. eine Verletzung von ihm verarzte und selbst kleine Verletzungen an den Händen habe.

Dem Schreiben vom DRK ist folgendes zu entnehmen:

"Die bei uns gemäß Votum 31 AK-Blut neu eingeführten Laboruntersuchungen weisen bei Ihnen auf einen in der Vergangenheit stattgefundenen Kontakt mit dem Hepatitis B-Virus, dem Erreger der infektiösen Leberentzündung vom Typ B, hin (Anti-HBc (IgG) positiv, Anti-HBs positiv).

Da Sie eine Immunantwort ausgebildet haben (Anti-HBs positiv, Titer <100 U/l), hat dieser Befund für Sie keinen Krankheitswert.

Allerdings wurde in sehr seltenen Fällen beobachtet, dass es Jahre später zu einem allmählichen ggf. vollständigen Abfallen der Immunität kommen kann (Anti-HBs nicht mehr nachweisbar.) In dieser Situation ist nach dem jetzigen Kenntnisstand nicht sicher auszuschließen, dass die zurückliegende Infektion wieder auftreten kann."

Mein Vater war mit mir 2004 in Bolivien, vielleicht ist er da in Kontakt mit dem Virus gekommen. ich selbst habe im Jahr 1999/2000 diese 3 Twinrix Kinder Impfungen bekommen, seither dann allerdings nichts mehr. Mein Vater meint er wäre bestimmt auch geimpft worden, ob das tatsächlich so ist und wann das war weiß ich momentan aber nicht.

Ich kann nun nicht einschätzen was dieser Befund für mich bedeutet. Bin ich gefährdet wenn er blutet und ich in Kontakt damit komme oder ist er eigentlich gar nicht krank oder bin ich mit den schon recht lange zurückliegenden Impfungen immer noch immun dagegen? Wäre super wenn mir hier jemand weiterhelfen könnte da ich etwas verunsichert bin.

Vielen Dank und liebe Grüße,

Carsten

Antworten
BiarcoeloZnxeta


Bin ich gefährdet wenn er blutet

Erstmal, Hepatitis B ist superleicht übertragbar, nicht nur über Blut.

oder ist er eigentlich gar nicht krank

Da Sie eine Immunantwort ausgebildet haben (Anti-HBs positiv, Titer <100 U/l), hat dieser Befund für Sie keinen Krankheitswert.

Also - nö!

bin ich mit den schon recht lange zurückliegenden Impfungen immer noch immun dagegen

Eine Wirkung kann nur bestehen, wenn die Auffrischzeiten eingehalten wurden. Musst du mal nachkucken. Wäre ja aber eine Anreiz, mal danach kucken zu lassen ;-)

c2allZepSo0e5pp


Ja also mit ob er krankt ist oder nicht meinte ich eben ob er laut diesem Befund in der Lage ist, andere Menschen damit anzustecken oder nicht. Das ist ja das auf was es in dem Falle ankommt.

Und ich werde natürlich beim nächsten Arztbesuch fragen ob ich mich nochmal nachimpfen lassen muss :)z !

AdmiTrxi


Hallo Carsten,

du kannst deinen Impftiter einfach beim Hausarzt überprüfen lassen und dich dann bzgl. einer Auffrischung beraten lassen. Der Schutz der Hepatitis B-Impfungen hält in der regel lang an.

Im Moment liegt bei deinem Vater eine ausgeheilte Hepatitis vor, so dass du dich auch nicht bei ihm anstecken kannst. Da brauchst du dir keine Sorgen zu machen.

Die Fälle in denen es zu einem Abfall der Immunität gekommen ist sind sehr selten. Trotzdem darf man in so einem Fall kein Blut mehr spenden, weil natürlich die Empfänger von Blutprodukten maximal geschützt sein sollen.

Viele Grüße

CfhAarsleYsDa;rxwin


Hallo Carsten,

es gibt auch noch eine Wahrscheinlichkeit, dass der Test ein falsches Positiv gegeben hat. Das kommt mehr oder weniger häufig vor. Bei mir zeigte auch ein Paar Mal ein HB-Test falsche Werte. Nachfragen und später es wiederholen lassen.

Falls Dein Vater geeimpft worden ist, sollte es im Impfpass eingetragen worden sein.

Sonst sollte er mit einem Arzt darüber sprechen, was er machen kann/muss. Sollte er die Infektion durchgemacht haben, sind die Viren zwar nicht im Blut (es wurden nur Antikörper nachgewiesen) aber im Körper, latent und es könnte sich reaktivieren. Hep. B ist nicht harmlos. Eventuell kann er sich durch regelmässiges Nachimpfen schützen (Vermutung).

Für Dich und andere ist die Gefährdung auch nicht so hoch (keine aktive Infektion, keine Viren im Blut), es wird empfohlen, dass angehörige sich impfen lassen. Für Dich wäre es wichtig dann dieses Titer zu überprüfen, oder in regelmässigen Abstände es aufzufrischen (ich glaube das sind so um die 8 Jahre).

Und sonst muss man *immer* vorsichtig bei Umgang mit fremdem Blut sein (Handschuhe tragen), man weiss ja nicht, ob jemand sich gerade selbst infiziert (mit was auch immer) hat.

Gruß,

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