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Angst vor Narkose: Risiken?

*'Starl;ighxt*81


@ Pantanikerin

In dem Krankenhaus in dem ich meine Anästhesie-Famulatur gemacht habe, wurde bei Patienten, die zur Übelkeit neigen (Vor allem junge nichtrauchende Frauen) eine TIVA gemacht.

Ich falle leider nicht in die Kategorie "junge nichtrauchende Frauen", also Frau schon, aber der Rest stimmt nicht :-D

Rauchen werd ich am OP-Tag natürlich sein lassen, und danach vermutlich auch, das wäre glaube ich nicht so gut.

Klar werde ich auch sagen, dass ich Angst habe.

Ich wurde in dem Krankenhaus schon mal operiert (in örtlicher Betäubung), und weiß, dass die da irgendwie immer im Stress sind. Ich kam da hin, die wussten nicht mal dass ich an dem Tag Termin hatte, dann gings direkt in den OP und gleich los, ohne viele Worte.

W]olf2f


Hallo Starlight,

Angst vor der Narkose ist verständlich, vor allem bei einem "Kontrollfreak", wie du dich selber bezeichnest.

Wenn du die OP nicht vermeiden kannst, dann mach das Beste draus.

Narkosen können heutzutage durchaus auch angenehm gestaltet werden.

In diesem Falle ist es am besten, wenn du darauf achtest, die Kontrolle über dich eben kontrolliert, von dir kontrolliert abzugeben.

Bist auf dem besten Weg dazu. Den ersten Schritt hast du schon gemacht. Du hast dich bewusst für eine Vollnarkose entschieden.

Mit dem zweiten Schritt hast du bereits begonnen: Du informierst dich. Informieren ist wichtig, damit du bei der Planung der Narkose mitreden kannst und letztendlich nicht das Gefühl hast, daß du dich auslieferst.

Eine Vollnarkose ist ein extremer, aber jederzeit kontrollierter und kontrollierbarer Rauschzustand. Von dem her gesehen hat Maravilla nicht unrecht, wenn er darauf verweist,daß es auch ganz lustig werden kann.

Kommt eben drauf an, wie du dich vorbereitest und vorbereiten lässt.

Du kannst du ja für den Vorabend schon Beruhigungstabletten verschreiben lassen. Das ist durchaus möglich.

Wenn du dann in der Klinik bist, kann es vor der Narkose durchaus auch noch weitere Möglichkeiten zur Angstlösung und zur Beruhigung geben. So kannst du dir Midazolam spritzen lassen, was dir die Angst nimmt. Du bleibst dann wach, allerdings verlierst du auch das Erinnerungsvermögen. D.h. ca 1 Minute später weißt du nichts mehr von dem was jeweils war.

Am besten du machst dir Gedanken darüber, wie du dir deine ideale Narkose vorstellst und besprichst das mit dem Anästhesisten.

D.h. würdest du eher rasch oder langsam einschlafen?

Willst du dir die Atemmaske dabei aufsetzen lassen oder lieber nicht?

Welche Risiken gibt es?

Tja, im Endeffekt sind Vollnarkosen heutzutage so sicher, daß manche Alltagsrisiken grösser sind. Du bist auch sonst nirgends sicher. Vergegenwärtige dir das doch mal.

Also, wenn du auf dem OP-Tisch liegst, kannst du z.B. nicht vom Auto überfahren werden.

Ausserdem kannst du schon auch was zu deiner Sicherheit tun.

Die meisten Probleme in der Anästhesie kommen von Schwierigkeiten mit der Beatmung. Wenn du auf eine gute Narkoseuntersuchung achtest, kannst du schon einige Risiken selber ausschalten. So sollte z.B. eigentlich festgestellt werden, wie gut du zu intubieren bist. (die sogenannte Malampati-Klassifikation) Bis zur OP kannst du dich ja schlau machen, was eine gute Voruntersuchung beinhalten muss.

Ausserdem kannst du ja drauf achten, daß du vor der OP gut präoxigeniert bist. Also vorher ausreichend Sauerstoff atmest. Dann hast du eine hohe Sauerstoffsättigung und ein Sicherheitspolster. In der Regel achtet das Anästhesiepersonal ohnehin auf sowas, aber ich red hier mit einem Kontrollfreak, und evt. möchtest du das noch selber in der Hand behalten.

Was das Risiko angeht, während der OP aufzuwachen. Kommt offengesagt hin und wieder vor, aber in den allerallermeisten Fällen ist das unproblematisch, weil neben dem Schlafmittel (Propofol, Sevofluran) werden auch Schmerzmittel (Fentanyl, Lachgas) verabreicht und wenn das Schlafmittel tatsächlich nicht so wirkt, kriegst du ja immerhin noch Schmerzmittel.

Also mach mal weiter, dich zu informieren, lies den Wikipedia-Artikel zum Thema Anästhesie, google, das eine oder andere noch und frag in Internetforen.

Ach ja, und praktische Erfahrungen mit Narkose kann man hier auch nachlesen.

cQosmas86


@ starlight

hey :-) icxh werde am donnerstag auch an den nnh operiert. jedoch ambulant unter vollnarkose ;-)

Ne Freundin von mir wurde auch an der Nase operiert, die musste sich danach die ganze Zeit übergeben, weil sie soviel Blut geschluckt hat.

das ist doch total normal,hab ich bei der ersten op auch machen müssen.,der magen verträgt sein eigenes blut nicht. aber nach einmal übergeben,war es dann auch gegessen ;-)

alles gute

kvri7skelavxin


Ich hatte schon einige OPs und bin weder mittendrin aufgewacht, noch gab es irgendwelche Komplikationen von denen ich erfahren hätte. Einmal allerdings (im Kindesalter) hatte ich vorher so ein Beruhigungsmittel bekommen, was aber eher das Gegenteil bewirkte, ich war total aufgeregt und wollte nicht operiert werden... die anderen Operationen bekam ich das nicht, und hatte auch die Aufregung nicht.

Ich hatte auch schon eine Nasen-OP, aber mit örtlicher Betäubung. Die Zeit nach der OP war nicht angenehm, der Arzt hatte mir so Tamponaden in die Nase geschoben um die Blutung zu stillen. Das ist nicht schön, man kann ja nicht durch die Nase atmen, und ich musste mich auch übergeben weil Blut runtergelaufen war, worauf der Magen empfindlich reagiert (was aber normal ist). Die Tamponaden drücken ja dann auch und verursachen Schmerzen, aber nach ein paar Stunden wurde das Zeug aus der Nase genommen, und danach fühlte ich mich viel besser. Da muss man halt durch.

Wegen dem Risiko bei der Narkose, das ist echt sehr gering, da brauchst du dir keine Sorgen zu machen.

Grüsse *:)

M.aravi8lxla


ich kann mich persönlich daran schwach erinnern wie ich aufgewacht bin, vor mir waren zwei menschen die mir in der Leiste rumdrückten und mein Bein stark zuckte. Naja da haben sie mir den Schmerzkathetar eingesetzt. Aber sonst war nix.

*(Starlipght$*81


@ Wolff

Danke für die ausführliche, und vor allem hilfreiche Antwort. Die meisten können nicht nachvollziehen, dass ich ungern die Kontrolle verliere, und machen sich darüber nur lustig. Schön, wenn man auch mal ernst genommen wird :-)

Ich werde das im Vorgespräch noch genau mit den Ärzten besprechen, wie das mit der Narkose laufen wird.

@ Kriskelvin

der Arzt hatte mir so Tamponaden in die Nase geschoben um die Blutung zu stillen. Das ist nicht schön, man kann ja nicht durch die Nase atmen,

genau davor hab ich Angst, ich wach auf und kann auf einmal nicht mehr durch die Nase atmen. Und nach der Narkose werd ich ja nicht gleich so klar sein, dass ich das sofort kapiere. Ich will da nicht gleich in Panik geraten, weil ich nicht atmen kann

*xStarl'i1gbht*81


@ cosma86

Viel Glück für Deine OP, vielleicht kannst/willst Du danach ja mal darüber berichten

keriskeelvixn


@ *Starlight81*

genau davor hab ich Angst, ich wach auf und kann auf einmal nicht mehr durch die Nase atmen. Und nach der Narkose werd ich ja nicht gleich so klar sein, dass ich das sofort kapiere. Ich will da nicht gleich in Panik geraten, weil ich nicht atmen kann

Ich glaub nicht, dass das ein Problem ist. Das kriegt der Körper doch automatisch mit, und man atmet durch den Mund. Keine Panik, das klappt bestimmt.

Ich muss aber auch sagen, dass ich das nie mochte mit der Vollnarkose, eben auch weil es mir nicht gefällt dass da etwas mit mir gemacht wird und ich nicht die Kontrolle darüber habe.

4J-Auxge


Hallo!

Ich bin 28 Jahre und hatte bisher 5 Vollnarkosen, alle sind sehr gut verlaufen. Keine Nebenwirkung, klar das wachwerden ist nicht so toll.

Mein Mann hatte bisher eine Vollnarkose und er hatte nachher als Nebenwirkung Übelkeit, 2 mal übergeben und das wars dan auch.

Manchmal darf man nicht zuviel darüber nachdenken was alles passieren könnte.

Meine Ma hatte vor 5 Jahren eine Operation am Gehirn, ich als Tochter bei ihr und was sagt sie als erstes als sie wach wird "will eine Zigarrette", hat keine gekriegt :-/ ;-).

Denk positiv, und so eine Beruhigungsspritze kannst du dir geben lassen, oder auch vorher,das du gut schlafen kannst.

Viel Glück für die Op :-)

k.ochl^öffxel


Hallo Starlight!

ich bin genau so ein kontrollfreak wie du.. ;-) ich werde damit so fertig, indem ich mir sage..die haben ahrnung die haben das schon gaaaaanz oft gemacht. und dann versuche ich ganz lange die kontrolle selber zu behalten indem ich mich mit denen unterhalten...die frage oder sie erzählen lasse..und wenn sie dir dann das teufelszeug spritzen dann fordern sie dich vill auf zu zählen...und dann geht alles ganz schnell...und du bist weg.

Zum thema übelkeit nach der narkose...ja das kommt ganz auf den typ an..ob sportlich oder nich..ob raucher oder nicht..ob alkoholiker oder nich..solche faktoren spielen da ne rolle.

Das beruhigungsmittel kriegs du meines wissens nach sowieso, weil es einfach für jeden menschen stress ist, wenn die ganzen leute um einen rumwuseln und eine an alles mögliche anschleißen und so..und wenn nicht wird es denk ich kein problem sein das anzufordern.

das mit dem nüchtern zur op kommen...da stimm ich allen völlig zu, da ich da so eine nich so nette geschichte zu erzählen habe...also: ich hatte mir beim fußball den fuß ausgekugelt und mehrfach gebrochen...rettungswagen kam..hats wieder eingerenkt und ab ins kh..da dann sofort unters messer und da ich morgens logischerweise was gegessen hatte hab ich mich wärend der op in der narkose übergeben...ich weiß das auch nur aus erzählungen der ärtze, aber es muss ziemlich schlimm gewesen sein..und sie meinten ja kannste froh sein, dass du nich erstickt bist.

naja soviel von mir..wenn du noch fragen has...frag!!:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

44-Augxe


Ob man die Narkose gut verträgt hat nichts damit zu tun ob man sportlich,raucher oder der gleichen ist.

Es gibt verschiedene Narkosemittel, die einen verträgt man die einen vielleicht nicht so super.

Wichtig ist das der Narkosearzt an deiner seite während der ganzen Op bleibt.

kKochlöxffel


ja logisch das es auch leute gibt, die sportlich sind es aber trozdem nich vertragen. aber mir hat man gesagt, ja bis ja sportlich rauchs nicht und trinkst nicht..dir gehts nachher zu 90% gut..oder den umständen entsprechend. ich denke, dass man im allgemeinen schon sagen kann,wer sportlich,nichtraucher,kein alkoholiker,keine drogen nimmt ect...ist, eine narkose im schnitt besser verträgt.

4--Auxge


kochlöffel

hm, bin echt nicht gefragt worden ob ich sportlich oder so bin, wegen rauchen schon.

Klar bei Alkoholikern und überhaupt süchtigen ist das mit der Narkose sicher ein problem.

Mir wurde auch nichts in prozentzahlen gesagt. Und immerhin das bei 5 Vollnarkosen.

W!olfxf


Um der Diskussion zwischen kochlöffel und 4-Auge noch eine Richtung zu geben:

kochlöffel hat recht, wenn sie anmerkt, daß die von ihr aufgeführten Faktoren entscheidend für eine Narkose sein könnten.

Allerdings wirft sie hier noch einiges durcheinander:

1. Sportlichkeit hat sicher einen positiven Einfluss auf die allgemeine Konstitution und Befindlichkeit: Damit sinkt natürlich das Risiko von mit Herz-Kreislauf-Problemen während der Narkose noch mehr.

2. regelmäßiger Alkohol/Drogenkonsum führt zu einem Gewöhnungseffekt des Körpers und der betroffenen Organe wie Leber und Niere: Um eine Wirkung zu erzielen müssen die Narkosemitteldosen entsprechend erhöht werden. Das sind im übrigen auch Risikofaktoren für Aufwachen während der OP. Also wenn der Patient keinen übetriebenen Alk/Drug-Konsum hat, ist sein Risiko, während der OP aufzuwachen, noch geringer.

3. Raucher/Nichtraucher: Wie von Pantanikerin oben erwähnt, ist das Risiko, nach der OP von PONV, Postoperative Übelkeit und Erbrechen betroffen zu sein, bei Rauchern geringer als bei Nichtrauchern.

Allerdings wirkt sich das Rauchen auch schlecht auf Herz/Kreislauf aus.

kOocDhlöffxel


ne in prozentzahlen wurds mir auch nich gesagt, aber wenn man sich des öfteren da im op blicken lässt..dann wird da schon so einiges erzählt,jedenfalls bei mir..

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