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Grenzenlose Erschöpfung seit 2 Jahren

l_ichPtamhoqrizoxnt


Aber wie kann Dein Umfeld nicht mitbekommen, das Du so krank bist, wenn Du Dich 21 Std am Tag hinlegen musst?

Wegen Deinem hohen Puls...wurdest Du mal auf orthostatisches Tachykardiesyndrom untersucht? Also geht Dein Puls beim sitzen, aufstehen, gehen schnell in die Höhe?

Wurde eine NNR-Insuffizienz als Ursache der Erschöpfung ausgeschlossen?

Falls wir gesund werden, können wir ja zusammen eine Forschungsgruppe gründen :-)

Hast Du das mit dem Retrovirus XMRV als Auslöser von CFS mitbekommen? Ist ja momentan eine große Hoffnung für viele Betroffene...

l=ichtam?horizoxnt


Hat Dir mal ein HNO empfohlen diese Übungen gegen paroxysmalen Lagerungsschwindel zu machen...das ist ja ganz oft sehr erfolgreich?!

RyosnSelda


Ich lebe alleine, weit weg von meiner Familie in meiner Uni-Stadt. Meine früheren Freunde sind alle in der Welt zerstreut seit wir studieren, so dass ich die meisten ohnehin praktisch nie sehe.

Ich gehe an der Uni nur in die Pflichveranstaltungen, sämtliche Vorlesungen lasse ich ausfallen und mache auch nur das gerade nötigste. Wobei ich schon sagen muss, dass ich es mir selbst nicht erklären kann wie ich das teilweise noch schaffe. Danach gehe ich immer nach Hause und lege mich erstmal hin.

Mit den Leuten von der Uni habe ich ohnehin nur oberflächlich zu tun, die kriegen das nicht so mit. Und wenn ich mal meine Eltern übers we besuche liege ich da nur rum und schiebe es dann auf den Uni-Stress.

Ja also mein Puls geht bei jeder Bewegung gleich total in die Höhe , auch wenn ich nur langsam zu Fuß gehe oder auch nur in einem Buch blättere . Wobei mittlerweile immerhin mein Ruhepuls deutlich besser ist.

Es wurde zumindest mal der ACTH Wert bestimmt, der war normal.

Von dem Virus habe ich auch gehört, aber ich befürchte , dass das eben nur der Auslöser ist. Ich denke die Krankheit verselbständigt sich dann , da das ganze Immunsystem und die Hypothalamo/Hypophysen-Achse aus dem Gleichgewicht sind...

Hast du denn außer der Erschöpfung bestimmte Symptome?

l5icht;amhoQrcizont


Aber ein richtiges Leben ist das ja nicht...wenn ich an meine Studienzeit denke..tausend Leute kennengelernt, Parties, lange Auslandsreisen in den Ferien...was für ein Scheiß!

Wurde denn mal ein Langzeit-EKG gemacht? Denn wenn Du ein POTS hast, kann Deine Erschöpfung mit Betablockern oä evtl deutlich besser werden.

Tja meine Symptome: geistige und körperliche Erschöpfung, Muskelschwäche, Herzrasen, Palpitationen, wenn ich mich überlaste zusätzlich, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Erbrechen, völlige Benommenheit/brain fog usw...kommt Dir wahrscheinlich bekannt vor!

R!osnexlda


Ja deine Symptome kommen mir sehr bekannt vor! Vor allem auch die geistigen und die Muskelschmerzen.

Ende Dezember werde ich in eine Uni-Klinik in die Neurologie , da ich auch ein pathologisches EMG hatte...

Hm vielleicht sollte ich doch mal ein Langzeit EKG machen lassen, der Kardiologe hatte es vorgeschlagen , habe es dann aber gelassen, da ich dachte das würde eh nix bringen...

ldichhtamhori*zont


Wie bekommst Du denn dann die Zeit zu Hause rum? Mit lernen, lesen, fernsehen...?

Und wie geht es Dir seelisch mit der Situation? Fühlst Du Dich nicht einsam, denn Sozialkontakte sind ja durch die Krankheit scheinbar sehr limitiert :°(

l;i ch)tam6horixzont


In welche Klinik gehst Du denn?

Da kann man doch ein Langzeit-EKG gleich mitmachen, vielleicht ergeben sich ja doch noch therapeutische Optionen. Ich drück Dir die Daumen!!!

Rkosn)e7lda


Ja ich fühle mich schon einsam, ein normales Leben ist ja nicht möglich.

Ich denke für das Langzeit-EKG gehe ich zu dem Kardiologen, der weiß über mich bescheid.

Zu Hause schlafe bzw. liege ich die meiste Zeit, lerne nach Möglichkeit, spiele etwas KLavier, das wars...

Schade, dass nichtmal der Prof dir helfen konnte!

Ich werde dir morgen nochmal genauer schreiben. Ich muss jetzt schon schlafen....

Machs gut *:)

w;ixcki~20x02


Schon mal an Burn-out gedacht? Hab hier mal quergelesen und weiß von dem Gleichgewichtsorgan und den körperlichen Dingen. Aber hast du auch mal an die psychische Seite gedacht? Wenn du das schon so lange hast und auch schon bei vielen Ärzten warst, könnte ein Psychologe da doch mal nicht schaden oder? Vielleicht bringt er dich auch nur auf neue Ideen und kann dir eine neue Richtung zeigen. Geh nochmal zu deinem Hausarzt oder blättere die Gelben Seiten durch oder hör dich bei deinen Kommilitonen um.

Rposn`elxda


Hallo Wicki,

Ja ich habe etwas psychisches auch schon in Erwägung gezogen bzw. ich hatte mir sogar gewünscht, dass ich eine Depression habe, denn das hätte man ja gut behandeln können!

Ich war ca. ein halbes Jahr bei einer Psychologin und sie meinte letztendlich zu mir , dass sie bei mir keinen Bedarf sehe und sie mich für psychisch stabil hält.

Sie hat mir dann natürlich auch angeboten, dass ich trotzdem kommen könnte , wenn ich mal das Bedürfnis habe. Das habe ich aber gelassen, da es halt leider nix gebracht hat (ausser das ich gelernt habe besser mit der Situation umzugehen).

w>ickgi2002


Was du auch probieren könntest, ist, die Schulmedizin zu verlassen oder zu vernachlässigen und ganzheitlich an die Sache rangehen. Hört sich komisch an. Meine damit z. B. einen Arzt zu suchen, der auch ausgebildeter Homöopath ist, oder einen, der sich auch mit traditioneller chinesischer Medizin auskennt. Oft erkennen die noch Dinge, die von den "normalen" Schulmedizinern nicht gesehen werden können. Die ärztliche Ausbildung halte ich aber für wichtig, wenn es um Blutabnahmen oder Medikamente geht. Glaube, dass z. B. "nur" ein Heilpraktiker vielleicht weniger Möglichkeiten hat. Würde einfach noch mehr ausprobieren. Denke, dass das einiges an Kraft kosten wird, aber dass du nur auf diesem Weg das Richtige für dich finden kannst.

Gute Besserung!

l`icht4amho?ri(zont


Ja eine Katze wollen wir uns kaufen, hier im neuen Haus hätte die auch viel Auslauf. Allerdings erst wenn es mir etwas besser geht, denn mein Freund kann sich neben seiner vielen Arbeit, dem einkaufen, kochen, Wäsche, Kamin, Blumen, Garten usw nicht auch noch darum komplett allein kümmern, dann hätte er gar keine Freizeit mehr für sich und schöne Dinge. Aber vielleicht klappt das ja nächstes Jahr.

Einen Rolli habe ich nicht, denn ich stehe immer wenn es geht auf, damit mein Kreislauf und meine Muskeln das nicht völlig verlernen. Ich glaube, wenn es erstmal soweit ist, dann wird der Weg zurück deutlich schwieriger.

Momentan versuche ich immer einen kleinen Tageslichtausflug zu machen, damit ich frische Luft, UV usw bekomme und ein paar Schritte gehe, das tut der Seele sehr gut...ansonsten würde man ja die nächsten Monate verrückt werden, wenn man nur drinnen ist und es ständig dunkel ist draußen. Wenn ich nen Volldurchhängertag habe, bleibe ich natürlich brav daheim.

Wie regelst Du das denn mit Deinen Famulaturen und Praktika. Ich hatte da in den Ferien schon immer 50-Std Wochen. Kannst Du das irgendwie halbtags machen und dann doppelt so lange? Denn die Nachweise braucht man doch auch für die Examenszulassung oder?

Hast Du mal darüber nachgedacht 6-12 Monate Auszeit zu nehmen, damit Du Dich erholen kannst?

Die ersten Sessions von Gupta gibt es übrigens auf youtube.

LG

R{osnrelda


Das wäre doch super , wenn das mit der Katze klappt. Würde mich wirklich freuen für dich.

Ich denke es ist wichtig, dass du versuchst dir das Leben zu Hause möglichst angenehm zu gestalten,

durch gute Musik, Zeitschriften, DVDs etc. Vielleicht kannst du ja auch ab und zu mal eine Frieseurin oder so zu dir nach Hause bestellen, die dich ein wenig zurecht macht. Da fühlt man sich ja als Frau oft gleich besser :-) .

Hast du denn so ein paar Fixpunkte am Tag auf die du hinarbeitest bzw. ein paar kleine Ziele?

Ja, das mit den Famulaturen etc. ist wirklich meine größte Sorge im Moment. Ich muss noch die vollen 4 Monate machen, hatte bis jetzt ja auch noch solche Blockpraktikas.

Ich hoffe ehrlich gesagt, dass ich irgendeinen Arzt finde, der das ganze etwas "lockerer" nimmt, bei dem ich vielleicht auch mal früher gehen kann , wenns mir nicht gut geht.

Aber wie soll ich das anstellen.... :-/

S-hoeezp


Es kam außer leicht erhöhten Leber-und Eisenwerte und einem viel zu hohen Puls und der Sache mit dem Gleichgewichtsorgan nichts raus.

Erhöhte Leber- und Eisenwerte? Kannst du mal die aktuellen Werte Posten? Wurde neben dem Eisenserum auch das Ferritin überprüft? Sollte das Ferritin auch erhöht sein dann könnte dies auf Hämochromatose hindeuten. Ebenso sollte mal Hepatitis B und C in Betracht gezogen werden.

Hast du in der Zwischenzeit (dann anfangspost ist ja nun auch über ein Jahr alt) aich auch mal auf Borreliose und EBV untersuchen lassen? Wurde deine Schilddrüse nochmal gecheckt? Wurdest du auch mal auf eventuelle Vitaminmängel, wie z.B. B12, Folsäure, D3, B6, Calcium, Magnesium, untersucht?

l~ichta@mhoxrizont


Ach Rosnelda..ich finde es irgendwie traurig, das Du mit Anfang 20 schon so weise und erwachsen schreibst. Eigentlich solltest Du in der Studentenphase doch ein unbeschwertes, unvernünftiges, ungesundes, lustiges Leben führen dürfen...das ist echt unfair.

Ich glaube Du bist ein unglaublich starker und tapferer Mensch, weil Du Deine Situation so toll meisterst, vor allem so ganz alleine ohne Unterstützung. Das hätte ich in Deinem Alter nie geschafft.

Vielleicht solltest Du wirklich mal über eine längere Auszeit nachdenken und nur das machen, was Dein Körper kann und ihn zu nichts mehr zwingen. Ich kennen leichtere CFS-Fälle, die dadurch sehr profitiert haben.

Versuche doch die ersten Famulaturen in Praxen zu machen zB HNO, Neuro, Uro, Gyn oä..und zwar nur vormittags. Da kann man eh nichts helfen und sitzt nur daneben. Die Ärzte sind dann auch froh, wenn sie den Rest des Tages allein weiterarbeiten können. Ich habe das gegen Ende des Studiums gemacht, als ich parallel Zeit brauchte um meine Doktorarbeit fertigzuschreiben. Die Famulaturen im KH, zum Teil im Ausland, waren echt heftig, da man als normale Arbeitskraft eingeteilt ist.

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