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Behandlung mit MabThera (Rituximab)

JMoPhnnyx81 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich hoffe ich bin hier richtig mit meinem Anliegen.

Meine Mutter ist schon seit Jahren leider an Rheumatoide Arthritis erkrankt. Sie ist gerade mal 46 Jahre jung.

Vor 13 Tagen hatte Sie wieder mal ein Rheumaschub und musste ins Krankenhaus. Gestern hat ihr der Chefarzt die Behandlung mit MabThera (Rituximab) vorgeschlagen.

Beim Vorgespräch war ich heute leider nicht dabei. Aus beruflichen Gründen. Der Doc hat sich leider auch nicht die Zeit genommen, die man sich als Patient wünscht.

Nun ja, ich habe mich über das Internet insbesondere über Wikipedia schlau gemacht.

Nun Frage ich mich, was so die Fachmänner und Fachfrauen zu der Behandlung sagen. Außerdem wären mir ein paar Erfahrungsberichte sehr viel Wert.

Ich bin zwar kein Mediziner, aber das was ich über die Behandlung gelesen habe, hat mich nicht überzeugt.

Werde auch nächste Woche unseren langjährigen Hausarzt um Rat bitten. Dachte mir ein paar Erfahrungsberichte im Vorfeld wäre nicht schlecht.

Vielen Dank in voraus.

Gruß Johnny

Antworten
aHgnues


was ich über die Behandlung gelesen habe, hat mich nicht überzeugt

was konkret?

bdiAtYwee;n


Deine Mutter ist recht jung. Es wurde seitens des Chefarztes eine Rituximab-Therapie gegen rheumatoide Arthritis vorgeschlagen. Mal auf die Schnelle: [[http://www.journalmed.de/aktuellview.php?id=661]]

Nach aller Erfahrung - vor allem auch mit den Kostenträgern im Gesundheitswesen! - kann ich unter Abwägung der mir bekannten Risiken sagen: Go for it, solange sie es noch zahlen.

Oder du müsstest konkretisieren, was genau dich / euch nicht überzeugt. Alles andere = Kaffeesatz. Erfahrungsberichte im Internet = Glücksache. Ähnlich sinnvoll wie Getratsche in der Warteecke der Krebsklinik. Bei allen, die es überstanden haben, war's am schlimmsten. Sorry, ich spreche aus Erfahrung.

Viel Glück und die richtige Entscheidung!:)^

J8ofhn4ny8x1


Wenn ich mir das Info-Blatt durchlese. Dann wird die Behandlung als die super mega tolle Behandlung angepriesen. Die Nebenwirkungen wäre Grippeähnlich. Also nix so tragische. Da kommt mir doch die Frage auf, warum ihr genau jetzt als es ihr richtig dreckig geht, die Behandlung vorgeschlagen wird und nicht schon viel früher. Das macht mich nachdenklich.

Und dann gibt es nur eine 50-50 Chance, dass ihr die Behandlung hilft. Ist mir erlich gesagt zu wenig.

Außerdem die Behandlung greift das Immunsystem an. Was ist wenn es ihr nicht hilft. Die Nebenwirkungen eintreffen. Das Zeug ist dann erstmal bei ihr für längere Zeit im Körper. Was dann? Hat sie dann neben den Schmerzen, die sie schon hat auch Dauer-Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Fieber, etc.

bditwCexen


Die Behandlung greift nicht das Immunsystem an, sondern unterstützt es sozusagen in potenzierter Form. Rituximab ist ja selbst ein Antikörper (daraufweist die Endung "ab" wie antibody hin) und somit biochemisch ähnlich aufgebaut wie die Stoffe, die Immunreaktionen erzeugen. Das aber ist ja einer der Haupteffekte des Inhaltsstoffs.

Dass die unerwünschten Wirkungen (UAW) verharmlost werden, finde ich aus eigener Anschauung auch außerhalb von Fachkreisen eher nicht bestätigt. Einmal (Achtung neudeutsch) googlen bei wiki, und da hat man's, das, was in geschwollenerer Form auch in der Roten Liste steht: Sämtliche Infos über Rituximab. Hat meinerseits 3 Sekunden gedauert.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Rituximab]]

Jeder mit Rituximab behandelnde Arzt wird - zumindest in Deutschland - seine Aufklärungspflicht ernst nehmen und dich über UAW ausführlich aufklären. Vielleicht ausführlicher als du möchtest ;-D

Dqino2g000


Dass die Ärzte deiner Mutter erst jetzt dieses Medikament vorschlagen, mag daran liegen, dass die sog. biologischen Medikamente recht teuer sind. Sie werden i.d.R. erst dann verschrieben, wenn andere billigere Medikamente nicht od. nicht ausreichend wirken. Es muß auch i.d. R. ein Antrag des behandelnden Arztes bei der Krankenkasse gestellt werden. Oft ist es dann so, dass die Genehmigung nur vorrübergehend erteilt wird. z.B. für ein halbes od. ein Jahr u. dann müßte der Antrag erneuert werden. Dass solche Medikamente in das Immunsystem eingreifen ist gewollt und gehört zur Therapie. Das ist bei MTX, das deine Mutter sicher kennen wird auch nicht anders. Bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen ist das Immunsystem zu stark und muß nicht noch zusätzlich gestärkt werden. Alle typischen Rheumamedikamente greifen in das Immunsystem ein und setzen es runter, damit es wieder normal arbeitet und die Entzündungen unter Kontrolle gebracht werden.

b4itw+eexn


Dass die Ärzte deiner Mutter erst jetzt dieses Medikament vorschlagen, mag daran liegen, dass die sog. biologischen Medikamente recht teuer sind. Sie werden i.d.R. erst dann verschrieben, wenn andere billigere Medikamente nicht od. nicht ausreichend wirken. Es muß auch i.d. R. ein Antrag des behandelnden Arztes bei der Krankenkasse gestellt werden. Oft ist es dann so, dass die Genehmigung nur vorrübergehend erteilt wird. z.B. für ein halbes od. ein Jahr u. dann müßte der Antrag erneuert werden. (...)

Dino2000

Das eben meinte ich weiter oben mit "solange sie es noch zahlen". Danke, Dino2000, für diese klärenden Worte an den TS. Rituximab ist zusatzentgeltpflichtig. Wie lange Frau Schmidt es den Kassendeppen noch gönnt, sei dahingestellt. Wohlgemerkt: Bin selbst ein Kassendepp - noch dazu ein im Klinikum arbeitender. Daher meine harten, klaren Worte.

Esse, was gar ist, trinke, was klar ist und sage, was wahr ist.

J#ohnxny81


danke für eure antworten. die helfen mir schonmal weiter.

auf wiki habe ich mich auch schon schlau gemacht.

aber irgendwie hab ich doch ein mulmiges gefühl bei der ganzen sache. ich mach mir stark sorgen um die nebenwirkungen und die behandlung an sich. dauert ja 3-5 stunden...

a\gnexs


Was ist das Problem an den 3-5 Stunden? Das machet sie doch nicht alle naselang?

Jtohrnnyx81


ich kanns nicht beschreiben. aber ich hab ein komisches bauchgefühl

adgnexs


Ich glaube, Du verstehst die Ernsthaftigkeit der Erkrankung rheumatoide Arthritis nicht und kannst deshalb nicht nachvollziehen, warum ein signifikanter Eingriff in das Immunsystem Deiner Mutter berechtigt ist. Kennst Du Patienten mit schwerer, fortgeschrittener RA, deren Gelenke so deformiert sind, daß sie nicht mal ein Radio einschalten oder im Krankenhaus den Klingelknopf drücken können? Patienten, die total von anderen abhängig sind?

RA tötet selten, aber die Lebensqualität vieler Patienten ist extrem eingeschränkt. Ich würde das keinem meiner Verwandten - nicht-Verwandten wünschen.

Ich würde empfehlen, daß Du mit Deiner Mutter zu ihrem nächsten Termin gehst, um mit dem Arzt Deine Bedenken zu besprechen.

Falls Du sowas noch nicht gesehen hast:

[[http://knol.google.com/k/-/-/jF3hM3MH/lYohRg/Ulnar%20Deviation.bmp]]

JEo}hnnyy81


Danke für die Lehrstunde. Aber ich weiß was Rheumatoide Arthritis ist. Leider muss ich dazu sagen. Mir wäre es auch lieber, keine Ahnung davon zu haben. Aber ich mußte meine Mutter in einigen Krankenhäusern und Kliniken begleiten. Morgen habe ich auch ein Termin mit unseren Hausarzt. Meine Anfrage hier sollte nur dafür dienen, dass ich morgen auch die richtigen und wichtigen Frage stellen. Da ich kein Mediziner bin und mich mit MabThera nicht auskenne. Habe auch auf ein paar Erfahrungsberichte gehoft, die einem Mut machen. Wer liest nicht gerne. "...hey ich hab die Behandlung vor einem Jahr gemacht und seit dem geht es mir besser..." oder so in der Art. Aber trotzdem Danke für die Aufklärung Agnes

a'gnes


Hey, wir haben mit Ritiximab ein paar Leuten die Nieren gerettet und einer das Hirn.

Besser?

JZoh-nnyx81


was heißt wir? arbeitest du im krankenhaus?

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