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Frage zur Regionalanästhesie

p epxs hat die Diskussion gestartet


Leider steht bei mir wieder eine OP an, diesmal Neurolyse am Ellenbogen. Der Chirurg empfahl mir das in axialer Plexusanästhesie machen zu lassen. Den Anästhesisten sehe ich erst bei der OP (ist eine ambulante OP).

Werden bei dieser Art der Betäubung zusätzlich noch andere Medikamente gespritzt? Ich frage weil ich alle stärkeren Schmerzmittel schlecht vertrage und mit Übelkeit und Erbrechen reagiere. Bei Vollnarkosen ohne entsprechende Medikation gegen Übelkeit ist es schon vorgekommen, dass ich bis zum nächsten Tag alles von mir gegeben habe.

Muß ich vor dieser Art der Anästhesie auch bestimmte Medikamente (Bisoprolol 2,5 Atacand plus 8 mg, L-Thyrox 125), die ich immer nehme, am OP-Tag weglassen?

Antworten
tMhte-mcavexr


Der Chirurg empfahl mir das in axialer Plexusanästhesie machen zu lassen

Nicht axial, sondern axillär (=in der Achselhöhle). Es gibt für den Ellbogen noch eine andere Art der Plexusanästhesie (infraklavikulär), bei der unter dem Schlüsselbeín eingestochen wird. Welche der beiden Methoden er anwendet, entscheidet der Anästhesist, er wird das machen, womit er mehr Erfahrung hat.

Werden bei dieser Art der Betäubung zusätzlich noch andere Medikamente gespritzt?

Wenn der Plexus gut sitzt, sind keine weitren Medikamente nötig - es sei denn, der Patient möchte ein Beruhigungsmittel.

Ich frage weil ich alle stärkeren Schmerzmittel schlecht vertrage und mit Übelkeit und Erbrechen reagiere.

Das tritt bei den Opioiden (=Morphin-ähnliche Mittel) auf. Ein solches braucht man beim Plexus nicht. Die Beruhigungsmittel machen keine Übelkeit - im Gegenteil, manche davon wirken wahrscheinich sogar *gegen* Übelkeit.

Muß ich vor dieser Art der Anästhesie auch bestimmte Medikamente (Bisoprolol 2,5 Atacand plus 8 mg, L-Thyrox 125), die ich immer nehme, am OP-Tag weglassen?

Grundsätzlich gelten für die Plexusanästhesie dieselben Regeln wie für eine Vollnarkose - in 5 - 10% der Fälle klappt der Plexus nämlich nicht, so dass man dann doch noch eine Narkose machen muss. In Deinem Fall heißt das: Bisoprolol auf jeden Fall weiter (Betablocker sollte man vor einer OP *nicht* absetzen). Bei den anderen beiden Mitteln ist man sich nicht ganz einig, ob weiternehmen oder nicht - im Zweifelsfall nehmen (zumindest das Atacand), da 3 Tabletten die Nüchternheit nicht beeinflussen und man bei OP in Regionalanästhesie durch die Nervosität doch gerne mal einen etwas höheren Blutdruck hat.

Grüße

GM3]IST


auch die SD Tabletten werden meist am OP Tag auch eingenommen, aber genaures sagt dir dein Anästhesist.

zur Plexusblockade, ich würde mir eher ne kleine Maskennarkose machen lassen, schön mit Disoprivan ins SChlummerreich befördern und dann relaxxxt später aufwachen. Aber jeder muss das selbst entscheiden.

Weil je nach Anästhesist, der mehr oder weniger Ahnung in der Plexusblockade hat, kann dies in der Einleitung dauern, dann stochern sie dort ewig in den Achsel rum, spritzen dann meist 60ml Lokalanästhestika Mecain 1%, das kann schmerzhaft sein...

pjeRps


@ the caver

Danke für deine ausführiliche Antwort.

Nicht axial, sondern axillär (=in der Achselhöhle).

Natürlich, wie dumm von mir. :|N

@ G3IST

Auch dir danke für deine Antwort.

ich würde mir eher ne kleine Maskennarkose machen lassen, schön mit Disoprivan ins SChlummerreich befördern und dann relaxxxt später aufwachen.

Hatte schon viele Nakosen und meistens danach schlechte Erfahrungen in Punkto Übelkeit/Erbrechen, was mich mehr beeinträchtigt hat als die OP-Folgen.

das kann schmerzhaft sein...

Ich bin i.d.R. nicht sonderlich schmerzempfindlich.

pQe!pds


Eine Frage hätte ich da noch....

Nach fast allen OP's hatte ich anschließend ziemlich unangenehmen Schüttelfrost, nur nach meiner Sigmaresektion nicht (aber vielleicht habe ich es nur nicht mitbekommen, denn da fehlt mir der ganze Tag ;-)).

Kann mir das nach einer Regionalanästhesie auch passieren?

pUeps


keiner ???

SZilbxer


hab auch nur gegoogelt: [[http://de.wikipedia.org/wiki/Postoperatives_Zittern]] kann also auch nicht mehr dazu sagen, weiss nicht, ob es bei deiner Art der Anästhesie auch vorkommen kann.

p=exps


Hallo Silber,

danke für deine Antwort, aber die Seite hatte ich auch schon gefunden. Da steht:

Pethidin ist bei postoperativem Zittern (Shivering) deutlich wirksamer als Morphin oder Piritramid

Nur leider ist es so, dass ich Pethidin (Dolantin) und auch alle andenen opioidähnlichen Medikamente überhaupt nicht vertrage (Übelkeit u. Erbrechen bis zu 24 Std. danach).

t=he-cjavexr


Grundsätzlich findet zwar auch bei Regionalanästhesien ein Wärmeverlust statt, weil im betäubten Bereich die Blutgefäße weitgestellt sind, also besonders viel Blut durchfließt, das Wärme abgibt (bei einer Spinalanästhesie also z.B. die gesamte untere Körperhälfte. Aber dadurch, dass die Temperaturregulation im Rest des Körpers nicht beeinträchtigt wird (das ist bei der Vollnarkose der Fall), kann der Körper auch gleich gegensteuern und es kommt nicht zu dem starken Zittern wie am Ende der Narkose, wenn plötzlich die Temperaturregulation wieder einsetzt und das Gehirn merkt "alles viel zu kalt hier, sofort alle Wärmekraftwerke anwerfen". Dadurch ist Käkltezittern nach Regionalanästhesie eher selten und schwächer ausgeprägt.

In Deinem Fall ist es ohnehin völlig egal: Wenn nur der Arm betäubt wird, ist der Wärmeverlust minimal, nach einer Plexusanästhesie habe ich noch niemanden ernsthaft zittern sehen. Außerdem kannst Du Dir im OP in den allermeisten Kliniken auch eine Warmluftdecke geben lassen, aus der Du mit warmer Luft bepustet wirst ("Warm Touch" oder "Bair Hugger" sind die bekanntesten Produkte).

Ach ja, für diue nächste Vollnarkose: Man kann das Zittern nicht nur mit Opioiden bekämpfen, Clonidin und Droperidol wirken auch (wenn auch meiner Meinung nach nicht soooo toll wie Pethidin).

Insgesamt ist Wärmemanagement ein Thema, das in den letzten Jahren einen steilen Aufschwung erlebt hat, weil man mittlerweile weiß, dass es sich auch auf die Komplikationshäufigkeit (Kreislaufprobleme, Blutungsneigung, Wundinfektionen) auswirkt - man tut da heute deutlich mehr als noch vor 10 Jahren!

Grüße

pBepxs


@ the-caver

DANKE !

p;epes


Außerdem kannst Du Dir im OP in den allermeisten Kliniken auch eine Warmluftdecke geben lassen, aus der Du mit warmer Luft bepustet wirst ("Warm Touch" oder "Bair Hugger" sind die bekanntesten Produkte).

Ich glaube nicht dass es in einem ambulanten OP so eine Ausstattung gibt.


Ich werde dann auf jeden Fall berichten wie es gelaufen ist.

m]arysxue


in einem op muss sowas zur verfügung stehen ;-) also falls dir kühl werden sollte einfach fragen,meistens wirds aber eh sofort angeboten.ist ja nicht besonders warm dort :) narkotisierte patienten werden ja sowieso immer mit ner wärmedecke bedacht, eben wegen dem auskühlen.

warum siehst du den anästhesisten erst am op-tag?

du wirst ja sicherlich eh morgens gleich und sowieso nüchtern dort antreten.nimm deine medikamente mit und besprich mit dem anästhesisten welche medikamente du einnehmen sollst und welche nicht.im besten fall sollte sowas aber immer vorher geregelt werden!!

pWeps


warum siehst du den anästhesisten erst am op-tag?

Das ist in einem Praxis-OP ambulant. Soviel ich weiss kommt dre Anästhesist aus einer anderen Stadt, ca. 80 km entfernt.

du wirst ja sicherlich eh morgens gleich und sowieso nüchtern dort antreten.nimm deine medikamente mit und besprich mit dem anästhesisten welche medikamente du einnehmen sollst und welche nicht.im besten fall sollte sowas aber immer vorher geregelt werden!!

Ich habe dem Anästhesiten jetzt mal eine eMail geschrieben wegen der Medikamente. Bin mal gespannt ob ich eine Antowort bekomme. :-/

m]arysNuxe


ja is doch super! der antwortet sicher.liegt ja auch in seinem interesse das es seinen patienten intraop gut geht :)

p+epxs


der antwortet sicher.

Mal sehen, ich habe die Mail gester Abend geschrieben, aber bis jetzt keine Antwort erhalten.

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