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Knoten in der Schilddrüse

AggnesZ-Bxea hat die Diskussion gestartet


Bei mir wurde ein knoten von etwa 2,5 cm in der Schilddrüse festgestellt. Der Arzt meint: Operieren, und zwar den ganzen Schilddrüsenlappen, oder Punktion, um das Gewebe genauer zu definieren (und was dann?), oder gar nichts unternehmen und abwarten. Auf jeden Fall würde der Knoten weiterwachsen und zurückbilden könnte er sich nicht mehr.

Stimmt das? Ich habe gehört, dass man mit Hormonersatz die Schilddrüse ruhig stellen kann, so dass sie sich erholen kann, dann könnte sich so ein Knoten sogar zurückbilden. Der Arzt hat mir aber gesagt, dass man solche Therapien nicht macht. Stimmt das. Wer weiss Rat? Oder hat selber Erfahrung?

Antworten
syteffix2


Knoten der Schilddrüse

Hallo Agnes.

Bei welchem Arzt warst du denn?

Ich wurde im Juli von meinem Hausarzt zur Nuklearmedizin überwiesen (weil ich immer solche Schluckbeschwerden hatte). Dort wurde mir dann ein Szindigramm und Ultraschall von der Schilddrüse gemacht. Dort hat man dann eine vergrösserte Schilddrüse entdeckt mit einem Knoten (fast 3 cm groß). Mir wurde damals geraten mich operieren zu lassen. Im August wurde ich dann operiert und bin jetzt gut mit Schilddrüsenhormonen (die braucht man, weil die verkleinerte SD ihre Leisung von alleine nicht mehr bringt und damit sie nicht mehr wächst) eingestellt.

Einen Knoten bis 0,5-1 cm kann man wohl beobachten aber alles was größer ist sollte man wegmachen lassen.

Ein Knoten den man hat bekommt man durch Hormonersatz nicht nicht mehr weg.

Lass dir von deinem Hausarzt bitte eine Überweisung (falls du noch nicht da gewesen sein solltest) zum Nuklearmediziner geben (die kennen sich mit SD-Erkrankungen aus) und gehe auch bitte hin. Dann weisst du auch genaueres (ob du operiert werden musst oder nicht).

Du brauchst vor einer Op aber keine Angst zu haben. Das ist absolut nicht schlimm. Wenn du weitere fragen hast kannst du dich ruhig melden

LG

Steffi2

ARschrenp0uttel


Agnes-Bea

Vor einigen Jahren entdeckte der Hausarzt bei mir eine Unregelmäßigkeit am Hals, die sich bei einem Szintigramm als hühnereigroßer kalter Knoten an der Schilddrüse herausstellte. "Kalte" Knoten sind - im Gegensatz zu "heißen" - Knoten, die nicht am Stoffwechselgeschehen beteiligt sind. Zu 95% sind sie gutartig, der Rest ist Krebs. Manche werden auch erst im Lauf der Zeit bösartig, so dass man auf der sicheren Seite ist, wenn sie entfernt werden. Ich habe die Operation sofort durchführen lassen. Schlimm war nur der 1.Tag nach der OP, weil einem der Hals logischerweise weh tut. Ist aber auszuhalten. Nach 5 Tagen war ich wieder zu Hause. Die Fäden müssen nicht gezogen werden, sie lösen sich auf. Bei den meisten Leuten verschwindet die Narbe im Lauf der Jahre, bei mir allerdings ist sie etwas unregelmäßig und dick, weil ich generell zu Narbenwucherungen neige. Einige Zeit nach der OP muss einen der Hausarzt "einstellen", dh., wenn der eigene SD-Hormonvorrat aufgebraucht ist, muss anhand von Bluttests festgestellt werden, wieviel Hormon man von außen zuführen muss. Danach richtet sich dann das verschriebene Medikament, das man ein Leben lang täglich nehmen muss. Und Gewissenhaftigkeit empfiehlt sich unbedingt, da ein zu hoher Hormonspiegel ua. zu Herzproblemen führen kann, ein zu niedriger im schlimmsten Fall zu Schwachsinn (der aber reversibel ist!). Ich lebe nun schon 5 Jahre damit, (fast) keine Schilddrüse mehr zu haben, und es geht wirklich problemlos. Also, wie schon Steffi sagt, keine Angst vor einer OP!

LG

A@gnebs-YBea


Steffi2

Allerherzlichsten Dank für Deinen Beitrag!also erst war ich beim Hausarzt, weil ich selber den dicken Hals registriert habe. Der Arzt hat mich zum Ultraschall geschickt, danach hat er einen Termin beim Endokrinologen im Krankenhaus vereinbart. Und dieser Arzt ist auch in der Chirurgie tätig. Da bin ich ich also letzten Dienstag kurz vor mittag ins Krankenhaus gefahren. Ich glaube der Doktotr war schon sehr hungrig und wollte in die Mittagspause, weshalb er es sehr sehr eilig hatte, schnell einen Termin für eine SD-Operation zu machen. Wie gesagt, drei Varianten hätte ich zur Verfügung und ich hab mich dann seiner Meinung angeschlossen und einem Termin zur Operation zugestimmt. Auch, damit er endlich sein wohlverdientes Mahl einnehmen kann. Zu Hause dann sind mir Zweifel gekommen, denn bei meiner Recherche im Internet hab ich immer wieder von Leuten gelesen, die nach einer SD-Operation lange mühselige Zeit brauchen, um die Medikamente einzustellen. Ausserdem kennt sich meine Mutter etwas damit aus, denn sie wurde mit 31 Jahren auch an der SD operiert. Sie meint, das Leben sei nie mehr das gleiche wie zuvor gewesen. Sie stammt aus Norwegen und zwar aus einem Küstenort im Westen. Bis zu ihrer Heirat mit 17 hat sie täglich Fisch gegessen (Hauptnahrungsmittel in Bergen), erst als sie mit meinem Vater in die Schweiz gezügelt ist, musste sie auf Fleisch umstellen. Sie behauptet nun, dass sie Jodmangel gehabt hätte. Möglicherweise gibt es sogar Leute, die mehr Jod als andere brauchen?? Ich habe sogar den Verdacht, dass es auch auf die Konstitution ankommt, wieviel Hormone jemand braucht. Die Aerzte gehen doch immer von einem Mittelwert aus. Der Bedarf an SD-Hormonen ist sehr individuell und das Wechselspiel mit andern Hormonen muss immer wieder feingestimmt werden. Ich könnte doch nun mit Hormonen und Jod versuchen, den Knoten am wachsen zu hindern (nach einer Punktion, um bösartigen Tumor auszuschliessen). bis 4 cm kann der Knoten wachsen, danach MUSS man operieren. Ich könnte es doch versuchen, denn operieren kann ich jederzeit. Ich müsste dann aber einen andern Arzt aufsuchen, denn die beide, die ich kenne, würden nicht mit Jod und Hormonen aushelfen. Vielleicht kennt sich jemand mit sowas aus und kann mich beraten, bevor ich mit Selbsversuchen weitermach...

Liebe Grüsse

s*tef;fix2


Agnes-Bea

Von einem "Selbstversuch" würde ich die Finger lassen. Hormone wird dir niemand geben, wenn du eine normale SD-funktion hast. Natürlich kann man (muss aber nicht) Probleme nach einer Op/mit der Einstellung/ haben aber die kannst du auch/muss wiederum nicht sein/ so bekommen wenn du auch nurabwartest und beobachtest.

Klar dauert es eine Weile bis man nach einer Op gut eingestellt ist. Ich bin nach der Op in eine Unterfunktion gerutscht aber so schnell wie ich da drin war bin ich auch wieder raus gekommen. Wenn du dir nicht sicher sein solltest dann hol dir noch einen zweiten Rat von einem anderen Arzt. Wurden bei dir auch die SD- Werte nebst Antikörperbestimmung? Wenn man Antikörper nachweist, sollte man nämlich kein Jod zu sich nehmen- das regt die Antikörperbildung der SD an und das wäre dann nicht gut.

Wie du siehst geht es Aschenputtel auch ohne Sd gut und mir ebenfalls (obwohl ich noch nicht richtig eingestellt bin).

Ich bin froh, das mir der doofe Knoten rausgenommen wurde auch wenn sich im nachhinein zeigt, dass er nicht bösartig war, habe ich somit die Gewissheit das da in meinem Hals nichts ist was noch Böse werden könnte.

Überlege es dir nochmal und hole dir nochmal eine zweite Meinung (Innternist aber besser Nuklearmediziner oder auch nochmal anderer Endologe).

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende

Liebe Grüsse

Steffi

R?otschxopf2


Ich kann mich der Ansichten von Steffi und Aschenputtel nur anschließen bezüglich Einstellung und OP.

Ich habe seit 2 Jahren keine Schilddrüse mehr und mir geht es gut. Klar, es hat auch länger gedauert, aber das ist mir immer noch 1000 x lieber als wenn ich irgendwelche Knoten im Hals habe und mir ständig Gedanken machen muss ob sie entartet sind.

Punktieren würde ich mich nie im Leben lassen. Ich bin froh, dass mir mein Operateur davon abgeraten hat.

Erstens ist es medizinisch nicht beweisbar, dass dabei wirklich nicht gestreut werden kann. Zweitens sind die Untersuchungsmethoden, die einem mit der winzigen entnommenen Menge zur Verfügung stehen lange nicht so genau wie bei einer OP mit Knotenentfernung oder Probeentnahme.

Die psychische Belastung, die damit einhergeht, sich ständig kontrollieren zu lassen ob etwas entartet, ist nämlich auch nicht zu unterschätzen. Ich habe das bei einem anderen Bereich (nicht Schilddrüse) mal über ein Jahr mitgemacht und war froh als ich das Thema abhaken konnnte. Das ist eine verdammt hohe Zeche, die man dann zahlt (nervlich) nur um eine OP zu umgehen.

Bei mir ist ein Knoten kurz vor der 1. OP so gewachsen, dass er auf die Luftröhre drückte und ich Angst hatte, zu ersticken. Ich habe drei Nächte im Sitzen geschlafen. Wenn man das mal mitgemacht hat, ist schnell Schluss mit lustig. Das sind "unvergeßliche Erinnerungen" der besonderen Art.

Wenn mir heute ein Arzt sagen würde, dass im Hals noch ein Knoten ist und der raus sollte, würde ich mein Terminkalender greifen und sagen "Okay, wann machen wir das?"

Aber das muss natürlich jeder selbst für sich entscheiden.

Das Thema Antikörpertest ist natürlich auch nicht zu unterschätzen. Ich habe schon oft Ärzte erlebt, die den Test nicht machen und dem Patienten dann Kombipräparate mit Jod oder reine Jodpräparate verschreiben und sich dann wundern, wenn es dem Patienten schlechter geht.

AOngnexs


an alle

also ich danke euch sehr für euer Interesse.

So ganz überzeugt von einer Operation bin ich immer noch nicht. Es kommt auch auf die Ursachen an, weshalb ein Knoten entstanden ist. In den meisten Fällen ist Jodmangel verantwortlich. In Stresssituationen z.B braucht man mehr Hormon und hat dann zuwenig Jod. Der Hormonspiegel kann im Mittelwert sein und trotzdem hat man dann zuwenig Hormon. Die SD arbeitet dann zwar wie verrückt und gibt ihr bestes, aber bei zuwenig Jod sterben möglicherweise die Zellen ab. So können Knoten entstehen.

Wenn ich nun doch Hormonersatz nehme und Jod dazu, lässt sich die SD vielleicht etwas beruhigen. Ein Versuch wäre es Wert?

Ich habe keine Angst, dass der Knoten bösartig ist. In 95% Prozent wären sie gutartig. Wie gesagt, falls der Knoten wächst oder sonst was komisches passiert, könnte ich immer noch operieren. Der Endokrinologe hat zwar behauptet, er müsste mir sehr hohe Dosen verschreiben, um die SD ruhigzustellen, weshalb er das nicht unterstützen würde. Und da blick ich nicht ganz durch.

Wenn sonst alles funktioniert und richtig zusammenspielt, müsste doch die SD die Hormonausschüttung drosseln. Und wenn ich mehr Hormon im Blut habe, müsste doch auch die Hirnanhangdrüse ihrerseits ihre Produktion herabsetzen. Der Arzt meint, bis die Hirnanhangdrüse die SD blockiert, müsste er mir wie gesagt zuviel Hormon verschreiben. Ich glaube aber, dass es bei allen unterschiedlich ist. Das hängt doch total von der körperlichen Konstitution ab und auch vom jeweiligen Temperament und nicht zuletzt die Lebenssitutation, z.b. ob man kleine Kinder hat oder sonst irgendwie Stress hat und die Aufmerksamkeit total gefordert ist

Es muss doch Alternativen zur OP geben...

lg

AEngnxes


... ja und dann habe ich noch den Namen geändert, Agnes-Bea gefällt mir nicht mehr so richtig.

lg

Agi

s/teffix2


Agnes

Hallo Agnes,

ich würde mir trotzdem noch eine zweite Meinung von einem Nuklearmediziner einholen. Ich denke, dass du nicht richtig informiert bist was deine SD anbelangt.

Du hast hier mittlerweile drei Meinungen erhalten und die sind alle nicht aus der Luft gegriffen.

Es will dich keiner zu einer Op zwingen (das kann auch keiner), nur wollte dich jeder darauf aufmerksam machen, was eine SD alles anrichten kann.

Also, ab zum nächsten Arzt. Beim 1. hattest du ja schon das Gefühl, dass er keine Zeit für dich hat, die Infos die du brauchst hatten da wohl gefehlt!!!!

LG

Steffi

AlngHnes


Weisst Du, ich denke, SD-Abnormitäten sind sehr individuell. Meine Hormone sind nach der schulmedizinischen Messskala im Normbereich. Aber genau da stellen sich bei mir schon die Fragen ein. Angenommen, man hat eine Skala von 1-10. Alles, was sich ausserhalb von 3-7 befinden würde, wäre pathologisch, also ungesund. Das hiesse, dass alle Leute mit den Werten 3 zwischen 7 als gesund eingestuft würden. Falls ich aber zu jenen gehören würde, die den Wert 6 brauchen, um normal zu funktionieren, hätte ich beispielsweise mit dem Wert 4 zuwenig Hormon und bräuchte entsprechende Ergänzung. Und umgekehrt auch, bräuchte ich nur den Wert 3 und hätte 7, wäre ich total rastlos und aus dem Häuschen und hätte Herzrasen. Angeblich sollen 30% der Deutschen ein Struma haben. Das würde mich aber gar nicht wundern.

Wenn ich mir das Ganze überlege, kann es auch gar keinen Arzt oder Spezialisten geben, der eine/n Patient-en/in so einschätzen kann. Wie gesagt, Temperament, Alter, Lebensumstände und weiss ich was alles bestimmen, wieviel Hormone jemand braucht, um sich gesund zu fühlen. Und das auch noch tageszeitabhängig. Je nach Faktor muss die SD viel oder weniger arbeiten. Ich kann mir z.B. sehr gut vorstellen, dass es viele Leute gibt, die einen "normalen" SD-Hormonwert haben und trotzdem zuwenig für ihre körperlichen und nicht zuletzt auch psychischen Bedürfnisse produzieren.

Mir ist auch klar, dass ich keinen Arzt finden werde, der mit mir Experimente macht. Schade,. ich würde die Verantwortung übernehmen, aber die Kassen würden nicht bezahlen etc.. Ich habe noch keine Ahnung, was ich machen werde. Mit Eigenexperimenten möchte ich mich vorerst zurückhalten (an Elthroxin könnte ich rankommen und Jodtabletten sind rezeptfrei).

Es gibt vieles, das ich nicht darüber weiss, habe aber festgestellt, dass das durchschnittliche Fachwissen der Hausärzte nicht reicht, um die Problematik zu erklären.

Weisst Du was? Ich glaube, das weiss man alles viel zuwenig. Ich habe sogar den Verdacht, dass viele Depressionskrankheiten und andere psychische Erkrankungen auf SD-Probleme zurückzuführen sind. 30% der Deutschen sollen (und das nicht mal erkannt) vergrösserte SD haben. Wär ja ein Hammer.

LG

fRranken|stein


Schilddrüsenüberfunktion, Medikamente

an alle

bei mir wurde eine Schilddrüsenüberfunktion ( Basedowsche... )festgestellt und zwei kleine Knoten.

Mir wurde ein Medikament verschrieben, mit vielen Nebenwirkungen, hat jemand Erfahrungen.

Ich quäle mich jetzt schon zwei Monate, ob ich diese Tabletten jetzt nehmen soll oder nicht.

Ich hoffe, mir kann dazu jemand etwas schreiben.

Frankenstein

RBots`chopxf2


Was für ein Medikament wurde dir denn verschrieben?

RnoQtscAhoxpf2


Was für ein Medikament wurde dir denn verschrieben?

f;rank7e.nsteixn


Hallo,

Mein Medikament ist Thiamazol 5mg Hexal.

Tut mir Leid, Dass ich mich erst jetzt melde, aber ich bin nicht so lange im Internet.

Rgotscshopxf2


Ach so. Jetzt erinnere ich mich wieder, was mir meine Mitpatientinnen erzählt haben. Ich selbst mußte nie Überfunktionsmedikamente schlucken, aber die anderen haben sich auch über Nebenwirkungen beklagt. Wenn du das Medikament allerdings nicht nimmst und nichts machst, machst du es noch schlimmer. Eine ÜF schadet auf Dauer dem Herzmuskel, wenn sie nicht behandelt wird, und die Basedowsche Krankheit geht ja auf die Augen.

Informiere dich doch mal bei einem Facharzt (z.B. Nuklearmediziner) über eine Radiojodtherapie.

Das Medikament würde ich aber ab sofort nehmen. Die Nebenwirkungen sind das kleinere Übel im Vergleich zu dem was durch Nichteinnahme und Ignorieren des Problems angerichtet wird. Es kommen auch nicht bei jedem Patienten alle Nebenwirkungen.

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