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Nabelbruch, äußerst winzig, aber extrem schmerzhaft

T8anja02404x70 hat die Diskussion gestartet


Aktuell plagen mich mal wieder heftigste Schmerzen an meinem Nabelbruch. Es ist zum aus der Haut fahren und schränkt einen immer so sehr in den Bewegungen ein.

1990 stellte ich bei mir einen Bruch ca. 2 Finger breit über dem Bauchnabel fest. Er schmerzte nicht, es sah nur komisch aus. Der Durchmesser betrug ca. 0,5 cm. Also wirklich klein. Mein damaliger Hausarzt drängte mich zu einer OP, da Brüche sich eben schnell verklemmen könnten und dann Lebensgefahr bestehen würde. Er machte mir richtig Angst. Als damals 20-Jährige hat man sich noch schnell einschüchtern lassen. Ich beging also den Fehler und ließ 1990 diesen Bruch operieren. Ende vom Lied, eine hässliche 3 cm lange Narbe bis in den Bauchnabel rein. Die Wunde wollte von Anfang an nicht richtig verheilen, sie schmerzte enorm, laut Aussage der Ärzte hätten die Schmerzen auch nicht so schlimm sein dürfen. Sei’s drum. Die Narbe ist jetzt hässlich und wulstig und hat immer Probleme bereitet. Auch Monate nach der OP schmerzte die Narbe schrecklich. Sie wurde regelmäßig unterspritzt, was grausam schmerzhaft war. Irgendwann aber war der Schmerz an der Narbe weg, es zwickte seitdem im Bauchnabel. Die Ärzte stellten, gut 2 Jahre nach der OP einen erneuten Bruch jetzt aber im Nabel fest. Laut Aussage der Ärzte wäre der Druck an der Narbe wohl zu groß gewesen und das Gewebe sei an anderer Stelle gerissen. Für mich stand da dann fest, bloß keine neue OP, wer weiß, wo dann das Gewebe wieder reißen würde.

Dieser aktuelle Bruch allerdings treibt mich zum Teil in den Wahnsinn. Nichts ist verklemmt, laut der Ärzte, aber es schmerzt irre. Man kann nicht sitzen, nicht liegen, bewegen schon mal gar nicht. Die Schmerzen ließen allerdings nach einigen akuten Tagen immer nach und verschwanden dann ganz. Die beschwerdefreie Zeit nahm zu. Im Jahr 2003 waren die Schmerzen aber über Wochen so schlimm, dass ich mich entschied, den Bruch doch operieren zu lassen. Ich holte mir eine Überweisung vom Hausarzt und meldete mich im Krankenhaus. Man nahm mich auf, untersuchte mich, teilte mir aber mit, dass mein Bruch zweitrangig wäre, ich hätte eine Blinddarmentzündung…… ":/ .Lasse ich hier mal unkommentiert, denn das war Blödsinn :-X . Eine Stunde vor der geplanten Blinddarm OP entließ ich mich selber. Und es war wirklich nicht der Blinddarm. So geschockt verschwanden die Schmerzen.

Sie kamen aber heftigst wieder und 2005 ging ich erneut ins KH, jetzt aber in eine größere Klinik im Ruhrgebiet. Man stellte den Bruch auch wirklich fest, mir wurde gesagt, dass er so winzig sei, dass er nicht gefährlich wäre, allerdings würden sich in solchen winzigen Brüchen gerne Nerven verklemmen, bzw. Fettgewebe klemmen. Und das würde diese üblen Schmerzen verursachen. So kleine Brüche wären meist schmerzhafter, als die großen.

Ich blieb über Nacht im Krankenhaus und sollte gleich am nächsten Morgen operiert werden, doch ich wachte mit starken Halsschmerzen auf. Die OP wurde abgesagt und ich erst einmal nach Hause geschickt.

Das meine zweimaligen Bemühungen, den Bruch operieren zu lassen, beide fehlgeschlagen sind, habe ich seit diesem Moment als warnendes Zeichen aufgefasst. Es musste einen Grund haben, warum beide OP Versuche nicht stattgefunden haben. Die erste OP 10 bzw. 15 Jahre früher war ja schief gelaufen. Für mich war dann klar, der Bruch bleibt, keine OP.

Seit 2005 kommen die Schmerzen, sie gehen aber auch wieder. Doch vor gut 2,5 Wochen machte ich eine ungeschickte Bewegung und ich dachte, man würde mir ein Messer in den Nabel rammen. Ein Schmerz, der mir die Luft nahm. Er ließ die Tage drauf aber nach.

Vor zwei Tagen, am Sonntag, wo das Wetter so ganz übel war, waren die Schmerzen plötzlich wieder da und zwar so schlimm wie noch nie. Noch nicht mal am Bruch selber, sondern einige cm daneben, also ausstrahlend. Sie wollen einfach nicht weggehen. Ich dachte eigentlich, es würde am Wetter liegen, allerdings bessert sich das wieder, die Schmerzen aber bleiben.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen wie ich? Suche dringend jemanden, mit dem ich mich austauschen kann. Welche Möglichkeiten gibt es, diese Schmerzen in den Griff zu bekommen? Darm ist nicht verklemmt, es muss Fettgewebe oder ein Nerv sein. Ich brauche dringend Tipps, um hier nicht durchzudrehen.

OP kommt für mich aufgrund der oben genannten Punkte nicht in Frage. Denn diesen Bruch wollte keiner der Ärzte mit einem Endoskop operieren, sonder konventionell aufschneiden. Man wollte wirklich um den gesamten Nabel drum herum schneiden und ihn aufklappen. Würde eine riesige Narbe geben. Steht doch in keinem Verhältnis zu dem Minibruch.

Vertrauen in die Ärzte bezüglich dieses Bruchs habe ich auch nicht mehr. Noch nicht mal 50% der Ärzte konnten die Bruch überhaupt diagnostizieren :-o

Antworten
S=chn5eeh%exe


Wenn dein Leidensdruck zu groß wird, wirst du dir doch nochmal die OP überlegen müssen, andere Optiponen gibt es da glaube ich nicht. ":/

T:an(ja04t047x0


Wenn dein Leidensdruck zu groß wird, wirst du dir doch nochmal die OP überlegen müssen, andere Optiponen gibt es da glaube ich nicht

Da die erste OP aber der totale Misserfolg war und erst dazu beigetragen hat, dass ein neuer, schmerzhafter Bruch entstanden ist, werde ich mich hüten, da nochmal einen Chirurgen dran zu lassen.

Es gibt doch aber so viele "Bruchpatienten", die mit ihrem schmerzenden Bruch leben. Suche doch nur diese Menschen, die mir ihre Tricks im Umgang mit den Schmerzen nennen können. Die Schmerzen sind ja schließlich nicht 365 Tage im Jahr da. Hat man aber Schmerzen, kommt einem alles lang vor.

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