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Frage zu "Amitriptylin-Neuraxpharm Lösung"

HIyponchonPder21 hat die Diskussion gestartet


Hey zusammen,

ich habe von meinem Psychiater "Amitriptylin-Neuraxpharm Lösung" gegen meine Depressionen und Schlafstörungen bekommen, nun habe ich mir mal die Nebenwirkungen durchgelesen und dabei wurde mir richtig schlecht, ich würde das Medikament zu gerne ausprobieren, aber ich habe große Angst vor diesen Tausend Nebenwirkungen, hat jemand schon Erfahrung mit diesem Medikament und könnte mich da etwas beruhigen :(?

Antworten
F>orgexron


Hallo Hypochonder,

Ihre Angst ist berechtigt.

Haben Sie denn mit Rücksicht darauf, daß wahrscheinlich Serotonin zugeführt werden soll, schon natürliche Verhaltensänderungen durchgespielt (schlechte Eßgewohnheiten, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Koffein-Überkonsum)?

Wird also ausreichend Vit. B-Komplex, Tryptophan, L-Phenylalanin = Aminsäure, Folsäure aufgenommen?

Manchmal spielt auch eine Rolle, ob jemand eher eiweiß- oder kohlenhydratbetont ißt bzw. Vorlieben dafür hat.

Gruß

Kurt Schmidt

HNypoch/onde7rx21


Schlechte Essgewohnheiten habe ich seit ich zurückdenken kann, ich ernähre mich recht ungesund und Esse auch nicht Regelmäßig sondern immer dann, wenn der Hunger nunmal da ist.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten hatte ich bisher nur wenige, ich reagiere auf Fruchtsäure leicht allergisch. Dies äußert sich durch brennen und Ausschlag(?) auf der Zunge und Sodbrennen.

Was Koffein angeht, weiß ich nur, dass ich Cola trotz meiner Hyperaktivität gut vertrage, Kaffee hingegen trinke ich gar nicht.

Ich leide unter einem chronischen Reflux, habe also immer erhöhte Magensäure und glaube auch deswegen Untergewicht zu haben (53kg, 175cm) was ich aber nicht weiter schlimm finde.

Was ich an Vitaminen zu mir nehme weiß ich nicht, ich esse was mir schmeckt und achte dabei nicht darauf worin sich wichtige Vitamine befinden.

Letzten Endes würde ich sagen, dass ich eher der Kohlehydrat-Typ bin, da ich sehr gerne Nudelgerichte esse.

Gruß

Marcel

FBorgleron


Hallo Hypochonder,

Ihr Eingeständnis einer ungesunden Ernährung spricht für sich. Unter diesen Umständen können Sie auch nicht erwarten, die Depressionen einzudämmen oder zu verhindern.

Es dürfte auch irrig sein, wenn Sie meinen, daß coffeinhaltiges Cola eine andere physiologische Wirkung hätte als Kaffee, wozu noch Aspartam als Süßstoff eine krank machende Wirkung haben kann. Sie scheinen es nur nicht wahrhaben zu wollen oder nicht zu spüren.

Da Sie zu glauben scheinen, Ihrem Problem mit Medikamenten beikommen zu können, befinden Sie sich m.E. auf einem weiteren Irrweg. Sie riskieren vielmehr erhebliche Nebenwirkungen, wie Sie selbst wissen.

Gruß

Kurt Schmidt

U!lVcerxa


Eine Depression kann man nicht durch Essgewohnheiten eindämmen. Man sollte sich allerdings nicht nur unbedingt auf Medikamente verlassen. Medikamente sind eine gute Begleitung, um eine Therapie erst zu ermöglichen. Medikamente sind also eine sehr hilfreiche Option, eine Depression zu behandeln.

Wie lange hast du die Diagnose Depression? Was hast du bisher dagegen unternommen? Wie hoch ist dein Leidensdruck?

t;hwe-Rcavxer


Vergiss bitte möglichst schnell die Ratschläge dieses Ernährungsapostels: Eine Depression lässt sich nicht durch Ernährungsumstellung behandeln. Außerdem vermute ich mal anhand Deines Nicks, dass es auch um die Eindämmung körperlicher Symptome geht. Und da genügt eine Serotonin-Erhöhung eben nicht, Amitriptylin hat nämlich auch noch eine Menge anderer Wirkmechanismen.

Was die Nebenwirkungen angeht: Das Medikament ist seit Jahrzehnten bewährt. Bemerken wirst Du inder ersten Zeit eine deutliche Müdigkeit, außerdem Mundtrockenheit. Du solltest Dich regelmäßig wiegen, da es bei manchen Menschen zu Gewichtszunahme führt. Außerdem kan es die Lust auf Sex vermindern.

Die anderen, teils gefährlichen Dinge, die im Beipackzettel stehen, sind sehr selten. Außerdem macht man ja zu Beginn der Therapie Labor und EKG, um die entsprechenden Risiken zu erkennen, da brauchst Du also keine Angst zu haben.

Wenn eine Nebenirkung auftritt, die Dich sehr stört, dann besprich das mit Deinem Arzt: Die Depressionsmittel unterscheiden sich deutlich in Wirkmechanismen und nebenwirkungen, so dass man für das Problem meist eine Lösung findet.

Dass so viele nebenwirkungen im Beipackzettel stehen, liegt übrigens auch daran, dass die Mittel in klinischen Studien an schwer depressiven Patienten getestet wurden. Bei schweren Depressionen treten aber sehr häufig körperliche Symptome auf - die wurden dann von den Studienteilnehmern genannt und mussten in den Beipackzettel, auch wenn sie mit dem Medikament vielleicht gar nichts zu tun hatten. Es handelt sich also nict um besonders schlimmme Medikamente, sondern sie wurden an besonders kritischen Patienten getestet.

Grüße

SiunGfClowmer_7x3


Eine Depression kann NICHT durch gesunde Ernährung behandelt werden (schön wär's, aber geht nicht)!!!

@ Hypochonder:

Antidepressive haben auf dem Beipackzettel IMMER eine unendliche Liste an Nebenwirkungen. Das ist so – aber es bedeutet noch längst nicht, dass diese eintreten!

Ebenso sind Erfahrungen mit Antidepressiva immer sehr individuell, es bleibt also nur AUSPROBIEREN.

Wenn Du grundsätzlich (vor Lesen des Beipackzettels) bereit warst, ein Antidepressivum zu probieren: Dann versuche es und schaue, was passiert. (Wobei Dein Name hier hoffentlich nicht Programm ist?!) Mehr kann Du nicht tun.

Wenn Du nach Erfahrungen fragst, wirst du vermutlich eher Negatives als Positives zu hören bekommen, eben weil schlechte Erfahrungen und "nie wieder, bloß nicht das Medikament" viel eher zum Schreiben animieren als positive Erfahrungen.

Wichtig bei Antidepressiva sind 2 Aspekte:

1. Die Nebenwirkungen treten schnell auf (und vergehen nach Tagen bis Wochen i.d.R. auch); die Wirkung lässt ein bisschen länger auf sich warten. Frustrierend, aber wichtig zu wissen.

2. Man sollte sich NIE nur auf Medikamente verlassen. Antidepressiva sollten parallel zu einer Psychotherapie genommen werden; Therapie geht auch ohne AD's – aber AD's ohne Therapie sind bestenfalls zur Überbrückung der Wartezeit auf einen Therapieplatz eine Option.

Ich habe eine Weile Amitryptilin genommen, da es ein AD ist, welches auch bei der Behandlung chronischer Schmerzen eingesetzt wird. Ich habe es im Großen und Ganzen gut vertragen, hatte einige Tage Probleme mit Schwindel. Langfristig machte es mich aber müde, habe es daher nach etlichen Wochen abgesetzt.

- – -

@ Forgeron:

1. Amitryptilin enthält KEIN Serotonin; es wird also kein Serotonin zugeführt, wie Sie vermuten!

2. Amitryptilin ist nicht mal ein sog. SSRI.

HOypoQchPonderS2&1


Ich danke euch vielmals für die vielen wichtigen Informationen und Ratschläge, habe nun den Mut zusammengenommen und nehme das Medikament nun Abends vor dem schlafen gehen (5 Tropfen fürs Erste) und Nebenwirkungen sind bisher wirklich nur Mundtrockenheit und Müdigkeit, das Medikament hilft mir besser durchzuschlafen und verschafft mir dadurch auch bessere Laune (Wer kann schon gut gelaunt in den Tag starten wenn man nich richtig durchschlafen kann :(?)

Ein Therapie hat mir mein Psychiater angeboten, sobald ich die richtige Dosis des Medikaments für mich herausgefunden habe (Ist ja von Mensch zu Mensch anders). Er meinte ich solle mit 5 Tropfen beginnen und mich langsam in 2er-Tropfen-Schritten steigern und sehen ab wann das Medikament seine Beste Wirkung auf mich erzielt.

Gruß

Marcel

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