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Zwangseinweisung oder wie Hilfe "aufzwingen"?

d@ieS)tepGhie hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

es geht um meinen Vater, 67 Jahre alt. Angefangen hat es vor ein paar Monaten, dass er immer weniger Appetit hatte und mit der Zeit hat er immer weniger gegessen. Dann stand auch bald ins Haus, dass er bald Renter wird und man wusste halt, dass er damit nicht klarkommt. Er hat für seine Arbeit gelebt. hat nun nichts mehr außer meiner Mutter, keine Hobbies, etc. Mit der Zeit ist er dünner geworden und hat immer mehr abgebaut. Seit er nun seit Anfang Oktober Vollzeitrentner ist, liegt er nur noch zu Hause auf der Couch, wäscht sich nicht, geht zum schlafen nicht mehr ins Bett, hat kaum noch Kraft aufs Klo zu gehen und meine Ma verabreicht ihm Astronautennahrung. Warum ich mich da an euch wende: Er hat eine Ärztephobie. Heißt, er war seit ca. 40 Jahren nicht mehr beim Arzt und weigert sich auch, dass wir einen Krankenwagen rufen. Vorhin war ich da und musste meiner Mutter helfen, ihn vom Boden wieder Couch zu legen, weil er runtergefallen war. Er hat überhaupt keine Kraft mehr, null. Als ich gesagt habe, dass ich einen Krankenwagen rufe, hat er nur geschrieen "Wag es nicht!!" und dass er sie sowieso nicht reinlässt. Dann hat er gesagt, ich solle ihm noch eine Nacht geben, zum Nachdenken/einiges regeln. Ich habe dann gesagt, dass ich morgen früh wiederkomme.

Ich bin dann zum Krankenhaus gefahren, um mit einem Arzt zu sprechen, was man machen kann. Aber es ist ja tatsächlich so, wie ich es mir gedacht habe: Gegen seinen Willen kann man nichts machen, denn er ist bei klarem Verstand. Jetzt habe ich für morgen früh einen Termin bei meiner Hausärztin, werde mit ihr reden, und mal schauen, ob sie zu einem Hausbesuch bereit ist. Ich habe sehr große Angst, dass er sich wehrt, schreit, etc. Nach dem Arztbesuch werde ich dann nochmal zu meinem Vater und mit ihm reden, ob man nicht vielleicht doch einen Krankenwagen ruft. Aber ich denke, er wird sich wieder genauso wehren. Bleibt mir nur auf ein positives Einwirken meiner Hausärztin zu hoffen, oder ihn jeden Tag so lange zu nerven, bis er geht...

Es ist hart und tut wahnsinnig weh, einen derartigen Lebemann wie meinen Vater so zu sehen. Ich werde den Anblick mein Leben lang nicht vergessen. Und man fühlt sich so wahnsinnig hilflos. Meine Mutter geht daran zu grunde, sie wird jetzt die Tage 70 Jahre alt. Ich denke mir, dass mein Vater Angst hat oder sogar weiß, dass es was Schlimmes ist und er das Krankenhaus nicht mehr verlässt. Ehrlich gesagt glaube ich das auch. Aber wie kann das so schnell gehen ??? Im August waren die beiden noch zusammen in Spanien, wohlbemerkt mit dem Auto, mein Vater ist die Strecken allein gefahren!! Vor Ort hat er sich aber auch nur hängen lassen. Aber immerhin, er hat was getan/konnte was tun. Wenn ich ihn mir jetzt ansehe, ist er wie ein kleines Kind und total verwahrlost, weil er es auch nicht zulässt, dass meine Mutter ihn rasiert oder wäscht. Wie kann das so schnell passieren ??? ?

Zu Symptomen außer Appetitlosigkeit und natürlich folglich Kraftlosigkeit kann ich leider wenig sagen, da er uns sowas ja nicht sagt. Ich weiß nur, dass er jede Menge Schleim hustet (ohne Blut!) und wohl Magenschmerzen hat. Ich finde seinen Bauch auch ungewöhnlich dick, dafür dass er so abgenommen hat. Aber auch da kann man nur Mutmaßen. Klar haben wir Angst, dass es Krebs sein könnte, da braucht man die Augen nicht vor zu verschliessen. Ich denke, davor hat er auch Angst....

Und jetzt frage ich Euch:

Was kann ich tun?

Was kann meine Mutter tun, die mit ihm zusammenlebt, bzw. ihn jetzt pflegt?

Muss ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich nichts mehr tue? Bzw. tun kann, weil er mich ja nicht läßt?

Bin ich ein schlechter Mensch, wenn ich den Anblick nicht ertragen kann und deshalb nie lange bleibe?

Ich hoffe sehr, ihr könnt mir irgendwie helfen. Auch wenn diese Hilfe vielleicht auch nur aus gegenseitigem Austausch besteht.

Eure verzweifelte Steffi

Antworten
s+c7onegx1704


Hallo Stephie,

es erinnert mich an meine eigene Situation...lag allerdings noch im "alten Jahrtausend" !

Es ging auch um meinen Vater... aber nach dem Tod meiner Mutter...die (Zwangs-)

Einweisung funktioniert nur, wenn er eine Gefahr für sich oder andere ist; unternimmst

Du aber nichts, wirds Dir u.U. als unterlassene Hilfeleistung auasgelegt !

Ich habe getrickst und seinem Hausarzt gesagt, dass die Nachbarin ihn hätte wimmern

hören...dass Hausbewohner festgestellt haben, dass er seine Zeitung nicht mehr aus dem Briefkasten holt und sie befürchten, dass er sich in einem hilflosen Zustand befin-

det...jeder wußte, dass die Nachbarin einen Schlüssel hat ...und so kam dann auch die

Ärztin rein; wenn Dein Vater dann "randaliert" gibts sicher eine Chance der Einweisung...und zwar wirklich mit dem Versprechen "nur zu untersuchen" und ihn dann

wieder heim zu bringen...

Ich wünsch Dir ganz viel Glück...

(ich hatte auch alles versucht...aber ein Arzt sagte mir, mein Vater ist ein mündiger Bürger, im vollen Besitz seiner geistigen Kräfte und das hätte ich zu respektieren...)

mSasto>do&n62


Oh oh oh ...

Schwieriges Ding!

Kann verstehen, dass du nicht passiv abseits stehen möchtest.

Erstmal aufdröhseln.

Zuerst ist es eine persönliche Verhaltensweise deines Vaters, die er selbst verantworten muss.

Gegen seinen Willen kann man nichts machen, denn er ist bei klarem Verstand.

Dann ist es eine Beziehungskiste deiner Eltern in ihrer Partnerschaft. Ich finde sein Verhalten gegenüber deiner Mutter agressiv und beleidigend.

Seit er nun seit Anfang Oktober Vollzeitrentner ist, liegt er nur noch zu Hause auf der Couch, wäscht sich nicht, geht zum schlafen nicht mehr ins Bett,

Und schließlich drittens verhält er sich dir gegenüber autoritär und unbelehrbar.

hat er nur geschrieen "Wag es nicht!!" und dass er sie sowieso nicht reinlässt.

Scheinbar sind ihm andere Menschen um ihn herum völlig egal.

Er ist "verwahrlost", was mir als Grund reichen würde, auch gegen seinen Willen Hilfsmaßnahmen einzuleiten.

.

Muss ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich nichts mehr tue? Bzw. tun kann, weil er mich ja nicht läßt?

Da schreit mein Gefühl: WIE BITTE? Soetwas musst du dir nicht gefallen lassen. Der benimmt sich ja so, als würde er ins Wohnzimmer scheißen!!!

Als Tochter musst du dir das nicht bieten lassen.

Aber deine arme Mom ist offensichtlich völlig abhängig von ihm und hilflos. Sie würde vieleicht Hilfe von dir brauchen und annehmen.

wenn ich nichts mehr tue? Bzw. tun kann, weil er mich ja nicht läßt?

Hier liegt für mich der Hase im Pfeffer.

Zwei Möglichkeiten gibt es:

1. Kampf gegen ihn ( für ihn )

2. Abwendung von ihm

Hast du die Kraft, ihn so zu provozieren, dass er sich gezwungen sieht zu handeln? Käme ein Arzt müsste er aufstehen, um ihn rauszuschmeißen ...

oder letztendlich die Kontrolle anderen überlassen.

Wenn er aktiv gegen die Ärztin oder etc. kämpft, könntest du nichts ausrichten und dich zurückziehen.

Hoffentlich helfen dir meine Gedanken *:)

d/ieXSteprh*ie


@ sconeg1704:

Gern würde ich mehr über Deine Geschichte erfahren, magst Du sie hier erzählen, oder lieber per Mail?

Lieben Dank für Deine netten Worte!! :)_

@ mastodon62

Ich habe schon an eine Depression gedacht. Aber er war mal ein richtig stämmiger Mann, und so dünn wie er jetzt ist, da muss auch noch was anderes hinterstecken. Hinzu kommt wie gesgat die Sache mit seinem Magen. Kann aber auch aufgedunsen sein, ich weiß ja nicht wie ein Magen reagiert wenn man kaum mehr etwas zu sich nimmt....

Und nein, wir sind ihm nicht egal. Er liebt uns über alles. Er ist ein sehr schwieriger mensch und er tut mir wahnsinnig leid, da im Moment fast nichts mehr von dem Mann da ist, der er einmal war. ich habe wahnsinnige Angst, dass er stirbt.

"Der benimmt sich ja so, als würde er ins Wohnzimmer scheißen!!!" Nein, das tut er nicht. Das alles tut er weil er keine Kraft mehr für etwas anderes hat. Er lag wie ein kleines Kind auf dem Boden, weil er keine Kraft mehr hat sich hochzustemmen. Das war ein grauenhaftes Bild, das ich nie wieder loswerde. Das tut er bestimmt nicht mit Absicht!!! Ich weiß, Du willst mir helfen, aber bitte rede nicht so ok? Das verletzt mich auch.

Ja, meime Ma leidet sehr und weiß nicht mehr was sie machen soll. Ich helfe ihr jetzt in dem ich das alles tue, was ich geschrieben habe. Sie kümmert sich rührend um ihn, obwohl alles in ihr schreit "Ich kann nicht mehr!". Deshalb ist er nicht "verwahrlost" im eigentlichen Sinne, er möchte sich halt soweit nicht helfen lassen (rasieren/waschen) weil er sich schämt.

Danke für Deine Gedanken. Ich werde auf jeden Fall kämpfen, auch wenn ich im Moment noch nicht weiß, wo ich die Kraft hernehmen soll. Aber ich finde, das ist man seinen Eltern schuldig. Und ich würde mir mein Leben lang Vorwürfe machen, wenn ich es nicht tue.

AJnval


Im Grunde handelt es sich hier um ein typisches Versorgungsproblem. (Irgend wie nehmen die während der Wintermonate besonders die 2-3 Wochen um Weihnachten herum immer besonders zu.)

Als ich gesagt habe, dass ich einen Krankenwagen rufe,

Ihm geht es seit Wochen schlecht? Wo ist da die Indikation für den Rettungsdienst. Ich sehe keinen akuten Notfall.

Ihr solltet mit ihm zum Hausarzt. Dieser wird den zustand erst mal entsprechend einschätzen können und im Zweifelsfall abschätzen können wie dringend weitere Untersuchungen nötig sind.

Außerdem sollte es durch aus einfacher sein ihn trotz zu einem Hausarzt Besuch zu überreden da dieser ihn Garantiert nicht da behält.

Ansonsten muss euer Hausarzt einen Hausbesuch machen. (Tut er dies nicht ist könnt ihr euch auch an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst werden. Nicht an den Rettungsdienst, dieser ist nicht für eine Rolle als Ersatz Hausarzt geplant.)

Und ihr solltet euch über die Pflege informieren. Und wenn ihr damit nicht zurecht kommt [die Verwahrlosung nicht in den Griff bekommt] müsst ihr euch Professionelle Hilfe holen oder das ganze komplett in Professionelle Hände gehen. (Hier bist du auch gefragt. Die Pflege ist für eine 70 Jährige meist relativ schnell nicht mehr leistbar.)

tnhe-Ccavxer


Die Beschreibung ist durchaus mit einer Depression vereinbar, auch bei schweren Depresionen nehmen manche Patienten massiv an Gewicht ab.

Eine Selbstgefährdung liegt hier durchaus im bereich des möglichen. Die entscheidende Frage ist dann, ob er urteilsfähig ist oder nicht. Falls ja, hat er das Recht, seine Entscheidungen zu treffen, wie er es für richtig hält. Falls nein, ist eine Zwangseinweisung möglich. Wie das geht, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden: Hier in Bayern braucht man die Polizei dazu – wobei deren Auftauchen die Einsicht in die Notwendigkeit einer Behandlung meist erheblich erhöht...

Grüße

SvapiWent


...ich kann zu der medizinischen seite nicht viel sagen und kenne mich mit dem rechtlichen auch nicht aus, daher überlasse ich das besser den anderen. aber:

Bin ich ein schlechter Mensch, wenn ich den Anblick nicht ertragen kann und deshalb nie lange bleibe

NEIN!

du bist kein schlechter mensch. auf keinen fall. jeder geht mit situationen anders um. wenn du aus selbstschutz (!) schnell wieder gehen musst, ist das deine art, die situation zu bewältigen. ich kann dich sehr gut verstehen, mir würde es vermutlich genau so gehen. mach dir deshalb keine vorwürfe. du machst dir gedanken und versuchst, eine lösung zu finden. WIE du das machst ist deine sache. @:) viel glück.

S a5pi&enxt


Ihm geht es seit Wochen schlecht? Wo ist da die Indikation für den Rettungsdienst. Ich sehe keinen akuten Notfall

nunja. es geht ihm ja nunehmende SCHLECHTER und eine menschen, der seit 40 jahren nicht beim arzt war, dort absolut nicht hin WILL, weder stehen noch gehen kann mal eben so zum hausarzt zu bringen halte ich für absolut unmöglich. sorry. bevor er zu hause verhungert oder verdurstet oder am boden liegen bleibt weil die 70jährige frau es auch nicht mehr schafft ihn hochzuheben würde ich sehr wohl auch externe hilfe in anspruch nehmen und ggf den notarzt rufen.

sHco|negx1704


...ist schon heftig, wie "brutal sachlich", ohne Rücksicht auf Verluste, hier geantwortet wird;

es geht auch -ohne die Realität zu verlieren- etwas einfühlsamer und vor allem mit

WÜRDE. Der Mann ist offensichtlich schwerst krank; es ist durchaus machbar, dass

der Notarzt/Krankenwagen gerufen wird, da hier wohl mittlerweile eine lebens-

bedrohliche Situation vorliegt...es ist doch sch...egal, wann dieser Mensch zuletzt, oder überhaupt, beim Arzt war. Ich denke, er ist vor sich selbst zu schützen und auch die Angehörigen haben das Recht dazu...ich würde mich dennoch für den Hausarzt ent-

scheiden, da ich hoffe etwas mehr Zuwendung/Zeit zu bekommen...

eines der schlimmsten Gefühle ist es wohl Angehörige, egal welchen Alters, "dahinsiechen" zu sehen, wohlwissend u.U. an der Situation entwas ändern

zu können !

m=a<stBodonX62


Ok Stephi

ich wollte mit meiner Provokation klären, wie es von dir gemeint war.

Ich weiß, Du willst mir helfen, aber bitte rede nicht so ok? Das verletzt mich auch.

Entschuldigung für den Ton! |-o

In dem deinem zweiten Beitrag schreibst du sehr liebevoll über ihn. Das gibt dem ersten Beitrag einen anderen Hintergrund.

Deshalb habe ich jetzt eine klare Meinung.

Eine Selbstgefährdung liegt hier durchaus im bereich des möglichen.

Ich meine, er gefährdet sich schon und ihr solltet auch gegen seinen Willen zuerst eine Diagnose herbeiführen und dann die Pflege verbessern.

Viel Kraft :)* :)* :)*

@:)

mVari[ka stxern


ist das nicht seine eigene sache, zu entscheiden, was er tut?

ist er wirklich verpflichtet, sich helfen zu lassen, nur weil andere menschen es wollen?

oder sind andere menschen nicht eher verpflichtet, ihm seinen willen und seine eigene entscheidung zu lassen?

ich würde meinen vater jedenfalls nicht dazu zwingen, zum arzt zu gehen.

F?antas6ie21


ist das nicht seine eigene sache, zu entscheiden, was er tut?

ist er wirklich verpflichtet, sich helfen zu lassen, nur weil andere menschen es wollen?

oder sind andere menschen nicht eher verpflichtet, ihm seinen willen und seine eigene entscheidung zu lassen?

ich würde meinen vater jedenfalls nicht dazu zwingen, zum arzt zu gehen.

Ist es fair von ihm seine Familie zu zwingen sein Leiden und seinen Verfall mitzuerleben ohne irgendeine Chance auf Besserung, weil er sich weigert sich von anderen helfen zu lassen?

Das man ihn nicht zwingen sollte wäre vielleicht der Fall, wenn er ansonsten halbwegs mobil wäre. Da aber die TE und ihre Mutter fast schon Vollzeitpflege betreiben müssen, weil er sich ja nichtmal alleine aufrichten kann, wenn er auf den Boden fällt, finde ich schon, das sie ein Recht auf Hilfe von Dritten haben.

Es kann ja wohl nicht sein, dass nur damit er seinen Willen kriegt zwei andere Menschen schweigend gute Miene zum bösen Spiel machen sollen. Vor allem macht sich die TE ja auch Sorgen. Ich finde das Verhalten des Vaters höchst egoistisch.... Nach dem Motto: "Ihr müsst für mich da sein, aber helfen lasse ich mir nicht, egal ob ihr euch Sorgen macht."

Solange er nicht zum Arzt muss ist ihm das Mitleiden seiner Familie anscheinend egal. Ich finde jedenfalls, dass man auch zu seinem Wohl einen Arzt braucht. Wenn er z.B. in einer richtigen Depression steckt und Ärzte sowieso nicht mag, wird er sich auch wenn er immer weiter verfällt nie aufraffen einen Arzt zu besuchen.

m:ar6i/ka stxern


ist man also verpflichtet, zum arzt zu gehen, damit man seinen angehörigen möglichst wenig ärger macht ":/

ich glaube übrigens, dass genau dieses "wenig ärger machen" seine intention ist. unterm strich würde doch weitaus mehr pflegezeit- und kosten zusammen kommen, wenn er zum arzt gehen würde.

BkineK 44


Hallo Stephie,

ich sehe es richtig vor mir, wie es Euch geht.

Ich habe das vor etwa 3 Jahren und vorher erlebt. Ich will hier nicht alles ausbreiten.

Es handelte sich um meinen Schwiegervater, der allerdings alleine lebte und von einigen Suffkumpels "versorgt" wurde.

Nach einem Besuch kamen nachts böse Anrufe, ob wir uns hätten erkundigen wollen, ob was zu erben wäre.

Also Aggression und Ablehung, wie es nicht schlimmer ging.

Das Ende war, dass er wirklich gefallen war und nicht hoch kam.

(Vielleicht sagt die Mutti einfach, dass sie es nicht schafft und Hilfe holen muss !!)

Im Krankenhaus wurde Prostatakrebs im Endstadium festgestellt und wir hatten dann noch ein sehr harmonisches Jahr. Er kam ins Hospiz und wir waren jeden Monat für mehrere Tage dort und haben es ihm angenehm gemacht. Über die vergangenen Jahre wurde nie geredet.

Ich befürchte, Ihr werdet wirklich auf einen "Hilflosen Zustand" warten müssen, wo er nicht in der Lage ist, vielleicht der Mutti noch etwas zu tun.

Hört sich vielleicht schlimm an, ist aber gut gemeint:

Könnt Ihr ihm nicht ein hatmloses Schlafmittel geben und dann den Arzt holen ???

Vielleicht sogar in Absprache mit einem Arzt, damit der weiß, wie er betreffs Kreislauf usw. reagieren muss.

Ich verstehe Dich, ich könnte auch nicht zusehen, vor allem, wie die Mutti leidet.

BOinex 44


Ich finde das Verhalten des Vaters höchst egoistisch....

Ich glaube nicht, dass er das so sieht.

Welche Forderungen stellt er denn ??

Verlangt er Essen und Trinken undf frische Wäsche ???

Ich habe verstanden, dass er eben nichts von Anderen annehmen will, weil er eben meint, ein nutzloser Mensch zu sein.

Kam das genau mit dem Renteneintritt ??

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