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Zwangseinweisung oder wie Hilfe "aufzwingen"?

F!anAtasiej2x1


ich glaube übrigens, dass genau dieses "wenig ärger machen" seine intention ist. unterm strich würde doch weitaus mehr pflegezeit- und kosten zusammen kommen, wenn er zum arzt gehen würde.

Meiner Meinung nach ist das grade die schlimmstmögliche Situation für die Angehörigen. Vielleicht ist er so verrannt in seinen Wahn, dass er nicht sieht, dass er so alle viel mehr belastet, als wenn er Hilfe in Anspruch nehmen würde.

Die Angehörigen wüssten wenigstens was er hat und müssten sich nicht ständig den Kopf zerbrechen und Angst vor dem Unbekannten haben. Sowas macht einen auf die Dauer doch fertig.

Außerdem könnte er dann behandelt werden und es würde ihm vielleicht wieder besser gehen. Unter der jetzigen Situation leidet ja nicht nur er sondern die ganze Familie.

Wenn ich mir vorstelle, dass mein Vater nur rumliegen würde, nicht aufstehen könnte und immer mehr verwahrlosen würde und ich dürfte ihm nicht helfen, dann würde ich verzweifeln.

Ich finde ja nicht, dass er möglichst wenig Ärger machen soll, aber ich glaube er sieht nicht, wie sehr die Unklarheit und die ganze Situation seine Familie belastet. Für die Familie und auch für ihn ist der jetzige Zustand doch viel schlimmer, auswegloser und belastender als wenn er eine Diagnose und Therapie hätte, durch die man neuen Mut schöpfen könnte.

Was gibt ihm das Recht dazu die Entscheidung zu treffen seine Familie gegen deren Willen davon abzuhalten ihm helfen zu lassen und sie weiter in dieser Situation zu lassen? Die Familie ist ihm doch völlig ausgeliefert, die müssen das jeden Tag wieder mitmachen und ertragen. Schließlich haben sie nicht die freie Entscheidungsmöglichkeit ihn einfach liegen zu lassen. Oder haben sie das deiner Meinung nach? Darf er alles weil er krank ist und die anderen müssen das mitmachen? Hat die Familie nicht auch das Recht zu leben? Hat nur er alle Rechte?

Was wenn es z.B. eine schlimme Krankheit ist die eventuell geheilt werden könnte, wenn sie rechtzeitig entdeckt wird? Muss die Familie sich dann das restliche Leben vorwerfen nichts getan zu haben? Ich meine der aufgequollene Bauch klingt irgendwie nach Aszites, da kann ja alles mögliche dahinter stecken, klar kanns auch was anderes sein.

Meiner Meinung nach hat er auch wenn er es selbst nicht so sieht das Recht auf Pflege und Behandlung und Schmerzlinderung. Und falls er zu sehr in seiner Depression gefangen ist um das wahrzunehmen habe ich als Angehöriger dafür einzustehen, dass er Hilfe bekommt. Das ist meine Meinung.

Ich weiß ja nicht was du machen würdest, wenn ein Angehöriger von dir Pflege und Nahrung verweigert und zusehends verfällt, vielleicht gehörst du ja zu den Menschen, die die Tür zusperren und weggehen und den Menschen in Ruhe vor sich hinsterben lassen. Für mich gehört zu einer Familie, dass man sich umeinander kümmert.

dMieStepahixe


Erst einmal vielen lieben Dank für Eure Beiträge, das tut mir wirklich sehr gut! @:)

Einige Beiträge sind wirklich hart geschrieben ja. Aber vielleicht wollen sie auch nur versuchen mich auf den Boden der Tatsachen zu holen. Aber glaubt mir: Das bin ich. Ich werde das Bild nie wieder in meinem Leben los. Seit es meinem Dad immer schlechter geht, beschäftige ich mich natürlich damit, was wäre wenn, deshalb bin ich von der Situation an sich nicht sonderlich überrascht, weil ich irgendwie im tiefen Inneren damit gerechnet habe, dass soetwas irgendwann kommt. Ich hoffe auch deshalb vielleicht besser damit fertig werden als ohne diese "Vorbereitung". Aber trotzdem versetzt ein solches Bild einen unter einen riesigen Schock. Der Mann, der immer schützend die Hand über mich gehalten hat, muss jetzt von mir auf die Couch gehoben werden?? Das ist einfach der Wahnsinn und nicht zu begreifen. Ich erkenne nicht mehr viel von dem Menschen wieder, der er war. Und irgendwie ist es für mich noch ein bisschen so wie in einem Film, dem ich als Außenstehende zugucke. Das fühlt sich ganz seltsam an. Zwischendurch kommen dann wieder die Momente wo ich an dieses Bild denke und ich muss hemmungslos anfangen zu weinen.....

@ Sapient:

lieben Dank für Deinen Beitrag.

Ich habe so eine Angst und so eine Hilflosigkeit, weil es ja irgendwie so ist, egal was ich mache, es ist falsch. Natürlich denke ich auch daran, dass ich meinem Vater nicht die Würde nehmen will, indem ich einfach über seinen Kopf hinweg entscheide, aber auf der anderen Seite würde ich es mir mein Leben lang nicht verzeihen, wenn ich einfach nur zusehe.... Wenn er nochmal fällt und ich bin zufällig nicht in der Nähe, wird meine Mutter den Nachbarn um Hilfe bitten denke ich, und i ch glaube schon, dass er einen Arzt rufen wird. Aber wie gesagt, es kommt auch auf die Ärzte an. Wenn mein Vater sagt, nein, er will nicht, kann das teuer zu stehen kommen... Natürlich sollte das in dem Fall egal sein, und ist mir eigentlich auch... Wenn nichts von dem was bringt, was ich vorhabe, dann werde ich den Notarzt rufen denn es wird definitiv nicht besser, sondern nur noch schlimmer....

@ mastodon62:

Danke, Entschuldigung angenommen. :)^

Das mit der Selbstgefährdung sehe ich ähnlich. Ich glaube schon, dass seine Phobie ihn ein bisschen von der Realität nicht ganz wahrnehmen lässt, bzw. er sich selbst dadurch die Chance nimmt, dass ihm geholfen wird. Ich habe ihn heute gefragt, warum er sich nicht helfen lassen will, da ich ihm gesagt habe, wir wollen ihm doch nur helfen, und die Ärzte auch. Er sagt dann: Ich kann das einfach nicht. Ich weiß, dass sein Vater sehr früh an Krebs gestorben ist (mein Vater muss so 12 oder 13 gewesen sein), aber ich weiß nicht, was er da mitmachen musste. Ich denke aber, dass dies der Auslöser ist....

@ Fantasie21:

Auch Dir lieben Dank für Deinen Beitrag.

Meine Mutter betreibt sozusagen Vollzeitpflege, ja. Sie war heute kurz 30 Minuten einkaufen, dann lag er da. Hat wohl versucht sich aufzurichten und dann den Halt verloren. Alleine hat sie ihn nicht hochbekommen, auf einen Stuhl gesetzt um ihn von da aus auf die Couch zu bekommen, aber da ist er wieder runtergerutscht. Als ich dann kam lag er auf dem Boden auf der Seite, das war ein sehr sehr schreckliches Bild... Auch zus ehen, dass nur noch die Hälfte von ihm übrig ist.... Bis vor kurzem als er gearbeitet hat ist er mir aus dem Weg gegangen, damit ich ihn nicht so sehe und die letzten Wochen hatte ich Prüfungen, deshalb habe ich ihn heute seit längerer Zeit wiedergesehen. Aber meine Mum hat mich auf dem Laufenden gehalten und ich hoffe auch, sie ruft mich an, wenn irgendwas ist. Sie hat nämlich auch immer Angst, mich damit zu sehr zu belasten...

@ Bine44:

Ja, alleine wird sie es nicht schaffen. Wenn er sich morgen nicht von mir überreden lässt, muss wirklich erst sowas wieder passieren, bis sie, oder jemand anders es tut. Wenn ich das Bild von heute so vor Augen habe, wie er da lag, kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Notarzt ihn dann nicht mitnehmen würde... Aber vielleicht bin ich da einfach zu sehr emotional involviert um das klarer zu sehen und ein Arzt sagt halt, wenn der Patient nein sagt, sagt er nein.... Ich werde morgen früh mit meiner Hausärztin reden (auch wegen dem leichten Schlafmittel) und hoffen, dass in irgendeiner Art und Weise was getan werden kann. Ich denke bis dahin werde ich auch kein Auge zu tun können....

Und nein, das siehst du richtig, mein Vater handelt in keinster Weise egoistisch. Er bittet um gar nichts. Im Gegenteil, er dankt meiner Mama voller Liebe jedes mal für alles, was sie tut. Er weiß sehr wohl, was das alles für uns bedeutet. Aber seine Angst muss einfach Riesenriesengroß sein.... Es kam mehr oder weniger mit dem Renteneintritt, ja. Er wusste schon länger, dass es dieses Jahr vorbei ist, aber es sollte eigentlich noch bis Ende des Jahres gehen. Irgendwann hatte er keinen Appetit mehr auf Sachen, die er vorher verschlungen hat, hat keine Süßigkeiten mehr gegessen, vorher einiges und das jeden Tag. Abends mal ein Bierchen oder am Wochenende ne Flasche Wein mit meiner Mama. Auch das nicht mehr. Und so ist es halt immer weiter gegangen, dass es immer weniger wurde. Zum Schluß wo er noch arbeiten ging, 2 Scheiben Knäckebrot am Tag und eine Scheibe Brot oder so. Bis dahin dachte man auch, das gibt sich eventuell wieder. Aber jetzt nicht mehr. Seit Anfang Oktober isst er jetzt halt so gut wie gar nichts mehr. Ist auch irgendwo klar, der Magen muss sich enorm verkleinert haben. Ab und zu bekommt er Appetit und meine Mama macht dann was er möchte und er isst 2 oder 3 kleine Bissen. Ansonsten halt nur Wasser und die Astronautenkost....

Es tut gut, von Leuten zu lesen, die Ähnliches mitgemacht haben. Ich danke Dir sehr für Deinen Beitrag und hoffe, noch öfter von Dir zu lesen! @:)

Bitte wünscht mir Kraft für den morgigen Tag, das ich etwas ausrichten kann. Sowohl bei meiner Ärztin als auch bei meinem Vater selbst. Sonst werde ich immer hoffnungsloser.... :°(

Liebe Grüße und danke nochmal an allle,

Stephie

ddieSktephi7e


Meiner Meinung nach hat er auch wenn er es selbst nicht so sieht das Recht auf Pflege und Behandlung und Schmerzlinderung. Und falls er zu sehr in seiner Depression gefangen ist um das wahrzunehmen habe ich als Angehöriger dafür einzustehen, dass er Hilfe bekommt. Das ist meine Meinung.

Ich weiß ja nicht was du machen würdest, wenn ein Angehöriger von dir Pflege und Nahrung verweigert und zusehends verfällt, vielleicht gehörst du ja zu den Menschen, die die Tür zusperren und weggehen und den Menschen in Ruhe vor sich hinsterben lassen. Für mich gehört zu einer Familie, dass man sich umeinander kümmert.

Das sehe ich genauso, vielen vielen lieben Dank für diesen Beitrag, Fantasie21!!!!! :)_

1Z/alxl


@ Stephie

...entschuldige bitte diese frage, "...wie würdest du dir vorkommen, wenn

du merkst das dich keiner mehr brauch"

Da man meist in seinem eigenem Leben gefangen ist, ...wohlwissend das man

Aufgaben (pflege der Eltern) zu erfüllen hat, ...jedoch sein "Eigenes Leben"

nicht vernachlässigen möchte ...

Ich möchte damit zum "Ausdruck" bringen, ...das man sich unter "Einbeziehung"

dieser "Situation" ...an den Tisch setzen sollte um den "Lebensabend"

deines Vaters so angenehm wie möglich zu machen.

...ich denk mal das hat er "Verdient"

...werdet/bleibt Gesund!

ade!

W?olDfgQanxg


Das Problem liegt tief und das Problem liegt sehr lange zurück: Der Vater war seit 40 Jahren nicht mehr beim Arzt! Schön für ihn, dass es so lange gut ging, aber zur Zeit verhält er sich nur konsequent genauso wie die vergangenen 40 Jahre. Er ist bei klarem Verstand und ausser dass man ihn mit Worten überzeugt, dass er dringendst Hilfe annehmen muss, sehe ich wenig Möglichkeiten. Einen Arzt rufen? Ja, das solltet ihr machen, schon um euch nachträglich nicht dem juristischen Vorwurf der unterlassenen Hilfeleistung auszusetzen, aber was wird der Arzt machen, wenn er den Vater sieht?: Er wird ihn in Krankenhaus einweisen und da beginnt genau das, wovor Vater panische Angst hat und wogegen er sich klar entschieden hat.

Das Problem ist aber auch, dass er wahrscheinlich inzwischen wirklich sehr schwer krank ist. Manchmal ist es ein schwierige Entscheidung, ob man einen Patienten noch der Schinderei von schwierigen Operationen und der Nachbehandlung aussetzt oder ob man ihm noch ein ruhiges Leben ermöglicht. Auch in diesem Fall kann man als Angehöriger die Entscheidung unterstützen indem man mit dem Kranken die Möglichkeiten durchspricht – die letztliche Entscheidung muss der Kranke treffen.

Ein Autor in diesem Faden hat die Möglichkeit eines Hospizes erwähnt. Wäre es für euch, für die Angehörigen hilfreich, mit den Fachkräften aus einem Hospiz über den Vater zu sprechen was am geschicktesten zu tun ist. Wahrscheinlich haben die Leute dort sehr viel mehr Erfahrung, wie man in diesem Fall umgehen könnte als die Forumsgemeinde.

m0arikAa stxern


@ stephie

es geht eben nicht darum, wie du es siehst, sondern wie dein vater das sieht.

Schließlich haben sie nicht die freie Entscheidungsmöglichkeit ihn einfach liegen zu lassen. Oder haben sie das deiner Meinung nach?

ja, natürlich haben die sie. die familie muß eine entscheidung auf der grundlage der entscheidung des vaters treffen. ich finde aber nicht, dass es menschen zusteht, jemand anderem die entscheidung abzunehmen.

das Recht auf Pflege und Behandlung

genau, das recht. ich finde aber nicht, dass ein erwachsener mensch, der nicht für andere menschen in hohem maße mitverantwortlich ist (bei einem kleinkind, zum beispiel) die pflicht hat, sich behandeln zu lassen.

Ich weiß ja nicht was du machen würdest, wenn ein Angehöriger von dir Pflege und Nahrung verweigert und zusehends verfällt, vielleicht gehörst du ja zu den Menschen, die die Tür zusperren und weggehen und den Menschen in Ruhe vor sich hinsterben lassen.

genau das hab ich mir durchgedacht, bevor ich geschrieben habe. ich weiß, dass mein vater in hohem maße die philosophie vertritt, die ich hier vertrete und das es deswegen absolut gegen seinen willen wäre, ihn zum arzt zu schleppen.

vielleicht projiziere ich zu sehr von meinem vater auf stephies vater. um das herauszufinden, müßte man sich überlegen, inwieweit er auch schon vorher dieser ansicht war.

Für mich gehört zu einer Familie, dass man sich umeinander kümmert.

für mich gehört zu einer familie, dass man den willen des anderen in hohem maße akzeptiert.

S3a|pienxt


für mich gehört zu einer familie, dass man den willen des anderen in hohem maße akzeptiert

und der wille des anderen stellt sich in diesem fall dann über die gefühle und seelische gesundheit der anderen? derjenigen, die den verfall beobachten müssen und die helfend eingreifen müssen, wenn er mal wieder am boden liegt? denjenigen soll man sowas zumuten? soll man ihn einfach liegenlassen? einsperren um die eigene seele vor der qual des anblicks zu retten? am ende ist man noch wegen unterlassener hilfeleistung mitschuldig.

nur weil ein mensch krank und unwillig ist heisst das NICHT, dass die menschen um ihn herum sein leid mit ertragen, mitleben und mit decken müssen. sie haben ebenso wie er ein recht auf ihr leben und er hat auch eine verantwortung gegenüber nahestehenden menschen - auch wenn es keine kinder mehr sind.

Aknnvxal


Hört sich vielleicht schlimm an, ist aber gut gemeint:

Könnt Ihr ihm nicht ein hatmloses Schlafmittel geben und dann den Arzt holen ???

Vielleicht sogar in Absprache mit einem Arzt, damit der weiß, wie er betreffs Kreislauf usw. reagieren muss.

Ich verstehe Dich, ich könnte auch nicht zusehen, vor allem, wie die Mutti leidet.

Bloß nicht! Ich kann hier jeden davor warnen jemanden (vor allem jemanden so instabiles) ohne dessen Kenntnis auch nur irgend wie mit einem Schlafmittel zu betäuben. Außerdem gibt es kein wirkliches harmlos. Entweder es hat eine Betäubende Wirkung oder nicht.

Vor allem soll er ja nicht nur müde werden sondern so stark betäubt werden dass der Patient sich nicht nur müde fühlt und besser ein schläft sondern auch müde bleibt. (Jeder von euch wacht auf auch wenn er müde ist wenn jemand an ihm rum doktort.)

Außerdem erfühlt ihr damit einen Straftatbestand. (Deswegen werdet ihr auch keinen Arzt finden der das mit macht.)

Ganz allgemein:

Man gibt niemals jemandem anders Medikamente.

Dies solltet ihr nicht mal auf dessen Ausdrücklichen Wunsch tun. Auch viele der Rezept freien Medikamente sind nicht Harmlos. Ihr wisst evt nichts über eine Medikamenten Unverträglichkeit. (Leider wissen auch hier die Patienten selbst oft nur das gegen dass und das Medikament allergisch sind. Das viele andere Medikamente genau denn selben Wirkstoff enthalten und auch eine Reaktion auslösen können wissen viele nicht.) Meistens kann man ohne weiteres auch gar nicht einschätzen wann welche Medikamente Kontra indiziert sind und mit welchen anderen Medikamenten und evt auch Speisen es Komplikationen gibt.

W?olfgkang


Was wir hier lesen ist ein überaus schwieriges Problem.

Es ist der Konflikt zwischen der Selbstbestimmung eines Menschen der geistig fit ist und der klar und deutlich sagt, was er will

und der Verpflichtung zu Hilfe. Muss diese auch geleistet werden, wenn sie abgelehnt wird?

Es ist aber auch der Konflikt zwischen einem Menschen, der sich am Ende fühlt und in Ruhe gelassen werden will und

den Angehörigen, die (verständlicherweise) noch möglichst lange friedvolle und schöne Tage, Monate und Jahre mit dem geliebten Vater verbringen möchten.

Jede Entscheidung ist verkehrt. Jede Entscheidung ist richtig. Wie immer man entscheidet – einer kommt dabei zu kurz, wird in seiner Entscheidung übergangen oder wird sich schuldig fühlen, seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen zu sein.

1t/all


@ Wolfgang

Jede Entscheidung ist verkehrt. Jede Entscheidung ist richtig. Wie immer man entscheidet – einer kommt dabei zu kurz, wird in seiner Entscheidung übergangen oder wird sich schuldig fühlen, seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen zu sein.

...ich möchte daran nichts kritisieren! ...ich habe zu diesem

Umstand jedoch eine andere Beziehung.

Muß man denn das Gefühl haben zu kurz, zu kommen!?

Das kommt doch immer darauf an wie man sich selber zu dieser Sachlage einstellt. Wenn ich den Gedanken habe zu kurz zu kommen, ...vernachlässige ich dann nicht irgendwie den Aufgabenbereich. ...stellt sich nicht alles von selbst ein, wenn man ohne Hintergedanke an solch dinge herangeht.

...wenn ich anderen helfe, dann mache ich mir über solche Dinge keine Gedanken. Da ich ja für den zuHelfenden dabin.

...ich habe nie das Gefühl das ich irgendetwas verpasse, oder zu kurz komme. ...das was sich danch einstellt, was in mir passiert

entschädigt mich 1000mal für alle Unannehmlichkeiten.

...werdet/bleibt Gesund!

ade!

BoineM x44


...wenn ich anderen helfe, dann mache ich mir über solche Dinge keine Gedanken. Da ich ja für den zuHelfenden dabin.

...ich habe nie das Gefühl das ich irgendetwas verpasse, oder zu kurz komme. ...das was sich danch einstellt, was in mir passiert

entschädigt mich 1000mal für alle Unannehmlichkeiten.

Bei aller Liebe zu lieben Angehörigen sind wir Menschen, keine Idealgestalten.

Und in dem speziellen Fall gibt es auch noch die Mutti, für die die Stephie da sein und mit der sie noch ein paar Jahre leben möchte.

Ich habe mehrere Fälle erlebt in meiner Familie, wo die Frauen die Männer (Reihenfolge spielt keine Rolle) nur kurz überlebt haben, weil sie einfach ausgelaugt waren von der Pflege.

Und immer habe ich mich gefragt, wie ich das hätte verhindern können. Natürlich mir in erster Linie die Schuld gegeben, da es sich um Eltern und Großeltern gehandelt hat.

Hätte ich mehr tun müssen oder Hilfe holen ??

Da halte ich mich wieder an Fontane und sage: Das ist ein zu weites Feld ! /wenn ich jetzt noch darüber grüble!)

d2ieSt:ephixe


Hallo zusammen,

ich melde mich einmal wieder zu Wort.

Also, zuerst einmal möchte ich natürlich in aller erster Linie das, was mein Vater möchte, das ist ganz klar und steht außer Frage. Wenn er wirklich schwer krank sein sollte, würde ich natürlich akzeptieren wenn er sagt er wünscht keine Behandlung. Aber dafür müsste man ihn erstmal untersuchen. Was ist denn, wenn es heilbar ist? Ich denke sehr wohl, dass mein Vater mir für mein Handeln später dankbar wäre, auch wenn er jetzt erstmal nicht will. Warum soll man jemandem nicht helfen, wenn ihm geholfen werden kann?? Später wird er dafür immer dankbar sein wenn er es klarer sehen kann, jemanden einfach liegen zu lassen ist totaler Schwachsinn, denn wir sind schließlich alles Menschen und keine Roboter ohne Gefühle. Wenn ich auch nur die Chance sehe, jemandem zu helfen, dann tue ich das. Denn jeder Mensch ist dankbar für Hilfe, auch wenn er es nicht immer zeigen kann!! Und abgesehen davon handelt es sich um die EIGENEN ELTERN, die einen in diese Welt geboren und mindestens 20 Jahre umsorgt haben! Wie soll man da einfach wegschauen, wenn sie ins Unglück rennen? Das ist doch ein Widerspruch in sich!!

Und ja, natürlich spielt es auch eine Rolle, dass ich nicht zusehen kann, wie meine Mutter leidet. Ich habe ihr schon gesagt, wie sehr ich sie für ihre Stärke bewundere, das ist wirklich Wahnsinn was sie tut und erduldet. Sie ist am Ende ihrer Kräfte und es ist niemandem damit geholfen, wenn sie sich gänzlich kaputt macht. Ich liebe sie und muss nicht freiwillig mit ansehen, wie sie auch noch krank wird!!!

Jetzt zum Allgemeinen.... Also, ich war bei meiner Hausärztin und ich bringe sie am Montag mit zu meinen Eltern. Gestern ging es meinem Dad besser, er war gut drauf (natürlich den Umständen entsprechend) und hatte sehr gut geschlafen. Die letzte Nacht war wohl nicht so doll und er war heute sehr schläfrig und kaputt. Aber im Allgemeinen hat sich nichts großartig geändert. Meine Mutter hat ihm die Wäsche gewechselt und ihn gewaschen, eben "Katzenwäsche". Wir warten jetzt auf Montag, was meine Ärztin sagt und ob mein Dad freiwillig ins Krankenhaus geht. Er weiß nicht, dass ich sie mitbringe. Ich bin sehr auf seine Reaktion gespannt und habe auch etwas Angst.

Vielen lieben Dank für all Eure lieben @:) (und manchmal auch nicht so lieben :-o ) Beiträge!!

*:)

B1ine x44


Liebe Stephie,

das hast Du prima gemacht und ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Alles gut wird.

Und wenn Du kannst, dann schalte morgen ein bisschen ab, mach etwas Netts nur für Dich..

Egal, wie es weiter geht, Du wirst gebraucht, und vor allem willst Du doch den Eltern gegenüber ein bisschen Freude und Optimismus vermitteln. Dazu brauchst Du Kraft, und dafür musst auch Du mal wieder gut schlafen und wenns morgen mittags ist.

Ich wünsche allseits einen sonnigen Sonntag, wenn nicht am Himmel, dann im Herzen.

A>nvsa,l


...wenn ich anderen helfe, dann mache ich mir über solche Dinge keine Gedanken. Da ich ja für den zuHelfenden dabin.

...ich habe nie das Gefühl das ich irgendetwas verpasse, oder zu kurz komme. ...das was sich danch einstellt, was in mir passiert

entschädigt mich 1000mal für alle Unannehmlichkeiten.

Deine Ideal in allen ehren aber für dich habe ich nur ein ganz nüchternes:

Du hast einfach überhaupt keine Ahnung davon was Vollzeitpflege an Körperlicher und Seelischer Belastung bedeutet.

Glaub mir wenn du jemanden wäscht weil er es selbst nicht mehr kann machst du dir keine Gedanken über das was in deinem Körper passiert.

BLine x44


@ stephie

Ich denke morgen an Dich und drücke ganz fest den Daumen, dass es in irgendeiner Form positiv weiter geht.

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