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Tramadol, kann es mir übel werden?

s1terfnenfEiscxh hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich habe das Tramadol bis jetzt intravenös bekommen. Heute nehme ich es das erste Mal als Tablette. Dazu muss ich 1 Tablette Magenschutz nehmen damit mir nicht schlecht wird.

Als ich es intravenös bekam habe ich aber nicht nur den Magenschutz bekommen sondern auch Paspertin! Das habe ich nicht da. Ist es ok wenn ich es nicht nehme, wird mir eh nicht übel?

LG

Antworten
shtern`exnfisch


Hallo, es hat sich erledigt. Hab Paspertin von der Nachtapo geholt. Vorher hat mir eine Ärztin am Tel. gesagt dass Magenschutz (Mezym, Pantoloc usw) nicht gegen die Tramadol-Übelkeit helfen.

lg

DRebb9y03065x7


ich nehme auch tramadol 50mg. meinem magen ist es ganz gut bekommen. mir war noch nie schlecht davon. bei einer bekannten die das gleiche wie ich nimmt, verträgt sie überhaupt nicht.

GEibybHsToxny


man sagt eigentlich auch das diese Übelkeit wenn dann nur in den ersten drei Tagen ist, weil der Körper sich an das starke Mittel gewöhnen muss. Willst du nicht mal ausprobieren ob du es bereits verträgst bevor du sinnlos Medikamente in dich reinschaufelst die ebenfalls NEbenwirkungen haben können? Ich nehme nämlich auch Tramadol 100 und ich hatte weder am Anfang übelkeit noch irgendwann später.

HJeli\a 8x0


Richtig übel wurde mir nur einmal davon. Ansonsten hatte ich eher ein flaues Gefühl im Magen.

Am besten vorher was essen. Ja nicht auf nüchternen Magen nehmen, da wird dir garantiert schlecht. *:)

SsunflXowerx_73


Wenn Du es intravenös bekommen und vertragen hast, wird Dir auch von der Tablette nicht übel.

Tramadol ist ein Opioid, und das wirkt u.a. direkt auf das Brechzentrum im Gehirn (über den Wirkstoff, der mit dem Blut dorthin gelangt). Da ist es relativ egal, ob man es als Tablette nimmt oder intravenös bekommt. Bei letzterem gelangt der Wirkstoff sogar schneller dorthin.

Magenschutz hilft gar nicht, weil der die Magensäureproduktion hemmt. Was bei Mitteln wie Aspirin, Ibuprofen und Diclofenac sinnvoll ist, die sehr aggressiv direkt auf den Magen wirken.

Aber Opioide reizen die Magenschleimhaut nicht, sondern wirken über ganz andere Mechanismen, Rezeptoren etc.!

SDunfloOwerx_73


Ergänzung:

Das viel größere Problem ist das nicht unerhebliche Abhängigkeitspotenzial von Tramadol. Viel sinnvoller sind Opioide, die sog. Antagonisten enthalten, damit dieses Abhängigkeitspotenzial verringert wird (z.B. Valoron N).

sKternYenfi2scxh


Danke für eure Antworten. Es waren 100 mg. Habe mir Paspertin-Tropfen aus der Apo geholt zur Sicherheit. Das nächste Mal werde ich das Tramadol ohne Tropfen nehmen. Fand die Wirkung auch nicht so stark wie i.v.

LG

CAicerxion


Hey!

Im Großen und Ganzen wird Tramadol, was Übelkeit betrifft, von den meisten Patienten sehr gut vertragen.

Manche Ärzte verschreiben es genau aus dem Grund sehr gerne, da Tramadolnebenwirkungen wie Atemdepression und Abhängigkeit ja eher im Hintergrund stehen...

txhe-acavexr


Magenschutz bei tramadol ist definitiv Quatsch, da es den Magen überhaupt nicht angreift. Wie schon geschrieben wurde, wird die Übelkeit nicht vom Magen, sondern im Gehirn ausgelöst (allerdings weniger im Brechzentrum ,sondern hauptsächlich in der Chemorezeptoren-Triggerzone). Paspertin (Wirkstoff Metoclopramid) wirkt in der Regel ganz gut, wenn man es rechtzeitig gibt. Und wenn Du die intravenöse Gabe gut vertragen hast, wird es mit den Tabletten erst recht keine Probleme geben, da die Geschwindigkeit des Anflutens und die erreichten Spitzenspiegel geringer sind.

Das viel größere Problem ist das nicht unerhebliche Abhängigkeitspotenzial von Tramadol. Viel sinnvoller sind Opioide, die sog. Antagonisten enthalten, damit dieses Abhängigkeitspotenzial verringert wird (z.B. Valoron N).

Das allerdings stimmt nicht: Der Antagonist (Naloxon) im Valoron verhindert nur den *intravenösen* Missbrauch – bei oraler Gabe wird er nämlich von der Leber vollständig entfernt, bevor er das Gehirn erreicht ("first-pass-effect"), solange es sich nicht um exzessiv hohe Dosierungen handelt. Das Abhängigkeitspotential von Valoron (Wirkstoff Tilidin) ist deutlich höher als das von Tramadol (vor allem bei Gabe in Tropfenform!), in einigen deutschen Großstädten ist Tilidin ein echtes Problem in der Szene. Natürlich hat auch Tramadol ein Abhängigkeitspotential – aber das ist von allen Opioiden sehr wahrscheinlich das geringste. Dass Naloxon-Beimischung vor Abhängigkeit schützt, ist ein gefährlicher Irrglaube!

Grüße

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