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Fragen zur Anästhesie wegen OP am Fuß

SSchnelehexxe hat die Diskussion gestartet


Ich werde Anfang April am Fuß operiert. Dafür habe ich schon Aufklärungsbögen mitbekommen und frage mich jetzt was für mich die beste Anästhesieform wäre.

So wie ich das sehe kämen eine Vollnarkose oder eine rückenmarksnahe Regeionalanästhesie (Spinalanästhesie oder PDA) in Frage, letztendlich wird das aber der Anästhesist in Absprache mit mir entscheiden. Ich hätte nur vorab schon mal gerne gewusst was nebenwirkungsärmer ist und welche Anästhesieform evtl. Vorteile hat.

Von einer Vollnarkose bin ich nicht so begeistert, da es mir danach schon öfter nicht gut ging (PONV und Kältezittern).

Wie ist das eigentlich bei einer Rückenmarksanästhesie, sind dann beide Beine betäubt, oder kann man das auf ein Bein begrenzen?

Wie lange danach ist das Bein noch betäubt/bewegungsunfähig?

Braucht man bei einer Rückenmarksanästhesie einen Blasenkatheter?

Welche Probleme hattet ihr nach einer Spinal- oder Peridualanästhesie?

Antworten
dReYep.rxed


Hallo Schneehexe,

wie alt bist du denn?

Ich hab mir im Mai 2010 den Arm gebrochen und bin deswegen quasi ohne lange Vorplanung operiert worden, und der Anästhesist hat mir die freie Wahl gelassen, ob ich lieber eine Vollnarkose oder eine Plexusanästhesie will. (war damals erst 22 und habe keine Vorerkrankungen.)

Hab mich dann für die Vollnarkose entschieden, weils mir doch recht lieb war, nix von der OP und dem ganzen drumherum mitzubekommen (bohren, schrauben... %:|).

Hab die OP auch vertragen, mir war nachher gar nicht schlecht, ich hab nur den restlichen Tag verpennt, aber das ist eigentlich normal.

Bei der anderen Betäubungsmöglichkeit hat man auch noch länger nach der OP die Wirkung der Betäubung und braucht deswegen vielleicht weniger Schmerzmittel.

S/chneehiexe


wie alt bist du denn?

Bin 51.

habe keine Vorerkrankungen

Die habe ich leider schon ":/ . Eine noch nicht ganz geklärte Nierenerkrankung, einen Bluthochdruck und eine Autoimmunthyreoiditiis.

Plexusanästhesie

Eine Plexusanästhesie hatte ich schon zweimal und fand das ganz angenehm, v.a. die lange Schmerzfreiheit nach der OP. :)^

Aber mit einer Rückenmarksanästhesie habe ich noch gar keine Erfahrung und wäre froh, wenn mir da jemand weiterhelfen könnte, da ich den Anästhesisten erst am Tag vor der OP sprechen kann und mich dann wahrscheinlich schnell entscheiden muss.

S!unfslowerx_73


Ich hatte mehrere OP's mit Spinalanästhesie – und habe insgesamt sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Ein Mal hatte ich keine Blasenprobleme, beim nächsten Mal war ich komplett inkontinent – und beim nächsten Mal hatte ich einen Harnverhalt, so dass ich katheterisiert werden musste.

Der Vorteil ist die längere Schmerzfreiheit; der Nachteil bei mir war, dass die Wirkung nur sehr unkontrolliert nachließ (über mehrere Stunden; in meinem Fall hat's deutlich länger gedauert als angenommen, so dass ich erstmal immobil war). Die Wirkung setzt recht schnell ein und ich fand dieses Lähmungs-Gefühl doch etwas unangenehm und beängstigend. Betroffen waren beide Beine, da man ja (zumindest bei einer Knie-OP) ungefähr auf Taillenhöhe die Narkose setzt – und da entspringen halt Nervenbahnen für beide Seiten.

Ich hatte nach der Rückenmarksnarkose in Verbindung mit länger sitzendem Katheter dann auch das Problem, dass die Betäubung nachts zu hoch stieg und ich leichte Atemprobleme bekam, so dass ich sehr senkrecht sitzen musste.

Insgesamt hat beides Vor- & Nachteile:

Vollnarkose war bei mir immer problemlos (okay, trotz Kältezittern, welches ich auch immer sehr intensiv erlebe). Ich finde es ganz angenehm, "weg" zu sein während der OP. Schmerztechnisch merkt man hinterher mehr, wobei ich häufig zusätzliche Schmerzkatheter in der Leiste hatte, so dass das Problem "Schmerz" weniger relevant war).

Spinalanästhesie war für mich wichtig, da ich bei 2 OP's während der OP eine Entscheidung mittreffen wollte. Zuhören/-gucken hat mich auch nicht gestört.

Für mich persönlich fand ich die mögl. Nebenwirkungen einer Spinalanästhesie schon schlimmer (Lähmung). Bei den Vollnarkosen hatte ich weniger Bedenken, da ja alles geplant war, ich nüchtern war, vorher Blutwerte etc. vorlagen.

Hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen!

S!chYneeLhexxe


Hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen!

Danke für deinen Bericht. Da sieht man das Ganze gleich wieder etwas anders. ":/

Vielleicht melden sich ja noch andere, die mir dazu was sagen können.

S{chn;eehgexe


:)D

MNarPc-ExN


Hallo,

Wie ist das eigentlich bei einer Rückenmarksanästhesie, sind dann beide Beine betäubt, oder kann man das auf ein Bein begrenzen?

Kann man einseitig bei der Spinalanästhesie versuchen – klappt aber selten.

Wie lange danach ist das Bein noch betäubt/bewegungsunfähig?

Das kommt auf die Halbwertszeit des Lokalanästhetikums an: von ca. 2 Stunden aufwärts....

Braucht man bei einer Rückenmarksanästhesie einen Blasenkatheter?

Generell nicht. Kommt aber vor, das noch nervale Bahnen bei voller Blase blockiert sind – dann Einmalkatheterisierung.

Welche Probleme hattet ihr nach einer Spinal- oder Peridualanästhesie?

Ich hatte noch keine – hab aber einige 1000 gemacht. :=o

w(aldw&uffelx 78


Hallo,

was muss denn am Fuß gemacht werden?

Denn eigentlich kann auch bei Ops am Fuß eine Plexusähnliche Anästhesie gelegt werden. Dabei wird nur das operierte Bein ab dem Knie abwärts mittels eines Katheders still gelegt und so etwas wie ein Blasenkatheder ist nicht notwendig. Außerdem kann über den Zugang auch gleich Schmerzmittel gegeben werden.

Vielleicht wäre das auch für dich eine Möglichkeit und kann noch mal angesprochen werden.

viele Grüße

Efhema?ligePr Nutzeri (#3t2573x1)


Normalerweise brauchst du keinen Katheter, aber wie schon geschrieben, ein Harnverhalt kann halt passieren, genauso wie die vorübergehende Inkontinenz.

Der größte Vorteil liegt sicher an der längeren Schmerzfreiheit, wobei die normalen Schmerzmittel ja auch oftmals ausreichen. Wenn man das so gerne möchte aber nicht wach sein will, kann man zusätzlich Dormicum spritzen.

Es gibt auch theoretisch die Möglichkeit einen Fußblock zu machen, aber hierbei kann man halt das Bein bewegen, was viele Operateure halt nicht wünsche.

Wichtig zu wissen bei einer Spianlanästhesie: es kann zu postspinalen Kopfschmerzen kommen, die man im schlimmsten Falle mit einem Blutpatch behandeln muss. So schlimm wird es selten, aber die Kopfschmerzen kommen schon öfter vor. Das sollte man halt auch alles immer mitbedenken.

MTarc;-ExN


@ Waldwuffel

Ja – das kann man machen. Allerdings verfügen nicht alle Abteilungen über diese Können...

Gruß

wqaldw`uff8el 7x8


@ Marc-EN,

das ist richtig, dafür braucht der Anästhesist viel Erfahrung. Aber es ist wesentlich weniger belastend für den Körper als Spinal- oder Vollnarkose.

Und was Mellimaus sagt, dass es nicht gern gemacht wird, da dabei das Bein bewegt werden kann, stimmt so nicht ganz. In dem KH, wo ich war, werden alle Fußpatienten mit dieser Narkoseart operiert, aber es gehört eben Erfahrung dazu,

dbe$ep.rrxed


@ Marc-EN

Kann ich mir wegen einer "Kleinigkeit" wie einer Materialentfernung nach einer Fraktur processus styloideus radii eine Vollnarkose wünschen? (Wenn gesundheitlich natürlich nichts dagegen spricht). Hab echt Angst davor, das ganze drumherum einer OP bei einer Plexusanästhesie mitzubekommen. |-o

EHhemaeliger NuStzeVr (#325~73x1)


Können tust du das aber ob der Anästhesist das macht musst du mitbihm besprechen. Viele müssen bei sowas erst überzeugt werden

Bei ner Plexusanästhesie muss man nichts mitbekommen. Der Anästhesist kann dir problemlos zusätzlich Dirmicum geben, dann schläfst du dabei

SXchne~ehe@xe


@ waldwuffel 78

was muss denn am Fuß gemacht werden?

Ich habe einen alten knöchernen Bandausriss am Calcaneus. Vor 2 Jahren bin ich ziemlich heftig umgeknickt und habe mir dabei ein Stück vom Proc. anterior calcanei abgerissen an dem das Lig. bifurcatum hängt. Leider ist das Knochenstück nicht wieder festgewachsen und das wurde auch erst bei einem MRT im Okt.10 entdeckt. Jetzt soll das kleine Knochenstück, das eine Reizung im CC-Gelenk verursacht, entfernt werden und das Lig. bifurcatum soll mit einer Schraube oder einem Knochenanker wieder am Clacaneus refixiert werden.

Denn eigentlich kann auch bei Ops am Fuß eine Plexusähnliche Anästhesie gelegt werden. Dabei wird nur das operierte Bein ab dem Knie abwärts mittels eines Katheders still gelegt

Das hört sich gut an.

@ Marc-EN

Danke für deine Antwort.

Ist es eigentlich sehr unangenehm/schmerzhaft wenn eine Spinalanästhesie gemacht wird?

Was für eine Anästhesieform würdest du wählen (als Anästhesist und als Patient)?

@ Mellimaus21

Wichtig zu wissen bei einer Spianlanästhesie: es kann zu postspinalen Kopfschmerzen kommen, die man im schlimmsten Falle mit einem Blutpatch behandeln muss. So schlimm wird es selten, aber die Kopfschmerzen kommen schon öfter vor. Das sollte man halt auch alles immer mitbedenken.

Das habe ich hier auch schon gelesen. ":/

E"heKmalige(r NutzMer (#i32573#1x)


Ja darüber wird man halt auch aufgeklärt das das sein kann und das die Kopfschmerzen 24h anhalten können. Aber wie gesagt das kann, muss aber nicht passieren.

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