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Überdosis Paracetamol

frlor4ain_x19 hat die Diskussion gestartet


Ich habe gelesen das man sich mit einer überdosis paracetamol umbringen kann

Aber wenn man eine überdosis nimmt muss man sich dann nicht erbrechen ??? also wie kann das funtkionieren.

und ich nehme selber paracetamol aber natürlich nicht mit suizidaler absicht! wenn ich das schon seit längerer zeit nehmen kann es dann passieren das ich auch dran sterbe??

Und wie läuft so eine paracetamol vergiftung eigentlich ab??

schon im vorhinein thx für eure antworten

lg flo

Antworten
I{defxine


Hallo florain_19 !!

Mein Sohn hat mit 19 Jahren ein Suizidversuch mit Paracetamol gemacht.Alles aus Liebeskummer für mich als Mutter war, es das schrecklichste was ich im mein Leben erlebt habe.

Man konnte ihn noch rechtzeitig finden[durchs Handy das war noch an].Sie wollten schon mit Suchhunden los :|N :-( .Naja Magen wurde ausgepumpt naja es war nicht schön.Das schlimmste war ich konnte mit meinen Sohn immer überalles reden,ich hatte gemerkt das was nicht stimmt.

Mein Freund hatte am 1.4 Geburstag und deswegen waren wir länger auf,und er ist dann ins Zimmer zu meinen Sohn,und sagte zu mir das er nicht da ist und da ein Zettel lag und ein Messer :°( :-o .

O man da gingen meine Alarmklocken an.Abschiedsbrief gefunden und sofort Polizei eingeschaltet.Und Gott sei dank alles gut gegangen er darf heute bestimmte Medikamente nicht mehr nehmen,da die Leber stark geschädigt wurde.

Und er ist Vater von einer Tochter geworden x:) x:) .Und ich bin glücklich das ich ihn noch habe!!!!

Azle:onxor


Aber wenn man eine überdosis nimmt muss man sich dann nicht erbrechen ??? also wie kann das funtkionieren.

Nein, nicht unbedingt. Wie kommst du denn darauf?

wenn ich das schon seit längerer zeit nehmen kann es dann passieren das ich auch dran sterbe??

Wieviel nimmst du denn? Als Dauermedikamentation ist Paracetamol nicht so geeignet weil es auf die Leber geht. Du solltest das ggfs. mal mit deinem Arzt absprechen.

I3de&fiVne


Das schlimmste war ich konnte mit meinen Sohn immer überalles reden

Nach 1 Woche bin ich erst an ihn rangekommen,dann hat er sich endlich geöffnet!!!

bOuddlzeia


Bei längerer Einnahme besteht auch dies Risiko:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Analgetikanephropathie]]

Warum nimmst du dauerhaft Paracetamol, wenn ich fragen darf?

H5annAa-MarBia


Paracetamol ist kein Langzeittherapeutikum. Es gehört zu den nichtopioiden Schmerzmitteln (Stufe I nach WHO-Tabelle). Da es bei regelmäßigen Einnahmen nichtopioider Analgetika zu dauerhaften Leber- und Nierenschäden kommen kann, sollte man zur Behandlung von chronischen Schmerzen zu Opioiden Klasse II und III übergehen. In welchen Dosen nimmst du Paracetamol und weshalb?

Mcrs.P8uscxhel


Um mit Paracetamol eine Intoxiation mit Leberschaden zu induzieren, muss man einige Tabletten schlucken.

Da kommst du mit deiner Einnahme sicherlich nicht mit hin :-)

EOhem}alige2r jNutze,r (#G325731x)


Ob man sich damit umbringen kann so direkt glaube ich nicht. Aber danach brauchst Di. Vermutlich eine neue Leber weil das Zeug in hoher Dosis Lebertoxisch ist. Mein Dozent sagte immer, eine Packung Paracetamol auf einmal und Mann kan sich direkt auf die Warteliste für eine neue Leber setzen lassen!

D,ragoNnn-x82


Wenn man Paracetamol wirklich in suizidaler Absicht überdosiert stirbt man sicher einen qualvollen Tod. Es kommt zu Leberversagen mit Blutvergiftung und Blutgerinnungsstörung mit inneren Blutungen.

a#gnexs


Auch da so eine neue Leber ja nicht aus dem Regal genommen wird, sind Paracetamol-Überdosen keine so tolle Idee.

t he-Wcavxer


Ob man sich damit umbringen kann so direkt glaube ich nicht. Aber danach brauchst Di. Vermutlich eine neue Leber weil das Zeug in hoher Dosis Lebertoxisch ist. Mein Dozent sagte immer, eine Packung Paracetamol auf einmal und Mann kan sich direkt auf die Warteliste für eine neue Leber setzen lassen

Von wegen "Warteliste für Transplantationen" – so weit kommt man mit einer Paracetamolvergiftung in aller Regel nicht: Mit Überdosierung (und dafür genügt bei entsprechend empfindlichen Personen schon die Überschreitung der Höchstdosis um das doppelte!) kommt es sehr schnell zu massivsten Leberschäden! Es ist ein Gegenmittel verfügbar, das aber oft zu spät kommt (wenn die ersten Symptome auftreten, ist die Leber oft schon ziemlich im Eimer) – dann klappt in aller Regel auch keine Transplantation mehr, weil man im Leberausfallkoma selbst mit maximaler Intensivmedizin in der Regel innerhalb von 2 Tagen tot ist. Da es sich allerdings um einen sehr unschönen Tod handelt, ist es als Suizidmethode nicht unbedingt empfehlenswert, siehe Dragonn-82.

Bei längerer Einnahme besteht auch dies Risiko:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Analgetikanephropathie de.wikipedia.org/wiki/Analgetikanephropathie]]

Warum nimmst du dauerhaft Paracetamol, wenn ich fragen darf?

Das Risiko besteht *möglicherweise* auch (ist ein bisschen umstritten), allerdings muss man dafür mehrere tausend Tabletten geschluckt haben, damit sich das bemerkbar macht. Insgesamt ist die Analgetikanephropathie kein großes Problem mehr, seit der Wirkstoff Phenacetin vom Markt ist, der hat das ziemlich oft gemacht. Allerdings ist Paracetamol mit Phenacetin verwandt, daher möglicherweise das Risiko.

Übrigens hat Paracetamol bei Langzeitanwendung möglicherweise auch ähnliche Herzrisiken wie die anderen Nichtopioid-Schmerzmittel, und es gibt (noch nicht ganz geklärte) Wechselwirkungen mit dem Immunsystem. Ach ja, die Einnahme in der Schwangerschaft ist auch nicht so unbedenklich, wie man bisher immer dachte.

Es gehört zu den nichtopioiden Schmerzmitteln (Stufe I nach WHO-Tabelle). Da es bei regelmäßigen Einnahmen nichtopioider Analgetika zu dauerhaften Leber- und Nierenschäden kommen kann, sollte man zur Behandlung von chronischen Schmerzen zu Opioiden Klasse II und III übergehen.

Das allerdings ist ziemliches Missverständnis, dem leider auch noch viele Ärzte unterliegen! Das WHO-Stufenschema wurde für die Tumorschmerztherapie entwickelt und hat in der Therapie chronischer Nicht-Tumorschmerzen nichts zu suchen! Die Effektivität von Opioiden bei chronischem Schmerz ist insgesamt ziemlich miserabel, vielen patienten wir damit mehr Schaden als Nutzen zugefügt. In Schmerzkliniken werden mittlerweile wahrscheinlich mehr Patienten von Opioidenentzogen, sondern neu darauf eingestellt (zumindest bei mir und bei allen Kollegen, mit denen ich mich bisher darüber unterhalten habe). Die Therapie von chronischen Schmerzen ist eben *nicht* schwerpunktmäßig eine Schmerzmittel-Therapie! Aber das Thema könnte man jetzt noch weit ausführen, damit kämen wir wohl vom Paracetamol-Problem weg.

Grüße

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