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Husten bis zur Ohnmacht und weitere Beschwerden

Bje#ttyi85 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe mich gerade hier angemeldet, weil eine gute Freundin von mir seit nun schon 3 Monaten erhebliche gesundheitliche Probleme hat.

Sie kann nicht zum Arzt gehen, da sie kurz zuvor ihren Job verloren hat, kein Arbeitslosengeld bekommt (lange Geschichte) und somit nicht krankenversichert ist und die Behandlung auch nicht selbst bezahlen kann.

Folgendes liegt vor:

Vor 3 Monaten hat sie wie gesagt ihren Job verloren, kurz danach musste ihr Partner kurzfristig ins Ausland fahren um seinen totkranken Vater zu besuchen, der Partner wurde selbst krank, sie hatte dadurch eine extrem hohe psychische Belastung und hat während dessen nichts (!) gegessen und war ziemlich angeschlagen. Soviel zur Vorgeschichte, die vielleicht nicht unwichtig ist.

Am morgen nachdem sie ihren Partner endlich vom Flughafen abholen konnte wachte sie von einem sehr starken Hustenanfall auf und wollte ins Bad gehen um ihn nicht zu wecken. Sie stand auf und ihr war schon schwindelig. Sie erreichte das Bad nicht mehr und brach im Flur zusammen. Sie hatte an Ellenbogen und Knien blaue Flecken und schreckliche Kopfschmerzen. Sie konnte sich nicht erinnern wie sie fiel, nur dass ihr schwindelig wurde. Ich gehe davon aus, dass sie auch auf den Kopf gefallen ist (Beule) und sie sich dadurch eine Gehirnerschütterung zugezogen hat. Da ihr Partner aufgrund seiner Krankheit eh zum Arzt musste, hatte sie die Möglichkeit diesen zu fragen, was er davon hält. Der Arzt sagte, dass es an der psychischen Belastung läge und es ihr sicherlich bald besser gehen würde, wenn sie wieder isst und ruhiger wird, da die Situation ja jetzt vorbei wäre.

Dem war aber leider nicht so. Sie hat nun seit fast 3 Monaten regelmässig (2-3x die Woche) diese Beschwerden und hustet bis ihr schwindelig wird. Mittlerweile kennt sie das ja und steht gar nicht mehr auf, sondern bleibt liegen um nicht wieder umzufallen. Die Atemnot habe ich einmal mitbekommen und es ist echt nicht schön mit anzusehen. Da ihr Freund Asthma hat kann sie sein Asthmaspray nutzen, was ihr in den Situationen auch meistens schneller hilft, als wenn sie es nicht benutzen würde. Sie wird zumindest nicht mehr Ohnmächtig. Schweißausbrüche und Co. sind natürlich neben der regelmässigen Atemnot trotzdem noch da.

In den letzten Wochen kommen kleine "Wehwechen" hinzu, die ja vielleicht damit zutun haben können. Genauso wie die Tatsache, dass es ihr psychisch seit des Auslandsaufenthalts ihres Partners extrem schlecht geht (Nach langer Recherche und Beobachtung tippe ich auf eine nicht leichte Depression und/oder Angststörung). Weitere Beschwerden sind mittlerweile nahezu tägliche Kopfschmerzen, sie beschreibt sie anders als übliche Kopfschmerzen oder Migräne. Es fühlt sich so an, als wäre das Herz in den Kopf "gerutscht" und dort "pocht" es so extrem, dass sie teilweise einfach nur noch weinen kann. Außerdem zieht es an den jeweiligen Stellen (Meist am Hinterkopf – Haaransatz und hin und wieder an der mittleren Stirn) sehr stark, als wenn man die Haut auseinander ziehen würde. Sie hat auffällig oft blaue Flecken, obwohl sie sich nur irgendwo leicht gestoßen hat und seit gestern nun auch Schmerzen im Bereich der rechten unteren Gesichtshälfte. Den Mund "aufreißen" kann sie nur unter Schmerzen, auch ein Druckschmerz, ähnlich wie bei Zahnschmerzen, sagt sie. Unter dem rechten Ohr (Lymphknoten?) ist es geschwollen, in etwa wie ein Tischtennisball und sie ist, nicht erst seit gestern aber auch nicht durchgehend, sehr schlapp, unkonzentriert und ihr Kreislauf macht ihr oft zu schaffen. Sie hat extreme Schlafstörungen und kann, obwohl sie totmüde ist und ihr alles weh tut, die Augen zu fallen, etc. nicht einschlafen. Das geht nun auch schon seit 2-3 Wochen so. Neuerdings ist ihr nach jeder, bisher normalen, Mahlzeit schlecht. Sie hat dann Magenschmerzen und fühlt sich extrem unwohl.

Also alles in allem ein ganz schöner Haufen, wobei ich sicherlich noch das ein oder andere vergessen habe zu erwähnen.

Mir ist natürlich klar, dass sie eigentlich schnellstmöglich einen Arzt aufrufen sollte aber sie wird es nicht tun.

SIe hat eine viel zu große Angst vor den Kosten und mittlerweile sicherlich auch vor dem Ergebnis.

Ich würde gerne wissen, ob jemand zufällig schonmal so ein Krankheitsbild gesehen hat oder etwas vermutet.

Wenn ich nur in eine gewisse Richtung gehen könnte, könnte ich sie vielleicht überreden doch zum Arzt zu gehen.

Aber ich möchte auch selbst Gewissheit und wissen, ob es nun eine ernsthafte Krankheit sein kann oder vielleicht doch alles "nur" (ich glaube das Wort ist unangebracht) psychisch ist.

Vielleicht weiß ja jemand, ob es eine Möglichkeit gibt ohne Krankenversicherung einen Arzt aufsuchen zu können.

Ich weiß nicht, wie lange das noch gut geht...

Vielen Dank vorab.

Liebe Grüße

Betty

Antworten
mVidni;ghtl|andy41


sprecht mal bei einer krankenkasse vor und fragt mal was in dem fall getan werden muss.

die wissen bestimmt einen weg.

wenn sie kein alg1 bekommt, müßte sie alg2 bekommen u wenigstens krankenversichert sein.

HPan{s4elixne


Ja, es gibt die Möglichkeit. Und zwar, wenn es ein Notfall ist.

Leider weiß ich nicht, wie "Notfall" da definiert ist – also ob man mit Blaulicht eingeliefert werden muß.

An deiner Stelle würde ich mal mit ihr zusammen zum Arzt gehen. So, wie du sie schilderst, sieht man ja wohl sofort, daß es ihr sehr schlecht geht. Ihr könnt ja VOR der Untersuchung klarstellen, daß sie nicht versichert ist und kein Geld hat. Ein wohlwollender Arzt müßte eine Möglichkeit finden können, das abzurechnen.

Sie könnte – oder du könntest für sie – eine Beratungsstelle anrufen, z.B. von der AWO oder der Diakonie und ihre Lage schildern.

Ihr Zustand klingt so, daß UMGEHEND etwas in der Richtung passieren sollte.

Hat sie denn eine Wohnung?

Hat sie überhaupt irgendwelches Geld?

Wenn sie keinen Anspruch auf ALG I oder II hat, ist das Sozialamt zuständig.

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