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Erschöpfung & Müdigkeit

CXars(txen82 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mein Name ist Carsten und ich bin 29 Jahre alt, meine Krankengeschichte zieht sich schon über 2 Jahre hin und ich

bin schon länger auf der Suche nach einer Ursache. Ich wäre für jeden Tip dankbar und hoffe es kann mir jemand den entscheidenden Hinweis geben.

Es hat alles 2009 Angefangen , in der Zeit von Januar bis Juli habe ich 4 mal mit starken Unterbauch schmerzen im Krankenhaus gelegen und wurde jedesmal mit der Diagnose akute Gastritis nach ein paar Tagen wieder Entlassen, woraufhin ich meine Ernährung umgestellt habe ( keine starken Gewürze, kein Kaffee , kein Alkohol), leider alles ohne Erfolg so das ich sogar 2 mal mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurde da die Schmerzen ein stehen oder gehen verhinderten. Mir wurden dann im Krankenhaus immer Infusionen mit Novalgin und anderen Schmerzmitteln gegeben worauf sich das ganze nach 2 Tagen wieder gelegt hatte und ich entlassen wurde, beim 3 ten Aufenthalt wurde zusätzlich eine Magenspiegelung gemacht und auch Proben entnommen allerdings ohne Befund.

Bei meinem 4ten Aufenthalt hatte ich das Gefühl schon nicht mehr richtig ernst genommen zu werden und der Arzt sagte mir auch durch die Blume das es wohl Psychische Ursachen haben wird.

5 Tage nach meiner Entlassung wurden die Schmerzen wieder extrem stark aber mir war es schon ein bißchen blöd wieder ins Krankenhaus zu gehen worauf ich mit viel Novalgin und Ibu versucht habe die Nacht zu überstehen.

Allerdings mussten wir gegen Mitternacht wieder den Rettungswagen rufen da meine Arme und Beine stark angefangen haben zu kribeln und taub zu werden.

Haben dann darauf bestanden in ein anderes Krankenhaus zu fahren was auch gemacht wurde(30 min Fahrzeit),

in der Notaufnahme wurde dann ein Blindarm Durchbruch festgestellt und eine 3 stündige Not Op durchgeführt.

Habe daraufhin fast 3 Wochen im Krankenhaus gelegen da die Entzündungswerte jenseits von gut und böse waren und die Antibiotika nicht angeschlagen haben.

Naja auf jedenfall waren die Schmerzen verschwunden und ich durfte nach Hause, sollte mich dann zu Hause auskurieren was allerdings nicht möglich war da mein Vater 10 Tage später am gleichen Tag wo meine Mutter neu geheiratet hat am plötzlichen Herztod im Alter von 60 Jahren verstorben ist.

Da ich mich nun um wichtige Dinge (Beerdigung,Haus,Kredite,Versicherungen,Oma usw.) kümmern musste blieb mir nicht die möglichkeit mich auszukurieren was mich wirklich öfter an meine Körperlichen Grenzen brachte, die folgen waren Sehstörungen & Schwindel, welche ich mit einer Orthomol Kur (3 Monate ) erfolgreich in Grenzen halten konnte.

Ein CT wurde ca 4 Wochen nach der OP gemacht um Zystenbildung auszuschließen, dieses war auch laut Arzt ok.

Ab dem Tod meines Vaters war ich auch wieder voll Berufstätig (8 Stunden/Kaufmann Einkauf) was mir wichtig war da ich Angst hatte in ein Loch zu fallen oder mich hängen zu lassen.

Seit dem geht es mir mehr schlecht als Recht , so das ich mitte 2010 wieder im Krankenhaus gelegen habe, diesmal für 8 Tage mit Verdacht auf Herzmuskelentzündung was sich allerdings nicht bestätigt hat, es handelte sich um einen schweren Infekt.

Am Tag der Entlassung wurde noch ein Leistungs EKG gemacht welches bei 120 W abgebrochen werden musste da ich körperlich erschöpft war.

Nun habe ich immernoch folgende Symptome die mir wirklich zu schaffen machen:

*ständige Müdigkeit

*sehr schnell erschöpft (Garage ausfegen ist schon eine Qual)

*Antriebslosigkeit & schlappheit

Folgende Untersuchungen habe ich schon gemacht:

*Diabetes Test :Negativ

*Schilddrüsentest :Negativ

*Kardiologe :Herz Ok

*Lunge und Korpus Älles OK

*Augenarzt: alles Ok

*Zahnarzt: alles Ok

Aktuelle Maßnahmen:

*Habe am 30.05 nochmal einen Termin beim Kardilogen für ein Leistungs EKG mit Atmemmaske usw.

*Bin in den letzten 4 Wochen fast 15 mal 9km Inliner gefahren und es ist eine leichte Besserung festzustellen,allerdings waren die ersten Versuche eine reine Tortur, habe mit Pausen und vielen Qualen aber geschafft durchzuhalten.

*Der Kardiologe hat mir noch Vorgeschlagen einen Termin bei einem Endokrinologen zu machen da er vermutet das es ein Hormonelles Problem sein könnte.

Ich fühle mich jeden morgen Grausam obwohl ich 7-9 Stunden durchschlafe, habe auch meistens starke Ringe unter den Augen. Die Müdigkeit und schlappheit ist mein größtes Problem da diese einfach nicht verschwinden will, gegen Abend ist es meistens "etwas" besser.

Ich wollte gar nicht soviel schreiben aber naja, hoffe das mir hier jemand einen Hilfreichen Ratschlag geben kann da die Lebensqualität doch schon stark leidet , da nun auch meine Beziehung nach 8 Jahren aufgrund dieser ganzen Geschichte gescheitert ist will ich jetzt endlich wieder mein altes Leben wieder haben. :-(

Achja in meine Arztgesprächen auch schon das Thema Depressionen auf den Tisch gebracht, da ich auch eine Psychische Ursache nicht ausschließen wollte, allerdings bin ich dafür eigentlich nicht der Typ , bin immer Lebenslustig gewesen und habe auch viele Freunde die über meine Beschwerden bescheid wissen und diesen auch voll akzeptieren wenn ich mal absage und trotzdem auch immer da sind.

Obwohl ich auch zugeben muss das dieser Zustand doch so langsam auch belastend ist wenn man nicht weiß was los ist.

Heute ist mal wieder einer dieser Tage wo es wirklich schlecht ging so das ich anstatt nach Dortmund zu fahren lieber zu Hause geblieben bin und nun hier schreibe. :°(

Nun hoffe ich auf Ratschläge und Tips.

lg Carsten

Antworten
Ciarsdten8x2


Ergänzung:

Es wurde in den letzten 2 Jahren fast Monatlich Blut abgenommen und die Werte waren auch immer Ok,

habe mal Kräuterblut versucht was den Zustand allerdings nicht verbesserte sogar eher verschlechterte, kann aber auch Zufall gewesen sein.

Mein Blutdruck ist meistens egal obs mir gut oder schlecht geht im Bereich von 120-140 zu 70-80 und Puls bei ca 90.

Erhöhte Temperatur habe ich auch nicht, allerdings ist mein Stuhl wenn es gerade schlechter ist meistens hell gefärbt.

Eiiszeity b201x0


lieber Carsten, laß mal beim Internisten Leber, Galle und Nieren gründlich durchchecken. Eine Blutuntersuchung allein reicht dafür oft nicht, die Werte können durchaus in der Norm sein, was aber nicht ausschließt, daß da etwas nicht stimmt. Die Medikamente, die Du nehmen mußtest, sind ja nicht ganz ohne, die können durchaus auf Leber oder Niere "gehen". Der helle Stuhl kann da ein Hinweis sein, den solltest Du auf jeden Fall erwähnen.

Ich kann gut verstehen, daß Deine Lebensqualität sehr leidet und dafür gibt es sicher auch eine Ursache- und nach Depression klingt Deine Geschichte nicht, finde ich. Laß Dich nicht abwimmeln!

Alles Gute! :)* :)* :)*

_#ParJvati_


*Der Kardiologe hat mir noch Vorgeschlagen einen Termin bei einem Endokrinologen zu machen da er vermutet das es ein Hormonelles Problem sein könnte.

Zu einem Endokrinologen solltest du wirklich mal gehen. Könnte eventuell eine Schilddrüsenunterfunktion hinter deinen Beschwerden stecken. Würde auch mal einen Vitamin B12 und D3 Mangel ausschließen lassen.

C}ars:ten82


So wieder mal ein paar Arztbesuche später bin ich auch nicht schlauer und die Beschwerden haben nur ganz leicht nachgelassen aber von besserung würde ich nicht sprechen, folgende Untersuchungen habe ich machen lassen:

Kardiologe:

Ultraschall vom Herzen : Ohne Befund ,alles in ordnung.

Leistungs EKG mit Atemmaske : Abbruch bei ca 135W, der Kardiologe hat mir dann ein Trainingsprogramm aufgestellt und mir Empfehlungen mitgegeben, muss jetzt mitte August zur nächsten Kontrolle ob es besser geworden ist.

Seit dem gehe ich jeden 2 Tag ca. 30-60 min Joggen oder Inlineskaten und eine Konditionelle Verbesserung ist deutlich spürbar , am Anfang war es mehr gehen als Joggen und nun bin ich schon soweit das ich auch mal 2km am Stück schaffe und dann nur kurz 2-3 min gehe und dann weiter jogge.

Das Joggen fällt mir an den Tagen wo es mir schlechter geht echt schwer aber ich überwinde mich dann trotzdem mit dem Gedanken das es besser werden muss. Kontrolliere ständig meinen Puls beim Joggen und habe einen durchschnitt von ca 145 wobei es auch spitzen von 170 gibt bei Steigungen.

Der Kardiologe hat mich dann noch zur Vorsttionären überweisung an den Chefarzt des Krankenhauses verwiesen um organische Schäden auszuschließen, dieser hat mir dann 6 Ampulen Blut abgenommen , werte waren alle ok .

Als nächstes hat er nochmal ein Ultraschall von Leber und Niere geamcht und auch dises war unauffällig.

Um eine Schädigung des Magen Darm Traktes auszuschließen wurde noch eine Magen Darm Spiegelung mit Sedierung gemacht :-( , weder die Spiegelung noch die Probenentnahme haben auffälligkeiten gebarcht , also auch alles In Ordnung.

Nun bin ich mit diesen Ergebnissen wieder zu meiner hausärztin gegangen, da miene Körperliche verfassung im moment wieder schlechter ist, hab das so irgendwie schubweise (ca 2 Wochen).

Sie hat mir nun auf meinen Wunsch hin eine Überweisung zum Endokrinologen geschrieben ,da auch meine Lipido in den letzten Monaten stark nachgelssen hat,

nun bin ich auf der Suche nach einem Endokrinologen im Kreis HSK , kann aber auch weiter sein und hoffe mir kann jemand helfen.

mfg Carsten

dWankTwarxt


Hallo Carsten82

Möglicherweise ist es ein psychisches Leiden und es bremst dich etwas aus, was du verdrängt hast.

Du solltest dir mal deine inneren Bilder anschauen.

Wenn dich die Vorgehensweise interessiert, dann melde dich.

Wie alt bist du (29?)

mfg

Dankwart

s*c*hnixeki


du kannst mal bei [[http://top-docs.de]] gucken, wegen endokrinologen

nur weil der arzt sagt, das die schilddrüsenwerte ok sind, heisst das nicht unbedingt, das es so ist. die grenzwerte sind in den meisten fällen viel zu hoch angesetzt und dazu kommt, das meist gar nicht alle wichtigen werte genommen werden!

Hast du mal versucht, deine Darmflora aufzubauen? Ich kann mir vorstellen, das die durch die AB-Gabe und die Schmerzmittel und den Blinddarmdurchbruch auch etwas in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Evtl. wirkt sich das dann auch auf den ganzen Körper aus.

CNarst0en:8x2


@ Dankwart:

Im Grunde interessiert mich alles was mir evtl helfen kann und ich bin eigentlich auch für jeden versuch offen , daher würde es mich schon interessieren wie genau die Vorgehensweis ist.

@ schnieki:

Das mit den schilddrüsenwerten hab ich auch schon des öfteren gelesen, ich hoffe aber das der Endokrinologe das genauer beurteilen kann, bin mir aber nicht sicher wie ich einen guten Endokrinologen finde.

Das mit der Darmflora habe ich auch schon gelesen aber noch keine richtige "Anleitung" gefunden wie ich diese am besten aufbauen kann, schaden kann ein Versuch ja sicherlich nicht.

CRarsBten28x2


So dann will ich mal wieder weiter berichten, %-|

habe dann anfang august einen Termin bei einem Endokrinologen in Marburg erhalten und hatte auch ein gutes Gespräch mit dem

Arzt, er hat dann eine sehr vielseitige Untersuchung durchgeführt und konnte keinerlei Hormonelle Störungen feststellen.

Naja einerseits ist das ja positiv andererseits bringt es mich nicht weiter da es mir immer schlechter ging,

mitte August war es dann soweit das ich gesagt habe das ich es so nicht weiter schaffe , hab mir vorerst 2 Wochen Urlaub genommen da an Arbeiten nicht mehr zu denken war, habe immer mehr negative Gedanken bekommen war sehr verzweifelt aufgrund der Situation und wusste absolut nicht weiter.

Habe mir daraufhin das das Buch "Depressionen überwinden" gekauft und habe beim lesen festgestellt das ich mich mit den symptomen zu 90% identifizieren kann.

Da meine Hausärztin Urlaub hatte bin ich privat zu einem befreundeten Arzt gefahren und habe mich mit ihm lange besprechen können , er hat mir dann empfohlen 1200mg Johanniskraut zu nehmen , die ersten tage nur 600mg. Hatte nach 3 Tagen einnahme mal 2 Tage wo ich mich so gut gefühlt habe wie lange nicht (Placeboeffekt?) naja hab dann das Johanniskraut weiter gemommen und nach 2 Wochen wurde es ganz schlimm (Schwindel/Mundtrockenheit/Müdigkeit/Selbsmordgedanken) hab dann noch 1 Woche weiter genommen aber dann abgesetzt da es immer schlimmer wurde. :(

Bin dann zu meiner Hausärztin gegangen und habe ihr davon berichtet, war mental echt ziemlich unten , sie hat mir dann 20mg citalopram verschrieben und eine überweisung zum Psychiater mitgegeben, das citalopram hat mir nach wenigen tagen schon auftrieb gegeben wobei ich die Nebenwirkungen gerne in kauf genommen habe (Schlafstörungen 2h/nacht,Mundtrockenheit, kein Appettit usw. ) habe beim Psychiater sehr kurzfristig einen Termin bekommen und er hat mir für abends Mirtazapin verschrieben 30mg und morgens 10mg citalopram. Haben dann noch einen Depressionstest und einen test zu Angstzuständen gemacht und für mitte Oktober einen Termin gemacht für eine Psychotherapie.

Mit dem Mirtazapin bin ich gar nicht klar gekommen , habe es 20 min nach der Einnahme nicht mehr ins Bett geschafft und war dauermüde und fertig, habe dann telef. mit dem Psychiater gesprochen und wieder nur auf 20 mg citalopram umgestellt, habe jetzt auch keine Schlafstörungen mehr und Hunger hab ich auch wieder fast normal. Nehme es jetzt seit fast 3 Wochen und hatte Mittwoch den besten Tag seit Jahren :p> , naja im moment ist es wieder nen bissle schlechter aber doch gut erträglich, will jetzt mal nen paar wochen abwarten und dann evtl erhöhen.

Auf jedenfall kann ich so wieder Arbeiten und am leben teilnehmen.

Naja hoffe das ich auf nem guten weg bin und das es nicht wieder schlechter wird.

Wie lange sollte man das citalopram maximal nehmen und kann es nach absetzen wieder zu Rückfällen kommen?

Zyw>ackx44


Die Daumenregel heißt, man solle ein AD nach dem Verschwinden der letzten Krankheitssymptome noch mindestens 6 Monate weiternehmen, um Rückfälle möglichst zu vermeiden. Und ja, Depressionen können wiederkommen.

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