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Bin "aufgedreht" und keiner kann helfen

S]elexnt hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin ziemlich aufgedreht. Ich kann nicht schlafen, habe Muskelprobleme, Rückenschmerzen, Herzrasen (Blutdruck normal, Puls bei ~85), trockene Haut, Tinnitus, nächtliches Schwitzen.

Was könnte der Grund dafür sein? Mit der Schilddrüse ist alles in Ordnung [TSH: 1.5; fT4: 1.46 (0,9-1,7); fT3: 2,9 (2,2-4,4); AK negativ (TG-AK, TPO-AK und TRAK)].

Vitamin B12, Vitamin D, Magnesium, Kalium, Natrium wurden abgeklärt und sind okay.

Cortisol ist an der Obergrenze, aber ok: Cortisol basal 183,7 ng/ml (23,0 – 194,0).

Blutbild, Cholesterine, Leberwerte, CRP, Globuline in der Norm. GRF, Glucose und Kreatinin ebenso.

Meine Ärzte sind ratlos, denn ich habe keinerlei Anzeichen auf eine Krankheit. Was könnte mich so hibbelig machen? Psychisch fühle ich mich toll, aber mittlerweile denke ich, dass da etwas unterdrückt sein kann...?! Sollte ich Antidepressiva einfach mal einnehmen? Möchte ich eigentlich nicht, da ich die Hoffnung nicht aufgebe und denke, dass hinter meinen Symptomen eine andere Erkrankung steckt. Nur welche weiß ich nicht und ich habe keine Ahnung, in welche richtung geforscht werden soll.

Antworten
r'osa_1lindxe


darf ich fragen, wie alt du bist? und wie lange hast du die beschwerden schon?

und wer hat dir gesagt, daß du ein antidepressivum nehmen sollst? aus meiner sicht kommt das für deine symptomatik gar nicht in frage.

SIelCeEnt


Ich bin erst 20 und habe die Symptome schon 5-6 Jahre. Leider hat mich als Kind schon niemand ernst genommen.

Mein aktueller Hausarzt meint, dass ich vielleicht viel Stress habe, frühere schlechte Leistungen in der Schule mein Befinden verschlechtert haben, die Scheidung meiner Eltern oder oder oder. Dabei komme ich mit allem sehr gut klar. :-)

Ich habe mich auch immer gegen ein Antidepressivum ausgesprochen, aber die Schlafprobleme sind gar nicht mehr so erträglich.

Wenn ich wüsste, wo ich weiter nach der Ursache forschen könnte, würde ich das gerne machen, anstatt die Symptomatik mit AD zu bekämpfen.

r_osa_vlixnde


hast du ansonsten mal dr. google befragt, woher deine innere unruhe und der rest kommen könnten? ich kenne mich mit den schilddrüsenwerten nicht aus. vielleicht solltest du die mal hier in der schilddrüsenabteilung posten. deine beschwerden kämen schon dafür in frage. aber das ist nur eine mutmaßung.

treten deine beschwerden fortdauernd oder nur phasenweise auf?

S~ele6nxt


Das mit der Schilddrüse ist genausten abgeklärt (im Forum [[www.HT-MB.de/forum/)]] und wir waren uns alle einig, dass da nichts ist, aber ich werde die Schilddrüse definitiv genau beobachten und mindestens jährlich kontrollieren. :-)

Die innere Unruhe, das nächtliche Schwitzen, die trockene Haut, das Herzrasen und die Muskelprobleme sind fordauernd. Tinnitus und Rückenschmerzen sind seltener Vorhanden.

Nunja, Google spuckt nicht viel aus: Cushing ist ausgeschlossen, da Cortisol noch normal ist und ACTH ebenso (vergaß ich oben zu erwähnen), Tumore/Krebs (wüsste nicht, wo ich da ansetzen sollte) und mehr finde ich nicht, außer eben psychische Erkrankungen.

Ach: Darmerkrankungen. Hatte allerdings eine Darmfloraanalyse und sogar Überprüfung auf Pilze und Keime. Befunde waren alle Bestens.

drieHo3ffnoung


Geh mal zu nem Psychologen und lass dich checken. Oftmals redet man sich alles gut und lebt in den Tag hinein, aber tief in deinem Bewusstsein vergräbt sich ein Problem das die viel Ärger bringen kann.

Jeder reagiert anders auf Stress. Manche müssen Brechen und kriegen Kreislaufprobleme. Andere Kopfschmerzen und Schweißelalarm. Wieder andere bekommen Magenverstimmungen ....

Von nix kommt nix! Abklären lassen ;-)

ruosa=_linede


hm...dann warte einfach mal ab, ob hier jemand eine idee hat.

eine psychische erkrankung sollte natürlich nicht übersehen werden. warst du mal bei einem psychiater und hast dort deine probleme geschildert? es gibt auch andere medikamente, die dich innerlich ruhiger werden lassen. da muß man nicht immer gleich auf ein antidepressivum zurückgreifen.

ich habe übrigens auch alle deine symtome. einzig die innere unruhe hat sich irgendwann im letzten jahr von alleine verflüchtigt. der rest ist leider geblieben und auch bei mir findet niemand was.

S&elenxt


Ich war bei 3 Psychotherapeuten. 2 davon konnten mir nicht weiterhelfen und einer war dummerweise privat, der allerdings meine Probleme in der Schule sah (auf die ich nicht mehr gehe), da ich früher (!) schlechte Mathenoten hatte und schlechte Mathenoten ausschließlich aufgrund schlechter Erfahrungen im Matheunterricht resultieren. Das klingt allerdings auch nicht sehr glaubwürdig.

Ich gehe nächste Woche zum Neurologen. Diese sind doch auch Psychiater? Meint ihr, ich könnte ihn mal fragen, ob da nicht etwas psychisches vergraben bei mir irgendwo liegt?

Das tut mir leid für dich, risa_linde. Ich weiß, wie ätzend sowas ist. Wünsche dir wirklich aus ganzem Herzen, dass sich das bei dir/uns bessert. :)z

@ dieHoffnung:

Mh... Ich habe gerade mal stark nachgedacht und mir fällt auf: Ich bin eigentlich eher "gefühlskalt". Meinst du/ihr, dass sich dabei etwas verstecken könnte?

Genauere Erklärung: Ich mache mir nicht sooo viel daraus, wenn andere Leiden, Probleme haben. Ich akzeptiere es einfach und versuche mein Leben zu leben. Ich rede mit niemanden über Gefühle, was ich toll finde oder nicht. Habe ich vielleicht unterbewusst etwas hineingefressen? Kann es sein, dass ich etwas traumatisches vergessen habe und daran leide?

Möchte eigentlich gar nicht an diese "Psycho"-Schiene denken, aber momentan habe ich keine anderen Erklärungen.

riosaS_lindxe


nein. neurologen sind nicht auch zwangsläufig psychiater. aber du kannst dir ja von deinem neurologen eine überweisung geben lassen bzw. vielleicht empfiehlt er dir auch einen kollegen.

das was du beschreibst, kann natürlich was mit deinen beschwerden zu tun haben. muß aber nicht ;-) dafür sind wir hier eben nur laien. der psychiater kann dir aber sicher weiter helfen.

und ich lass mich in solchen fällen immer gerne zu spinnereien hinreißen...gefühlskalt – nächtliches schwitzen. also kälte wärme. verstehst du, was ich meine? rückenschmerzen – eine last tragen (etwas in sich hineinfressen, also nicht loswerden und rumschleppen).

wie schon geschrieben...das sind alles nur vergleiche.

danke für dein mitgefühl. anscheinend kannst du dich ja doch für die probleme anderer erweichen lassen :-D ;-)

hältst du uns auf dem laufenden?

_gP]arva^txi_


Vielleicht hast du zuviel Energie in dir und bist nicht ausreichend ausgelastet. Hast du mal versucht dich regelmäßig mit Sport auszupowern? Außerdem solltest du mal deine Hormonwerte überprüfen lassen. Es könnte auch ein Testosteronmangel hinter deinen Beschwerden stecken.

sdihnnunds#innlich>keixt


@ Selent

Es könnte auch eine Reaktion auf Dauerstress sein also nicht akut aber unbewußt vorhanden – sich z. B. allgemein zu sehr unter Druck setzen.

Ein Besuch beim Psychologen macht auch Sinn wenn du bereit bist dich zu öffnen, sonst kann er/sie lange suchen.

Antidepressiva ist echt ein Mittel das ich nur als allerletze Alternative nehmen würde denn das kann nicht die Lösung der Problems sein.

Es gibt Lebensmittel die einen "aufdrehen" und manche Menschen darauf sensibel reagieren – Schokolade oder Chips ...

H"e$rxa9


Abklärung beim Neurologen = sehr gut.

Klingt nach vegetativen Symptomen, welche meistens, wie du vermutetst, psychischen ursprungs sind, jedoch auch (Will dich nicht beunruhigen) hinweis auf gehirn oder nervenerkrankungen (vorallem tumore) sein können. Das checkt der neurologe. Glaub ich jetzt aber nicht unbedingt, viel eher:

Burnout.

Das kannste auch haben ohne depressiv zu sein.

Deine Beschreibung passt sehr gut, dies sind die körperlichen Symptome, hatte ein freund mal.

Wie sieht dein Alltag aus, wieviel druck/stress machst du dir selbst, musst du beruflich viel leisten??

C%offWee


Also wenn körperlich alles in Ordnung ist, dann würde ich zu einem Psychologen gehen. Man braucht eine Überweisung, entweder vom Hausarzt oder vom Psychiater/Neurologen.

_WNixex_


Hallo Selent,

Du bist 20, also noch im letzten Rest der Pubertät.

Du berichtest von Kindheitserlebnissen....(Schule/Eltern)

Körperliche Befunde sind ok. Du empfindest innere Unruhe und Anspannung, gibst Gefühlskälte an....

Bitte belies Dich mal zu Persönlichkeitsstörungen. Anspannung und Leidensdruck könnten in diese Richtung weisen.

Je nach dem wie arg Deine nur angedeuteten Kindheitserlebnisse für Dich waren könnte auch eine PTBS für die Anspannung verantwortlich sein. Dazu passt auch, dass Du annimmst das Erlebte in Dein Leben integriert zu haben. Die Gefühlskälte spräche wieder für eine andere Richtung-----je nachdem ob Du sie als fremd oder zu dir gehörend betrachtest, ob Du darunter leidest oder es normal findest.

Wenn Du Dich bei einer Persönlichkeitsstörung wiedererkennst – bitte denk nicht, dass Du sie auch hast!! Oft sind es Mischformen und Persönlichkeitszüge...aber noch lang keine "Störung"!

Für einen Test in diese Richtung kannst Du auch an ein Institut gehen. Nach ca 4 Terminen hast Du dann eine Diagnose und Therapieempfehlung.

*:)

S)elexnt


und ich lass mich in solchen fällen immer gerne zu spinnereien hinreißen...gefühlskalt – nächtliches schwitzen. also kälte wärme. verstehst du, was ich meine? rückenschmerzen – eine last tragen (etwas in sich hineinfressen, also nicht loswerden und rumschleppen).

Ja, stimmt schon. :-|

hältst du uns auf dem laufenden?

sicher! :-)

Ein Besuch beim Psychologen macht auch Sinn wenn du bereit bist dich zu öffnen, sonst kann er/sie lange suchen.

Ich bin wirklich für vieles bereit, wenn es mir dann besser geht. Ich habe mit den Psychotherapeuten, bei denen ich schon war, mich komplett geöffnet und wirklich alles erzählt.

Klingt nach vegetativen Symptomen, welche meistens, wie du vermutetst, psychischen ursprungs sind, jedoch auch (Will dich nicht beunruhigen) hinweis auf gehirn oder nervenerkrankungen (vorallem tumore) sein können. Das checkt der neurologe. Glaub ich jetzt aber nicht unbedingt, viel eher:

Burnout.

Tumore und MS zumindest sind schon abgeklärt, da ein Schädel MRT gemacht worden ist. Okay, Tumore können ja woanders noch lungern, aber mein Hirn ist okay. :-)

Burnout... Werde mich mal informieren. :-)

Wie sieht dein Alltag aus, wieviel druck/stress machst du dir selbst, musst du beruflich viel leisten??

Ich suche ehrlich gesagt noch eine Ausbildung. Ich mache seit 3/4 Jahre nichts, da für August 2010 keine Ausbildung gefunden habe. Ich suche zwar sehr stark, aber ich mache mir dabei keinen Stress. Also nicht wissentlich.

Okay, danke, Nixe, ich werde mich mal informieren. :-)

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