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Zehn Vitamin B12–Ampullen pro Woche?

fYi?amxma hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich bin bei einem Arzt in Behandlung, der nicht vor Ort ist.

Auf seine Verordnung hin substituiere ich seit 2-3 Wochen wegen schwerwiegender Beschwerden intensiv diverse Mikronährstoffe. Nach kurzen Zwischenhochs habe ich in meinem Befinden einen Rückschlag erlitten, insbesondere starke Erschöpfungszustände und plötzlich aufgetretene starke und übelriechende Blähungen. Er sagt, diese Symptome seien ein Hinweis auf Vitamin B12 – Mangel; außerdem sei ich mitten in einer Entgiftungsphase. Ich habe aber schon seit Monaten einmal wöchentlich mit B12 forte von Hevert (Wirkstoff Cyanocobalamin 3000µg) substituiert, intramuskulär gespritzt. Zeitweise habe ich auch noch Methylcobalamintropfen genommen (Aufnahme über die Mundschleimhaut).

Nun soll ich laut dem Arzt entweder 10 (!!) Ampullen (von Vit. B12 Depot von Hevert, Wirkstoff Hydroxocobalaminacetat 1000µg, unbedingt nur dieses) auf einen Schlag, einmal pro Woche intravenös verabreicht bekommen (dazu müsste ich in meine Hausarztpraxis vor Ort gehen, wo ich sicher für verrückt erklärt werden würde) – er gehe in seiner Praxis jedenfalls so vor. Oder aber ich soll 3 mal pro Woche je 3 Ampullen auf einmal selber subcutan spritzen, also eine Injektionsflüssigkeit vom Volumen 6 ml auf einmal unter die Bauchdecke jagen. :-o

Was meint Ihr dazu? Hat jemand Erfahrung bzw. nähere Infos?

Ich habe mich dazu überwunden, mir so eine subcutane Spritze (mit 0,04x12mm Kanüle, Falte genommen, Spritze schräg angesetzt, nicht ganz versenkt) zu verabreichen (noch nie gemacht) :[] – offenbar total doof angestellt, denn trotz ganz langsamem Reindrücken habe ich nur 1 ml geschafft, und dann ist mir schlecht geworden. {:( %:|

Arzt wird befragt, eh klar – will eigentlich "nur" wissen, ob diese extreme Hochdosierung sonst noch jemandem bekannt ist bzw. ob das echt unbedingt erforderlich ist.

Antworten
o&thEellox51


Wenn du seit Monaten schon Vit. B-12 gespritzt hast, kann eigentlich kein Mangel mehr bestehen. Bevor du deinem Körper weiterhin unsinnig hohe Dosen verpasst – lass doch mal deinen Vit. B-12-Spiegel im Blut bestimmen (Normalwerte im Serum 210-910 pg/ml); besteht denn überhaupt eine Anämie (Blutarmut)? Das Ganze kommt mir ziehmlich nebulös vor....

friaXmmxa


Danke Dir, othello!

Leider ist es ja so, dass während der Substitution die Blutwerte sowieso verfälscht werden. Zu dem Arzt habe ich großes Vertrauen; sein Konzept erscheint mir insgesamt (abgesehen von dieser komischen B12-Geschichte) stimmig und passt mit diversen Recherchen zusammen, die ich selber gemacht habe, auch schon bevor ich bei ihm war.

Bevor ich mit der Substitution begonnen habe, hatte ich einen Mangel (wurde per Blutuntersuchung festgestellt).

Ich habe bisher halt mit einem aus der Sicht des Arztes weniger geeigneten Präparat und noch dazu intramuskulär statt intravenös oder subcutan subsitutiert. Der Sinn von "subcutan" scheint laut meiner aktuellen Recherchen zu sein, dass das B12 dadurch in die Fettschicht unter der Haut eingebracht wird, von wo es langsam nach und nach abgegeben wird.

Am B12 verdient der Arzt auch nix, ich hole es mir selber in der Apotheke.

_*Par:vatix_


Ich hatte selber mal einen B12 Mangel. Als Erhaltungsdosis bekommen ich jeden Monat 1 Spritze Cyanocobalamin (1000 µg) intramuskulär gespritzt. Das reicht in der Regel völlig aus, wenn der speicher einmal aufgefüllt wurde. Manche bekommen ihre Erhaltungsdosis auch nur alle 3 oder 6 Monate. Das entscheidet aber der Arzt, jenachdem wie das Blutbild ausschaut.

Mehr Spritzen sind jetzt aber nicht ungesund. B12 ist wasserköslich und ein zuviel an dem Vitamin wird einfach wieder über die Nieren ausgeschieden. Aber sich jetzt völlig unnötig viel B12 zuzupumpen muss ja dennoch nicht sein. Geht schließlich irgendwann ins Geld.

aJgnes


Vitamin B12 (wie auch Folsäure) hat einen Effekt auf die Methylierung der DNS – google "Epigenetik", falls Dich das interessiert. Es gibt Daten, die darauf hinweisen, daß ein Zuviel and B12 zu Krebs führen kann.

Bei leeren Speichern braucht man um die 5000 – 6000 Microgramm, um sie afzufüllen dann braucht man eine erhebliche niedrigere Erhaltungsdosis.

Was ist denn die Ursache Deines Mangels?

Folic acid and B12 supplementation was associated with a 21% increased risk for cancer, a 38% increased risk for dying from the disease, and an 18% increase in deaths from all causes.

This finding was mainly driven by an increase in lung cancer incidence among the folic acid and B12-treated patients.

f,iamxma


@ Parvati

Ich hatte selber mal einen B12 Mangel. Als Erhaltungsdosis bekommen ich jeden Monat 1 Spritze Cyanocobalamin (1000 µg) intramuskulär gespritzt. Das reicht in der Regel völlig aus, wenn der speicher einmal aufgefüllt wurde. Manche bekommen ihre Erhaltungsdosis auch nur alle 3 oder 6 Monate. Das entscheidet aber der Arzt, jenachdem wie das Blutbild ausschaut.

Dies war mir bisher auch als die übliche Vorgehensweise bekannt.

@ agnes

Vitamin B12 (wie auch Folsäure) hat einen Effekt auf die Methylierung der DNS – google "Epigenetik", falls Dich das interessiert. Es gibt Daten, die darauf hinweisen, daß ein Zuviel and B12 zu Krebs führen kann.

Leider kenne ich mich mit diesen Zusammenhängen gar nicht aus. Hast Du eine Quelle für Deinen englischen Text?

Jemand anderer hat mir gesagt, es gibt keinen zuverlässigen Nachweis, dass B12 Krebs fördert, sondern Krebspatienten haben oft sogar einen Mangel und werden mit B12 behandelt.

Die Methylierung brauche man, um die Transskription von Genen mit Krebsassoziationen zu verhindern.

Es ist leider sehr schwer, als Laie die "Wahrheit" rauszufinden.

Meine Erkrankung fällt grob zusammengefasst unter die Kategorie "Nitrosativer Stress" – was alles offiziell nicht so richtig anerkannt ist, das weiß ich, möchte ich hier aber nicht zum Thema machen.

Ich bin bei einem darauf spezialisierten Arzt, und die B12-Substitution ist nur ein Teil der Behandlung.

T}ungSuska


Ich denke mir, wenn das B12 schon solange substituiert wurde, das man es noch einmal neu bestimmen sollte, am besten Intrazellulär und im Vollblut. Diese Werte sind Aussagekräftiger als eine normale Blutuntersuchung.

a\gnes


Man kann auch "übermethylieren" , weshalb zum Beispiel in vielen Ländern Massen-Folsäure-Anreicherung von Nahrungsmitteln heiß diskutiert wird.

Was Du von Deinem Arzt erzählst, liest sich so, als ob er "Wissenschaft" a´la Dr. Rath betreibt. Da kann man mit Fakten sowieso nicht argumentieren. Wenn Du an sowas glaubst, wirst Du Dich sicher erstmal besser fühlen.

Einer der besten Leitsätze in der Medizin ist "Dosis facit venenum" – die Dosis macht das Gift. Wenn man normalerweise harmlose Dinge in Unmengen injiziert, sollte man damit rechnen, daß wir dafür nicht ausgelegt sind.

Du hast übrigens nicht die Ursache Deines Mangels erwähnt, die man ja potentiell behandeln könnte.

Zu Literatur ist pubmed eine gute Quelle.

SXelexnt


Bei leeren Speichern braucht man um die 5000 – 6000 Microgramm, um sie afzufüllen dann braucht man eine erhebliche niedrigere Erhaltungsdosis.

Das stimmt, aber von den Spritzen wird deutlich weniger, als 1000 µg aufgenommen, die dort enthalten sind. Kommt drauf an ob sc im oder iv.

Normale Vorgehensweise beim Auffüllen: 16-18 Spritzen 1500 µg Hydroxocobalamin subkutan (8-9 Spritzen intramuskulär) Spritzen. Jede Woche je zwei Injektionen. Danach 2-3 Monate NICHt spritzen und dann Vitamin B12 und Holo-Transcobalamin bestimmen lassen. Danach, wenn alles okay ist, alle 2 Monate 2 Injektionen subkutan a 1500 µg Hydroxocobalamin.

Vor der Blutentnahme darf Vitamin B12 2-3 Monate vorher nicht injitziert worden sein.

Hohe Dosen Vitamin B12 sind im Übrigen nicht schädlich und hilft sogar GEGEN Krebs. Aber solche Mengen i.v. würde ich meiden....!

a#gneRs


Hohe Dosen Vitamin B12 sind im Übrigen nicht schädlich und hilft sogar gegen Krebs

1. bitte belegen

2. in der Krebstherapie werden sehr viele extrem giftge Sachen verwendet

3. Wo geht das B12 hin, das injiziert wird, wenn nicht in den Körper?

_ePar~vati_


@ Selent

Vor der Blutentnahme darf Vitamin B12 2-3 Monate vorher nicht injitziert worden sein.

Wäre bei mir z.B. gar nicht möglich, da sich bei mir nach mind. 2 Monaten wieder Mangelzustände bemerkbar machen würden.

@ agnes

Du hast übrigens nicht die Ursache Deines Mangels erwähnt, die man ja potentiell behandeln könnte.

Es ist zwar besser die Ursache zu kennen, aber gegen die meisten Ursachen die für einen B12 Mangel verantwortlich sind kann man eh nichts machen. Oft ist es daher der Fall, dass man sich ein Leben lang B12 spritzen lassen muss.

_/Parvxati_


3. Wo geht das B12 hin, das injiziert wird, wenn nicht in den Körper?

B12 ist ein wasserlösliches Vitamin. Ein zuviel an diesem Vitamin wird daher in der Regel wieder über die Nieren ausgeschieden. Der Körper nimmt sich da schon, was er braucht und was er eben nicht verwerten und nicht mehr aufnehmen kann, das wird halt wieder ausgespült.

afgnexs


Oft und immer ist nicht dasselbe oder?

Eine der häufigsten Ursachen heutzutage ist die Einnahme von PPIs. Tablette absetzen, B12 ok. Würde ich Spritzen vorziehen.

_)Parv<ati_


Oft und immer ist nicht dasselbe oder?

Nein, deswegen sagte ich ja, dass es durchaus besser ist, die Ursache zu kennen. Wenn man was gegen die Ursache unternehmen kann, dann sollte man dies auch tun.

Eine der häufigsten Ursachen heutzutage ist die Einnahme von PPIs. Tablette absetzen, B12 ok.

Wer auf PPIs angewisen ist, der wird sie nicht so einfach wieder absetzten können. Wie stellst du dir das vor?

a5gnexs


H2 Anatagonisten nehmen? Aufhören zu Rauchen? Abnehmen? Im e-Fall operieren?

PPIs sind böser als man denkt. Sie verursachen Osteoporose.

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