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Einfach zusammengebrochen, was kann das ein?

VUo6lxrath hat die Diskussion gestartet


Hallo Forum,

heute war ich bei uns am Busbahnhof gestanden und plötzlich fiel ein ca 25 jähriger Mann einfach so auf den Boden.

Ich wolle hingehen und schauen, was da passiert war aber mehrere Personen liefen dort hin und legten ihn auf eine Jacke.

Weil es vor einem Geschäft passierte, konnten sie eine Decke herbei holen, es war kalt und er hatte nur ein Tshirt an.

Der Krankenwagen wurde auch gerufen und kam relativ schnell, er wurde dann eingeladen und später in's Krankenhaus gefahren (Er stand ca 15 min da, fuhr dann los)

Ich konnte mir nicht erklären was da los war.

Er lag einfach am Boden und versuchte zu husten.

Sein Brustkorb zitterte stark und als er seitlich lag versuchte er eine Mischung aus Husten, Keuchen und sich übergeben.

Er konnte nicht aufstehen und eigentlich nicht atmen.

Entweder kam er aus dem Laden heraus, oder stand davor.

Ich habe allerdings "komisch" riechenden Rauch gerochen, d.h. er könnte etwas geraucht haben.

Und warum hat der Rettungsdienst ihn gefragt, ob seine Hände kribbeln (kann das sein)?

Vielen Dank falls jmd. weiss was das sein könnte...

Antworten
H4ase


Vielleicht hättest Du dort fragen sollen, so ist das wohl etwas ungenau ;-) Umkippen kann jeder wegen allem möglichen. Außerdem richtig zur Weihnachtszeit eh alles "komisch" nach Räuchermännchen oder was auch immer. Vielleicht hast Du zu viel hinein interpretiert?

KJlein_ewal;dfee


Jeder kann mal umkippen. War auch schon ein paar mal kurz davor. Mich hat ein Busfahrer auch schon mal gefragt ob er ein Arzt rufen soll, weil mir total schwindlig war. Das kann wirklich jedem passieren. Egal aus welchem Grund. Einmal ist es mir passiert, hbae mich mal beim Schlittschuh laufen, violle Kanne aufs Eis gelegt und mich dabei versehentlich auf der hand abgestützt. Das waren richtig üble Schmerzen. So ein freiwilliger Sanitäter hat mich dann vom Eis geholt und dann war Ich weg.

Wer weiß aus welchen Gründen der Mann umgekippt ist. Von normaler Kreislaufschwäche bis hin zu Drogen ist wohl alles dabei.

WFo\lfaganxg


Ein zu hoher Rauschgiftkonsum kann schon zu plötzlichem Zusammenbruch führen.

Ein anderer Grund kann Zuckerkrankheit, Diabetes sein. Das gibt es auch bei jungen Leuten. Wenn dabei etwas schief läuft, dann können diese Menschen blitzartig umkippen und ohnmächtig werden. Husten tun sie dann aber nicht.

HPase


Husten tun sie dann aber nicht.

Vielleicht war er auch erkältet...wer weiß das schon ;-)

V3olraRtxh


Daran dachte ich auch schon...

Naja, einfaches "Umkippen" war das nicht, es sah eher aus als würde der Mann, um es makaber auszudrücken nicht mehr lange macht

SNunflVowerx_73


Es kann zahlreiche Gründe geben: Kreislauf, Epilepsie (das kann dramatisch aussehen), Unterzuckerung, Drogen/Medikamente,... Oder einfach Grippe & Fieber.

Ich bin auch schonmal mit Kreislaufzusammenbruch im Rettungswagen gelandet (und im Krankenhaus). Sieht dramatischer aus, als es ist.

Bzgl. der Frage wg. dem Kribbeln: Evtl. wg. Wirbelsäulenverletzungen... auch falsche Atmung kann Kribbeln in den Fingern auslösen (sog. Hyperventilation).

WMol?fgxang


Ohne zu wissen, was im fraglichen Fall tatsächlich vorlag – zur Kenntnis:

Ein hypoglykämischer Schock entsteht bei Diabetikern durch einen extrem niedrigen Blutzuckerspiegel. Bei dem hypoglykämischen Schock handelt es sich im Fall von Bewusstlosigkeit um ein Koma, das relativ schnell nach den ersten Unterzucker-Symptomen auftreten kann.

Zu einer so starken Unterzuckerung kann es kommen, wenn Insulin oder blutzuckersenkende Medikamente zu stark dosiert werden.

Auch wenn ein Diabetiker zu wenig isst oder zuviel Sport treibt, ohne diese Abweichungen durch geringere Insulin- oder Medikamentengaben auszugleichen, kann es zu einem hypoglykämischen Schock kommen.

Starker Alkoholgenuss kann auch zu einem Unterzucker-Zustand führen, sogar bei Menschen ohne Diabetes. Der Abbau des Alkohols hindert die Leber daran, Glukose (Traubenzucker) zu bilden; es kommt zu einer Hypoglykämie.

Hypoglykämische Zustände verlaufen bei Diabetikern ziemlich schnell. Wenn ein Diabetes-Patient erst einmal bewusstlos ist, besteht akute Lebensgefahr. Hier besteht noch mehr Eile als beim diabetischen Koma (durch Überzucker).

Daher muss ein hypoglykämischer Schock umgehend behandelt werden.

Vorzeichen

Unruhe

Konzentrationsstörungen

Nervosität

Schwindel

Sprachstörungen

Sehstörungen

Wahrnehmungsstörungen

Aggressionsneigung

Panik

Zittern

weiche Knie

Herzklopfen

Kribbeln

Blässe

Heisshunger

Kalte Schweissausbrüche

pelziger Mund

Symptome des Komas

Pulsrasen

Normaler Blutdruck

Feuchte Haut

Manchmal Krampfanfälle

Die Symptome des eigentlichen Komas sind weniger typisch als beim diabetischen Koma (durch Überzucker).

Markanter zur Erkennung, um welches Koma es sich handelt, ist das Vorstadium, das den Betroffenen in relativ kurzer Zeit meistens stark verändert.

Der Betroffene wirkt fahrig, unruhig und manchmal auch aggressiv. Wenn einem solchen Zustand eine Bewusstlosigkeit folgt, handelt es sich bei einem Diabetiker mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit um einen hypoglykämischen Schock.

Behandlung

Am besten behandelt man den hypoglykämischen Schock schon bevor es zur Bewusstlosigkeit kommt.

Dazu muss der Betroffene genötigt werden, etwas Traubenzucker oder ein süsses Getränk zu sich zu nehmen. Manchmal sträubt sich der Betroffene in seiner Panik sogar dagegen, etwas Zuckerreiches zu essen, dann muss man ihm gut zureden.

Ist er erstmal bewusstlos, kann er nichts mehr essen und man sollte ihm auch keine Getränke einflössen. Man kann ihm höchstens ein Stück Traubenzucker zwischen Zähne und Wange stecken, dass sich dann langsam auflöst und zusammen mit dem Speichel automatisch geschluckt wird.

Wenn man entsprechend geschult ist, kann man dem Bewusstlosen eine Spritze mit Glukose oder mit Gukagon geben, die Diabetiker häufig in Notfallsets dabei haben. Eine solche Spritze kann das Leben eines Diabetikers mit hypoglykämischem Schock retten.

Glukagon-Spritzen haben den Vorteil, dass man sie einfach unter die Haut spritzen kann, z.B. in den Oberschenkel. Die Einstichstelle muss nicht desinfiziert werden und man kann sogar durch die Hose spritzen.

Ansonsten bettet man den Bewusstlosen in die stabile Seitenlage und ruft schleunigst einen Notarzt.

Falls der Bewusstlose vor dem eintreffen des Notarztes wieder aufwacht, gibt man ihm zunächst etwas Süsses zu essen oder zu trinken (z.B. Cola) und danach braucht er langsam resorbierbare Kohlenhydrate, z.B. Brot.

Siehe auch:

W(olfgxang


Das Zitat ist aus:

[[http://diabetes.gesund.org/beschwerden/hypoglykaemisches-koma.htm]]

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