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Chronische Müdigkeit, Müdigkeits"anfälle"

b=enutzPer107L4859 hat die Diskussion gestartet


Hallo

Ich habe folgendes Problem:

Seit einiger Zeit (ca. 4 Monate) leide ich (m/21) unter chronischer Müdigkeit. Anfangs war es eher Antriebslosigkeit und leicht Müdigkeit am Tag, jetzt sieht es mittlerweile so aus:

Morgens habe ich extreme Schwierigkeiten aus dem Bett zu kommen. Hab 6 Wecker gestellt, ich lege das Handy auch ganz hoch rauf auf den Kasten, damit ich aufstehen muss. Trotzdem wache ich erst nach dem x-ten Drücken der Schlummertaste auf. Ich gehe sogar extra früh schlafen und habe sogar schon meine Schlafphasen ausgerechnet, sodass meine Wecker während einer Aufwachphase losgehen. Trotzdem keine Veränderung.

Schlafdauer unter der Woche: 7-8h; Schlafdauer am Wochenende: 8-9,5h

Ich schlafe durch und wenn ich müde bin, habe ich auch kaum Einschlafschwierigkeiten.

Morgens bin ich ziemlich kaputt, aber nach einem ergiebigen Frühstück (großer Hunger) und dem Kaffee geht's dann einigermaßen und ich komme ganz gut in Schwung. Allerdings ist ein leichter Kopfschmerz vorhanden.

Nach ca. 1h geht's wieder bergab. Kopfschmerzen, schwere Augenlider, Flimmern vor den Augen (ähnlich wie vor einem Kreislaufkollaps, allerdings ohne den Schwindel und die kalten Hände). Puls normal 60/min, allerdings spüre ich den Herzschlag recht stark in der Herzgegend. Der Kopfschmerz ist diffus, am ehesten in dem Bereich hinter dem linken, manchmal auch hinter dem rechten Auge zu lokalisieren. Er ist erträglich, aber störend.

Bis zum Mittag hin geht's wieder bergauf, ich hab dann meistens auch ziemlichen Hunger (manchmal phasenweise so stark, dass mir fast leicht übel ist).

Nach dem Mittagessen bekomme ich manchmal ein Druckgefühl im Rachen und habe Lust auf Süßes (esse ich dann auch meistens).

In der Mittagspause gehe ich meistens raus an die frische Luft und mache einen Spaziergang. Danach fühle ich mich aber meistens sehr erschöpft. Der diffuse Druck im Kopf ist unangenehm und wieder ist diese Müdigkeit da – wie morgens; schwere Augenlider, flaues Gefühl im Magen, spürbarer Herzschlag.

Hab in einer solchen Phase öfters den Blutdruck gemessen. Immer im (unteren) normalen Bereich, durchschnittswert 117/68 mmhg, Puls ca. 60/min

Nach der Mittagspause ist es also am schlimmsten, da muss ich mich dann meistens hinsetzen und den Kopf senken. Am liebsten würde ich mich natürlich hinlegen.

Irgendwann bessert es sich dann wieder.

Interessanterweise bekomme ich, wenn ich dann heimkomme (ca. halb 5) eine extreme Heißhungerattacke, da esse ich dann Unmengen von Sachen, am liebsten fetthaltig (Käse, Schinken usw.). Glücklicherweise nehme ich nicht so leicht zu. Danach meistens noch etwas Süßes.

Gleichzeitig bin ich auch wieder erschöpft und möchte mich am liebsten niederlegen und schlafen. Da aber auch zu Hause noch einiges zu tun ist, greife ich lieber auf Kaffee zurück und päpple mich damit auf.

Abends esse ich dann meistens auch nochmal eine kleine warme Mahlzeit.

Am Wochenende, wenn ich länger schlafe, habe ich diese Beschwerden vermindert, eher nur morgens. In letzter Zeit treten sie aber sogar am Wochenende untertags auf.

Ich weiß, das alles klingt nach einer furchtbaren Ernährungsweise, aber ich muss dazu erwähnen, dass ich ausreichend Wasser trinke und zumindest die Mittags- und Abendmahlzeiten ausgewogen sind (Salat fast immer, Fleisch ca. 3-4 mal die Woche). Auch Obst esse ich zumindest 1x täglich. Ich trinke sehr selten Alkohol, und wenn, dann nur in kleinen Mengen.

Der Text ist sehr lang, und vielleicht wäre es besser, das meinem Arzt zu erzählen. Das habe ich natürlich schon gemacht, er hat zunächst Blut abgenommen und mir versprochen, mich anzurufen, wenn die Werte da sind. Jetzt ist ein Monat vergangen und ich habe die Werte selbst abgeholt. Auffällig ist lediglich der niedrige Triglycerid-Wert und der etwas erhöhte fT3 Wert (5.7pg).

Bevor ich also wieder meinen Feierabend im Wartezimmer verbringe, würde ich vorher um ein paar Meinungen bitten.

Es gibt nämlich so viele Möglichkeiten, woher das kommen kann. Manches deutet ja auf Blutzuckerschwankungen hin, manches vielleicht auch auf Schilddrüsenunter- bzw. überfunktion.

Genauso kann es auch eine psychische Ursache haben; ich war vor nicht ganz einem Jahr in Behandlung wegen Depressionen, nehme aber derzeit keine Medikamente mehr.

P.S Weiß nicht, ob das relevant ist, aber ich hab mal von einem "Schlafphasen-Syndrom" gehört, also wenn der Schlafzyklus verschoben ist. Tatsache ist, dass ich in meiner Freizeit nie vor Mitternacht schlafen gehe, weil ich einfach nicht früher schlafen gehen will, da ich in der Nacht irgendwie "auflebe".

Vielen Dank schon im Voraus für eure Antworten!

Antworten
t+ufifa:rmi


das chronische müdigkeitssyndrom als symptom kann viele ursachen haben.

z.b. nebennierenschwäche, depression, schwermetallbelastung im körper (stichwort amalgam bzw. ernährung/umweltbelastungen und noch mindestens 100 andere krankheitsbilder.

ob es auch an der schilddrüse (werte) liegen kann, wird dir hoffentlich jemand hier sagen können!

gute besserung! ;-)

b8enutze#r1f748x59


Danke für die schnelle Antwort.

So ist es, die vielen möglichen Ursachen machen es so schwierig und ich weiß nicht so recht, wo ich anfangen soll.

Aber es ist bestimmt sinnvoll, zunächst die am einfachsten auszuschließenden Faktoren zu prüfen, also Schilddrüse und alle Werte die man einfach ermitteln kann. Ich sehe einen Ärztemarathon auf mich zukommen, aber was tut man nicht alles für seine Gesundheit!

lSe Isangx real


Wie hoch ist der TSH?

Ferritin in Ordnung (NICHT Eisen!)?

SWignaIlfarbxe


Hätte auch spontan auf die Schilddrüse getippt. Lass die Werte mal überprüfen. Kann nicht schaden @:)

ZtwacJk44


Das fT3 ist ja hoffentlich nicht der einzige gewmessene SD-Parameter: TSH, fT3, fT4, TPO-AK, Tg-AK und TRAK. Bitte einstellen, sofern vorhanden (zu fT3 und fT4 bitte Referenzbereiche angeben, da Labor-abhängig).

Bel{ume@nyrolf


Hallo,

wenn du so 3-4 Seiten Antworten hast, kannst du dir die Krankheiten aussuchen, in Angst vor dem nahen Ende dein Testament machen, denn lange wirst du bestimmt nicht mehr leben. Schaukel dich nicht zum Hypochonder auf, davon gibt es hier eine Menge, sondern geh zum Arzt, schildere ihm das und der wird eine Lösung mit wissenschaftlicher Grundlage finden. Die Chancen älter zu werden, sind dann gewaltig gestiegen.

In dem Sinne, viel Erfolg :)^

W>ildxkater


Hallo!

Das ist absolut blöd und auch unhöflich die jungen Leute kommen zu Besuch und der Alte schläft ein!!!

Schlafe eigentlich genug, wie es mit dem Tiefschlaf ist ?

MfG gute Besserung

ttu1ffaxrmi


Schaukel dich nicht zum Hypochonder auf,

klar sollte man sich nicht zwanghaft irgendwelche krankheiten einreden, aber wenn man eben doch symptome hat die einem zu schaffen macht, und die nicht so einfach einer spezifischen krankheit zugeordnet werden kann, dann ist klar, dass man alle möglichkeiten ausschöpft und ratschläge annimmt. mir geht es ähnlich. ich wünschte ich wäre hypochonder, aber fakt ist, dass ich chronisch müde und energielos bin. habe probiert mir einzureden, dass dem nicht so ist, aber es hilft nichts! ;-)

W"ild^kaxter


Sicher sollte man sich erstmal an die eigene Nase fassen, sich irgendwas einreden oder in den Foren unendlich suchen, bringt gar nichts!

Wenn ich meine verschiedenen Baustellen sehe sind solche Sachen wie HWS und LWS sicher nie direkt zu vergleichen. Die chronische Nasennebenhöhlenentzündung im Zusammenhang mit dem gutartigen Tumor und der Trigeminusneuralgie genauso. Nimmt man alles zusammen ist es fast hoffnungslos da Licht rein zubringen.

Gute Laune, sich ein wenig auszulauern sich auf den nächsten Tag freuen!!

Bekommt man das verschrieben ":/

- ich spreche jetzt nur für mich -

- das ganze nur als Anregung -

MfG gute Besserung

uQseAr7@27x3


Heißhunger und Müdigkeit sind Symptome von Diabetes, allerdings wäre das wohl bei einem Blutbild aufgefallen.

Müdigkeit und Kopfschmerzen könnten Symptome von einer chronischen Sinusitis sein, gerade dann, wenn die Schmerzen im Bereich des Gesichts auftreten. Dann hättest du aber vermutlich auch weitere Symptome (laufende Nase, Schleim im Rachen, Schmerzen wenn man den Kopf nach vorne beugt etc.)

Was das Schlafphasen-Syndrom angeht: Ich denke, sehr vielen gelingt es nicht (oder nur selten) schon vor Mitternacht einzuschlafen, das würde ich nicht als krankhaft einstufen und ist bestimmt nicht für solche Symptome verantwortlich.

PS: Mir geht es (bis auf den Heißhunger), würde mich freuen wenn du uns des Rätsels Lösung verrätst, wenn es denn dazu kommt.

Teaa|lke


Da der TSH-Wert eindeutig zu hoch ist, stimmt schon mal etwas mit der Schilddrüse nicht, das sollte, wie hier schon geschrieben wurde, als erstes unbedingt näher untersucht werden. Falls es sich um Hashimoto handelt, könnten schon ALLE Symptome hier ihren Grund haben.

bqenutze4r17?48x59


Danke für die Antworten.

Also, ich würde mich nicht als Hypochonder einstufen. Schließlich ist es ja nicht nur ein bisschen Kopfweh, weswegen ich mir Sorgen mache, sondern Symptome, die mir meinen (Berufs-)alltag teilweise erheblich erschweren.

Das mit den Arztbesuchen ist so eine Sache. Die Ordinationszeiten meines Hausarztes lassen sich leider nicht gerade mit den Dienstzeiten eines normal Erwerbstätigen vereinen. Aber irgendwann innerhalb der nächsten 2 Wochen sollte es sich ausgehen. Ich war auch schon im Krankenhaus und hab gefragt, ob sie mich dort ambulant untersuchen können, aber die haben mich wieder zum Hausarzt geschickt.

Daher wollte ich mich einfach vorher schon ein wenig informieren, und dieses Forum bietet ja schließlich die Möglichkeit zum Austausch für Menschen mit ähnlichen Symptomen/Erfahrungen. Sprich: Ich sehe das Forum nicht als Ersatz für einen Arztbesuch, sondern möchte nur schon im Vorhinein Informationen einholen.

Relevante Blutwerte:

freies T3: 5.7 pg/ml

TSH: 1.89 µU/ml

Triglyceride: 62 mg/dl

Blutzucker 85mg/dl

Ferritinwert ist leider nirgends zu finden

TVaaxlke


Sorry, hatte da was falsch gelesen, der fT3-Wert ist erhöht ... hast Du noch die Referenzwerte? (Stehen meist in Klammern dahinter.)

bJenuptzUerx174859


Referenzbereich: 2.6-5.7

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