» »

Meine Mutter wiegt über 200 kg und liegt auf der Intensivstation

m%ausejule. bevttxy hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Leser/innen und Ratgeber/innen,

ich versuch mal zu schildern wie gross mein Päckchen grad ist.

Ich bin 24 Jahre, habe leider gerade meinen Job verloren und in meinem ganzen Leben nie einen besonders guten Draht zu meiner Mutter gehabt. Die letzten 1 1/2 Jahre liefen zum ersten mal richtig gut mit ihr. Sie ist Altenpflegerin gewesen und hat immer Übergewicht gehabt, damit meine ich immer über 150 kg. Sie raucht ohne Ende und die Ernährung ist nicht gut. Sie ist 48 Jahre und hat keine schwerwiegenden Erkrankungen. Sie hat aufgrund von Kortisoneinnahme grosse Wassermengen im Körper, die nicht mehr gut abtranspotiert werden aber sie hat halt so die letzten Jahre vor sich her gelebt....

Am Dienstag erhielt ich eine SMS von ihr Sie sie auf der Intensivstadion. Ich bin am nächsten Tag direkt hingefahren. Sie ist mit Atemnot eingeliefert worden und leider wollte die Atmungsmuskulatur in der Nacht nicht mehr so, so das sie intubiert beatmet wurde. Intubiert vorerst über den Mund und somit ins künstliche Koma gelegt. Sie hielt sich dann zwei Tage ganz gut bei den Werten bis die Niere letzten Freitag nicht mehr so wollte. Auch wenn der Kontakt immer schlecht war, wusste ich immer das sie niemals ein Pflegefall werden wollte und eher die Versorgung ablehnen würde, sie als Altenpflegerin wusste was da auf sie zukommen würde. Am Freitag sollte ich dann unterschreiben einem Luftröhrenschnitt zuzustimmen. Dies musste ich ablehnen, da ich weiss das sie das nie gewollt hätte. Da die Werte nicht gut waren, mussten wir mit den Ärzten entscheiden das keine weiteren lebenserhaltenen Massnahmen durchgeführt werden. Das heisst sobald die Niere komplett versagt würde sie nicht an eine Dialyse angeschlossen werden. Die Ärzte teilten mir auch mit das meine Mutter nicht reanimationsmässig ist aufgrund des Gewichtes. Die Ärzte hatten keine gute Prognose fürs We und ich ging vom sterben aus. Am Montag kam ich ins KH und die Werte hatten sich wohl was gebessert. Der Stadionsarzt bat mich dem Tracheostoma zuzustimmen, da sie noch eine Chance für Mama sehen. Oder zumindest die Chance sehen mit ihr sprechen zu können, was und welche Dinge sie will. Ich stimmte natürlich ein, auch in der Hoffnung sie nochmal zu sprechen. Leider hat sie keine Pat.Verfügung gemacht und somit lastet jede Entscheidung derzeit auf mir.

Die OP war für gestern angesetzt. Ich bekam einen Anruf das aufgrund der anatomischen Gegebenheiten meiner Mutter kein Tracheostoma möglich war. Er sprach von ca 8 cm Gewebe. Hals wieder zugemacht, weiter intubiert beatmet über den Mund und somit weiter im künstlichen Koma. Nun wollen die Ärzte( andere Ärzte, Chirurgen) es morgen nochmal probieren. Aber auch dann sind sie nicht sicher ob es klappt.

Aus medizinischer Sicht ist es nicht möglich, sie aus dem komatösen Zustand rauszuholen, da sie den Schlauch im Mund hat. Wenn ein Tracheostoma nicht geht was dann? Und was ist wenn es geht? Dann fragen sie sie ob sie leben will?

Ich bin der einzige Nachkomme und hab so eine Situation noch nie erlebt. Ich bin medizinisch ein bisschen bewandert aufgrund meiner Ausbildung in der Medizintechnik. Aber ich kann so viel nicht verstehen was da passiert und würde gerne wissen was Sie / Ihr dazu sagt.

Bei einem Gewicht ( Heute 212,5kg) muss man doch wissen das die OP keine zehn Min. dauert und vielleicht die Geräte nicht vorhanden sind um bei einem so dicken Menschen zu operieren.

Es ist noch nichts geregelt mit einem amtlichen Betreuer und ich steh ziemlich im regen....

Erst heisst es, stellen sie sich ein das ihre Mama bald nicht mehr ist, zwei Tage später, bitte schöpfen sie Hoffnung aufgrund des Luftröhrenschnitts, dann zwei Tage später, klappt das Tracheostoma nicht und dann wieder zwei Tage später wollen sich andere Ärzte probieren?

Ich würde mich freuen einfach nen paar Meinungen zu lesen...

Ich weiss nicht mal ob im richtigen Themengebiet bin-.-

Danke schonmal und angenehmen Abend

Betty

Antworten

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Diverse Erkrankungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH