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Brennen beim Wasserlassen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

SEuperEScThnkarcherlxe hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

in meiner Verzweiflung wende ich mich jetzt an euch, in der Hoffung, dass ihr mir helfen könnt.

Wie im Titel schon genannt, habe ich seit Anfang des Jahres Schmerzen beim Wasserlassen und beim Geschlechtsverkehr.

Dem sind in kurzer Folge drei Blasenentzüdnungen sowie eine Streptokkokeninfektion mit sehr langer Antibiotikabehandlung vorausgegangen.

Ich sollte vlt. auch noch erwähnen, dass ich 18 bin und die Pille (Maxim) genommen habe, jetzt nicht mehr, aber das kommt später noch.

Am Anfang waren es nur Schmerzen beim Wasserlassen und dass mein Freund, den ich schon deutlich länger als die Symptome habe, beim Geschlechtsverkehr nicht mehr eindringen konnte, weil alles wie zugeschwollen war. Falls er es doch mal geschafft haben sollte, so war das mit enormen Schmerzen verbunden.

Ich dachte ich hätte wieder eine Blasenentzündung, aber der Arzt konnte keine Bakterien feststellen.

Und so begann die Suche... Der Frauenarzt hat Pilzinfektionen und Clamydien ausgeschlossen, ebenso hat er einen Ultraschall von den Eierstöcken gemacht und nichts gefunden. Das Einzige war ein etwas zu niederer Ph Wert der Scheidenschleimhaut. Dafür hatte er mir dann Kadefungin verschrieben.

Der Urologo hatte im Anschluss einen Ultraschall meiner Blase und Nieren gemacht und nichts feststellen können.

Da mir kein Arzt weiterhelfen konnte, bin ich zur Heilpraktikerin.

Die hat dann festgestellt, dass ich zu viel Eiweiß im Urin habe (komischer Weise ist das keinem der Ärzt aufgefallen, die ja alle den gleichen Test mit diesen Teststreifen gemacht haben) und hat daraus geschlossen, dass ich wohl eine Nierenentzündung habe, da sich die Streptokkoken dort festgesetzt hatten. Haben wir dann auch behandelt, aber besser gings mir immer noch nicht.

Daraufhin bin ich dann nochmal zum Frauenarzt der mir eine Östrogencreme verschrieben hat, aber irgendwie hat die auch nicht geholfen. Und das ich zu trocken bin, hatte weder er noch ich feststellen können.

Nunja, nach all dem, dachte ich mir das mir keiner helfen kann und hoffte, dass es vlt. von selbst wieder besser werden würde.

Das war dann etwa ein viertel Jahr später, also März/April.

Da fing es dann auch an, dass beim Geschlechtsverkehr mein Freund zwar wieder eindringen konnte, es aber trotzdem noch sehr eng war und mir Schmerzen bereitete.

Vor 2 Wochen jetzt war es tatsächlich kurz besser, vlt. eine Woche, sowohl das Brennen beim Wasserlassen als auch beim Geschlechtsverkehr.

Doch dann fings wieder an, nur dass diesmal nicht nur beim Wasserlassen, sondern auch danach es noch brannte, fast durchgehend, aber nicht so schlimm wie bei den Blasenentzündungen. Und auch nicht nur in der Blase und der Harnröhre, sondern der ganze Bereich da unten.

Was mir auch aufgefallen ist, dass es manchmal in meiner Blase brennt und ich das Gefühl hab auf die Toilette zu müssen, obwohl nur ein paar Tropfen kommen, die dann besonders brennen.

Habe jetzt auf eigene Faust beschlossen eine andere Pille auszuprobieren, weil ich das Gefühl hab, dass kein Arzt so wirklich nach mir schaut. Sie schließen das Naheliegenste aus und wenn sie nichts finden, schicken sie mich zu einem anderen Arzt.

Ich nehme jetzt mal versuchsweise die Pille meiner Mutter, Cerazette.

In der Hoffnung, dass ich einen Östrogenmangel habe und deswegen alles da unten ausgetrocknet ist.

Ich habe aber endgültig genug davon, weil ich langsam wirklich psychischen Schaden davon trage, ich denke immer daran, kann nachts nicht einschlafen oder wache auf und muss daran denken und bin den Tränen immer sehr nahe.

Was mir aber am meisten Sorgen bereitet ist, dass mein Freund, möglicherweise, sich das ganze nicht mehr lange mitanschauen wird. Er versichert mir zwar, dass das nicht der Fall ist, aber wer will schon eine Freundin mit der man keinen Sex haben kann?!

Ich werde morgen nochmal einen Termin bei meinem Hausarzt ausmachen und ihm erklären, dass ich erst dann Ruhe gebe, wenn ich unbeschwert durchs Leben gehen kann.

Aber weil ich nicht zu große Hoffnungen in die Ärzt setzte, nachdem sie mir schon die letzten Male nicht weiterhelfen konnte, wollte ich fragen, ob jemand von euch schon ähnliche Probleme hatte oder vlt. eine Idee, was ich haben könnte.

Ich bin für alle Vorschläge offen, die mir auch nur in geringster Weise irgendwie helfen könnten.

Hoffnungsvolle Grüße

Antworten
IOoreTtPh


Fühl dich erstmal gedrückt, ich weiß, wie hart das ist.

Mir ging es praktisch wie dir, nur dass ich 3 Jahre gebraucht hab, bis ich auf die Tipps hier im Forum gehört hab und an die Pille als Auslöser geglaubt habe. Und ich kann nur aus meiner Erfahrung und der einiger anderer hier sprechen: Wechseln der hormonellen Verhütung (ob andere Pille, Nuvaring, Pflaster, Spritze) bringt nichts, wenn die hormonelle Verhütung Schuld ist (und sie ist so verdammt oft Schuld), dann hilft nur Absetzen.

Und das kann ich dir auch nur raten. Ich weiß, es ist immer ein großer Schritt und mir viel es auch sehr schwer, aber teste es einfach mal aus für mindestens drei Monate. Wenn sich dann gar nichts bessert, kannst du ja jederzeit wieder anfangen.

Was mich wundert, ist die Sache mit dem Kadefungin, was eine Pilzcreme ist, die die Vaginalflora nur noch mehr zerstört und den Vaginalbereich reizt, ich hoffe, die nimmst du nicht dauerhaft. Wenn es bei mir in dem Bereich mal wieder brennt, nehme ich "Balance activ", das hilft mir ganz gut und ist in dem Bereich so ziemlich am günstigsten.

SAu)perSchLnarc6herle


Vielen Dank für deine schnelle Antwort :)

bin sehr froh, dass ich da nicht alleine bin.

Habe auch schon etwas in anderen Foren gelesen, aber irgendwie hat das nie so hundertprozentig gepasst.

Trotzdem hab ich mir auch überlegt, die Pille ganz wegzulassen, aber dann hat sich mir die Frage gestellt, wie ich sonst verhüten soll. Kondome gehen schon, vorübergehend, aber auf Dauer finde ich, ist das keine Lösung.

Und als ich dann mal mit meiner Mama über Persona gesprochen hab, hat sie nur ziemlich trocken gemeint, dass ihr Freundin das auch gemacht hat und nach dem zweiten "ungewollten" Kind dann umgestiegen ist.

IRorexth


Ich verhüte seitdem mit Kondomen. Sollte eigtnlich auch nur eine Übergangslösung sein, klappt aber so gut, dass wir dabei geblieben sind.

Auf Persona sollte man sich auch nicht verlassen.

Du kannst dir eine Spirale oder Kupferkette (wirkt wie die Spirale, wird aber in der Gebärmutterschleimhaut verankert, kann deshalb nicht verutschen und ist auch gut für junge Frauen geeignet) legen lassen, dann brauchst du dir die nächsten 4-5 Jahre eine Gedanken mehr um die Verhütung machen :-)

Oder du arbeitest dich in NFP ein, da musst du täglich deine Temperatur messen und den Zervixschleim beobachten, das erfordert etwas Mühe, ist aber sehr zuverlässig.

Aber wie gesagt, teste das erstmal aus, ob es überhaupt an der Pille liegt. Du kannst praktisch sofort aufhören, es ist egal, ob du das mitten in der Packung machst oder nicht. Vll vorher mit den Kondomen probieren, ob euch die Stadardgröße aus der Drogerie passt oder ob ihr was größeres oder kleineres braucht. Ein passendes Kondom verrutscht nämlich nicht und zerreißt eigentlich auch nicht.

_(PJar~vnati_


Trotzdem hab ich mir auch überlegt, die Pille ganz wegzulassen, aber dann hat sich mir die Frage gestellt, wie ich sonst verhüten soll. Kondome gehen schon, vorübergehend, aber auf Dauer finde ich, ist das keine Lösung.

Kondome sind gewöhnungssache. Mein Mann und ich wollten Gummis anfangs auch nur vorrübergehend nutzen, aber wir haben festgestellt, dass wir ganz gut damit klar kommen und jetzt verhüten wir schon 4 Jahre damit.

Es gibt natürlich noch andere hormonfreie Verhütungsmethoden wie z.B. NFP, Kupferkette, Goldlily.

S|uperScmhnaxrcherle


Naja, ich denk mal mit dem Kondomen bin ich etwas vorbelastet, weil ich die mal einen Monat während der ganzen Geschichte genommen hab und es dann fast noch mehr weh tat. Aber ich werd mal meinen Freund vorsichtig drauf ansprechen und es dann ohne Pille versuchen.

Wie lange hat es bei dir gedauert bis du gemerkt hast, dass es besser wird?

Und hattest du davor auch so viel Antibiotika genommen?

_MParv9atix_


Naja, ich denk mal mit dem Kondomen bin ich etwas vorbelastet, weil ich die mal einen Monat während der ganzen Geschichte genommen hab und es dann fast noch mehr weh tat.

Dann warst du wohl zu trocken. Dann reibt das natürlich und dann sollte man auch auf Gleitgel zurückgreifen. Allerdings kann die Trockenheit auch von der Pile kommen. Wenn du die absetzt, könnte sich das dann auch bessern.

S$uperS!chnarcJherle


Also der Schlachtplan sieht jetzt vor, dass ich die Blisterpackung zu Ende nehme, weil das sonst alles noch mehr durcheinander bringt? und danach dann die Pille weglasse.

@ Pravati:

Das Gleitgel dann eher aus der Apotheke holen, also kein so 0815?

Hab mir mal eine Theorie zusammengebastelt, weil ich es hilfreiche finde, eine Ursache zu wissen. Das beruhigt einen ein bisschen, sodass man sich nicht mehr so hilflos fühlt.

Bin Vorallem darauf gekommen, weil ich häufig beim Suchen auf Östrogenmangel in den Wechseljahren gestoßen bin, wobei das bei mir ja eher weniger zutreffen kann.

[[http://www.kade.de/indikationsgebiete/gynaekologie/hormonmangel/]]

Zu meiner Überlegung: Durch die Pille ist der Östrogenspiegel schon tendenziell zu nieder und die Blasen- und Vaginalschleimhaut nicht mehr tadellos. Das ganze Antibiotika zerstört die dann die eh schon geschwächte Blasen- und Vaginalschleimhäute gänzlich.

Weil der Östrogenspiegel ja aber zu nieder ist, wird sie dann nicht mehr aufgebaut.

Sprich die Symptome entstehen.

Lässt man dann die Pille weg und unterstützt den Aufbau der Schleimhäute, müssten, wenn sie dann wieder aufgebaut ist, die Symptome verschwunden sein.

Oder nicht?

SZupeirSchn?archxerle


Verzeihung, Parvati :)

_NPa(rvatQix_


Das Gleitgel dann eher aus der Apotheke holen, also kein so 0815?

Ich kenne mich nicht aus mit Gleitgels und kann dir jetzt auch nicht sagen, was gut und was schlecht ist.

I;oretxh


Zu meiner Überlegung: Durch die Pille ist der Östrogenspiegel schon tendenziell zu nieder und die Blasen- und Vaginalschleimhaut nicht mehr tadellos. Das ganze Antibiotika zerstört die dann die eh schon geschwächte Blasen- und Vaginalschleimhäute gänzlich.

Weil der Östrogenspiegel ja aber zu nieder ist, wird sie dann nicht mehr aufgebaut.

Sprich die Symptome entstehen.

Lässt man dann die Pille weg und unterstützt den Aufbau der Schleimhäute, müssten, wenn sie dann wieder aufgebaut ist, die Symptome verschwunden sein.

Oder nicht?

So seh ich das zumindest :-)

Ich nehme [[http://www.durex.com/de-de/sensilube/Pages/Default.aspx Sensilube]] als Gleitgel, das gab es zumindest bis vor Kurzem noch in der Drogerie. Jetzt hab ichs da nicht mehr gesehen. Kann man aber auch in Onlineapotheken bestellen. Am besten nichts parfumiertes nehmen

Keimb&a1x10


Die Disskusion ist schon ziemlich alt, aber das was ihr Berichtet kommt mir alles ziemlich bekannt vor. Hatte mitte letzten Jahres auch eine Blasenentzündung und habe daraufhin zeimlich lange Antibiotika nehmen müssen. danach hatte ich ein ständiges Brennen in der Harnröhre und auch durch Trockenheit bedingte Schmerzen beim Sex.

Kein Arzt konnte so richtig weiterhelfen. Ich war beim Frauenarzt, Urologen und auch Nierenarzt.

Das Ganze ging schon ziemlich auf die Psyche.

Erst als ich dann im Dezenber 2015 die Pille nach 5 1/2 Jahren abgesetzt habe, wurden meine Beschwerden nach ca. 6 Wochen langsam besser. Jetzt nach 6 Monaten ohne Pille sind meine Beschwerden so gut wie verschwunden. Hin und wieder habe ich noch ein leichtes Ziehen, das aber nur wenige Stunden anhält. Ich denke das wird auchnoch verschwinden.

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