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Inkontinenz nach Alkoholkonsum

p&ossiboly-maxybe hat die Diskussion gestartet


Ein freundliches Hallo an alle :)

Vor ein paar Wochen hat sich ein guter Freund an mich gewandt. Es hat ihn große Überwindung gekostet und ich würde ihm gerne irgendwie helfen, also wende ich mich mal hier an euch.

Und zwar ist es so, dass er wenn er Alkohol trinkt (und damit meine ich nicht betrinkt!) nachts nicht wach wird, wenn er auf Toilette muss und somit ins Bett macht.

Es belastet ihn wirklich sehr, es beeinflusst sein Selbstbewusstsein und auch irgendwo etwas seine Lebensqualität, da er sich aufgrund dieses Problems nicht traut bei Freunden zu übernachten.

Woher kommt denn sowas? Er denkt, dass er vielleicht irgendein körperliches/organisches Problem haben könnte.. ich weiß es nicht.

Ich trinke selbst kein Alkohol und habe absolut keine Ahnung, wie er sich auf den Körper auswirken kann.

Er traut sich nicht zum Arzt zu gehen, weil er selbst schon in einigen Foren recherschiert hat und dort die meisten sofort als Alkoholiker abgestempelt wurden.

Ich kenne ihn und ich weiß mit Sicherheit, dass er kein Alkoholproblem hat.

Könnt ihr mir bzw. ihm irgendwas raten?

Wäre sehr dankbar über Antworten :)

Antworten
RdebelEuKtioxn


Also, erstmal finde ich, dass es keinen Grund gibt, wegen eines Problems nicht zum Arzt zu gehen, weder mit einem "klassischen" Alkoholproblem, noch mit dieser etwas spezielleren Schwierigkeit. Und ich sehe auch keinen Grund, warum er seinem Arzt nicht glaubhaft machen sollen könnte, dass er kein Alkoholiker ist. Natürlich kennt man das Problem sich nach Alkoholverzehr einzunässen sonst nur im Zusammenhang mit "Licht aus"-Saufen. Aber Alkohol wirkt bei jedem anders – ich hatte z.B. trotz einiger heftigerer Erfahrungen mit Alkohol noch nie ein Kontinenzproblem, höchstens im Sprachzentrum im Hirn ;-) Ich würde in seinem Fall aber auch nicht ausschließen, dass er ein psychisches Problem hat, was zu diesem Symptom führt. Vielleicht hatte er ja tatsächlich mal ein "zu viel gesoffen und dann eingenässt"-Erlebnis, was sich nun unbewusst bei Kontakt mit Alkohol immer wieder bemerkbar macht, bzw. dass er irgendwie Angst davor hat, es könnte sich so wiederholen und es wiederholt sich dadurch nun auch nach kleinen Mengen Alkohol. Reine Spekulation – ich finde, er sollte den Mut haben, zum Arzt zu gehen. Und er soll vor dem Termin beim Arzt keine Angst haben – der Arzt will Geld verdienen und kann es sich nicht leisten, seine Patienten auszulachen ;-)

Wdolfga$nxg


Ein Alkoholproblem ist eine Krankheit, die dringend in ärztliche Behandlung gehört. Ob ein Alkoholproblem vorliegt kann man ziemlich einfach und sicher an Hand der Blut- und Leberwerte feststellen. Gesundheitliche Probleme können durchaus schon vorliegen, ehe der Betroffene durch "Dauersuff" auffällig wird.

Inkontinenz muss aber keineswegs damit zusammenhängen. Der geeignete Ansprechpartner für derartige Probleme ist der Urologe.

Übrigens: Laut Statistiken leiden etwa 5 % der erwachsenen Bevölkerung unter diesem Problem, duchaus ein Problem, wenn du in Hotelbetten schläfst, die beinahe täglich neue Gäste haben...

t`atuxa


Und zwar ist es so, dass er wenn er Alkohol trinkt (und damit meine ich nicht betrinkt!) nachts nicht wach wird, wenn er auf Toilette muss und somit ins Bett macht.

Es belastet ihn wirklich sehr, es beeinflusst sein Selbstbewusstsein und auch irgendwo etwas seine Lebensqualität, da er sich aufgrund dieses Problems nicht traut bei Freunden zu übernachten.

Wenn ich das Problem hätte, würde ich einfach auf Alkohol verzichten, wenn ich übernachten will.

Ich kann auch so gut wie nie Alkohol trinken, weil ich mein Auto brauche, um von einer Party /Freunden zurückzukommen und zudem Dauermedikamente nehme, die zumindest problematisch sind in Kombi mit Alkohol.

Die (für mich einfache) Lösung... ich trinke keinen.

Wenn dein Freund so unter der Situation leidet, ist das vielleicht die Lösung – wenn es für ihn undenkbar ist, dann ist der Alkoholkonsum vielleicht doch nicht so unproblematisch.

L@i_m3eXs6x9


Meine Meinung dazu, wobei ich nicht behaupte, Recht zu haben. Ich könnte mir vorstellen, dass dein Freund, auch wenn er nur geringe Mengen Alkohol zu sich genommen hat, besonders tief und fest schläft und schlicht und einfach den Harndrang nicht spürt.

Einen Urologen zu konsultieren ist sicher kein Fehler, vielleicht liegt doch eine gewisse Blasenschwäche vor, die dein Freund, wenn er eben nicht so tief und fest schläft, besser unter Kontrolle hat. Wenn der Urologe auch keinen Rat weiss, bliebt eigentlich wirklich nur Alkohol-Abstinenz, zumindest wenn er auswärts übernachtet.

Alle Gute,

Limes

pzosRsUibly-mGayxbe


Vielen Dank für eure Beiträge! :)

Denke auch es wird am Besten sein, wenn er wirklich zuerst mal einen Urologen aufsucht.

Auch wenn dieser nichts findet, weiß er dann wenigstens, dass es wohl keine körperlichen Ursachen hat.

Auch den psychologischen Aspekt, der hier genannt wurde, fand ich hilfreich. Vielleicht wäre das dann das nächste was man untersuchen sollte, falls ein Urologe nichts findet.

Natürlich hab ich ihm auch gesagt, dass er doch bei Freunden übernachten kann und dann eben nichts trinkt. Man kann auf Partys auch Spaß ohne Alkohol haben.

Naja, er meinte dann, dass aber ja alle anderen dort trinken und es für ihn dann irgendwann nicht mehr so toll dort wäre, wenn er als einziger noch nüchtern ist und alle anderen um ihn deutlich angeheitert durch den Alkohol.

Mag er irgendwo auch Recht haben, ich merke es selbst, wenn ich mit meiner besten Freundin abends unterwegs bin, wird sie je später der Abend wird auch immer betrunkener und irgendwann ist es dann für mich natürlich auch eher nervig als spaßig. Betrunkene entwickeln ja oft auch ihren ganz eigenen albernen Humor. Ab einem gewissen Punkt geh ich dann eben nach Hause.

Und so würde das dann für ihn mit seinen Freunden auch sein.

Ich verstehe auch nicht wirklich, wieso man unbedingt immer Alkohol trinken muss, wenn man feiert, da ich zu behaupten wage, dass ich ohne Alkohol intus mindestens genauso viel Spaß habe, wie durch den Alkohol angeheiterte Leute.

Aber da ich aus gesundheitlichen Gründen überhaupt gar keinen Alkohol trinken darf, denke ich auch immer es bringt eh nichts wenn ich den Leuten sowas sage.. die denken sich dann eben, "die kennts ja eh nicht anders" Mag sein, aber wenn ich sehe was Alkohol mit/aus manchen Leuten macht, denke ich, dass ich diese Einstellung auch ohne meine Krankheit hätte.

Naja, ich schweife aus. Das hilft ihm ja auch nicht. Ohne triftige Begründung wird er seine Freunde nicht plötzlich davon überzeugen können auch mal ohne Alkohol zu feiern.

Er wäre zum Beispiel gerne mit ihnen aufs Oktoberfest gefahren, aber aufgrund seines Problems verzichtet er nun darauf. Natürlich könnte er einfach mitfahren und nix trinken.

Aber da verstehe ich ihn schon.. wie viel Spaß hat man denn nüchtern auf dem Oktoberfest umgeben von einem Haufen Betrunkener?!

R$ebe)lutxion


Über welche Alkoholmenge sprechen wir bei ihm denn, wo's dann kritisch wird? So wie du das schilderst ("wenn er als einziger noch nüchtern ist und alle anderen um ihn deutlich angeheitert durch den Alkohol") klingt das schon eher nach "gut was weghauen" als nach gemütlichen 2-3 Bierchen mit Freunden. Mir wäre sein Problem offengestanden auch sehr unangenehm, wenn er tatsächlich nach gemütlichen 2-3 Bierchen dann Kontinenzprobleme hätte. Aber wenn's hier eben tatsächlich um kleinere Saufgelage geht, dann kann ich durchaus verstehen, dass seine Blase eben auch nicht alles mitmacht. Und ich bezweifel dann auch, dass es dafür medizinische Abhilfe gibt, abgesehen von nix saufen.

tsatFua


Mag er irgendwo auch Recht haben, ich merke es selbst, wenn ich mit meiner besten Freundin abends unterwegs bin, wird sie je später der Abend wird auch immer betrunkener und irgendwann ist es dann für mich natürlich auch eher nervig als spaßig. Betrunkene entwickeln ja oft auch ihren ganz eigenen albernen Humor. Ab einem gewissen Punkt geh ich dann eben nach Hause.

Das ist schon auch zu verstehen.

Wenn es medizinisch nicht zu klären geht fallen mir noch zwei Sachen ein – wenn es von der Trinkmenge abhängig ist, wäre es ja einen Versuch wert, ob er schon mitfeiert, aber eben sehr massvoll trinkt.

Müsste er mal zuhause ausprobieren, ob es eine sichere Menge Alkohol gibt.

Und wenn das nicht der Fall ist... wo schläft er da denn bei seinen Freunden? Sofa, Luftmatratze oder hat er ein Gästezimmer für sich allein?

In dem Fall würde ich mal so eine Erwachsenenwindel antesten. Klingt fürchterlich – ist aber garantiert angenehmer als ein durchgeweichtes Bett..auch zuhause denke ich. Vor allem kann er dass Ding morgens in eine Plastiktüte entsorgen und es entsteht keine peinliche Situation. :-)

p-ossib!ly-mkaybbe


Er meint es wäre unabhängig davon wie viel er trinkt. Wie gesagt, ich rede hier nicht von regelmäßigem Betrinken.

Das mit der Luftmatraze macht er zu Hause auch schon. Ist ja doch leichter und hygienischer als jedes Mal das Bett durchzunässen.

Bei Freunden würde er wohl auf dem Sofa schlafen.. er hat eben große Angst, dass es irgendwie jemand mitbekommen könnte..

Danke auf jeden Fall für eure Antworten! :)

ROebel/ution


Vielleicht könnte er sich ja alle paar Stunden den Wecker stellen und einfach auf's Klo gehen. Wenn die Blase schon mal leer ist, dürfte auch das Inkontinenzproblem ein kleineres sein.

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