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Ekel vor Essen und Trinken

Wxinte@r2wind hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Seit einigen Monaten habe ich einen Ekel vor Speisen und Getränken jeglicher Art. Ich war zwar noch nie ein begeisterter Esser, habe mich aber doch immer sehr gesund und ausgewogen ernährt und es gab doch auch immer Gerichte, die ich gerne aß (z.B. Gemüse, Obst und Vollkornreis). Nun überkommt mich jedoch schon beim Anblick oder Geruch von Essen und Trinken Übelkeit und ein starker Würgereiz. Manchmal denke ich mir: "Du könntest doch heute mal xy essen; das hat dir immer so gut geschmeckt", aber wenn ich es dann zubereitet habe, würde ich es am liebsten wegwerfen (was ich natürlich nicht tue; ich zwinge es dann trotz des Ekels in mich hinein). Wenn ich es dann gegessen habe, bekomme ich oft Durchfall und Sodbrennen.

Die einzigen Dinge, vor denen ich keinen Ekel empfinde, sind Kartoffeln, gekochte Karotten, Karottensaft und Rotbuschtee. Seltsamerweise alles Dinge, die ich früher nicht besonders mochte. ???

Zuerst dachte ich an eine Unverträglichkeit, aber ich weiß nicht, gegen was. Ich esse keine Milchprodukte, keine Fertiggerichte, kein Fleisch, keinen Zucker, kein Brot und – bis auf ein winziges Stück Banane am Morgen – fast kein Obst mehr. Also kann ich eine Laktose-/Fruktoseintoleranz ausschließen. Eine Sprue habe ich auch nicht (war gerade erst bei der Gastroskopie). Mein Magen ist gesund und meine Blutwerte sind bis auf einen leichten Eisenmangel, den ich seit ca. 12 Jahren habe, eher normal. Auf Morbus Crohn wurde ich auch schon untersucht. Ich habe aber auch keine Bauchschmerzen.

Am liebsten würde ich gar nichts mehr essen, aber das geht ja nicht...

Habt ihr vielleicht einen Tipp für mich? Ich weiß nicht mehr, was ich noch tun kann... :°(

Antworten
JZuli8anxia


Hmm... eine lange Liste von Dingen, die du nicht ißt. Kannst du vielleicht mal umgekehrt eine Positiv-Liste schreiben? Was ißt du denn noch?

ein winziges Stück Banane am Morgen

winziges

Darf ich mal fragen, wieviel du wiegst und wie groß du bist?

WZinterZwixnd


Ich esse nicht nur das winzige Stück Banane am Morgen. Damit wollte ich nur verdeutlichen, dass ich keine Fruktoseintoleranz habe. ;-D

Wie gesagt versuche ich trotzdem immer alles zu essen, was ich mir koche, auch wenn es mich ekelt und ich denke, dass es gleich wieder hochkommt.

Also ein typischer Ess-Tag ist für mich:

MORGENS: zwei Teller Haferflocken mit Reismilch und "Bananeneis" (Sojajoghurt püriert mit gefrorener Banane)

MITTAGS: Bratkartoffeln mit Karotten und Lachs (igitt!)

NACHMITTAGS: Kakao mit Reismilch, Nüsse, Karottensaft

ABENDS: Hirse mit Gemüse, Sojajoghurt

Ich wiege zur Zeit ca. 49kg und bin 1.79 groß. Also viel zu wenig. Aber ich kann mit Gewissheit sagen, dass mein Ekel vor dem Essen nicht mit einer Angst vor dem Zunehmen in Verbindung steht. Eher mit einer Angst vor dem Durchfall. Mir fiel auch gerade beim Schreiben auf, dass alles, vor dem ich mich nicht ekele, stopft...

J3uliaNnia


Also... ich weiß nicht, woran deine Durchfälle liegen.

Zum Ekel kann ich dir aber sagen, daß du dir gerade fleißig ein ganzes Büschel an Nahrungsmittelaversionen dadurch heranzüchtest, daß du immer eisern aufißt, was du dir gekocht hast, obwohl du davon momentan Durchfälle oder Magenprobleme bekommst. Wenn die organische Ursache hoffentlich mal von einem Arzt gefunden und beseitigt wird, wird dich dennoch noch lange danach beim Anblick dieser reingewürgten Nahrungsmittel das Ekelgefühl überfallen.

gHauluoise


Du suchst hier einen Grund, warum du dich vor dem Essen ekelst. Es gibt keinen medizinischen. Angst vor Essen, Ekel vor Essen ist immer eine Verweigerung. Dein Gewicht spricht Bände. Ich hoffe, du bist in therapeutischer Behandlung.

Wli@nterNwxind


@ Juliania:

Aber ich kann ja nicht nur Kartoffeln und Karotten essen, bis ich herausgefunden habe, woher die Durchfälle kommen. Bis dahin hätte dann wahrscheinlich noch andere Probleme... ":/

@ gauloise

Zu sagen "Ich habe keine Essstörung. Das weiß ich und das wissen auch die Personen, die immer um mich herum sind", würde wohl nichts bringen, da du es nicht glauben wirst. Denn leider ist das nicht nur die Antwort, die eine essgestörte Person geben würde, die die Augen vor der Wahrheit verschließt, sondern auch die einer gesunden Person. Naja, macht nichts...

Und nein, ich bin nicht in therapeutischer Behandlung. Ich bin wegen einer (körperlichen ;-) ) Erkrankung ans Haus gebunden.

aodd@1


Schaufele Unmengen an Haferflocken ein, davon bekommst du mit absloluter Sicherheit keinen Durchfall und du bekommst genug Kalorien.

W(inIterwinxd


@ add1

Werde ich mal versuchen. Haferflocken zum Frühstück, als Nachtisch und als Nachtsnack... hihi ;-D

PLfiffezrl>ixng


Aber ich kann ja nicht nur Kartoffeln und Karotten essen, bis ich herausgefunden habe, woher die Durchfälle kommen. Bis dahin hätte dann wahrscheinlich noch andere Probleme...

Doch, kannst du. Das solltest du sicher nicht über Jahre hinweg durchziehen, aber prinzipiell tust du deinem Körper mit unverträglichen Nahrungsmitteln mehr böse Sachen an, als mit einseitiger Ernährung. Wenn du Unverträgliches isst, belastest du deinen Körper noch zusätzlich mit der Aufgabe, das eklige Zeug wieder loszuwerden und dabei hat er vermutlich eh schon genug damit zu tun, irgendwie an genug Nährstoffe zu kommen.

Wenn du also kannst, wirf alles über Bord, was du über gesunde Mischkost weißt und versuch mal, nur auf deinen Bauch zu hören. Nimm Grundnahrungsmittel wie Reis, Kartoffeln, Salz, Öl, Butter und setz dich hin, riech in Ruhe daran, lass sie auch ruhig mal ein Stück im Mund (ohne Kauen) und schau, was passiert. Stellt sich ein bitterer Geschmack ein oder ein Ekel, dann lass es weg. Du kansnt das auch mit Obst und Gemüse versuchen, aber das ist "gefährlicher", weil es für mehr Unverträglichkeiten in Frage kommt.

Und dann würde ich mal schauen, ob du Anhaltspunkte für eine Histaminintoleranz findest. Das ist kein sehr hübsches Problem, aber es würde die vielfachen Abneigungen erklären. Tee zum Beispiel verhindert, dass Histamin im Körper zerlegt wird und Schaden anrichtet, es könnte also sein, dass du deshalb darauf stehst. Karotten und Kartoffeln enthalten kein Histamin.

Darf ich fragen, was die körperliche Erkrankung ist? Kann es damit was zu tun haben?

pShilx0mena


Am liebsten würde ich gar nichts mehr essen, aber das geht ja nicht.

Dieser Satz stimmt mich nachdenklich und ich kann nicht anders, als gauloises Beitrag abnicken.

Ich esse keine Milchprodukte, keine Fertiggerichte, kein Fleisch, keinen Zucker, kein Brot und – bis auf ein winziges Stück Banane am Morgen – fast kein Obst mehr.

Warum schränkst du dich selbst so ein? Kann es sein, dass Essen, aus welchen Gründen auch immer, ein zunehmend großes Thema in deinem Leben ist?

Ich persönlich denke nicht, dass man so massiven vor diversen Lebensmitteln eine rein körperliche Ursache hat. Was sagt denn dein Hausarzt dazu?

P`fiffe$rlixng


Und um das mit dem Histamin mal weiterzutreiben:

MORGENS: zwei Teller Haferflocken mit Reismilch und "Bananeneis" (Sojajoghurt püriert mit gefrorener Banane)

MITTAGS: Bratkartoffeln mit Karotten und Lachs (igitt!)

NACHMITTAGS: Kakao mit Reismilch, Nüsse, Karottensaft

ABENDS: Hirse mit Gemüse, Sojajoghurt

Hafer enthält kein Histamin, Banane schon, Sojabohnen auch, ebenso wie Lachs. Reis ist prinzipiell verträglich, aber ich weiß nicht wie das bei dem Verarbeitungsgrad aussieht. Bei Nüssen wären Walnüsse und Cashews "verdächtig", Kakao ist histaminhaltig, Hirse nicht. Bei "Gemüse" kommts drauf an.

Keine Ahnung ob dir das hilft, aber ich wüsch dir auf jeden Fall schnelle Besserung :)* .

PCfiffer{ling


Ich persönlich denke nicht, dass man so massiven vor diversen Lebensmitteln eine rein körperliche Ursache hat. Was sagt denn dein Hausarzt dazu?

Doch, ehrlich, das geht. Also, dennoch sollte man in Richtung Essstörung mal schauen, aber es gibt so ungünstige Kombinationen von Unverträglichkeiten, dass es auf sehr wenige Lebensmittel hinausläuft. Vor allem, wenn man nicht von diesen Unverträglichkeiten weiß und die Verdauung ständig überfordert. Manchmal legt sich einiges nach einer gewissen Schonzeit wieder.

Pyfiffe;rling


Oh und sorry, ich hör gleich wieder auf mir selbst zu antworten aber eine Frage habe ich noch: ekelst du dich auch vor Wasser? Wenn ja, welche Art Wasser trinkst du?

Waint<erwxind


Oh und sorry, ich hör gleich wieder auf mir selbst zu antworten aber eine Frage habe ich noch: ekelst du dich auch vor Wasser? Wenn ja, welche Art Wasser trinkst du?

Vor kaltem und gekauften. Ich trinke immer heißes Leitungswasser. Das schmeckt nicht so "weich" wie gekauftes.

Darf ich fragen, was die körperliche Erkrankung ist? Kann es damit was zu tun haben?

Mit meiner Grunderkrankung (hirnorganisch) hat es definitiv nichts zu tun. Aber ich bekomme nächste Woche die Befunde zu einer möglichen "Zusatzerkrankung" (-> Morbus Addison; wurde getestet,weil sich meine Haut und die Schleimhäute braun färben), die auch Durchfall auslösen kann.

Ich habe mich auf Geheiß meines Arztes hin mal zwei Wochen lang nur von der Noroschen Karottensuppe, Salzkartoffeln und Reis ernährt. Hat zwar den Ekel bekämpft, den Durchfall aber nicht wirklich. Trotzdem fühle ich mich damit irgendwie "sicherer". Ich denke dann, wenn es auch nicht hilft, aggraviert es zumindest nicht...

Pjfifferxling


Vor kaltem und gekauften. Ich trinke immer heißes Leitungswasser. Das schmeckt nicht so "weich" wie gekauftes.

Hmm...Wasser hat ja Geschmack, durch die verschiedenen Mineralstoffzusammensetzungen. Wohnst du in einer Gegend mit weichem Wasser? Du könntest dich mal im Supermarkt nach einem Wasser mit besonders hohem Mineralgehalt umsehen (auf keinen Fall irgendwas natriumarmes und auch sonst kein "Schonwasser") und gucken, ob dir das besser schmeckt. Und wenns dich davon dann richtig schlimm ekelt, dann schau mal in die andere Richtung, also sehr reines Wasser.

Ich habe mich auf Geheiß meines Arztes hin mal zwei Wochen lang nur von der Noroschen Karottensuppe, Salzkartoffeln und Reis ernährt. Hat zwar den Ekel bekämpft, den Durchfall aber nicht wirklich.

Na ja, manchmal dauert das einfach eine Weile. Oder im Kochwasser waren Stoffe, die dein Körper nicht verarbeiten kann. Oder eines der Dinge war halt doch nicht richtig verträglich.

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