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Eiseninfusionen: Wer kann mir Fragen beantworten?

eBlliza*betta hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben!

Nach diversen Beiträgen hier bzgl. meines Eisenmangels habe ich nun einen neuen Thread eröffnet, das es sich explizit um Eiseninfusionen handelt.

Da das Neuland für mich ist und ich mich so gar nicht auskenne (die Ärzte nehmen sich nicht unbedingt Zeit etwas zu erklären) frage ich Euch.

Kurz zu mir.

Ich habe schon immer einen sehr niedrigen Ferritinwert gehabt. Jahrelang hat das kein Arzt wahr genommen, da sie nur den Eisenwert für wichtig erachteten.

Da ich nun seit mehr als 2 Monaten an einer Colitis leide hat sich das ganze natürlich verschlimmert.

Meine neuesten Werte sind schlimm. eisen 38 (knapp in der Norm), Ferritin 12 , Transferrinsättigung 9% (ab 16 wärs normal), Transferrin 308 (also im höheren Bereich, was ja so viel ich weiß den Eisenmangel nur bestätigt)

.

Hämoglobin war letztens bei 12 und das Hämokrit unter der Grenze.

Was mir Sorgen macht ist die Transferrinsättigung. :-( Wieso ist die dieses Mal so niedrig? Selbst als mein Ferrtinwert einaml 5 betrug, betrug die Sättigung trotzdem mindestens 16%.

Was bedeutet dieser ZU niedrige Wert?

Da ich Eisentabletten wegen der Colitis schwer nehmen kann bot mir ein KH an mir Eiseninfusionen zu geben. Ich solle einfach vorbeikommen mit der Ambulanzkarte.

Das hört sich ehe nach Massenabfertigung an, und nicht danach, dass man sich mit meinen Werten wirklich auseinandergesetzt ":/

Wie laufen diese Infusionen ab, wie viele brauche ich, bis alle Werte normal sind?

Wie lange bleiben sie normal?

Lg

Antworten
HKinatxa


Also dass Tabletten bei einer Colitis nicht zielführend sind, ist richtig – so kann das Eisen a) nicht genügend aufgenommen werden, b) ist es schon bei normal gesunden nicht immer gut verträglich und c) würde es mit Tabletten viel zu lange dauern bis die Werte wiede rin Ordnung sind.

Die Eiseninfusionen sind an sich nicht schlimm, es sind auch keine großen Infusionen – ich meine mich erinnern zu können dass das 50 oder 100 ml sind.

Pro Woche kann man bis zu 500mg Eisen geben – meistens reicht eine einzige Infusion nicht aus, sondern du musst öfter hin. Eine Freundin von mir hat 2x wöchtentlich eine Infusion bekommen für ca 3 Wochen. Danach wurden Werte kontrolliert und je nachdem wies aussah wurde sie wieder zur Kontrolle bestellt.

Dauern tut das nicht sehr lange, meistens ist das innerhalb einer Stunde erledigt. Man bleibt halt unter Aufsicht, da manche Personen starke Reaktionen zeigen können.

Hoffe, das hilft dir einigermaßen weiter :) Gute Besserung.

Scunfl&owerA_7x3


Zu den detaillierten Blutwerten kann ich nichts sagen.

Bei mir krachen Hämoglobin und Ferritin immer in den Keller (Rekord: Ferritin von 5). Um die anderen Details kümmere ich mich nicht weiter, meine HÄ beruhigt mich da auch. Außerdem unterliegen manche Werte einfach auch täglichen Schwankungen.

Ich bekomme je nach Höhe der Werte halt immer wieder Infusionen mit Ferrlecit. Wird in 200ml Kochsalzlösung gegeben, anfangs lief die Infusion 40 Minuten (langsam halt, wg. möglicher allergischer Reaktion). Nachdem klar war, dass ich das Zeug problemlos vertrage (bekomme nur leichtes Wärmegefühl im Kopf kurz danach) läuft die jetzt auch in 20 Minuten durch.

Spiele das Spiel seit 3 Jahren, immer 6-12 Infusionen in 3-12 Wochen. Dann sind die Werte gut, wir kontrollieren – und wenn sie absacken gibt's wieder Infusion.

Das Auf und Ab nervt, aber meine KK zahlt die Infusionen leider nur bei schlechten Werten... Überlege momentan, das Medikament auf Privatrezept selber zu holen und so den Wert konstant hoch zu halten. Tabletten vertrage ich kaum – und nehme auch kaum Eisen aus Tabletten auf.

SgunGfloweur_7x3


Achja:

Bei meinem Ferritign von 5 brauchte ich 6 Infusionen, bis er bei 37 lag. Die wurden damals innerhalb von 3 Wochen gegeben. Der schnelle Anstieg ist ein echter Vorteile, v.a. wenn die Werte wirklich im Keller sind.

Und es ist auch kein großer Akt; bei mir legen die Mitarbeiterinnen meiner HÄ die Infusionen. Das mache ich wirklich "im Vorbeigehen". Anfangs musste ein eine Stunde rechnen (s.o.), aber mittlerweile geht es schneller.

e:llizabxetta


Danke Hinata für den ersten Input!

Ich stimme dir zu, ich habe schon einmal 2-3 Monate Eisentabl. genommen und das Ferritin stieg gerade einmal von 15 auf läppische 31. Das war aber noch als mein Darm gesund war.

Jetzt ist das nicht mehr möglich.

Stimmt es, dass Eiseninfusionen manchmal gefählich sein können, ich habe da etwas von Eisenvergiftung gehört ":/ Und dass das der Grund sein soll, wieso sich viele Ärzte gegen die Infusionen wehren und orale Einnahme vorziehen :-/

Wenn das so ist...könnten meine Werte in weniger als 1 Monat normal sein?

Ist es von Person zu Person verschieden oder gibt es einen Durchschnitt wie lange die Werte gut bleiben bis sie wieder zu sinken beginnen?

e>llMiza>bettxa


@ sunflower

Hast du Nebenwirkungen von den Infusionen? Und geht es dir danach wirklich gut, keine Müdigkeit mehr, keine Schläfrigkeit etc? Ich bin das schon so gewohnt, dass ich gar nicht mehr weiß wie es ohne ist.

Hältst du es für sinnvoll den Wert durch die Infusionen erstmals zu pushen, und sie dann mit oralen Mitteln zu 'erhalten'? Finde das einfacher, als oral erst von ganz unten zu beginnen?

Glaubst du, dass das eine gute Methode ist?

Zumal der Darm dann bzgl der Colitis überhaupt mitspielt

HYinaBta


Stimmt es, dass Eiseninfusionen manchmal gefählich sein können, ich habe da etwas von Eisenvergiftung gehört Und dass das der Grund sein soll, wieso sich viele Ärzte gegen die Infusionen wehren und orale Einnahme vorziehen

"gefährlich" ist relativ. Wie Sunflower ja sagte, kann es bei zu schneller Infusion zu allergischen Reaktionen kommen, weil das"frische" freie Eisen nicht schnell genug weggespeichert wird. Deswegen infundiert man langsam und deswegen dauert das dann halt.

Ich glaube, viele Ärzte verschreiben die Infusionen nicht so gerne, weil ein Infusionspatient ein Mehraufwand ist. Wie gesagt, der Patient liegt dann da, brauch Infusionsbesteck, die Infusion, man muss ab und an nach ihm sehen.

Abgesehen davon müssen die Eiseninfusionen verschrieben werden (Budget!) während die Tabletten vom Patienten bezahlt werden.

S3u<nbflodwer_7x3


Sagen wir mal so:

Man kann die Ampullen auch PUR spritzen. Das ist dann aber für das Blut schon eine große Menge auf einmal, und wenn man dann allergisch reagiert, kommt die Reaktion schnell und heftig. Außerdem ist das Zeug recht aggressiv, d.h. kann auch die Venen schädigen. V.a. pur.

Darum geben es vernünftige Ärzte halt nur als (anfangs ganz langsame) Infusion verdünnt mit Kochsalzlösung. Okay, eine allergische Reaktion ist dann auch möglich, aber halt VIEL langsamer und harmloser. Es macht einen Unterschied, ob man die Menge AUF EINMAL innerhalb weniger Sekunden gibt oder über eine Stunde und verdünnt. Ein Schuss Zitronensaft im Mineralwasser schmeckt lecker, der Saft einer Zitrone in einem Schluck nicht mehr. So als blödes Beispiel.

Und letztlich ist es einfach Mehraufwand: Ich blockiere da eine knappe Stunden einen Raum, jemand muss die Infusion legen, v.a. am Anfang doch regelmäßig überwachen.

Und: Die Krankenkassen zahlen das Medikament selber so schnell gar nicht. Meine HÄ ist da recht stumpf und stur ggü. der Krankenkasse, aber Infusion zum Stabilisieren der Werte kriegt selbst sie für mich nicht durch. Also warten wir den nächsten kleinsten Mangel ab und hauen dann wieder Eisen rein.

Kurzum:

Das Zeug kann gefährlich sein und ist Mehraufwand für den Arzt. Aber als langsame Infusion ist es sicher (außer, Du reagierst halt grundsätzlich allergisch).

Aber gerade eine Colitis ist ein verdammt gutes Argument – und ärztlicherseits scheint es ja bei Dir gar kein Problem zu geben, sondern eher Deine Zweifel!

S2unf3lowewr_7x3


@ ellizabetta:

Ich habe keine Nebenwirkungen. Beim ersten Mal halt Anspannung wg. Angst vor allergischer Reaktion (bin manchmal einfach mürbe durch viele Gesundheitsprobleme). Direkt nach der Infusion habe ich ca. 15 Minuten das Gefühl, einen warmen Kopf zu haben. Das ist alles.

Und JA, es geht einem rapide besser. Mit meinem Ferritin von 5 konnte ich damals kaum noch morgens duschen ohne umzukippen, mir war nur noch elend, müde, kalt,... Das war nach 3 Wochen und den 6 Infusionen WEG!

Jetzt gehe ich, wenn ich die Symptome merke, halt wieder zum Blutabnehmen – und meistens liege ich dann bei einem Ferritin von knapp unter 15 = Infusionen werden von der KK bezahlt. Dann pushen wird den Wert halt hoch, wo er mehr oder weniger lange bleibt (so auf um die 40-70). Und dann das Ganze von vorne.

Die orale Erhaltung mit Tabletten funktioniert bei mir nicht; oft kaputter Magen wg. Schmerzmitteln, der dann Eisen gar nicht mag.

Ich bin daher unglaublich froh über die Infusionslösung. Denn ständig miese Werte oder Übelkeit wg. der Tabletten, das ist keine Perspektive.

e9lliz.abetxta


Ich habe jetzt 2 Infusionen hinter mir (je 250ml). Habe sie am Di und Mi bekommen, morgen gehe ich zur nächsten.

Fühle mich weiterhin müde und abgeschlagen? Ist das normal? Bessert sich das nur langsam? Habe mir schon mehr erwartet :-/

M3ayflAowexr


Ich habe jetzt 2 Infusionen hinter mir (je 250ml). Habe sie am Di und Mi bekommen, morgen gehe ich zur nächsten.

Fühle mich weiterhin müde und abgeschlagen? Ist das normal? Bessert sich das nur langsam? Habe mir schon mehr erwartet :-/

Ja, es dauert ein Weilchen, bis Du Dich gefühlsmässig erholt hast (vorausgesetzt natürlich, dass Deine Abgeschlagenheit nur vom Eisenmangel herrührt). je

Ich kriege jährlich Injektionen (Ferinject). Der ersten Effekt den ich spüre, ist, dass ich beim Sport mehr Leistung mit weniger Anstrengung erreiche. Meine Pulswerte sind auch niedriger. Ich denke, dass dies mit dem besseren (eisenbedingten) Sauerstrofftransport zusammen hängt.

5-6 Wochen nach den Injektionen bessert sich mein erhöhter Haarausfall, der einsetzt, wenn meine Werte ca. unter 60 fallen.

Die Erschöpfung kommt bei mir erst bei sehr tiefen Werten (+/- 10). Soweit lässt mein Arzt die Werte aber nicht mehr sinken. Bei 20 wird gespritzt. Angezeigt wäre ein Auffüllen schon früher, aber die Krankenkassen (in der CH) spielen da nicht (mehr) mit.

Ich habe übrigens keinerlei Nebenwirkungen. Ich kriege keine Infusionen, sondern Injektionen. Tabletten, egal welches Präparat, vertrage ich nicht. Im Magen wird mir kötzelig davon und im Darm angelangt verursachen mir Tabletten Durchfall. Der Effekt bei oraler Eingabe ist also gleich Null.

Bin sehr froh, dass es diese Injektionen gibt. :)z

eYlli@zabxetta


5-6 Wochen nach den Injektionen bessert sich mein erhöhter Haarausfall, der einsetzt, wenn meine Werte ca. unter 60 fallen.

Hängt dein Haarausfall nur mit dem Eisenmangel zusammen, oder spielen da auch andere Faktoren eine Rolle? Sind die ausgefallenen Haare nach Eisensubstitution wieder nachgewachsen?

SXunflVowebr_73


Es dauert schon ein Weilchen. Wenn Deine roten Blutkörperchen durch den Mangel bspw. zu klein sind und zu wenig Sauerstoff binden, hilft da das Eisen erst nach einigen (wenigen) Wochen, bis halt auch mehr "gesündere" rote Blutkörperchen gebildet wurden.

@ Mayflower:

In D muss der Wert unter 15 fallen, damit die KK zahlt... :-/

GEold>eHn'Wintxer


Nimmst du denn nun hochdosiert Mesalazin? Wieviel musst du nehmen vom Mesalazin (welche Dosis)?

e5llirzabextta


@ sunflower

Danke für die Info @:)

@ GoldenWinter

Ich hätte es 2 Monate hochdosiert nehmen müssen, also 3x tgl. je 2 Tabletten.

Und dann heruntergehen auf 3x je 1 Tabl.

Mittlerweile habe ich aber abgesetzt, da es mit besser ging und ich kein gutes Gefühl dabei hatte, so lange so viele Tabl zu nehmen. Klar sie helfen, aber alles was hilft mach etwas anderes dabei kaputt ":/

Die Durchfälle haben sich reduziert, hier und da kommt es aber zu einem Rückfall.

Seit heute habe ich wieder angefangen, mit der niedrigen Dosierung.

Einfach um auf Nummer sicher zu gehen, dass die Entzündung auch ja ganz weg geht.

Sonst hat nämlich die Eisenzufuhr keinen Sinn, wenn es da immer noch wo blutet.

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