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Widersprüchliche Diagnosen und Therapievorschläge, was tun?

l4enss-+of-a-xclue hat die Diskussion gestartet


Jetzt muss ich mal hier meine Ratlosgkeit loswerden... Was mache ich denn, wenn ich von verschiedenen Ärtzen verschiedene sich deutlich wiedersprechende Diagnosen und absolut unterschiedliche Therapievorschläge bekommen hat?

Ja was denn?

Zu den Hintergründen:

Nach einer schweren neuroligischen Erkrankung vor meheren Jahren (voll gelähmt auf Grund geschädigter Nerven, mehrmomantige Reha) blieb lange Zeit neben einer allgemeinen Schwäche und ganz schlechter Kraftausdauer (ist normal bei der Krankheit, so man hier von normal sprechen kann) eine Art Gangunsicherheit (diese Form ist nicht normal). Trat diese auf, so war ich nicht in der Lage gerade aus zu gehen sondern driftete zur Seite. War ich müde, so wurde es schlimmer (wohl normal). War ich unsicher, so wurde es schlimmer (psychische Komponente).

Erklärungen habe ich viele bekommen:

- Der Klinik-Neurologe kann sich dies nicht erklärenund geht von einer psychosomatischen Komponente verursacht durch das Trauma der Erkrankung aus

- Der Klinik-Psychosomatiker findet kein eindeutiges Anzeichen für eine psychosomatische Komponente, empfielt aber dennoch eine Verhaltenstherapie

- Der niedergelassene Neurologe sieht kein Indiz für eine psychische Komponente, ist aber ratlos. Der Hausarzt wiederum schon, ist aber auch ratlos.

- Zwei Verhaltenstherapeuten schicken mich jeweils nach wenigen Stunden nach Hause, da ich dort falsch wäre bzw. kein weiterer Therapiebedarf bestehen würde.

- Ein Endrokinologe diangostiziert einen Vitamin-D-Mangel und behandelt diesen

- Ein Orthopäde sieht die Muskelschwäche in der HWS gefolgt von Blockaden aus Ursache

Über einen längeren Zeitraum und unter Einnahme von Vitamin D und – auf meinen Wunsch, kann ja sein – Antidepressiva wurde es besser. Nicht gut, aber besser. Die Gangunsicherheit war weg, die Ausdauer verbessert. Das AD habe ich vor 2 Jahren ausgeschlichen. Vitamin-D nicht weiter eingenommen. Einen Pegel nicht kontrolliert. Hielt der Hausarzt für Quatsch.

Heute

Nur wurden in den letzten Wochen diese Symptome der Gangunsicherheit wieder stärker. Psychische Gründe für dies fallen mir nicht wirklich ein. Müde und erschöpft bin ich auch nicht. Angst habe ich natürlich, dass ich wie vor 2 Jahren wieder nicht gerade über den Parkplatz komme. Wer hätte das nicht nach der Geschichte. Aber die Angst kam erst nach den Symptomen.

So, und nun?

Da die Behandlungsweise ganz stark von der Arztwahl abhängig ist bekomme ich ja irgendwie keine objektive Hilfe. Was soll ich jetzt machen? Soll ich als Laie also meine Therapie indirekt durch die Arztwahl festlegen? Oder was?

Danach sieht es für mich irgendwie aus. Toll finde ich das nicht!

Antworten
T'estrxale


Suche dir eine n Arzt der Ganzheitlich bzw Anthroposophisch behandlt. Solche Beschwerden, wie du sie hast, können nicht nur eine einzige Ursache haben. Der Mensch muss immer Ganzheitlich gesehn und behandelt werden.. viele Ärzte sehen nur ihr eigenes Fachgebiet und haben keine Ahnung von was anderem, das sind Fachidoten.

_cParvaLti_


Wäre sinnvoll, wenn du mal erwähnen würdest, was du für eine neurologische Erkrankung hast bzw. hattest.

Es ist sicher auch empfehlenswert den Vitamin D Spiegel nochmal kontrollieren zu lassen. Wenn der Hausarzt das Blut darauf nicht untersuchen will, dann zahle es eben selber. Vielleicht wäre es auch sinnvoll, mal andere Nährstoffe zu überprüfen, vor allem B-Vitamine (B12, B6 und Folsäure). B-Vitamine sind ja wichtig für die Nerven.

l/ess-of4-a-cxlue


Damals hatte mich das sog. Guillain-Barré-Syndrom erwischt. Genauer genommen eine Unterform davon, nämlich das so.g Miller-Fischer-Sydrom. Selten und somit nicht so wirklich bekannt. Daher meine Umschreibung.

@ trestrale,

ja, ich kann noch (!) einen Arzt aufsuchen. Nicht, dass ich dazu Lust hätte. Nur hätte ich von meiner Grundeinstellung her allein schon große Probleme, einem Antroposophologen zu vertrauen. Und dann – warum sollte dieser dann auf einmal recht haben und die anderen nicht?

Du siehst, meine Frage ist vielleicht eine Vertrauensfrage. Welchem Arzt bzw. welcher Diagnose vertraue ich? Und ich als parteiischer da betroffener Patient und weiterhin uninformierter und ahnungsloser Laie bin nun mal ganz sicher die falsche Person um diese Entscheidung zu fällen. So ehrlich muss ich schon sein.

_zPar+vatix_


Damals hatte mich das sog. Guillain-Barré-Syndrom erwischt. Genauer genommen eine Unterform davon, nämlich das so.g Miller-Fischer-Sydrom. Selten und somit nicht so wirklich bekannt. Daher meine Umschreibung.

Also mir sagt die Erkrankung durchaus etwas. Habe mich damit mal näher beschäftigt, da dies bei mir auch schon mal vermutet wurde. Kam dann aber raus, dass ich "nur" einen schweren Vitamin B12 Mangel habe.

Aber soviel ich weiß, hat man die Erkrankung doch ein Leben lang, oder? Da hat man doch auch sowas wie Schübe, wie bei Rheuma, Hashimoto etc. Also mal ist eine Zeit lang die Erkrankung schlimmer und mal besser. Und wahrscheinlich bist du jetzt wieder in einer Phase, wo die Erkrankung wieder präsenter ist. Die Gangunsicherheit ist für die Erkrankung jetzt auch nicht so untypisch.

Wie wurde das Miller-Fischer-Sydrom bei dir überhaupt festgestellt? Wurden bei dir bestimmte Antikörper nachgewiesen?

_SPar,vatix_


Ach ja, es wäre vielleiocht sinnvoll, wenn du dich mit deiner Grunderkrankung mal an einen Spezialisten wendest, der sich genau mit dem Guillain-Barré-Syndrom bzw. dem Miller-Fischer-Sydrom auskennt. Es gibt sicher auch Kliniken, die sich darauf spezialisiert haben.

lJessP-of1-Fa-cxlue


Parvati,

es gibt eine chronische Variante, die ich zum Glück allerdings nicht haben. Die "normal" an GBS erkrankten haben dies im allgemeinen 1 Mal. Insofern liegst du hier nicht ganz richtig.

Was allerdings möglich und zum Teil auch üblich ist, ist dass nach Ausheilung – hier können durchaus Restdefiziite zum Teil auch im gravierenden Ausmaß zurückbleiben – bei z. B.Erkältungen die alten Symptome wieder aufflackern. Das kenne ich durchaus. Ich brauche dann einfach länger um wieder in die Gänge zu kommen; Sensibilitätsstörungen etc. kommen wieder und flachen erst nach einigen Wochen wieder ab.

Und ja, man wird nicht 1/2 Jahr in eine Reha geschickt ohne vorher intensiv untersucht worden zu sein. Ich hatte das "Glück", dass bei mir am Wohnort eine der führenden Zentren für diesen Formenkreis an Erkrankungen angesiedelt ist und ich somit ab dem ersten Tag eine optimale Betreuung durch fachlich versiertes Personal hatte.

Nachgewiesen wurde dies u. a. durch IgM und IgA (IgG?) Antikörper aus einer Rückenmarkspunktion, Messungen der Nervenleitgeschwindigkeit etc. pp. Insgesamt wurde ich mehrere Tage fast rund um die Uhr auf den Kopf gestellt, gemolken und untersucht.

Und just von diesen Experten kommt eben das Urteil, dass diese Form der Gangunsicherheit nicht – oder zumindest nicht allein – durch GBS erklärbar sei und auch nicht durch Nervenmessungen, EEG oder sonstigem nachgewiesen werden könne. Daher die psychosomatische Schiene.

Ich möchte dies ja gar nicht ausschließen, nur kommen 2 Psychotherapeuten und 1 Neurologe / Psychiater unabhängig voneinernader zum Schluss, dass dies nicht der Grund sei.

Und so häng ich in der Luft.

_7ParvatCi_


es gibt eine chronische Variante, die ich zum Glück allerdings nicht haben.

Aber woher will man das zum Beginn der Erkrankung wissen? Wer weiß, vielleicht hängen deine Beschwerden doch mit der Erkrankung zusammen. Ich an deiner Stelle würde mich darauf noch mal untersuchen lassen. Wenn es das nicht ist, dann muss man eben weiter forschen. Und ich würde da an deiner Stelle, wie gesagt, auch mal Nährstoffmängel abklären lassen. Gerade ein Vitamin B12 Mangel kann auch zu schweren neurologischen Problemen führen, u.a. auch zu einer Funikulären Myelose. Bei der Funikulären Myelose schädigt der B12 Mangel das Knochenmark. Das wiederum führt zu Motorik- und Sensibilitätsstörungen in den Beinen.

Und just von diesen Experten kommt eben das Urteil, dass diese Form der Gangunsicherheit nicht – oder zumindest nicht allein – durch GBS erklärbar sei und auch nicht durch Nervenmessungen, EEG oder sonstigem nachgewiesen werden könne. Daher die psychosomatische Schiene.

Ich möchte dies ja gar nicht ausschließen, nur kommen 2 Psychotherapeuten und 1 Neurologe / Psychiater unabhängig voneinernader zum Schluss, dass dies nicht der Grund sei.

Da ist natürlich die Frage, was die Psychotherapeuten und der Psychater mit dir gemacht haben. Wenn die dich schon nach wenigen Stunden wieder nach Hause schicken, weil sie angeblich nichts finden... Eine Therapie bringt natürlich auch nichts, wenn man als Patient nicht mitarbeitet und/oder was verschweigt. Da weiß ich natürlich nicht, inwieweit das bei dir der Fall war. Das Problem ist ja auch: Dir kann es momentan angeblich seelisch gut gehen, aber wer weiß, was alles in deiner Vergangenheit vorgefallen ist, wo du glaubst, dass du es anscheinend gut verarbeitet hast oder, wo du dich vielleicht gar nicht mehr erinnern kannst, weil es so schlimm war, dass du es verdrängt hast. Selbst deine Schwere Erkrankung wird nicht spurlos an dir vorbeigegangen sein. Wer weiß, was sich da alles in deinem Unterbewusstsein abgespielt hat...

TGiaMarxia


Erst einmal: Es tut mir sehr leid, was Du in den letzten Monaten durchmachen musstest und auch jetzt noch musst. Das sind so Erkrankungen, die einen vom einen Tag auf den anderen kalt erwischen und einem damit jegliche Kontrolle entziehen. Klar, dass so etwas psychische Spuren hinterlässt.

Was mir konkret so einfällt:

In der Klinik, in der ich arbeite haben wir tatsächlich mehr mit "normalen" GBS- Erkrankten zu tun, aber auch Deine Variante ist mir nicht fremd. Auffallend ist für mich, dass GBSler im Rehaverlauf eigentlich nie Rückschritte zu verzeichnen haben. Es geht langsam voran – aber halt immer voran.

Beim Miller Fisher sieht das – warum auch immer- manchmal anders aus.

In diesem Fall geben wir dann noch einmal Immunglobuline, um zu schauen, ob es etwas bringt. Oft tut es das.

Hast Du noch einmal Immunglobuline erhalten?

Zum Zweiten: Manchmal kommt es hart, manchmal doppelt.....wurde bei Dir auch in anderen Richtungen geschaut bzgl. entzündlicher ZNS- Erkrankungen, wurde noch einmal eine Lumbalpunktion gemacht?

Wie lang ist Dein letztes MRT vom Kopf her?

Du sagst, Du driftest beim Gehen in eine Richtung. Ist dies immer der Fall? Warst Du mal beim Augenarzt, um Dein Gesichtsfeld überprüfen zu lassen?

Mehr fällt mir so spontan nicht ein.

Ich wünsche Dir Kraft, Geduld und gute Besserung!

Tia

lyess-o'f-a-xclue


@ Parvati

Eine Therapie bringt natürlich auch nichts, wenn man als Patient nicht mitarbeitet und/oder was verschweigt. Da weiß ich natürlich nicht, inwieweit das bei dir der Fall war.

Ich auch nicht. Ich weiss aber, dass ich beide Therapien aus eigenem Antrieb und z. T. gegen den Willen der mich behandelnden niedergelassenen Ärzte aufgesucht habe. Muss nicht sein, kann aber. So mein Ansatz. Und eine psychische Komponente wie auch eine mir vielleicht nicht vollends bewusste Traumatisierung durch diese Erkrankung schließe ich auf gar keinen Fall aus.

Das eine Therapie keine Kinoveranstaltung ist, ist mir ebenfalls klar. Während der Therapie habe ich bewusst nichts verschwiegen und nach Kräften mitgearbeitet. Ich kann allerdings nicht ausschließen, dass ich unbewusst irgendwelche Mauern aufgebaut habe bzw. Dinge nicht ansprechen konnte. Nur erwarte ich dann von einem professionellen Therapeuten, dass dieser mich mit diesen Aspekten konfrontiert bzw. mich zumindest auf mein Ausweichen und Verweigern hinweisst, so dass wir gemeinsam daran weiter arbeiten hätten können. Dies ist aber nicht passiert.

Tja, und daher muss ich entweder davon ausgehen, ein sehr guter Schauspieler zu sein oder 2 mal sehr schlechten Therapeuten aufgesessen zu sein oder eben doch psychisch nicht behandlungsberdürftig zu sein. Was ist wahrscheinlicher?

lCess/-of-a-cxlue


@ TiaMaria,

bei mir blieb es bei einer einmaligen Immunglobulingabe. Ich hatte neben der jetztigen Siutation auch im späteren Stadium des aktiven Rehaprozesses eine Art Rückfall, bei der dieses zur Seite Driften schlagartig deutlich stärker wurde. Das habe ich oben ausgelassen um nicht noch mehr zu schreiben.

Dies wurde durch einen erneuten Aufenthalt im Akutkrankenhaus abgeklärt. MRT, CT, EEG, Lumbalpunktion und eine ganze Palette von weiteren Untersuchungen mit verschiedensten Drei-Buchstaben-Kombinationen wurden gemacht. Alle möglichen und unmöglichen Differentialdiagnosen wurden abgeklärt. MRTs habe ich vom Kopf und Rücken in Summe bestimmt 5 oder 6 in den letzten 5 Jahren. Alles – zum Glück – ohne Befund. MS und Co. kann ich also ausschließen. Da die Klinikärzte kein erneutes Aufflackern von GBS oder MFS erkennen konnten sondern stattdessen die psychische Schiene favorisierten, so wurde auch damals eine erneute Gabe nicht durchgeführt. Mag sein, dass es einmal angsprochen wurde für den Fall, dass ein gesichertes Rezidiv vorliegen sollte.

Du sagst, Du driftest beim Gehen in eine Richtung. Ist dies immer der Fall? Warst Du mal beim Augenarzt, um Dein Gesichtsfeld überprüfen zu lassen?

Augenarzt ist top. Und driften tue ich nicht immer gleich. Bin ich müde wird es stärker, siehe oben. Bin ich aufgeregt wird es stärker. Läuft jemand schräg vor mir, wird es schlimmer. So als ob die optische Störung die Koordination der Gehbewegung negativ beeinflusst. Aber eine Grundtendenz ist immer dar. Und diese wurde in den letzten Wochen wieder stärker. Und das ist der Anlass für diesen Thread.

Und @ parvati,

es mag nun irgendwie verbohrt klingen, aber ich habe inzwischen ca. 5 -7 cm Laborberichte, Befunde, Auswertungen, Bilder und so weiter. Nach damals > 100 Arztbesuchen in 3 Jahren sowie in Summe 6 Monate Klinikaufenthalt habe ich auch keine Lust mehr, nochmal in diese Diagnostikmühle zu geraten. Auch glaube ich irgendwie nicht richtig daran, dass noch eine Laborrunde mit signifikantem Erkenntnisgewinn verbunden ist.

DhokaUva T.o&rrot


Da das M-F-Syndrom auch die Augennerven betreffen kann, würde ich jetzt einfach mal die Vermutung in den Raum stellen, dass es sich um irgendeinen Schaden oder um eine Erkrankung des Nervus Opticus handeln kann.

Hat ein Augenarzt schonmal einen Blick draufgeworfen?

Ansonsten sind Gleichgewichtsstörungen auch aufgrund eines defekten Ohres auszumachen.

... vielleicht, soweit bin ich nicht informiert, sind die Einschränkungen reversibel und die Probleme geben sich im Laufe der Zeit, egal ob man die Ursache findet oder nicht.

_EParv:at\i_


Und eine psychische Komponente wie auch eine mir vielleicht nicht vollends bewusste Traumatisierung durch diese Erkrankung schließe ich auf gar keinen Fall aus.

Es muss ja nicht zwingend etwas mit der Erkrankung zu tun haben, es können auch Dinge sein, die schon weiter zurück liegen, z.B. in der Kindheit.

Nur erwarte ich dann von einem professionellen Therapeuten, dass dieser mich mit diesen Aspekten konfrontiert bzw. mich zumindest auf mein Ausweichen und Verweigern hinweisst, so dass wir gemeinsam daran weiter arbeiten hätten können.

Na ja, man darf aber auch nicht zu viel von einem Therapeuten erwarten. Zumindest haben sie keine hellseherischen Fähigkeiten ;-) Weiter kommt es auch darauf an, welche Therapiefrorm angewendet wurde. Bei dir wäre wahrscheinlich eine tiefenpsychologische Psychotherapie sinnvoll gewesen, um zu erforschen, wo das Problem liegen könnte. Bei einer Verhaltenstherapie hingegen, wäre es schon besser, wenn man schon einen Ansatz hat, woran man arbeiten könnte. Also, wenn man z.B. Ängste hat, dass man eben lernt mit diesen umzugehen.

Tja, und daher muss ich entweder davon ausgehen, ein sehr guter Schauspieler zu sein oder 2 mal sehr schlechten Therapeuten aufgesessen zu sein oder eben doch psychisch nicht behandlungsberdürftig zu sein. Was ist wahrscheinlicher?

Die Frage lässt sich nicht beantworten, da letztendlich alle Varianten möglich sind.

es mag nun irgendwie verbohrt klingen, aber ich habe inzwischen ca. 5 -7 cm Laborberichte, Befunde, Auswertungen, Bilder und so weiter. Nach damals > 100 Arztbesuchen in 3 Jahren sowie in Summe 6 Monate Klinikaufenthalt habe ich auch keine Lust mehr, nochmal in diese Diagnostikmühle zu geraten. Auch glaube ich irgendwie nicht richtig daran, dass noch eine Laborrunde mit signifikantem Erkenntnisgewinn verbunden ist.

Ich kann das durchaus nachvollziehen, weil ich das schon durchgemacht habe und jetzt leider auch wieder. Manchmal dauert es eben, bis die richtige Diagnose gestellt wird – bei manchen Jahre. Und ja, es ist nervig und dann sagt auch noch jeder Arzt etwas anderes. Aber was erwartest du? Du willst ja sicherlich, dass die Ursache gefunden wird. Oder willst du mit deinen Beschwerden so weiter leben? Letztendlich musst du selber wissen, was du tust. Wir können dir hier nur Tipps geben.

Und zu den Laborberichten: Da kommt es immer darauf an, was genau untersucht wurde. Viele Blutuntersuchungen werden oft unnötigerweise doppelt und dreifach durchgeführt. Immerwieder werden die selben Werte überprüft. Meist kommt irgendein Arzt nach Jahren mal darauf, doch mal andere Werte zu kontrollieren und dann wird man doch mal fündig. So war es auch bei mir. Es gibt auch viele andere hier im Forum, denen es so erging. Das Problem ist eben auch: Wenn man eine Ekrankung hat, die nur über ein Blutbild nachweisbar ist, aber nie ein Arzt auf die Idee kommt mal bestimmte Blutwerte zu testen, dann wird man auch nie erfahren, was man eigentlich hat. Da können noch so viele andere Blutuntersuchungen erfolgen. Wenn gerade die falschen Werte bestimmt werden, aber nie die, die notwendig wären, dann wird das ganze zu einer Geduldsprobe für Patient und Arzt. Es ist halt die berühmte Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

l7ess-oGf-a<-clue


Nur erwarte ich dann von einem professionellen Therapeuten, dass dieser mich mit diesen Aspekten konfrontiert bzw. mich zumindest auf mein Ausweichen und Verweigern hinweisst [...]

Na ja, man darf aber auch nicht zu viel von einem Therapeuten erwarten. Zumindest haben sie keine hellseherischen Fähigkeiten

ich finde das ehrlich gesagt keine übertriebene Erwartungshaltung, sondern ich erwarte von einem ausgebildeten Profi, dass dieser auf Grund seiner Aubildung und vor allem durch seine Erfahrung erkennt, so ich zu bestimmten Themen nicht mitarbeite. Und dann sollte dies bitte auch Thema der Therapie sein.

... vielleicht, soweit bin ich nicht informiert, sind die Einschränkungen reversibel und die Probleme geben sich im Laufe der Zeit, egal ob man die Ursache findet oder nicht.

Beim letzten Male tat es dies mit Zeit und 2 Medikamenten, die aber beide angeblich nicht für diese Besserung verantwortlich zu machen sein sollen. Ich kann also hoffen :-D

Du willst ja sicherlich, dass die Ursache gefunden wird. Oder willst du mit deinen Beschwerden so weiter leben?

Vollständig der Alte werde ich nie mehr sein. Das muss ich mir einfach bewusst sein. Ursache hin oder her – um ehrlich zu sein will ich nur, dass die Symptome wieder auf das alte Maß zurückgehen. Das wäre schon ein großer Gewinn. Ob das dann durch eine richtige Therapie, eine falsche Therapie oder einfach durch Zeit passiert ist mir in diesem Fall ganz egal.

Und – @parvati – zur erneuten Diagnostik: Ja, könnte man machen. Nur wüsste ich wirklich nicht, in welche Fachrichtung ich erneut suchen sollte. Alles wurde irgendwie ohne Rücksicht auf Kosten – hier mal ein hoch auf die gesetliche KK und das Gesundheitssystem – untersucht. So mein Eindruck wie auch die Meinung von den Personne, die diesen Stapel Papier mal gesichtet haben. Bis hin zur Bleivergiftung und was weiss ich noch. Ich fühle mich sozusagen ausdiagnostiziert. Das 7. MRT wird mich nicht weiter bringen. Du verstehst wie ich dies meine?

Aber ich habe nach Ostern einen Termin beim Hausarzt, da werde ich ihn mit diesem Dilemma auch nochmals konfrontieren. Vielleicht gehen wir zumindest die Vitamin-D-Geschichte nochmals an. Wenig Aufwand, damals (auch verbunden mit anderem) großer Nutzen.

Letztendlich musst du selber wissen, was du tust. Wir können dir hier nur Tipps geben.

Da hast du recht und verstehe mich bitte niht falsch. ich will hier Euch nicht abkanzeln. Aber nach so einer Sache ist manchmal auch einfach die Luft raus, alle möglichen Wege scheinen gegangen und man dreht sich im Kreis.

_cPar5vatxi_


ich finde das ehrlich gesagt keine übertriebene Erwartungshaltung, sondern ich erwarte von einem ausgebildeten Profi, dass dieser auf Grund seiner Aubildung und vor allem durch seine Erfahrung erkennt, so ich zu bestimmten Themen nicht mitarbeite. Und dann sollte dies bitte auch Thema der Therapie sein.

Ja, dass kann und sollte im besten Fall ein Psychotherapeut auch mitbekommen. Aber was ist, wenn bestimmte Themen in der Therapie gar nicht erst angesprochen werden? Ich weiß ja nicht, wie es bei dir war, aber mein Psychotherapeut hat mir zu Beginn der Sitzungen mal einen Ellenlangen Fragebogen in die Hand gedrückt, den ich ausfüllen sollte. Die Fragen waren sehr gezielt gestellt und deckten im Grunde schon viele Themengebiete ab. Unter anderem wurde nach dem Erziehungsstil der Eltern gefragt, ob sexueller Missbrauch in der Familie vorlag, ob jemand in der Familie schwer krank ist oder auch psychische Probleme hat, ob man einen Partner hat, wie die Beziehung zum Partner ist, wieviele Beziehungen man in der Vergangeheit hatte, wie die Beziehung früher zu den Geschwistern war und wie sie heute ist, ob man Unfälle hatte und welche (schweren) Erkrankungen man durchgemacht hat, was man für einen Job hat und ob man zufrieden damit ist usw. Ebenfalls musste ich über wichtige schöne und unschöne Ereignisse in meinem Leben berichten.

Ich war auch schon mal vor einigen Jahren bei einem anderen Psychotherapeuten und da wurden mir keinerlei solcher Fragebögen in die Hand gedrückt. Schon alleine dadurch gingen viele, eventuell wertvolle, Informationen für den Therapeuten verloren. Andererseits habe ich dem Therapeuten auch viele Dinge bewusst und auch unbewusst verschwiegen. Und so hat er auch nicht erkannt, dass ich vollkommen traumatisiert bin, geschweige denn, dass ich eine Posttraumatische Belastungsstörung habe.

Weißt du denn überhaupt, welche Therapiemethode deine Therapeuten angewendet haben? Im Grunde sollte man dir das zu Beginn der Sitzungen gesagt haben, ob z.B. tiefenpsychologisch, verhaltenstherapeutisch etc. gearbeitet wird.

Und – @parvati – zur erneuten Diagnostik: Ja, könnte man machen. Nur wüsste ich wirklich nicht, in welche Fachrichtung ich erneut suchen sollte.

Gangunsicherheit hat immer irgendwas mit den Nerven zu tun oder, wie hier schon erwähnt wurde, mit Augen und Ohren. Und da sollte man dann eben ansetzen.

Wichtig ist auch, dass man den Ärzten auch sagt, was man sonst noch für Beschwerden hat. Jedes Detail kann wichtig sein für die Ursachenforschung. Die Gangunsicherheit wird doch sicher nicht dein einziges Problem sein, oder? Meist ist das ja nur ein Symptom von mehreren.

Ich fühle mich sozusagen ausdiagnostiziert.

Kann nicht sein, wenn man nicht weiß, was die Ursache deiner Beschwerden ist. Dann hat man irgendwas übersehen und das ist selbst nach zig Untersuchungen möglich.

Das 7. MRT wird mich nicht weiter bringen. Du verstehst wie ich dies meine?

Kommt darauf an, wo man sucht. Wenn z.B. die LWS in Ordung ist, dann wird man natürlich auch nach dem 2. und 3. MRT der LWS nicht mehr erkennen. Wird die Ursache der Beschwerden woanders vermutet z.B. im Kopf, dann muss man diesen eben mal genauer unter die Lupe nehmen usw.

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