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Unerträgliche Schmerzen im Unterleib durch Spinalkanalstenose?

Jbörog Gx. hat die Diskussion gestartet


Hallo Zusammen,

einleitend möchte ich erwähnen, dass ich diesen Beitrag für meinen Vater (72 J.) einstelle, der verzweifelt auf der Suche nach medizinischer Hilfe ist. Nachfolgend eine Beschreibung seines Krankenverlaufs, der sich wie folgt darstellt:

In der Klinik wurde in 2010 eine "relative Spinalkanalstenose L2/3 und L3/4 durch Bandscheibenprotrusion und Spondylarthrose mit Foramenenenge L3/4 und L4/5 links (M48.09G) mediale Bandscheibenprotusion L5/S1 (M51.2G)" diagnostiziert.

Die Diagnose schränkt meinen Vater in seiner Bewegungsfreiheit und Mobilität stark ein, doch viel schlimmer sind die unerträglichen Blasenentleerungsschmerzen, welche seit 2011 auftreten und bisher leider nicht erfolgreich oder lindern behandelt werden konnten.

Die Blasenentleerungschmerzen (ein pulsierender, pochender und sich stets steigender Schmerz, der bis in die Harnröhre zieht) bilden sich vor dem Wasserlassen und treten besonders heftig in der Nacht auf. Mein Vater wacht stündlich auf und entleert seine Blase, wobei es unter den unerträglichen bis zu einer Stunde dauern kann, bis das Wasser kommt. Betroffen hiervon ist der Unterbauch (Wasser, Luft, Stuhl).

Nach dem Wasserlassen, welches durch den pulsierenden, stechenden Schmerz beinahe unerträglich ist, gehen die Schmerzen zurück. Besonders heftig ist dieses Erscheinungsbild in der Nacht, tagsüber versucht mein Vater durch sehr häufiges Wasserlassen, keinen sich aufbauenden Druck im Unterleib zuzulassen.

- Besuche beim Urologen ergaben, dass die Prostata auf keinen Fall Ursache dieser Syptome ist, bzw. sein kann.. Der Urologe verweist auf die Spinalkanalstenose (Nervenschmerzen). Die Prostata ist alterbedingt ein wenig vergrößert, Werte sind gut.

- der behandelnden Rückenklinik und weiteren Fachärzten sind die geschilderten Schmerzen in Verbindung mit einer ursächlichen Spinalkanlstenose fremd, teilweise reagiert man hier sogar ein wenig ungläubig, was meinen Vater noch mehr verzweifeln lässt.

- Eine Schmerztherapie blieb ohne den gewünschten Erfolg.

- In der Rückenklinik wurde meinem Vater ein MRT seines vor Jahren erfolgten Leistenbruchs zur Klärung mit dem ausführenden Chirugen mitgegeben. Auf diesem Bild sind die Leistenbandklammern in wirrer Aufteilung zu sehen. Die Chirugie hat nach einem kurzen Blick auf das Bild geäußert, dass die Klammern nicht für den Schmerz verantwortlich sein.

Kennt jemand die geschilderten Symptome? Warum treten diese Entleerungsstörungen durch die Spinalkanalstenose nicht bei anderen Patienten auf, sondern scheinbar nur bei meinem Vater. Das Unverständnis der involvierten Mediziner lässt uns verzweifeln.

Wir sind für jeden Tipp und Hinweis dankbar.

Vielen Dank für die Zeit, die sich nehmen, um diesen Beitrag zu lesen.

Danke auch im Namen meines Vaters!

Viele Grüße und einen sonnigen Tag,

Jörg

Antworten
Z3wack4x4


Ich habe im letzten Jahr 2 OPs wegen Spinalkanalstenose hinter mich gebracht, weil ich beim Laufen Verkrampfungen des gesamten Hüft-/Lendenbereichs bekam und nach 200 m einen Stuhl brauchte. Die Ärzte haben stets gefragt, ob ich Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang hätte. Allerdings habe ich das als Frage nach der Funktion der Schließmuskeln verstanden, wie es wohl auch gemeint war.

t|he-jcxaver


Eine *relative* Spinalkanalstenose macht meist gar keine Symptome – und schon gar nicht die hier beschriebenen, das passt überhaupt nicht zum Spinalkanal. Die Stenose ist definitiv nicht die Ursache der Beschwerden.

JdörHg xG.


Vielen Dank für Ihre Antwort, the-caver. Ich habe die gleiche Frage in einem weiteren Forum gestellt. Hier meldete sich eine Patientin, der die beschriebenen Symptome ebenfalls bekannt sind.

Warum sind Sie in Ihrer Aussage so definitiv? Eine Antwort wäre nett.

Vielen Dank dafür.

t0he-caover


Blasenentleerungsstörungen können bei SKS durchaus auftreten, sind aber nicht das führende Symptom, im Vordergrund stehen die Claudicatio-Beschwerden. Blasen-/Darmstörungen sind ein Spätsymptom, das bei erheblicher absoluter Stenose mal auftreten kann, hier ist es aber nur eine relative. Außerdem werden die Beschwerden bei der spinalen Stenose im Liegen besser, hier scheint aber nachts das Hauptproblem zu sein. Es passt einfach nicht dazu.

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