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zeitlich versetzte Probleme nach Einnahme von Schmerzmitteln

Hyawiky3x6 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich hoffe es einfach mal und fange einfach mal an.

Ich bin 36 Jahre, männlich und schreibe hier, weil seit einiger Zeit zu meinen "Standardproblemen" etwas weiteres nicht ganz ergründliches hinzugekommen ist.

Kurz einmal zusammengefasst seit wann die Probleme bei mir eingesetzt haben und was seitdem passiert ist.

Im Jahr 2009 hatte ich eine Migränephase über knapp 3 Monate (davon mindestens jeder 2te Tag Kopfschmerzen). Das ganze lies sich mit Ibuprofen, später Metamizol im Zaum halten, allerdings resultierte daraus stark erhöhtes Sodbrennen und Bauchschmerzen, woraufhin ich im gleichen Jahr im September eine Magenspiegelung hatte mit dem Ergebniss, das ich eine leichte Magenentzündung sowie eine leicht offenstehende Speiseröhre hatte. Dagegen habe ich Pantozol bekommen; trotzdem hat es noch fast 4,5 Monate (bis ins Jahr 2010) gedauert bis der Magen wieder halbwegs wollte.

Ich muss kurz einwerfen, die Kopfschmerzen (Spannungskopfschmerz) habe ich im Schnitt seit 2009 bis heute alle 2-4 Wochen, Einnahme dagegen 1-2 mal Ibuprofen am selben Tag und die Kopfschmerzen sind weg. Rücken-/Brustkorbschmerzen seit 2010 bis heute auch ständig wiederkehrend.

Zurück zur Zeitfolge. Ab Mai 2010 hatte ich häufig Rücken- und Hüftgelenkschmerzen. Besuche bei meiner Orthopädin ergaben eine leichte Skoliose; verschrieben wurden dagegen Massagen (welche kurzfristig auch geholfen haben) sowie ein Muskelrelaxan, weil meine Muskulatur im oberen Rücken sowie Halsbereich ständig verspannt waren/sind.

Im August kurzer Krankenhausaufenthalt wegen plötzlicher Schmerzen im Brustkorb/Rücken – Röntgen, Herzultraschall, Belastungs-EKG, alles ohne Befund. Ich wurde entlassen, weil es wohl vom Rücken kam.

Umzug im Oktober, ab da ständige Unterbauchschmerzen auf der Höhe Blase bzw. Darm, der an der Stelle verläuft. Besuch beim Urologen – ohne Befund; im Dezember deswegen Ultraschall beim Hausarzt – ohne Befund.

2011. Weiterhin Unterbauch sowie Rückenbeschwerden.

Februar erneuter Besuch bei der Ortopädin, keine Änderung am Befund, erneut Massagen bekommen.

April dann wegen der Unterbauchbeschwerden Stuhlproben sowie eine Darmspiegelung durchlaufen, als Befund kam raus, das alles in Ordnung war. Unterbauchbeschwerden dann rückgängig.

Ab Mai plötzliche Panikattaken im 2-4 Wochentakt, Puls hoch, Atmung flach und Panik, das man wegklappt.

Im Juni Gespräch mit Hausarzt wegen Psychotherapie, Hausdoc meint, dass das alles seit 2009 durch Arbeitsstress ausgelöst wird. Sicherheitshalber wurde noch ein MRT vom Kopf sowie Nacken gemacht – Befund – angespannte Nackenmuskulatur konnte man nachvollziehen, ansonsten unfauffällig.

Mit weiteren Panikattacken und massiven Schlafstörungen habe ich bis Oktober durchgehalten, wo ich beim ersten Psychodoc nen Termin hatte. Allerdings kam ich mit dem nicht so ganz klar, er hat nur Medikamente verschrieben und mir nur mit einem halben Ohr zugehört. Die Medikamente hatten, nebenbei angemerkt, meine Ängste nur noch schlimmer gemacht, sodass ich fast 4 Wochen im Anschluss arbeitsunfähig war.

2012. Es wird nicht besser. Reduzierung meiner Arbeitszeit, weil mir alles zuviel wurde/wird.

Zu den Rücken-/Brustkorbschmerzen gesellen sich im Verlauf des Jahres diffuse Schmerzen in den Schulter/Armen, welche mal kommen und gehen, gelegentliches Kribbeln in den Fingern.

Im Juni des gleichen Jahres schwere Beine, die schmerzen und manchmal kribbeln.

Die Panikattacken haben witzigerweise in 2012 stark nachgelassen gehabt, dafür halt das wandelnde Schmerzbild.

Besuche bei einer Osteopathin konnten die Schulterbeschwerden allerdings stark lindern (sie hat damals dagegen Nacken und Rücken bearbeitet und irgendwelche Sehnen im Bauch zurechtgerückt).

Ab Oktober in Behandlung beim neuen Psychotherepeuten – Gesprächstherapie ohne Medikamente – (definitiv besser als der erste) sowie weiter starke Rücken-/Schulter-/Brustkorbschmerzen. Inzwischen sind sich meine Ärzte (Hausarzt, Orthopädin sowie Osteopathin) einig, dasa das mit dem Rücken von meiner jahrelangen Fehlhaltung beim Sitzen vor dem Computer (mein Job und Hobby) kommt.

Zentrum scheint dabei eine Stelle leicht rechts neben der Wirbelsäule am unteren Ende des Schulterblattes zu sein.

Ab November mit dem Hausarzt eine Therapie gestartet unter Medikamentation von Ortoton und Ibuprofen sowie vorsichtigem Training des Rückens und vorsichtiger Übungen am Rudergerät. Ich hatte mich endlich an etwas Sport getraut und unter der Medikamentation ging das auch recht gut ohne Schmerzen. Es schien alles besser zu werden.

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Ab jetzt kommt mein eigentliches aktuelles Problem.

Ich weiß nicht ob es damit zusammenhängt, deshalb nenne ich es einfach.

Anfang Dezember gab es bei uns was leckeres zu Essen. Ich hatte mich wortwörtlich überfressen, bekam starke Schulterschmerzen und Sodbrennen (das kenne ich von meinem etwas nervösem Magen schon) und wußte mir nicht besser zu behelfen als mich "leicht" zu Erbrechen. Danach war auch wieder gut.

Am nächsten Tag wieder wie gewohnt Ortoton und Ibu und alles sah gut aus bis ich abends vorm PC saß. Ich bekam plötzlich starke, sinusartige brennende Schmerzwellen im Rücken (leicht rechts neben der Wirbelsäule, unteres Ende der Schulterblätter). Dazu kamen Schmerzen im rechten Kieferbereich (schwer zu lokalisieren, irgendwo unterhalb des Ohres aber Kiefernähe) sowie darauf starke Schmerzen hinter dem Brustbein. Dazu ständiges Aufstoßen. Ich bekam richtige Todesangst und hätte fast nen Krankenwagen geordert, wenn nicht plötzlich nach 20 Minuten der Spuk vorbei gewesen wäre. Am nächsten Tag beim Hausarzt (der ist glaub ich durch mich schon vorgeschädigt), der meinte nur, dass mir eventuell nen Rippengelenk leicht rausgesprungen war und das ich mir keine Sorgen machen brauche.

Leider hatte ich 2 Wochen später am 2ten Weihnachtstag auch wieder abends das gleiche Problem, nur das diesmal die Schmerzen im Kiefer anfingen, dann in den Rücken übergingen und kurz darauf auch die Schmerzen im vorderen Brustkorbbereich sowie Aufstoßen, wie beim ersten mal. Erneut war nach knapp 20 Minuten der Spuk vorbei.

Nach 2 Wochen erneut das Problem, einige Zeit danach wieder (die 2 Wochen haben sich nicht als Anhaltspunkt herausgestellt). Nach den Weihnachtsferien jedenfalls wieder beim Hausarzt gewesen, er glaubt immer noch nicht, das es irgendwas bedenkenswertes wäre, hat aber sicherheitshalber nen MRT der Brustwirbelsäule, eine Magenspiegelung sowie einen Besuch beim Kardiologen verordnet.

Anstatt des Ibuprofen habe ich auch Metamizol (wie früher) bekommen. Kardiologe hat Herzultraschall gemacht sowie Belastungs-EKG – keinerlei Auffälligkeiten – MRT der BWS ergab eine Protrusion an 2 Stellen, sonst keine Auffälligkeiten außer dem Vermerk "Verdacht auf Zyste der Leber". Magenspiegelung ergab eine leichte Magenentzündung, welcher ich mit 2x Esomeprazol 40mg entgegengewirkt habe.

Wegen des Verdachts auf die Leberzyste gab es noch beim Hausarzt einen Ultraschall sämtlicher Innereien ohne Befund.

Was sich inzwischen herausgestellt hat: Die seit Dezember plötzlich auftretenden sinusartigen Rückenschmerzen, pulsierenden Kieferschmerzen und Brustkorbschmerzen inklusive Sodbrennen (welche immer um die 20 Minuten anhalten) traten immer mit einem zeitlichen Versatz von knapp 4-6 Stunden nach der Einnahme von Ibuprofen (welches ich über Jahre gut vertragen hatte) auf. Selbiges Verhalten trat auch zutage, als ich eine Migräne ersatzweise mit Thomapyrin bekämpft habe. Beim Metamizol verhält es sich ähnlich, aber bei weitem nicht so stark und krampfartig wie bei Ibuprofen oder Thomapyrin, bisher waren es beim Metamizol "nur" die Kiefer- und Rückenschmerzen, die mit dem zeitlichen Versatz kamen.

Ich bin inzwischen leicht verzweifelt, wo das Verhalten auf einmal herkommt, zumal ich jetzt ziemlich starke Angst habe, überhaupt noch irgend ein Schmerzmittel gegen die oben genannte Migräne einzunehmen, weil ich ja fast mit einer späten Krampfreaktion zu rechnen habe.

So das mal kurz zu meinem Leiden/Problematik.

Meine Fragen an Euch: Weiß einer vielleicht, was diese "Attacken" auslösen könnte bzw. was ich noch unternehmen kann, um diese auf den Grund zu kommen. Hat einer ähnliche Erfahrungen gemacht und konnte diese erfolgreich behandeln?

Über Antworten von Euch wäre ich sehr dankbar.

LG Hawky36

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