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Dauerhaft schlechte Eisenwerte

FKialxle hat die Diskussion gestartet


Liebe Leute,

kurz gefasst: Im Oktober letzten Jahres lag mein Ferritin bei 10 (unterer Normwert liegt je nach Quelle bei 30, 23 oder 15) bei normalen Hämoglobin, im Juni bei 13,1 (Hämoglobin 10, normal wäre mind. 12). Habe Eisentabletten bekommen und nach 6 Wochen nochmals das Ferritin überprüfen lassen: 11,7. Hämoglobin wurde vom Hausarzt aus irgendeinem Grund nicht wieder getestet.

Wie kann es sein, dass der Ferritinwert trotz Therapie nach unten geht? Dass es sehr lange dauern kann, bis die Eisenspeicher aufgefüllt sind, weiß ich. Aber dass sie noch schlechter werden, wundert mich ein wenig. Resorptionsstörung? Ist das Überprüfen von Ferritin ohne Hämoglobin überhaupt sinnvoll?

Danke im Voraus für Rückmeldungen.

Antworten
SIunflhowerx_73


Grundsätzlich macht es Sinn, ALLE Werte im Blut zu bestimmen!

Ich habe das Problem seit mehreren Jahren. Bei mir wurden aber eine Magen- und eine Darmspiegelung durchgeführt, um auszuschließen, dass ich irgendwelche Blutungen habe. Die Stärke der Regelblutung kann auch eine Rolle spielen!

Danach wurde noch die Resorption getestet; dabei kam heraus, dass ich Eisen nur schlecht resorbiere. Bekomme daher immer wieder Infusionen, da Tabletten so keinen Sinn machen und auch nicht gut vertrage.

Im Alltag achte ich darauf, dass ich doch mehr tierisches Eiweiß zu mir nehme, dies aber NICHT mit Milchprodukten kombiniere. Generell achte ich darauf, eisenreiche Lebensmitteln (auch pflanzliche) nicht zu sehr mit Milchprodukten zu kombinieren, da dass die Resorption hemmt.

Meine Werte sacken seither nicht mehr so schnell ab, aber ganz ohne Infusionen geht es bei mir leider nicht. Im Schnitt eine im Monat.

F|ia`lxle


Danke, Sunflower *:)

****

Ich finde es auch eigenartig, nur das Ferritin zu überprüfen. Sparmaßnahme?.. ":/ Als ich noch ein Kind war, wurde jedesmal bei der Blutabnahme ein umfassendes Blutbild gemacht...

Helfen Infusionen denn bei schlechter Resorption? Ja, macht eigentlich Sinn, so wird ja der Weg über den Darm vermieden.

Hattest Du irgendwelche Symptome? Mir fehlt eigentlich nichts, aber ich weiß nicht, ob ich mich einfach noch viel besser fühlen würde, wenn das Eisen stimmte...

S5chne9eDhCelxe


Ist die Ursache für deinen Eisenmangel geklärt?

FYiallxe


Na ja, der Hausarzt meinte, das komme sicher von den Mensblutungen bzw. davon, dass ich im Mai eine Fehlgeburt mit starkem Blutverlust hatte. Das klingt ja plausibel, erklärt aber nicht die Tatsache, dass mein Ferritin schon letzten Oktober vollkommen im Keller war (was er allerdings nicht weiß; das Blutbild wurde von einem anderen Arzt anberaumt). Ich denke mal, er wird es auch nicht detailliert klären wollen, sondern mich erst mal zu Eiseninfusionen verdonnern und gucken, was dann passiert.

Fxixalxle


So, der Hausarzt hat sich selbst bei mir gemeldet, nächste Woche gibt es eine Eiseninfusion. Weiß vielleicht jemand von Euch, ob man die dann regelmäßig machen muss?

S(unfl1ower_7x3


Wobei die Bestimmung von Ferritin KEINE Routinemaßnahme ist und im Vergleich zum sonstigen Blutbild (wo Hämaglobin eigentlich zugehört) extra kostet...

EINE Infusion reicht wohl kaum. Ich würde mit dem Arzt sprechen, wie viele er für sinnvoll hält. Dann Kontrolle, wie der Wert ist. Dann Pause und nach einiger Zeit erneute Kontrolle. Ist der Wert gut & stabil: Fein. Ist er wieder im freien Fall: Erneute Infusionskur oder regelmäßige Infusionen, um Mangel zu verhindern. Leider zahlen die Krankenkassen die Ampullen nur bei Mangel, nicht um einen solchen zu verhindern. Ich hab' daher immer relativ schwankende Werte und wir müssen quasi immer den nächsten Mangel abwarten, damit es wieder Infusionen geben kann.

F*iaAlle


Danke, Sunflower!

Hier in der Schweiz zahlen die Kassen gar nichts, weder Blutuntersuchungen noch Infusionen, von daher kann er machen, was er lustig ist ;-) . Hier gilt immer die sogenannte Franchise (eine bestimmte Summe, die der Patient selber zahlen muss, bevor die Kasse sich einschaltet), und die ist in der Regel sehr hoch.

Mich wundert eben auch, dass er a) gar nicht aufs Hämoglobin schaut, obwohl das doch schneller in die Höhe gehen müsste als Ferritin und b) keinen Resorptionstest anordnet. Und mit dem Mann zu reden, ist gar nicht so einfach, weil er es immer so wahnsinnig eilig hat... daher ist man auf Hilfe hier im Forum angewiesen...

aHgnexs


Wie ist Deine Ernährung?

FCialxle


Ich denke mal, sehr ausgewogen... kann kaum an der Ernährung liegen... Ich esse schon nicht täglich Fleisch, aber mindestens 1x wöchentlich Rindfleisch, zusätzlich 2-3x die Woche Hühnchen, Pute oder Schweinefleisch und 1-2x die Woche ein Ei. Ich liebe Rindsleber, komme aber nur auswärts dazu. Täglich verschiedene Gemüse und Salat, fast täglich Milchprodukte (Joghurt, Käse, Hüttenkäse), sehr oft Kartoffeln, Reis und Pilze, im Sommer auch fast täglich Obst (ansonsten esse ich fast kein Obst, weil ich es nicht mag). An Getränken Wasser und Tee, selten Fruchtsäfte. Habe auch sehr gute Folsäure- und B12-Werte.

a|gn1exs


Trinkst Du viel schwarzen Tee? Der reduziert die Eisenabsorption. Womit nimmst Du Deine Eisentabletten? Wieviel ist da drin?

kann kaum an der Ernährung liegen

An Ernährung + Periode/Fehlgeburt kann es schon liegen. Soo viel Eisen ißt Du ja nicht.

Zur Erhaltung des Eisenspiegels bei der Frau braucht sie so etwa 15-20 mg am Tag.

75 g Huhn haben 0.9 mg, 75 g Rind 2.4 mg, 75 g Schweineleber 13.4 mg, 75 g Blutwurst 4.5 mg, mal so als "Dimension" für Sachen, die das gut absorbierbare Häm-Eisen enthalten.

2 Eier enthalten 1.4 mg nicht-Häm-Eisen. Eisen in pflanzlichen Produkten wird generell schlechter absorbiert, in Vollkornsachen hemmt Phytat die Eisenabsorption.

Deine anti-TTG-Antikörper mal testen zu lassen wäre natürlich auch nicht falsch, aber Leber würde potentiell sehr helfen.

F!ia)lle


Agnes, vielen Dank für den fundierten Rat!

Trinkst Du viel schwarzen Tee? Der reduziert die Eisenabsorption.

Meines Wissens nur bei nicht-tierischen Produkten. Habe gelesen, dass sich die Tanine nicht mit Häm-Eisen verbinden. Oder? Und die Resorption aus pflanzlichen Produkten ist eh schlecht, wie Du schreibst, davon erhoffe ich mir keine Besserung :-) . Trank früher noch viel mehr Schwarztee als jetzt und hatte keinerlei Eisen-Probleme...

Deine anti-TTG-Antikörper mal testen zu lassen wäre natürlich auch nicht falsch

Ist das der Resorptionstest? Einfach damit ich eine Basis habe, um dem Hausarzt zu erklären, was ich gern testen lassen möchte... So weit ist es gekommen ;-)

Leber würde potentiell sehr helfen

Hat man in meiner Familie früher auch oft und gern zubereitet :)^ . Und jetzt muss ich schauen, dass ich Leber für mich allein koche, weil mein Mann sie nicht isst...

Ftiallxe


Womit nimmst Du Deine Eisentabletten? Wieviel ist da drin?

Oh, vergessen: Nach dem Aufstehen mit einem Glas O-Saft, 30 min. vor dem Frühstück, schön nach Lehrbuch... Es ist Maltofer, also 3-wertiges Eisen, 100-mg-Tabletten, 1 pro Tag.

a<gnexs


Ist das 100 mg Eisen-Maltose oder 100 mg Eisen?

Wir verschreiben 65-70 mg 2-wertiges Eisen (3-4 x besser absorbiert als 3-wertiges) dreimal taeglich, also 210 mg am Tag.

FMi#alle


Gute Frage... der Hersteller schreibt: Wirkstoff = "100 mg Eisen in Form von Eisen(III)-hydroxid Polymaltose Komplex".

Deine anti-TTG-Antikörper mal testen zu lassen

Was ist das genau? Damit ich es dem Arzt erklären kann ;-)

Das Ganze ist eigentlich auch ein Problem mit dem Arzt, weil er sich keine Zeit nimmt, um mir zuzuhören. Ich muss am Donnerstag in die Praxis für die Infusion und weiß gar nicht, ob ich ihn überhaupt sehen werde, um ihm Fragen stellen zu können.

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